Posts Tagged ‘ClemLOR’

Nerdshirts: Schräg ist chic – Fotostrecke bei SpON

Juli 14, 2010

Der Sommer ist in voller Hitze da, was trägt da unsereins?  Das hat auch der Spiegel thematisiert mit einer Fotostrecke zum Thema Nerdshirts!

Danke fürs Finden an ClemLOR im GK-Forum.

[Kino] Robin Hood 2010 – eine Kritik

Mai 21, 2010

Robin Hood spaltet wie erwartet das Lager der Rollenspieler und LARPer. der eine findet es trotz Halblingen, ähh,  Jungen, genial, der nächste findet überall Logiklücken, die kaum die Landungsboote überbrücken können…  ClemLOR hat eine Kritik zum Film verfasst, bezug nehmend auf die Diskussion im Greifenklaue-Forum.

Die kritischen Stimmen hier kann ich nur sehr bedingt nachvollziehen. Bin nämlich insgesamt von dem Film recht positiv beeindruckt – trotz der vielen negativen Erwartungen. Es hätte an vielen Stellen auch besser gehen können, ja ok; und die französischen Landungsbote waren auch, naja … Und dann die Kinder und Jugendlichen auf Ponies in der Schlacht am Ende …  *gähn* Insofern ist meine Gesamtbeeindruckung auch noch gebremst. Ich könnte nicht ruhigen Gewissens jemandem empfehlen, diesen Film unbedingt im Kino sehen zu müssen. Aber eine vergeudetete Zeit ist es alle mal auch nicht. (Da ich gestern Prinz of Persia gesehen habe, kann ich sagen: Prinz of persia setzt mehr auf Unterhaltung … Robin Hood regt mehr zum Nachdenken an; Prinz of Persia will bestaunt werden, Robin Hood ist irgendwie “genügsam” in so vielen Dingen; beiden Film ist gleich, dass sie an ein paar Stellen zu viel wollen, an anderen dafür bewusst auf Minimum und Entspannung setzen … Unterm Strich könnte ich keinem Film den Vorzug geben.)

Worunter der Film “Robin Hood” imho viel mehr leidet als das, was auch hier debattiert wird, das ist die katastrophale Synchronisation. Nicht nur sind die Übersetzungen teilweise echt leblos; viel schlimmer als das wiegt noch dazu, dass die Synchronsprecher echt alles vermurksen – lieblos, kraftlos, ausdruckslos, einfach nur langweilig. Das hat mir viel mehr von dem Spaß an diesem Film genommen als etwaige Fehler in Requisite, Kostüm und Schnitt. (Diese fande ich mit Ausnahme der Landungsschiffe und der zu “neu” wirkenden Bögen einfach insgesamt sehr gelungen und OK.)

Zur Story: Es ist ewig her, dass ich irgendeine andere Robin Hood Verfilmung gesehen habe (eine der besten ist die mit Jürgen Prochnow als Sheriff (glaub ich)). Deshalb erinnere ich mich nicht an Details. Aber im Groben geht es stets darum, dass da ‘n Typ aus dem Kreuzzug daherkommt, feststellt, dass in seiner Heimat alles schlecht ist, und *zack*, dann mimt er halt mal eben den Beschützer der Armen, und das dann noch gepaart mit ‘ner netten Schnitten-Geschichte. Ich erinnere mich nur an die 80er Jahre Serie aus GB, die nicht auf ein fettes Happy Ending hinausgelaufen ist, aber ansonsten eigentlich in etwa genauso verläuft.
In dieser aktuellen Verfilmung jedenfalls wird diese alte Schmonzette nicht angepackt; stattdessen gehen Ridley Scott und Russel Crowe einen anderen Weg: Was war eigentlich vor seiner (Robin Hoods) Ächtung angesagt? Ohne den originalen Mythos (oder den Mythos der herrschenden Lehre – und nicht nur die von Fans und LARPer) zu kennen, halte ich die hier filmisch vorgestellte Lösung als unterhaltsam und plausibel in vielerlei Hinsicht. Mag sein, dass mir dabei der kapitale Fehler unterläuft, diese Version höher zu bewerten, als es ihr in Ansehung der originalen Hintergründe zusteht. Aber, hey, is’ Kino, is’ Hollywood; und bei der Fülle an zum Teil geringfügig, zum Teil erheblich abweichenden Versionen von Robin Hood ist das hier auch nur eine neue Version. Und als mehr sollte man es vielleicht nicht sehen. (Gladiator ist aus kritischem Blickwinkel auch nicht weniger an den Haaren herbeigezogen und insgesamt sehr fehlerhaft …)

Keine Frage: Dieser Film hat Schwächen; verglichen mit früheren Ridley Scott Filmen sogar recht viel. Dennoch meine ich, dass dieser Film im Verhältnis zu so vielen anderen aktuellen Film zu den wenigen gehört, die handwerklich dennoch gelungen sind. Auf der hier aufgeführten Bewertung von 3-4 im Ausgangspost und 4-5 in einem späteren Posting neige ich dazu zu sagen: in jedem Fall besser, nämlich solide 3+; vielleicht ist der Film noch um einiges besser, wenn man sich den mit der Originaltonspur und nicht mit dieser Möchtegernsynchro antut (rein spekulativ).

Mitdiskutieren!?!

ClemLOR

[Film] Percy Jackson – Diebe im Olymp

Februar 21, 2010

ClemLOR hat sich den Film angeschaut:

Hallo.

Nein, ich erkläre nicht, WARUM ich den Film gesehen habe; nur, DASS ich ihn gesehen habe. Und dabei kristalliert sich vorerst diese Meinung heraus:

Wenn Du einen Kinofilm sehen möchtest, während dem man gerne auch andere Sachen machen kann, dann ist “Percy Jackson” genau richtig!  

Es wird eine solide Geschichte von einem Jungen erzählt, der binnen zwei Wochen lernt, dass er der Sohn eines griechischen Gottes ist, dass er der Hauptverdächtige bei dem Diebstahl von Zeus Herrscherblitzen ist und dass von dem Wiederfinden dieser Blitze das Heil der griechischen Götterwelt und der Menschheit abhängt.
Grundsolide …
In einer “Odyssee” durch ganz Amerika suchen Percy (abgeleitet übrigens von Perseus) und zwei Freunde nach Hilfsmitteln, um in den Hades zu gelangen, wo sie die Mutter von Percy retten wollen. Wie zufällig stolpern sie dabei am Ende über den gesuchten Blitz, der – oh je – vom Sohn des Hermes, aka Luke, gestohlen worden ist, weil er die Welt den Göttern entreißen will, um die junge neue Generation ranzulassen und eine neue Welt aufzubauen.
Ich habe schon erwähnt, dass die Story “grundsolide” ist, oder?

Jedenfalls erinnert diese Geschichte an eine durchweg amerikanisierte Harry Potter Geschichte, in der die Helden auf die Medusa, die Hydra, Höllenhunde, einen Minotauren, Zentauren, Furien (Harpien) und Sirenen (Lotus-Frauen) treffen, um letztlich am Ende einen mürrischen (und einzig überzeugend spielenden) Zeus seinen Blitz zurückzugeben.

Die Geschichte richtet sich an junge Leute – 10-15-jährig vielleicht – , die gerne eine Abenteuergeschichte erleben möchten, in der die Welt für zwei atemlose Stunden den Kindern und Heranwachsenden gehört. Die Effekte und ihre Dosierung sind toll gemacht, naja, zumindest State-of-the-Art, wodurch der Film sehr gewinnt. Popcorn Kino at its best; für erfahrene Mythologie-, Fantasy- oder Abenteuerkinofans aber nahezu unterfordernd, da auch einfach zuuu viele Dinge voraussehbar sind oder einfach “zu ernsthaft gewollt” wirken.

Nein, den Film finde ich tatsächlich nicht schlecht; aber ich zähle mich eindeutig NICHT zur Zielgruppe.

Grüße C-LOR

[SpON] Endzeit Impressionen mit Mutonia Waste Company

Februar 6, 2010

ClemLOR hat auch was Schmuckes bei Spiegel online entdeckt und was zudem zum meistgesuchten Suchbegriff dieses Blogs zählt – endzeit larp – was an diesem Artikel liegt.

Und hier das tolle Fundstück.

[Rezi] QB2 – Der Gladiator (400. Artikel)

Februar 3, 2010

Der 400. Artikel im Greifenklauen-Blog kommt von ClemLOR und ist Labyrinth Lord gewidmet.

Der Gladiator

Ein Quellenband mit einer neuen Charakterklasse für Labyrinth Lord – Herr der Labyrinthe

Das Quellenband „Der Gladiator“ ergänzt das old-schoolische Spielsystem „Labyrinth Lord“ um zahlreiche Informationen zu einem besonderen Element der zugrunde gelegten Spielwelt – mit einer Referenz zum Abenteuer Modul „CLA2: Dolm River“. Bei „Labyrinth Lord“ handelt es sich um ein D&D Clone basierend auf der OLG, welches ohne Zusatzmaterialien in einer beliebigen fantastischen Spielwelt angelegt ist. „Der Gladiator“ hingegen stellt auf die Hauptstadt „Dolmvay“ aus der Referenz ab, welche sich am altertümlichen Rom orientiert.

Damit taucht dieser Quellenband in eine Atmosphäre ein, die sehr nah an dem gleichnamigen Film liegt. Spieler und Leser des Quellenbandes werden unverzüglich mit einer stimmungsvoll beschriebenen Szene direkt in die Abenteuer rund um „Gladiatoren“ gestürzt, was sofort die Neugier um diesen Mikrokosmos weckt. Denn in dieser Kurzgeschichte wird nicht nur der Arenakampf und die Atmosphäre in einer Kampfarena beschrieben; eingerahmt werden die Kampfhandlungen von der Dekadenz und andeutungsweise den wilden Spielspekulationen außerhalb der Arena.

Nach dieser Einführung widmet sich das Quellenband anschließend vielen relevanten Aspekten der Gladiatorenkämpfe, die in dieser Geschichte bereits angedeutet worden sind. Zahlreiche unterschiedliche Gladiatorenkämpfer und –kampfarten werden geschildert und zunächst regeltechnisch in übersichtlichen Schaufenstern für den Spielleiter charakterisiert. Zudem wird das Konzept der Gladiatorenschulen, wie es für Dolmvay üblich ist, beschrieben, unter welchen Voraussetzungen diese in Betrieb genommen werden können und in welchem Wettbewerb sie zueinander stehen. Neben diesen unmittelbaren Inhalten zu den Gladiatoren selbst schildert der Quellenband auch den Einfluss und die Funktionsweise der Wetten, die auf die Gladiatorenkämpfe ausgeführt werden.

Neben diesen grundsätzlichen Spielelementen und –regeln findet sich schließlich auch der Gladiator als Charakterklasse wieder. Neben dieser spielbaren Klasse eröffnet „Der Gladiator“ auch interessante Zusatzregeln zum Kampf sowie neue Gegenstände, die waghalsigere oder abenteuerlichere Kämpfe ermöglichen.

Dem gesamten Quellenband hängt der Geruch von „Napalm am Morgen“ an. Es ist brutal und es ist auf den Überlebenskampf rund um die Gladiatorenarenen ausgelegt. Dabei werden Grundbegriffe aus der lateinische Sprache verwendet, die schnell den Eindruck tiefer gehender Recherchen vermitteln. Ich räume an dieser Stelle ein, dass ich die unterschiedlichen Wortbedeutungen der verschiedenen Gladiatoren und Gegenstände nicht auf ihre Authentizität hin überprüft habe; das ist aber auch nicht entscheidend, denn es „riecht gut“, „schmeckt gut“ und vermittelt die Stimmung, die Lust darauf macht.

Und dabei legt sich das Quellenband nicht auf Dolmvay fest, indem es an vielen Stellen „offen“ bleibt. Es ist adaptierbar auf jedes beliebige Fantasy- oder altertümliche Setting, das unter „Labyrinth Lord“ gespielt wird. Anders als „Der Druide“ lädt dieser Quellenband durch das wesentliche Mehr an Informationen und die interessanten Zusatzoptionen in den Regeln regelrecht dazu ein, „Der Gladiator“ in der eigenen Spielrunde zu sein.

ClemLOR

PS.: Hier bei Your Games Now, für 8 euro gibt es auch ein Heft (bei Moritz).

[Rezi] QB1 – Der Druide

Februar 2, 2010

ClemLOR hat sich den Druiden vorgenommen.

Der Druide

Eine Charakterklasse für Labyrinth Lord – Herr der Labyrinthe

„Labyrinth Lord“, in deutscher Sprache auch als „Herr der Labyrinthe“ bekannt, basiert auf dem OGL. Zusätzlich zu dem Grundregelwerk von „Labyrinth Lord“ erscheinen Ergänzungsbände in bekannter Tradition der verschiedenen Rollenspielsysteme. „Der Druide“ beschreibt für „Labyrinth Lord“ eine neue Charakterklasse, die für Spieler zugänglich ist und als (Nicht-)Spielercharakter regeltechnischen Ausdruck erhält.

Nach einer allgemeinen Einführung über den Druiden werden die klassenspezifischen Merkmale der Figur Stück für Stück ausführlich dargelegt. Danach ist der Druide in „Labyrinth Lord“ ein naturverbundener Charakter, der alles dafür einsetzt, die Natur zu erhalten und nur das von ihr zu nehmen, was sie gibt; dabei wird deutlich, dass der Druide sehr ortsverbunden ist. Zu diesen Gaben zählen auch verschiedene Fähigkeiten wie beschleunigtes Wachstum von Pflanzen, besondere Fähigkeiten aus der Tierwelt und magische Talente. Diese Fähigkeiten werden auf dem stufenbasierten System von „Labyrinth Lord“ nach und nach erweitert oder ergänzt. Tabellarisch wird zum Abschluss dieser Darstellungen ausgeführt, wie sich der Charakter entwickelt und wann er welche Fähigkeiten erhält.

Bei der Lektüre dieses Regelbandes fällt auf, dass einzelne versteckte Hinweise auf die Spielbarkeit eines solchen Charakters gegeben werden.

Die Zitate

„Dieses Leben im Einklang mit der Natur macht Druiden natürlich in menschlicher Gesellschaft immer zu Außenseitern, die sich nur schwer in eine Gruppe integrieren können. Einerseits sind sie den Umgang mit Menschen nicht gewohnt, andererseits werden ihre Gefährten immer wieder durch Handlungen und Gedanken des Druiden irritiert, […]“

und

„Auch die Vorstellung von Körperhygiene des durchschnittlichen Druiden deckt sich möglicherweise nicht mit den Idealen der Mitreisenden.“

zeigen deutlich, dass die Wahl dieser Figur rollenspielerische Herausforderungen bietet, die ein stimmungsvolles Spiel garantieren.

Zum Ausgleich zu diesen Spannungselementen existieren besondere Fähigkeiten, die reizvolle Eigenschaften etwa von Miraculix (spontanes Pflanzenwachstum) oder Marshall Bravestar (Tierkräfte) adaptieren; dies wird um klassische Elemente wie „in ein Tier verwandeln“ oder diverse Immunitäten gegen natürliche Gefahren ergänzt, die aus artverwandten Rollenspielsystemen bereits bekannt sind.

Der Druide aus „Labyrinth Lord“ versteht sich also nicht als der Druide aus der früheuropäischen Geschichte; es handelt sich hierbei eher um eine außergewöhnliche Figur, die den Pathos eines Klerikers und das Mysteriöse eines Zauberkundigen beiseite schiebt und stattdessen einen besondere Zauber in das Spiel hineinträgt, ohne dabei aber schillernd zu sein. Zweifelhaft ist jedoch, ob ein Charakter wie der Druide in „Labyrinth Lord“ spielbar in einer Spielrunde mit mehreren Spielercharakteren ist; als Figur für Solokampagnen oder aus dem unermesslichen Stab der Nichtspielerfiguren hingegen sind seine Vor- und Nachteile voll ausspielbar und eine gelungene Bereicherung für „Labyrinth Lord“.

 ClemLOR

PS.: Der Artikel auf Your games Now

[Vorstellung] System matters (RPG-Podcast)

November 22, 2009

Ich selbst höre den Podcast sehr gern, aber mit ClemLOR gibt es einen noch fleißigeren Hörer, der sofort begeistert war, als ich nachfragte, ob er nicht Lust an einer Vorstellung hätte. Und die ist nun fertig geworden:

System matters – Wie, was, hä?

Untertitel:
Aufbaumaterialien, Methodengegenstände, Ordnung ist von Bedeutung – alles klar, oder?

„System matters“ ist der bedeutungsschwangere Name des deutschsprachigen Podcasts unter der Regie von Patric, Daniel und Matthias zum umfangreichen Thema Rollenspielerei. Mittlerweile hat das Team seit der Veröffentlichung der ersten Episode insgesamt 25 Shows life on Pod online zur Verfügung gestellt; üblicherweise soll wöchentlich am Freitag die Show live on Pod gehen. Deshalb gibt es pünktlich zu dieser „silbernen Podzeit“ (Hochzeit geht ja nicht …) hier einen Versuch eines Fan Kommentars. Zunächst gehe ich sehr kurz auf die Wortbedeutung ein, dann auf das Wesentliche; und für Statistik- und Zahlenfreaks gibt es auch ein paar Informationen zum Abschluss. Viel Spaß!

Zur Wortbedeutung:
Achtung: English for run-aways.

system – Ordnung, Aufbau, Methode, System
matters – Angelegenheiten, Fragen, Gegenstände, Materialien, Sachen, Themen, von Bedeutung sein
Damit macht der Untertitel “ein wenig” (Un)Sinn, zeigt aber, tatsächlich, worum es in diesem Podcast eigentlich geht …

Nun zum Inhaltlichen:

Nahezu jede Episode folgt dem gleichen Konzept. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde der Moderatoren flanieren sie verschiedene Themen zu Büchern, Filmen, Computerspielen, Alltäglichem und Außergewöhnlichem – insbesondere mit Blick auf die individuellen Tätigkeiten zwischen der aktuellen und der vorangegangenen Episode. Für den Hörer eröffnen sich dadurch ungeahnte Sphären für literarische Empfehlungen, über Filme, Fan-Kram und wirklich interessante Spielalternativen. Anfänglich war dieser Teil der Show stets sehr „überlastig“ – zumindest von einigen regelmäßigen Hörern so kommentiert –, so dass das Team dazu übergegangen ist, dies ein wenig einzukürzen – und wenn es nur das passive Einkürzen im Verhältnis zur Verlängerungen des Hauptteils ist.

In dem Hauptteil jeder Show stehen dann interessante Themen zur Rollenspielerei im Mittelpunkt – Beispiele sind Zeitsparen und Pragmatisches zum Ablauf von Spielesitzungen sowie Abwesenheiten von diesen, Inhaltliches zu Schicksalspunkten, Reisen, Charaktertod oder Flashbacks, technisches zu Systemen wie dem Fate System oder Systemelementen wie Temptation Dice und noch vieles mehr. An diesen sehr unterschiedlichen Themen ist erkennbar: „System matters“ handelt nicht von Spielsystemen – also Regelsystemen oder spezifischen Rollenspielarten. Es handelt von den Metaebenen da drüber oder da drunter.

Patrick, Daniel und Mathias tauschen sich über ihre Beobachtungen und Erfahrungen mit unterschiedlichsten Rollenspielbegegnungen aus und teilen sich dabei der Audienz mit. Hierbei ist höchst erfreulich, dass alle drei nicht in dasselbe Rohr blasen. Bisweilen haben sie sehr unterschiedliche Auffassungen, die sie einander gegenhalten. Dabei ist schön, dass sie sehr deutlich hervorheben, dass jede Denk- und Sichtweise letztlich eine vertretbare ist.

Was mich persönlich immer wieder beeindruckt, ist eine Art ungezwungene Atmosphäre in den verschiedenen Episoden. Es wird geplaudert. Dabei fällt auf, dass erfahrene Rollenspieler, die sich in ihren Spuren über die Jahre oder Jahrzehnte möglicherweise eingefahren haben, in „System matters“ gute und probate Anregungen erhalten, wobei „System matters“ – möglicherweise unbeabsichtigt – vor allem eher für die Neulinge unter den RollenspielerInnen viel Substanz bereithält. Die Informationsdichte ist ziemlich hoch, über die geplaudert wird, aber nicht palavert.

Der Podcast bietet noch mehr – nicht nur etwas zum Hören. Unter der Domain http://www.system-matters.de/  steht jede Episode zum Download bereit; für facebooker gibt es sogar eine facebook-Fan Gruppe, wobei diese schon längere Zeit nicht mehr gepflegt wird. Außerdem wird in umfangreichen Show-Notes vorgestellt, was eigentlich in jeder Episode im Einzelnen besprochen oder erwähnt wird. Daher findet der Neugierige hier zahlreiche Verlinkungen zu Quellen sowie interessanten Materialien. Mit diesen Mitteln zeigt das Team von „System matters“, wie tief es dabei in die jeweiligen Themen eingestiegen ist, ohne dies aber moralisch, pädagogisch fragwürdig oder überheblich in der Show „heraushängen“ zu lassen.
Neben diesen häufig umfangreichen Show Notes sowie vereinzelten Goodies (Bilder, Videos) hat die Hörerschaft auch die Möglichkeit, jede Episode zu kommentieren.

An dieser Stelle bleiben Patrick, Matthias und Daniel auf Tuchfühlung mit ihrer Hörerschaft. Nicht nur reagieren sie mit Kommentaren auf selbige; hin und wieder greifen sie Anregungen oder Ergänzungen aus den Kommentaren sogar in ihren Episoden auf. Bravo!

Mein Fazit ist: Ich scheue den Vergleich mit anderen deutschsprachigen Podcasts, da ich diese bestenfalls mal angehört habe; „System matters“ ist bisher der einzige deutsche Podcast, der mich wirklich “erreicht” hat. Um so lieber wage ich den Sprung über den großen Teich. Denn dort gibt es die sogenannte „the Game Master Show“. Diese ist hinsichtlich ihrer „General Shows“ „System matters“ sehr ähnlich, nur umfangreicher. Inhaltlich begegnen sich diese zwei Podcasts auf Augenhöhe. Denn gemein ist beiden, dass sie sich nicht in heillosen Theorien verlaufen, sondern stets in ihren Erörterungen den direkten Spielbezug im Auge behalten. Jede Anregung zielt letztlich darauf ab, unterhaltsame und erlebnisreiche Rollenspielerfahrungen zu ermöglichen.

Ein paar Statistiken und Historisches:

- Von den 25 Episoden sind zwei besonders lang (deutlich über 1 Stunde Dauer), während drei weitere ausgesprochen kurz ausfallen (jeweils unter 20 Minuten), wobei von den übrigen 20 Episoden immerhin vier weitere mit mehr als einer Dreiviertelstunde zu Buche schlagen. Die übliche Episode dauert etwa 30 bis 40 Minuten.
– Hinsichtlich des inhaltlichen Canons stechen zwei von 25 Episoden heraus – nämlich eine spezielle Folge zum Cthulhu Con (die quasi sechste Episode) sowie eine aus technischen Gründen eingeschobene Ein-Mann Show von Daniel als eigentlich 18. Show. Diese zwei Episoden werden nicht eingereiht, so dass letztlich von bisher 23 „System matters“ Shows und zwei besonderen Shows die Rede ist.
– Mit Ausnahme der Spezialthemen zur Spielemesse in Essen sowie zum Halloween behandelt das Trio Infernale üblicherweise Fragen zur Rollenspielerei. Bisher musste das Team nur zwei Mal in die Archivkiste greifen, um die gewünschte Regelmäßigkeit des Podcasts nicht zu gefährden. Diese ist dennoch jüngst etwas eingebrochen – aber kann man das einem so guten Fanprojekt übelnehmen?
– Aktuell wird die Show zwischen 150 und 200 Mal heruntergeladen; bis zu der Phase der zeitlichen Unregelmäßigkeiten war es üblicherweise zuletzt um die 250 Downloads pro Episode. Dies berücksichtigt nicht Downloads über iTunes oder das Hören der Streams.
– Abschließend noch ein wenig Zahlenspielerei zu den Teilnehmern selbst: Während Matthias einsamer Spitzenreiter in Abwesenheit ist – im Schnitt jede fünfte Episode – liefern sich Patrick und Daniel ein dichtes Kopf-an-Kopf-Rennen um Platz zwei, wobei Patrick hier mit dreifacher Abwesenheit die Nase leicht vorn hat.

Insgesamt: Thumbs up! Weiter so!
So nebenbei: „System matters“ kann man auch so nebenbei hören. Und auch immer wieder …

ClemLOR

[Film] Distrikt 9

Oktober 3, 2009

ClemLOR hat sich Distrikt 9 angesehen und berichtet drüber:

Man stelle sich vor, ein außerirdisches Raumschiff in Emmerichscher Größe strandet in der Luft oberhalb von der Großstadt Johannesburg und schwebt dort. Die darauf gefundenen Außerirdischen, die einen insketoiden Eindruck hinterlassen, werden zur Erde verbracht und erhalten unterhalb des Raumschiffs einen eigenen Stadtteil, der sich schnell zu einem Ghetto entwickelt – Distrikt 9.
Menschen und Außerirdische – im Film liebevoll “Schrimps” genannt – koexistieren nebeneinander und haben kaum Berührungspunkte (Katzenfutter, Schwarzmarktwaffenhandel).

Als die Menschen das Ghetto wegen wachsender Spannungen verlagern wollen und unter diesem Vorwand die Außerirdischen in Ihrem Ghetto besuchen, entwickelt sich eine irrwitzige Spirale aus Verfolgung, Spionage und menschenverachtenden Maneuvern, die im Verlauf des Films schnell zahlreiche eher philosophische oder gesellschaftliche Fragen aufwerfen: Sind die eher primitiv handelnden und an insbesondere Katzenfutter interessierten Außerirdischen die Unwesen, oder sind es die Menschen, die an der Ghettoisierung der außerirdischen sowie der Ausbeutung ihrer Technologien interessiert sind und dabei auch von ihresgleichen keine Grenzen erkennen lassen? Alles das spitzt sich in einem Handlanger eines Waffenkonzerns wieder, unter dessen Schirmherrschaft die Umsiedlung eingeleitet wird, zu, als dieser bei einem Außerirdischen in ein Handgemenge gerät und dabei von einem rästelhaften Virus befallen wird. Denn dadurch wächst das Interesse des Konzerns an ihm ungemein, und er sucht zwangsläufig Schutz und Hilfe bei den Außerirdischen.

Stilistisch tue ich mich mit der Einordnung schwer: Eher dokumentarischer Film? Eher Action Film? Irgendwie beides, und noch viel mehr oder sogar was eigenes? Das müssen Filmspezialisten beurteilen. Die Handlung wird stimmig, dicht, kompakt und an einigen Stellen (unfreiwillig?) komisch, dann wiederum aber auch bitter und böse dargestellt. Die Balance aus Handlung und Action ist gut gelungen. Die Protagonisten und Antagonisten sind sauber aufeinander abgestimmt. Die Effekte sind wohl dosiert und überraschen in ihrer Effektivität trotz ihrer Einfachheit. Also: Nicht nur handwerklich ein gelungenes Werk.

Wer etwas wie “Enemy Mine” gemischt mit “Alien Nation” oder “V – die Außerirdischen” erwartet, wird dies bestenfalls ansatzweise erfahren, nach meinem Dafürhalten jedoch tatsächlich etwas eigenständiges vorfinden.

Fazit: Thumbs up! Mal eine wirklich andere und insbesondere sehr gelungene Sicht auf die Begegnung Mensch – Alien.

ClemLOR

Selbst gesehen? Mitdiskutieren?

Tagebuch Mystara / Karameikos IX – Teleportation in geheime Räume

Mai 27, 2009

Sedrik, der Barde, alias ClemLOR schreibt in seinen Notizen.

(Weiter Tag 8 )

- Nachdem die Schätze geborgen worden sind, kümmert sich Bruder Cleston  um die Wunden von Sedrick, Dagan und Amaron.

- Mit dem Schlüssel können die Helden die verschlossene Tür öffnen. Als es um das Betreten des Raumes geht, empfehlen die Helden Amaron, sich wegen seiner Verletzung zurückzuhalten. Aber er will seinen Mann stehen. Sedrik leuchtet ihn.

- In dem Raum befindet sich in der hinteren linken Ecke ein großer offener Schrank, in welchem diverse Kunstgegenstände und wertvolle Gegenstände glänzen. Amaron ist hellauf begeistert. Bruder Cleston ist skeptisch und warnt vor einer Falle, da der Schrank leicht grünlich leuchtet. Auf die Warnung, dass es eine magische Falle sein könnte, wirkt Felariel “Magie Entdecken” und erkennt magische Energie.

- Ein kleiner Stein wird in das Regal gegen einen wertvollen Gegenstand geworfen. Wider Erwarten erklingt kein helles “Pling”; der Stein fällt zu Boden.

- Amaron tastet sich langsam in den Raum vor und sucht nach Fallen am Boden. Er findet nichts. Felariel will am Schrank nach einer Geheimtür suchen, während Sedrick ein Tischbein aus einer der vorderen Räume zum Auslösen der Falle sucht.

- Als Felariel den Schrank erreicht, gibt es einen hellen, grünen Lichtblitz, und sie ist verschwunden; Cleston und Dagan sind aufgeregt und rufen nach ihr. Es wird spekuliert, ob es ein Teleportations- oder vernichtungszauber war. Nun schleudert Bruder Cleston eine mit einem Seil verbundene Spitzhacke über den Boden in Richtung des Schrankes, während er das andere Ende des seils fest in seiner hand hält. Die Spitzhacke löst keine Falle aus und bleibt liegen.

- Nun laufen Sedrick und Dagan zu den Zombies, um einen Arm abzutrennen und einen “organischen” Körper in den Bereich der Falle zu werfen. Nichts geschieht.

- Amaron hat bei der Spitzhacke sowie bei dem Arm festgestellt, dass diese etwa 2m vor dem Schrank unnatürlich abgebremst würden.

- Auf Drängen von Amaron, Felariel retten zu müssen, sichert sich Sedrick mit dem Seil und nähert sich dem Bereich. Als er vorsichtig vortastet, spürt er kurz vor dem Schrank einen Widerstand in der Luft. Dann geht er weiter und löst die Falle wie Felariel vor ihm aus.

- Dagan, Bruder Cleston und Amaron beraten und spekulieren, was sie tun können. Den Raum betreten sie nicht weiter. Sie suchen erneut nach der Geheimtür. Dann entscheiden sie sich, die Statue zu befragen, wofür sie aber bis nach Mitternacht warten müssen. Sie ziehen sich zurück.

- An der Statue erfahren sie, dass Felariel und Sedrick in einem bestimmten Bereich des Kellers sind, der auf natürlichem Wege nicht erreichbar sei. Die Wände dorthin seien über einen Meter dick. Dagan beginnt, an der entsprechenden Stelle die Steinwand mit der Spitzhacke zu bearbeiten, um einen Durchgang zu schlagen.

- Felariel und später Sedrick tauchen in einem völlig dunklen Raum auf – Sedrick hatte die Laterne wegen der Tests mit dem Zombiearm nicht mehr bei sich. In diesem sind u-förmig 10 Sarkophage aufgestellt, die leicht ornamentiert sind und auf denen in einfachen Zügen verschiedene Personen in Rüstungen oder in Roben abgebildet sind. In der Mitte des Raumes befindet sich im Boden ein doppelter Ring, in dessen Zwischenraum merkwürdige Symbole gezeichnet sind. Sedrick kann diese nicht deuten. Er zeichnet sie ab, nachdem er sich eine Lampe improvisiert hat.

- Da Sedrick nichts sehen kann, improvisiert er mit Stofffetzen und einer Ölflasche eine einfache Lampe, die nur schwach glimmt. Er und Felariel untersuchen die Sarkophage sowie die freie Wand nach möglichen Zugängen, Auffälligkeiten, Mechanismen und anderen Dingen. Sie unterhalten sich dabei über Magie, die besonderen Gaben von Elfen, dem unguten Gefühl von Felariel in einem völlig abgeschlossenen Raum; schließlich ruhen sie sich aus, um Zaubersprüche vorzubereiten.

(Tag 9)

- Als Felariel und Sedrick vorbereitet sind, sucht Sedrick nach Spuren der Magie. Er erkennt, dass eine der Sarkophage leichte Magie verströmt. Der Deckel lässt sich zunächst nicht öffnen. Aus Wut kratzt Sedrick mit einem Messer am Deckel und löst dabei Dreck aus Fugen heraus. Als er damit fertig ist, öffnen Felariel und er den Deckel, wobei sich dieser nur ein kleines Stück weit drehen lässt. Am Anschlag wird der doppelte Kreis in der Mitte des Raumes hell erleuchtet. Felariel und Sedrik packen ihre Sachen und stellen fest, dass die Magie nur kurz anhält. Sie öffnen den Sarkophag erneut und treten dann in das Licht.

- Sie tauchen in dem Raum mit dem offenen Schrank und der “Teleportationsfalle” auf. Der Schrank steht jetzt in der hinteren rechten Ecke.

- Als sie den Raum verlassen, hören sie Hämmern. Sie folgen den Geräuschen vorsichtig und treffen auf die Gruppe. Als Sedrick anspielend auf ein Gespräch mit Felariel eine Bemerkung fallen lässt, wird Dagan zornig und zieht sich zurück. Die Gruppe tauscht sich aus. Sedrick zeigt Bruder Cleston den geheimen Raum, und dieser fängt an, die Ornamentierung abzuzeichnen. Dann ziehen sich alle in eine der Räume der Burg zurück, um dort auszuruhen.

- Nun beraten sie, wie sie vorgehen wollen. Dagan merkt an, dass die Ruine nicht endgültig erforscht ist. Jedoch ist die Zeit für den Auftrag bereits sehr weit fortgeschritten, so dass die Gruppe nicht mehr fristgerecht werden kann. Die Gruppe entscheidet sich, den Auftraggeber Caldwell über das Erforschte zu informieren; sie nimmt in Kauf, unter Umständen nicht voll ausgezahlt zu werden.

- Bei der Nachtwache entzündet sich der Ärger von Dagan an Sedrick erneut, als dieser die nächste Nachtwache antreten will. Sedrick entschuldigt sich für das, von dem er meinte, dass dies der Anstoß des Ärgernisses sei; aber tatsächlich äußert Dagan den wahren Grund für seine Verärgerung. Sedrick bemerkt, dass ihm kein Vorwurf gemacht werden könne, zumal er das eingeforderte bereits ausgesprochen hatte; Dagan geht voN Sedrick weg.

- Die Rückreise nach schwellental erfolgt ohne Ereignisse. Mittags erreichen sie den Ort und begeben sich zum Schwan. Dort warten sie auf Caldwell, der sich nach einiger Zeit blicken lässt. Er ist wenig begeistert, dass nur einer von zehn Sarkophagen geöffnet und damit auf Gefahren überprüft worden sei; auch ist er argwöhnisch, dass es eine unentdeckte Geheimtür gebe. Als Bruder Celston andeutet, auch im Tempel über einige Ungereimtheiten zu recherchieren, ist Caldwell sehr ungehalten und verweist auf die besondere Vertraulichkeit des Auftrages. Bruder Cleston versichert ihm, dass alles, was die Burgruine direkt und den Namen von Caldwell betreffe, selbstverständlich absolut vertraulich behandelt worden sei.

- Dennoch zahlt er die Helden voll aus. Sedrick will die Münzen ohne besonderen Aufwand erhalten und zählt diese vor Caldwells Augen nach, der dies völlig normal hinnimmt; die übrigen erhalten die Münzen in privaten Räumen.

- Anschließend teilen die Helden die gefundenen Schätze auf …

ClemLOR

Autoabschlepper mit deftigen LARPproblemen

Mai 26, 2009

ClemLOR hat im GK-Forum ein wunderbares LARPfilmchen gefunden, welches ich Euch nicht vorenthalten will.


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