Archive for September 2008

[Rezi] Tarean – Der Sohn des Fluchbringers

September 29, 2008

Christoph Memmert hat dankenswerterweise fleißig gelesen und sein letztes Werk rezensiert.

Mit Tarean – Der Sohn des Fluchbringers betritt der Journalist und Übersetzer Bernd Perplies erstmals das Parkett der Fantasy-Literatur. Der erste Teil der als Trilogie angelegten Geschichte um einen 16-jährigen Jungen, der mithilfe eines magischen Schwertes und skurrilen Gefährten die Herrschaft eines bösen Hexenmeisters beenden und damit auch den Namen seines in Ungnade gefallenen Vaters reinwaschen will, erschien jüngst beim LYX Egmont Verlag – und könnte durchschnittlicher kaum sein.

 
STORY
 
Vor sechzehn Jahren besiegte Calvas, der Hexenmeister, mit seinen Wolflingenhorden und dem furchtbaren Grimmwolf, einem Dämon aus den Dunkelreichen, das Bündnisheer der freien Reiche des Westens.

In dieser Schlacht fiel auch Anreon von Agialon, der Ritter des Kristalldrachenordens, und wurde scheinbar zum Verräter an der Sache des Guten. Seitdem leiden die Menschen unter der Tyrannei des Hexers, und sie gaben dem einst großen Krieger den Namen “Fluchbringer”.

Auch Tarean leidet, denn er wurde in der Nacht, da sein Vater starb, geboren und ist seitdem als “Sohn des Fluchbringers” gebranntmarkt. Die Menschen meiden ihn und sehen ihn als Sohn seines unrühmlichen Vaters.

Eines Tages schließlich entscheidet Tarean, dass es so nicht weitergeht. Und er entschließt sich, den Hexer für seine Untaten zur Rechenschaft zu ziehen und den Namen seines Vaters reinzuwaschen. Bewaffnet mit dem magischen Schwert Esdurial zieht er hinaus in die Welt und muss dabei entdecken, wie viel mehr zu seinem Erbe gehört.

 
KRITIK
 
Die Geschichte beginnt mit einem netten Prolog: Der strahlende Held versagt im entscheidenden Moment und die Welt wird künftig vom Bösen regiert. Mal was anderes. Der Rest liest sich jedoch wie … nun, bereits eintausend Mal gelesen: Junge will Vater rächen und sich dem Bösewicht stellen. Dabei ließ sich Bernd Perplies scheinbar von vielen anderen Fantasy-Werken wie »Der Herr der Ringe« oder »Taran und der Zauberkessel« inspirieren, denn irgendwie wirken weder die Welt noch ihre Charaktere eigenständig.

Dafür erinnert der Ablauf der Geschichte durchaus an ein Rollenspielabenteuer: Kaum, dass der Hauptcharakter eingeführt wurde, befindet er sich auch schon mitsamt eines magischen Schwertes auf seiner großen Queste und hat ein paar Seiten später auch schon den ersten Gefährten am Hals. Zeit für seine Protagonisten nimmt sich Bernd Perplies im ersten Teil der Trilogie nicht gerade, sondern konzentriert sich eher auf einen »störungsfreien«, gradlinigen, ja fast schon filmreifen Handlungsablauf. Das kommt dem Buch aber nicht sonderlich gut zu stehen, denn jedwede Wendungen des Plots lassen sich ohne große Mühe vorhersehen. Echte Spannungsbögen wollen so einfach nicht aufkommen. Erst zum Ende hin gelingt es Perplies, mal richtig auf die Tube zu drücken.

 

FAZIT
 
Der erste Teil der »Sohn des Fluchbringers«-Trilogie ließt sich wie ein Versatzstück aus gängiger Fantasy-Literatur. Etliche Elemente, die Bernd Perplies verarbeitet hat, findet man in ähnlicher Form auch in dutzenden anderen Romanen des Genres wieder. Das macht aus der Geschichte ein ewiges Auf und Ab der Gefühle: Wenn sich Tarean und das Irrlicht Moosbeere in die Haare geraten, dann merkt man den Eifer des Autors, den Plot aufzulockern. Was auch gelingt. Trifft er hingegen auf ein ihm unbekanntes geflügeltes Wesen, das ihm nach einem Kampf seinen liebsten Talisman vermacht, dann klingt das konstruiert.

Unter dem Strich bietet der Trilogie-Auftakt lediglich bekannte Durchschnittskost ohne echte Höhen und Tiefen. Eine klare Kaufempfehlung gibt’s daher nicht.

Gattung: Fantasy

Sprache: Deutsch

Autor: Bernd Perplies

Verlag: LYX Egmont

Erschienen: 08/2008

Ausgabepreis: 12,95 EUR

Seitenanzahl: 352

ISBN: 978-3-802581-80-9

Christoph Memmert

PS.: Sowohl Rollo-Almanach und DnD-Gate haben es auch rezensiert!

PPS.: Bernd Perplies hat sich kurz mit der Kritik auseinandergesetzt.

Age of Cthulhu – Cthulhu-Material von Goodman Games

September 29, 2008

Goodman Games ist bisher bekannt für seine originelle Dungeon Crawl Classic-Reihe für DnD 3rd und 4th (deutsch von Ulisses), aber auch für Xcrawl, Etherscope oder Broncosaurus Rex. Nun will man unter BRP-Lizenz Cthulhu mit Abenteuern bereichern. Eine Vereinbarung mit Chaosium wurde unterzeichnet. Die Reihe von Goodman Games soll Age of Cthulhu heißen, erstes Abenteuer wird Death in Luxor werden und ist für Dezember 2008 geplant. Autor wird Harley Stroh sein, der sich schon durch einige originelle DCCs hervorgetan hat.

-> http://www.goodman-games.com./7001preview.html

Death in Luxor soll die Investigatoren nach Ägypten führen, wo Wahnsinn die Archäologen des Chicago House im Griff hat. Korrupter Polizei, einer wunderschöne Theosophistin und Kultisten, besessen vom Gedanken den Schrecken aus einer anderen Zeit zu beschwören, werden die Charaktere begegnen, während sie den mysteriösen Tod von Professor Bollacher und seinem Team enträtseln, hoffentlich bevor altertümliche Riten zu einem schrecklichen Ausklang führen…

Quartalsweise sollen weitere Abenteuer folgen, welche in Asien, Südamerika und Afrika spielen werden.

Auch der Cthulhu-Blog berichtet: http://www.cthulhu.de/artikel/goodman-games-bringt-neue-cthulhu-szenarios

Diskussion im GK-Forum dazu.

GURPS Dungeon Fantasy – klassischer Dungeoncrawl auf GURPS

September 27, 2008

Beim Surfen im Netz bin ich über GURPS Dungeon Fantasy gestolpert und hab mal recht frei den Introtext übersetzt, weil ich durchaus angetan und amüsiert war…

„Manchmal braucht man ein komplexes Fantasysetting, welches Rollen- und Charakterspiel fördert – eines mit liebevoll ausgearbeiteten Kulturen und Plots, welche Dir ermöglichen jedem Helden eine Vergangenheit, eine Familie und eine Heimat zu geben. Manchmal willst Du jede Regel benutzen, die das Spiel bereichert und mehr realistisch macht…
… und manchmal willst Du nur einen monstermetzelnden Krieger spielen, welcher Monster einstampft und ihr Zeug nimmt!
Viele – vielleicht die meisten – Spieler starten mit dem Spiel von simplen Dungeon Crawl Rollenspielen oder Hack’n’Slash-Computerspielen. Manche von uns erinnern sich an diese Zeit mit liebevollen Gefühlen, aber leben im Irrglauben dieser Zeit entwachsen zu sein. Aber wenn Du den Geruch von Feuerbällen am Morgen liebst, dann ist GURPS Dungeon Fantasy genau das richtigige für Dich. Die Dungeon Fantasy Serie reduziert GURPS auf seine essentiellen Eigenschaften und Regeln, die Du brauchst um zähe Dungeon-Kämfer zu generieren, bestückt mit bemerkenswerter Ausrüstung – bereit Monster zu besiegen und Fallen zu überwinden, nur um mehr außergewöhnliche Ausrüstung zu bekommen. Es verspricht dem SL eine Hilfestellung um Begegnungen herausfordernd zu machen und die Dinge interessant zu halten, ohne ein unbalanciertes System zu nutzen oder alle SCs töten zu müssen (außer sie verdienen es!). Und mit dem Anwachsen der Serie werden neue Gegenstände hinzugefügt sowie fortgeschrittene Charaktere und Situationen abgedeckt.
So entscheide Dich für einen guten, starken Archetypen wie Barbar oder Dieb, schnall Dir Dein Treffsicheres Orichalcum Breitschwert des Zerschnetzelns um, stopf Deinen Trankgürtel mit Großen Heiltränken voll und mach es so wie damals!“

Hier findet es sich: http://www.sjgames.com/gurps/books/dungeonfantasy/

Hier hab ich es her: http://22568.rapidforum.com/topic=101067753385

[Rezi] Die Festung des Bergkönigs (Labyrinth Lord)

September 25, 2008

Heute ist meine Sendung Oldschool gekommen, natürlich alles vom Autor signiert: Fortress of the mountain king, LARM und Die Festung des Bergkönigs. Und zugleich hat es Olaf Buddenberg aka Argamae geschafft, seine Rezi zu Die Festung des Bergkönigs zeitgleich einzureichend – basierend auf der mittlerweile kostenlos erhältlichen pdf-Version (seine Version von Die Festung des Bergkönigs hab ich nämlich auch noch:

Das Abenteuermodul DIE FESTUNG DES BERGKÖNIGS von Moritz Mehlem (im Folgenden kurz “Bergkönig”) ist für das “old school” Rollenspiel LABYRINTH LORD geschrieben worden, welches eine Neufassung und Niederschrift der alten D&D-Regeln von Tom Moldvay ist. Insofern kann man es ohne Konvertierung auch mit der deutschen “roten D&D-Box” spielen. Es ist für 3-5 Charaktere der ersten drei Stufen ausgelegt.

Wie auch das Rollenspiel, für das “Bergkönig” geschrieben wurde, atmet das Modul “old school” aus jeder Pore. Es ist ein ziemlich gradliniges Verlies-Abenteuer mit einem recht ausgewogenen Mix aus Monstern, Rätseln und Fallen. Selbst die Illustrationen gereichen jenen alten Tagen zur Ehre – soll heißen: die wenigen Bilder im Modul entsprechen nicht den Standards gegenwärtiger D&D-Publikationen, um es mal gelinde zu formulieren. Aber das sollen sie auch gar nicht, denn so, wie sie sind, wecken sie zumindest in den Grognards (Veteranen) unter uns sogleich anachronistische Gefühle.

Im Gegensatz zu den meisten Modulen jener Tage (das heißt: frühe 80er) bedient sich “Bergkönig” eines plauderhaften Schreibstils, der selten neutral und oft schon süffisant wirkt. Dies kann man dem Modul als Nachteil ankreiden – oder man mag es, da sich dadurch weder Autor noch Abenteuer bierernst nehmen. Daher will ich es auch mal nicht werten, sondern als Geschmacksfrage belassen.

ZUM INHALT
Die simpelsten Zutaten sind ja oft die besten. Und auch “Bergkönig” hält sich nicht lange mit Vorgeschichte auf: ein Dorf wird bedroht und Banditen drangsalieren unter der Führung eines nicht näher identifizierten Bergkönigs die verschüchterten Bauern und haben in der Nähe einen (nicht länger versteckten) Unterschlupf. Damit ist der Plot auch schon umrissen: Eindringen, Plattmachen, Plündern.
Zuvor können die Abenteurer dieses oder jenes Gerücht aufschnappen, wodurch sie möglicherweise schon ein oder zwei Hinweise auf ihre Gegner bzw. Gefahren erhalten. Könnte sie aber auch irreführen.

Was folgt, ist eine Raum-für-Raum-Beschreibung des Verlieses, in dem es zahlreiche Kreaturen abzuleben gilt. Mit etwa 20 Einträgen ist “Bergkönig” nicht sehr umfangreich und könnte an einem langen Abend durchgespielt werden.

PRÄSENTATION
Wie oben bereits angemerkt, möchte “Bergkönig” so sein wie die alten D&D-Module, etwa “Festung im Grenzland” oder “Castle Caldwell” etc. Dies gelingt auch größtenteils, denn durch Vorlese-Textkästen, fettgedruckte Schlüsselwörter, klassische Kartensymbolik und Absatzgliederung (Buchstaben und Zahlen) wird schon vom Layout her ein nostalgisches D&D-Feeling erzeugt. Von den Illustrationen ganz zu schweigen (von denen ein paar sogar nach modernen Standards in Ordnung gehen).

Momente zum Charakter-Rollenspiel wird man in diesem Modul (nahezu) vergeblich suchen. “Bergkönig” will saubere, spaßige und unbelastete Verlies-Action bieten und kann in dieser Hinsicht auch durchaus punkten. Ein geselliger Abend mit Knabbersachen, Bier (oder Softdrinks) und gut gelaunten Kumpels und Kumpelinnen ist hier das Credo. Nirgendwo deutlicher wird dies in der augenzwinkernden Bemerkung des Autors (bei Raumbeschreibung 11: Toilette), daß nach Fäkalien stinkende Charaktere doch eine gute Möglichkeit für Gruppen-Rollenspiel darstellen!

LICHT, SCHATTEN & BESONDERES
Das Verlies selbst ist nicht sonderlich originell. Die Anordnung der Räume folgt zwar einem Muster, ist aber auch langweilig. Architektonische Besonderheiten oder Herausforderungen gibt es kaum. Manche Bereiche stehen quasi für sich und die Handlungen dort wirken sich nicht auf den Rest des unterirdischen Komplexes aus. Damit ist es eben – was solche Verliesabenteuer angeht – nur Standard.
Zu den Pluspunkten zählen die eingestreuten Taktik-Tipps und Hinweise zu den Motivationen der Verlies-Bewohner. Diese könnten frischgebackenen Spielleitern helfen, den einzelnen Begegnungen etwas mehr Charakter zu verleihen.

Hier noch einige Dinge, die mir aufgefallen sind:

* in manchen Vorlesetexten zu Raumbeschreibungen sind bereits Informationen enthalten, die die Spielercharaktere nicht wissen können; das ist nix weltbewegendes, unterstreicht aber den sehr persönlichen Stil des Autors
* ein NSC, den man im “Bergkönig” finden kann, besitzt nicht nur den üblichen “Level”, um seine Fähigkeiten anzuzeigen, sondern auch exakt festgelegte Erfahrungspunkte; sollte ihn ein Spielleiter etwa weiterführen und irgendwann aufsteigen lassen?
* es gibt – wie in den frühen Modulen – tabellarisch vorbereitete Spielercharaktere zum Sofort-Losspielen
* das Modul nimmt Bezug auf eine Spielerweiterung (ACC1: LARM), die mit diesem Abenteuer verknüpft werden kann (aber nicht muß)

FAZIT
Tja, was soll man nun als Fazit schreiben? Vielleicht erstmal dies: “Bergkönig” ist gleichzeitig eine Hommage an die “goldenen Jahre von D&D” sowie eine sehr kauzig geschriebene und erfrischend schlichte Verlieshatz mit eigener Note. Spielerisch/Taktisch ist das Modul nicht sonderlich anspruchsvoll, aber sicher für den oben erwähnten Fun-Abend gut geeignet. Die rudimentär erkennbare “Storyline” kann noch ausgebaut werden, falls der SL das unbedingt möchte.
Wer sich auf diese Art des “old school” Spielens einlassen kann und will, bekommt ein solides Abenteuer mit einigen schrägen sowie klassischen Fallen, Rätseln und Monstern. Wer sich gern den überstrapazierten Begriff “ernsthaftes Rollenspiel” auf seinen SL-Schirm malt, muß den Ernst woanders suchen. Hier wird er ihn nicht finden.

Anmerkung zum Schluß
Auch unter D&D 3.5 gab und gibt es das Bestreben, die “goldenen Jahre des Rollenspiels” wiederzubeleben. Darunter z.B. die DUNGEON CRAWL CLASSICS-Reihe von Goodman Games. Auch dort bekommt man klassische Verlieskost, die aber im Gegensatz zum “Bergkönig” meist den einen oder anderen Twist bereithält, der den typischen Erwartungen alter und neuer Spieler zuwider läuft und so für Überraschungen sorgt. Einen solchen “Twist” enthält “Bergkönig” (leider) nicht.

Rezi diskutieren?

Kostenlose .pdf-Version!

Olaf Buddenberg

[Rezi] SACRED 2 – Der Schattenkrieger – Folge 01: Die Auferstehung (DVD-Version)

September 25, 2008

Nachdem man schon einige Rezis von mir hier lesen kann, gibt es heute eine doppelte Premiere: die erste Rezi von Christoph Memmert, einen unserer Greifenklaue-Veteranen, hier im Blog und zum anderen erstmals eine Erstveröffenlichung hier. Christoph hat sich die DVD-Version des Sacred 2-Hörspiels zur Brust genommen.

Das auf die Produktion von Hörspielen zu Computerspielen spezialisierte Label weirdoz* games zum hören feierte im vergangenen Jahr mit der vertonen Fassung zu »Legend – Hand of God« seinen Einstieg im Markt – und konnte sogleich einen Achtungserfolg erzielen, auch wenn sich das Spiel selbst zu keinem Kassenschlager entwickelte.
Nun haben sich die Hamburger mit dem deutschen Spieleentwickler und -publisher Ascaron zusammengetan, um einer der größten Action-Rollenspiel-Hoffnungen der vergangenen Jahre eine Stimme zu geben: »Sacred 2«, das ab 02. Oktober in den Handel kommt. Dabei scheut weirdoz weder Kosten noch Mühen, denn das vorliegende Hörspiel »Die Auferstehung« soll nur der erste Teil einer fünfteilig angelegten Serie sein – inklusive sämtlicher Sprecher des Computerspiels.
Und schon beim ersten Teil macht das noch junge Label abermals eine fantastische Figur. Denn neben einer Standard-Version, die nur das Hörspiel beinhaltet, veröffentlicht weirdoz eine spezielle DVD-Fassung, die nicht nur mit digitalem 5.1-Surround-Sound protzt, sondern auch jede Menge Zusatzmaterial wie Artworks und Trailer zum Computerspiel bietet. Diese Version ist Gegenstand dieser Rezi.

STORY
Vor langer Zeit gab der Krieger Garlan sein Leben im Kampf für die Freiheit aller Völker Ancarias. Doch das Schicksal hat anderes vor, als ihn in Frieden ruhen zu lassen. Der Großinquisitor des finsteren Kults der Chaosgöttin Ker reißt Garlan aus dem Jenseits zurück in die Welt der Lebenden und verwandelt ihn in einen Schattenkrieger – eine gefährliche, unberechenbare Kreatur, in deren Herzen unbändiger Hass brennt. Als Werkzeug wider Willen soll der Wiedererweckte eine riskante Reise in eine entlegene Wüstenregion unternehmen, wo tief im Innern eines Berges ein Geheimnis schlummert, das die Macht in sich birgt, ganz Ancaria zu vernichten…

KRITIK
Die schlechte Nachricht zuerst: Das sich auf der DVD befindliche Hörspiel kann nicht auf handelsüblichen CD-Playern abgespielt werden, da die Audio-Dateien nicht separat abgelegt wurden. Ein PC samt Abspielsoftware bzw. ein an den Fernseher angeschlossener DVD-Player sind Pflicht. Die gute Nachricht: Die auf der DVD enthaltenen Extras gefallen auf Anhieb und lassen die mangelnde Flexibilität schnell vergessen.
Prunkstück der Fassung ist die Dolby-5.1-Surround-Version des sehr gut gemachten Hörspiels. Der Ton strömt wuchtig und klar aus den Boxen, die Pegel sind gut ausbalanciert, sodass weder unangenehmes Grundrauschen noch Übersteuerungen stören. Auch an Menschen, die kein opulentes Surround-System besitzen, wurde gedacht. Denn zusätzlich zur 5.1-Version befindet sich noch eine digitale 2.0-Version für Stereo-Lautsprecher auf dem Datenträger – sehr schön! Und um keinen Aspekt des Hörspiels zu verpassen, wird dieses zusätzlich als Text auf dem Bildschirm wiedergegeben.
Fans der deutschen Fantasy-Metal-Band »Blind Guardian«, die das Titel-Thema sowohl zum Computer- als auch zum Hörspiel beisteuern und dort außerdem als blutdürstige Piraten zu hören sind, kommen ebenfalls auf ihre Kosten. Ein hochaufgelöstet Video zeigt die vier Bandmitglieder bei den Sprachaufnahmen und vermittelt ganz gut den Spaß, den sie dabei hatten.
Man merkt der DVD an, wie eng weirdoz mit Ascaron zusammengearbeitet hat und wie wichtig sie die Vorlage nehmen. Denn zu den weiteren Extras wie Wallpaper für den Desktop, Artworks aus dem Spiel und ein obligatorischer Trailer, gehört auch das Mini-Hörbuch »Die Entstehungsgeschichte Ancarias«, das – ebenfalls toll vertont – den Zuhörer noch tiefer in den Mythos des demnächst erscheinenden Spiels eintauchen lässt.

Die einzige Kritik, die sich die DVD-Fassung gefallen lassen muss, ist die Art und Weise, wie sich das Menü präsentiert. Lustlos animiert und abwechslungsarm beim Durchschalten der verschiedenen Unterpunkte, lädt es nicht gerade zum Erkunden ein. Ein paar Zitate aus dem Hörspiel oder eben aufwändigere Animationen hätten Wunder gewirkt.

Apropos Hörspiel: Das ist durch die Bank weg gelungen und vor allem hervorragend besetzt. Vor allem Thomas Fritsch, der dem Schattenkrieger Garlan seine Stimme leiht und Cineasten als Synchronsprecher von Russell Crowe bekannt ist, weiß mit seinem dröhnenden, fast bassartigen und sehr markanten Organ als düsterer Held zu überzeugen. Neben ihm wirken weitere Top-Sprecher wie Helmut Krauss, Michael Pan, Raimund Krone oder Sandra Schwittau mit.
Sehr aufwändig zeigen sich die eingesetzten Sounds und Musikstücke. Die Samples sind glasklar und wirken nicht aufgesetzt. Nur an einigen wenigen Stellen hallen sie unangenehm nach.
Und wer denkt, melodisches Metal und Fantasy passen nicht zusammen, sieht sich hier getäuscht: Das musikalische Main-Theme von »Blind Guardian« fügt sich aufgrund seiner Eingängigkeit ganz wunderbar in das Setting ein und wirkt – wie etwa bei der Hörspielreihe »Caine« des Lausch Verlages – nicht deplatziert.
Da verzeiht man auch den ein oder anderen Stolperstein, die sich der Geschichte in den Weg gelegt haben. So bittet gleich zu Beginn des Hörspiels ein wandernder Vikar der Kirche der Ker – einer elfischen Göttin – seinen Großinquisitor unterwürfig um eine feste Gemeinde, die er betreuen kann. Erst später stellt sich heraus, dass es sich bei Ker um die Göttin der Zerstörung, der Dunkelheit und der lustvollen Pein handelt. Weshalb ein Vikar da lieb und nett nach einer eigenen Gemeinde fragt, ist nicht wirklich schlüssig. Aber sei’s drum.

FAZIT
Die DVD-Fassung von »Sacred 2 – Der Schattenkrieger« überzeugt nicht nur mit einem wuchtig produzierten und digital auf Vordermann gebrachten Hörspiel, sondern auch durch viel Zusatzmaterial. Einschränkungen müssen aufgrund des digitalen Klangs beim Abspielen in einem gewöhnlichen CD-Player gemacht werden – dort bleiben die Lautsprecher stumm. Dennoch eine sehr lohenswerte Investition!

Gattung:  Hörspiel / Multimedia-DVD

Sprache:  Deutsch

Autor:   A. D. Portland (Vorlage) / Thomas Plischke & Ole Christiansen

Verlag:   weirdoz* games zum hören

Erschienen:  2008

Ausgabepreis:  14,95 EUR

Art.-Nr.:  4042564049839

Ausstattung:  DVD mit ca. 80 Min. Spielzeit, 15-seitiges,farbiges Booklet, Trailer, Wallpaper und Artworks    zum Spiel (auf DVD), Making-of, Mini-Hörbuch »Die Entstehungsgeschichte Ancarias«,      Blind-Guardian-Feature

Christop Memmert

Opus Anima bei Prometheus und zur Messe Essen

September 24, 2008

Nach der schlechten Nachricht neulich bzgl. der Klage zwischen Nackter Stahl und Prometheus Games gibt es nun wieder eine hervoragende für den Verlag.Das schon länger in der befindliche Opus Anima, ehemals Requiem of a soul, soll nun bei Prometheus Games erscheinen und schon zur Messe Essen erscheinen. Und vorher gar als kostenloses .pdf.

Im Detail lautet es:
“Wir sind stolz darauf, mitteilen zu können, dass unsere Lizenzverhandlungen mit dem New Quest Verlag einen positiven Abschluss gefunden haben und wir in Kürze das Opus-Anima-Grundregelwerk veröffentlichen werden. Das bisherige Opus-Anima-Team wird natürlich auch in Zukunft komplett an Opus Anima weiterarbeiten, lediglich verstärkt durch zusätzliche Autoren und Künstler. Eine enge, freundschaftliche Kooperation, die das Beste aus dem Spiel hervorbringen soll, ist somit gegründet. Zunächst wird das Grundregelwerk in einigen Tagen als kostenloses PDF online gehen und sollte die Druckerei es tatsächlich schaffen, erscheint die Printfassung zur SPIEL 08.”

Die (neue) Verlagshomepage:

http://www.prometheusgames.de/
Weitere Informationen: www.opusanima.de

Alte Nachrichten inkl. eines Regelwerkpreviews findet sich hier: http://22568.rapidforum.com/topic=101073322268

Die Festung des Bergkönigs – deutsche Fassung nun kostenlos

September 23, 2008

Das erste Werk von Moritz Mehlem, Die Festung des Bergkönigs, für das System Labyrinth Lord hat dieser vor kurzem ins Deutsche übertragen. Bis vor kurzem hat das .pdf noch 5 Dollar gekostet, doch nun konnte der Autor den Publiher Brave Halfling Publishing überzeugen, es kostenlos anzubieten! Das ganze ist ein klassisches Dungeonabenteuer mit einem Turnierbewertungsbogen, welches zum Kennenlernen des Systems, welches vorerst nur auf Englisch verfügbar ist, dient.

Zum Werk heißt es:
“Dieses Modul wird nicht nur die Schwertarme, sondern auch die Gehirne und Beine von Abenteurern der Anfängerstufen 1 bis 3 auf das Äußerste strapazieren. Können sie den BERGKÖNIG und seine Bande besiegen, welche immer mehr zur Bedrohung für das Dörfchen LARM werden? Dieses Turnierabenteuer ist das erste in einer Reihe von Abenteuern, die in und um LARM in den BEKANNTEN LÄNDERN spielen. Die Spielergruppe begegnet hier einigen klassischen Monstern und Fallen wie auch einem neuen Gegner, dem Otyuck. Es ist spielbar mit LABYRINTH LORD oder anderen vergleichbaren Rollenspielen der ersten Edition.”

Natürlich ist das Druckwerk auch weiterhin für 10 Euro erhältlich.
 

 

Abenteuer. #1 – Der Bestellvorgang

September 23, 2008

Da vielleicht der ein oder andere es doch nich nicht mitbekommen hat: das Fanzine Abenteuer. #1 (gesprochen: Abenteuerpunkt) gibt es bei mir zu bestellen. Da es mit der Homepage nicht so schnell vorangeht, wie gewünscht und erhofft, drösele ich den Vorgang hier mal fix auf.

Was kostet es? (Der Bestellvorgang)

Die erste Ausgabe kostet 3 Euro zzgl. 1 Euro PV (Überweisung) bzw. 1,50 Euro (Paypal). Im Impressum findet ihr die eMail-Adresse um mich anzumailen oder direkt per Paypal zu bezahlen. Auf Mails sollte ich innerhalb von drei Tagen reagiert haben, ansonsten ist die Mail evtl. im Spamfilter gelandet und nicht entdeckt worden. In einem solchen Fall einfach an öffentlicher Stelle (Kommentarleiste dieses Artikels oder im Disputorium oder als Foren-PN). Dort sollte Deine Adresse zu finden sein, damit ich Dir das ganze auch zusenden kann!

Wer will, kann seine Bestellung beliebig mit Greifenklauen oder Fanzines kombinieren.

Was wird geboten?

Eine reichlich bunte Mischung Rollenspielmaterial auf 130 Seiten A5 im farbigen Softcover. Für DnD gibt es zwei Ritterklassen, 100-Billionen-Jahre DSA ist ein recht cooles SciFi-Setting am Rande hinter der Zeit, eine HeroQuest-Kamopagne (!!!) und Der Fall Simone ein Abenteuer für Milleniums End. Besser als menschlich ist ein alternatives Pfadsystem für Vampire: Die Maskerade, New Fried Mexico ein Szenario für Pandemonium! Adventures, Kathers Grab ein Fantasy-Szenario, BuroMilSeru ein Enconuter in der Niederwelt, Die azurblauen Kavernen von Ault-Skul ein Szenario für Mongoose Runequest und Rathurbosk eine Brückenstadt aus Dragon Warriors, universell einsetzbar. Zur Abrundung ein Interview mit dem Chefmagier von Ars Magica, ein Kampfronoter für Forward… to adventure! und die Kolumne NSCs (um nichtspielende Rollenspieler).

Genaueres kann man auch in den Rezis nachlesen: Bei Dorp-Scorp, Story Entertainment oder Drudenfusz.

So, ich hiffe, ich hab nix vergessen. Vielleicht noch der Hinweis auf die Feedbackmöglichkeit im GK-Forum. Ansonsten kommentieren, wenn noch Fragen offen sind, ich arbeite es dann ein!

Der Rollenspielabende-Podcast wird eingestellt – oder nicht?

September 22, 2008
Feedback und Resonanz ist das A und O in der Szene, der Treibstoff der Macher und die tagtägliche Motivation. Anfang des Jahres ist der Rollenspielabende-Podcast entstanden. Die Idee dahinter: den Rollenspielabend mitschneiden und die Highlights in kurzen, etwa zehnminütigen Sequenzen dem Hörer zur Verfügung stellen.Erst vom Einstellen mangels positiver Resonanz habe ich von dem Podcast überhaupt erfahren.
-> http://sonnenfee.wordpress.com/2008/09/20/podcasts-wieder-eingestellt/
    
Drei Podcasts gibt es bisher:
1. Die Suche nach dem Seher
2. Das Eichhörnchen
3. Gespräch mit einem silbernen Drachen
 
Hört mal rein und schreibt den Machern Eure Meinung. Ich fand die Erlebnisse der Blauen Falken in der Form ganz gelungen aufbereitet, wobei es natürlich in der Natur der Sache liegt, dass es etwas chaotischer zugeht! Bei der dritten Episode gab es bei mir Downloadprobleme.
 
 
 
 
 

 

Skandal: Das Ende der Bronze- und Messingdrachen

September 20, 2008
Wie im DnD-Gate zu lesen ist, plant Wizards in der 4ten Edition der Abschaffung von Bronze- und Messingdrachen. Der Grund: es sind Legierungen… Es wird Ersatz geben, einer davon wird der Adamatit-Drache sein.Im Text zum Iron Dragon Prowler heißt es:
“The metallic dragons will have full attention next year, and the first thing that fans of previous editions will notice is the dragons based on alloys have been replaced with pure metals.”
-> http://www.wizards.com/default.asp?x=dnd/mi/20080918a
    
Hier der Beitrag aus dem Gate:
->http://forum.dnd-gate.de/index.php/topic,20492.0

Hier der Thread im GK-Forum:
->  http://22568.rapidforum.com/topic=101067808717
 
Also Recken, hebt die Tassen im Angedenken und hofft drauf, dass es nicht demnächst weiße und schwarze Drachen erwischt…

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