Posts Tagged ‘Dungeon Crawl Classics’

D&D 40th Anniversary Blog Hop Challenge – Teil 4 (Frage 22-28)

März 2, 2014

Und der abschließende Teil der D&D 40th Anniversary Blog Hop Challenge!

22. First D&D-based novel you ever read (Dragonlance Trilogy, Realms novels, etc.)? – Das erste D&D-basierte Buch, welches Du gelesen hast (Drachenlanze, Vergessene Reiche, etc.)? – Das dürfte die Chroniken der Drachenlanze sein. Fand ich sehr gut, würde mir auch heute noch gefallen, fand die Folgebänder aber schwächer.

23. First song that comes to mind that you associate with D&D. Why? – Welcher Song kommt Dir zuerst in den Sinn, den Du mit D&D assozieren würdest? Warum? Hmm. Mittlerweile würde ich zu Never split the party oder dem Ohrwurm Roll a d6 tendieren. Das sind so die Ohrwürmer, die kleben geblieben sind. Zwar höre ich auch viel Doom Metal und anderen Kram, welches auch phantastische Elemente beinhalten, aber das assoziere ich nicht in erster Linie mit D&D.

24.) First movie that comes to mind that you associate with D&D. Why? – Der erste Film, der Dir in den Sinn kommt, welchen Du mit D&D assozierst? Warum? Leider nicht Dungeon & Dragons … Obwohl der dritte kultige Elemente enthält. Es ist, denk ich, Herr der Ringe – Die Gefährten. Er ist zwar nicht D&D-typisch, aber ein wichtiges Kernelement, die Gruppenbildung – die Party – ist dort erfasst und ebenso das Exploring, das Reisen durch die Wildnis. Oder Astropia, auch wenn es da eher der liebevolle Blick von außen ist. Oder The Gamers …

25.) Longest running campaign/gaming group you’ve been in? – Welches war die längste Kampagne, an der Du beteiligt warst? – Das dürfte unsere Dungeon Crawl Classics-Kampagne sein, in der wir einige größere und einige kleinere Abenteuer der DCC-Reihe gespielt haben und die im TPK endete – großartiges Erlebnis! Es begann in Greyhawk (Oerth), wir kamen nach Aereth (der DCC-Welt) und haben dort viele großartige Abende und Abenteuer erlebt – etwa über drei Jahre, aber sehr regelmäßig.

26.) Do you still game with the people who introduced you to the hobby? – Spielst Du noch mit den Leuten, die Dich zum Hobby gebracht haben? – Ein klares Jain … Ich hab mich selbst zu diesem Hobby gebracht, was vermutlich gar nicht so oft vorkommt. Mir zur Seite Stand Basti, wir haben fanatisch Einsamer Wolf und HeroQuest gespielt und staunend vor den DSA-Boxen gestanden und schließlich eine gekauft – und im HeroQuest-Style das Orkland erforscht. Wie herrlich war das, ein Kästchen nach dem anderen zu erforschen. Leider beim Nachlesen Jahre später eine echte Enttäuschung, was hat man da für Chancen vergeben? Basti jedenfalls ist irgenwann vom Hobby abgesprungen. Bei der Versetzung zur neunten (kennengelernt hatte ich ihn in der 5ten) ist er leider sitzengeblieben und der Kontakt hielt zwar noch ne Weile, wurde dann aber vom Schulalltag dahingerafft. Jahre später hab ich ihn nochmal getroffen und weiß daher, dass er Chucks sammelt (diese Schuhe), aber kein RPG mehr spielt.

27.) If you had to do it all over again, would you do anything different when you first started gaming? – Wenn Du es Dir in der Summe anguckst, würdest Du etwas anders machen, wenn Du nocheinmal neu mit RPG starten würdest? Gleich mit D&D beginnen. Battlemap und Minis nicht verteufeln … Aber ernsthaft: Nein. Rollenspiel besteht vel aus Prägung und auch Prägung überwinden. Ich schätze auch meine negativen Erfahrungen.

28.) What is the single most important lesson you’ve learned from playing Dungeons & Dragons? – Welches ist die wichtigste Lektion fürs Leben, die Du von D&D gelernt hast? Freunde bereichern das Leben ungemein – und Freunde fürs Leben hab ich durch D&D (und Co.) viele gefunden. Wem das zu meta ist: Auch verlieren kann unheimlich Spaß machen – also: der Weg ist das Ziel? Lebe Dein Leben? Vielleicht auch: Manchmal ist ein Spiel einfach nur ein Spiel … Ein Phrasenschwein hätte sich gerade ziemlich bezahlt gemacht …

D&D 40th Anniversary Blog Hop Challenge – Teil 2 (Frage 8-14)

Februar 25, 2014

Und der zweite Blog der Frage zum 40-jährigen D&D-Jubiläum. Tagschatten hat sich dem Blog hopping übrigens angeschlossen und liefert auch ein paar nette Anekdoten. Die Antworten auf die ersten 7 Fragen von mir findet ihr hier. Diesmal erste Würfel, erste Kampagnenwelt, erste Minis, erste Splatbooks und erstes Gaming-Magazin.

8. First set of polyhedral dice you owned. Do you still use them? – Dein erstes Set von polyedrischen Würfeln, die Du besessen hast? Nutzt Du sie noch? Ich hab ja mit DSA angefangen und da brauchte man einen dem W6 nur noch W20. Insofern bin ich mir nicht komplett sicher, wann ich das erste Komplettset zusammen hatte. Mein zweites Rollenspiel war PP&P (aus dem FanPro-Katalog) und da hatte ich dann auch schon ein komplettes Set, vielleicht auch da bestellt?

9. First campaign setting (published or homebrew) you played in. – Deine erste Kampagnenwelt (veröffentlicht oder hausgemacht)? - Ich bin mir gar nicht 100%ig sicher. Ich weiß noch, dass mein Kleriker aus Fernberg, sprich Vergessene Reiche, kam. Da er anfangs in der selben Runde gespielt wurde, wie mein erster SC, der Halblingsschurke, war das wohl eine eigenangepasste Version der Vergessenen Reiche. Hat jedenfalls immer ne Menge Spaß gemacht. Die Abenteuer hsat er sich jedenfalls meist selber ausgedacht.

10. First gaming magazine you ever bought (Dragon, Dungeon, White Dwarf, etc.)? – Das erste Spielmagazin, welches Du gekauft hast? Ha, das weiß ich noch. Der letzte Held #20, die Jubiläumsausgabe, welche mich nachhaltig mit dem Fanzinemilieu in Kontakt brachte. Bei den Magazinen kaufte ich immer die Wunderwelt, ein wunderbarer Ausblick in die weite Welt der Rollenspiele über DSA hinaus. Da gab es aber die meisten anderen Mags nicht mehr – oder waren nicht vor Ort erhältlich.

11. First splatbook you begged your DM to approve? – Das erste Splatbook, bei dem Du den SL um Erlaubnis angefleht hast? Schwierig. Könnte Alles über Diebe gewesen sein, da hab ich mal den Charaktertyp des Glücksritters draus gespielt.

12. First store where you bought your gaming supplies. Does it still exist? – Der erste Laden, in dem Du RPG-Material gekauft hast? Existiert er heute noch? Das erste mal zugeschlagen hab ich in Braunschweig, allerdings für einen Freund: die DSA-Basisbox. Die war da nämlich günstiger als beim heimischen Spielwarenhändler in Helmstedt: Gerlach. Dort standen wir oft vorm DSA-Regal, wo es noch Sternengarde gab und irgendwann schlugen wir dann zu. Gerlach hatte ein großes Warensortiment, neben der Spielzeug- und Eisenbahnabteilung noch ganz, ganz viel Porzellan. Vor etwa 15 Jahren pleite gegangen, im Ausverkauf hab ich mir noch das ein oder andere DSA-Teil mitgenommen (etwa DSA-Abenteuer 100 war da aktuell), gespielt hatte ich es da schon lange nicht mehr. In Braunschweig gab es immer drei große Basisstationen: den Trivial Bookshop, einen Vedeshändler mit großer Rollenspielabteilung in Eigenregie (die haben später auch Greifenklauen verkauft …) und ein Buchhändler in der Citypassage, der hatte ganz vorne Rollenspielbücher, Wunderwelten, Letzte Helden. Alle drei klapperte ich beim Großeinkauf in Braunschweig ab und lies mich jedesmal von diesem mystischen flair fangen, den diese Läden ausströmten … Erstere ist leider geschlossen, die anderen existieren vermutlich noch, aber ohne Rollenspielabteilungen.

13. First miniature(s) you used for D&D – Die ersten Miniaturen, die Du für D&D benutzt hast. Ich habe ganz lange keine Miniaturen benutzt. Den Minis waren ja böse … Ich hatte zwar einige, aber das Bemalen gehörte halt irgendwie zum Hobby dazu, aber der Einsatz von Battlemats war ja böse und verschrien … Ja, das hat etwas gedauert, dass zu überwinden. Das höchste der Gefühle waren bis dahin gekritzelte Skizzen. Zu AD&D II war es gerade in den letzteren Runden oft ein Gegner runterwürfeln, gestorben wurde ehh nur, “wenn man was dummes tut” (das war dann zu Studienzeiten). Vermutlich wurden auch Würfel gedreht. Die Spannung der Anfangsjahre  war (beim Kämpfen) verschwunden, schließlich ging es beim Rollenspiel um “Rollenspiel” (was auch immer das nun genau sein soll).

Doch dann kam D&D 3. Meine drei Kritikpunkte an D&D 3 war dann auch der Zwang zur Battlemap, das Multiclassing und die Prestigeklassen. Punkt 2 und 3 hat Pathfinder bekanntlich elegant entsorgt, bei Punkt 1 hab ich komplett die Meinung geändert. Und das begann mit einer Runge Dungeon Crawl Classics. Auch der SL hatte vorher selten Minis eingesetzt, jetzt zogen wir es durch – und es machte mir richtig viel Spaß und hst mich wohl auch nachhaltig geprägt. Es brauchte dann noch die ARS-Bewegung, um die Ergebnisoffenheit in ein Hirn zu lassen und endlich entspannt spielleiten zu können, aber da fing es jedenfalls mit den Minis an.

14. Did you meet your significant other while playing D&D? Does he or she still play? – Hast Du Deinen Seelenpartner während D&D kennengelernt? Spielt er oder sie noch? Nein. Aber einige gute Freunde, die auch heute noch spielen – und einige die aufgehört haben. Und ich bin auch für meine Freunde dankbar, die nie was mit dem Hobby anfangen konnten und mich gelegentlich auf den Boden zurückholen.

[Kickstarter] Dungeon Crawl Classics World Tour 2014

Februar 21, 2014

Bei diesem Kickstarter kann man allerhand Supportmaterial kickstarten, um sich oder seine Runde damit einzudecken.

[WOB] Rollenspiel-Ding am Sonntag, den 26/1/13

Januar 21, 2014

Diesen Sonntag ist wieder Ding ab 14 Uhr im Kulturzentrum Hallenbad, diesmal mit einem Dungeon Crawl Classics-Abenteuer, Private Eye und dem Brettspiel FRAG.

Infos gibt es bei uns im Forum.

Nachtrag: Außerdem wird Arcane Kodex angeboten.

Greifenklaue Podcast #14 – Star Wars – Edge of the Empire

Juni 8, 2013

Unsere erste Folge per Skype, das Thema sind neben unseren Rollenspiel-Produkten 2012 das neue Star Wars-Rollenspiel – Edge of the Empire, welches unter dem Titel Am Rande des Imperiums auch auf Deutsch erscheinen wird.

Hier zum Runterladen oder dort zum direkt anhören.

Das Inhaltsverzeichnis:

Unsere Rollenspielprodukte 2013, ab 2:00
Bangrim: Fate-2-go, DCC, Star Wars – EotE
Greifenklaue: DCC, DS-Caera

Dungeon Crawl Classics, ab 0:03
Dungeonslayers – Caera, ab 0:07
Fate-2-Go, ab 0:09

Star Wars RPG, ab 0:12
Star Wars RPG-Geschichte, ab 0:12

Star Wars – Edge of the Empire (beta), ab 0:16
Würfel / Würfelmechanik, ab 0:17
Attribute, ab 0:26
Initative, ab 0:27
Rassen, ab 0:29
Milieu / Hintergrund, ab 0:34
Betatest, ab 0:38
Karrieren / Spezialisierungen, ab 0:39
Talente / Talentbäume, ab 0:41
Obligations, ab 0:45
Das Gruppen-Raumschiff, ab 0:51
Fokussierte Gruppe / Jedi-Problematik / die drei GRW, ab 0:53
Destiny Points, ab 0:57
Beginner Box, ab 1:02
Systemvergleich zu Warhammer 3, ab 1:12
Systemvergleich zu anderen SW-Edition, ab 1:14

Links

Fate-2-Go for free
Free Fate (for free)
Polyeder #16 mit Kathy Schad

Reference Sheet

Liste diverser SW-EotE-Spielhilfen

Angesprochene Bilder:

Bild 1 zu der Szene
Bild 2 zu der Szene
Bothaner

Hinweis: Es ist der erste Zusammenschnitt via Skype, der ein oder andere Fehler hat sich eingeschlichen.

[ICv2] Auch Dungeon Crawl Classics in den Top 5

November 24, 2012

War der letzte Sommer noch ein magischer für Pathfinder, weil man sich an der Spitze etablierte, ist das ja schon fast der gewohnte Status. Sehr erfreulich ist allerdings, dass Dungeon Crawl Classics auf Platz 5 vorstoßen konnte.

Insgesamt sehen die Sommerzahlen von ICv2 so aus:

1 Pathfinder Paizo Publishing
2 Dungeons & Dragons Wizards of the Coast
3 Dark Heresy/Rogue Trader/Deathwatch Fantasy Flight Games
4 Dragon Age Green Ronin Publishing
5 Dungeon Crawl Classics Goodman Games

Schaut einfach selbst vorbei!

Keep only 10 II – Rollenspielpublikationen

August 7, 2012

Nach den 10 Systemen wird nochmal eingedampft auf 10 Rollenspielpublikationen. Mir persönlich fiel das einfacher als 10 Systeme, auch wenn sich die Liste in 2, 3 Jahren sicher ändern würde. Vielleicht ist auch was interessantes für euch dabei.

Dungeonslayers Box
Ein schnelles System, welches ein Großteil meiner Bedürfnisse befriedigen dürfte.

Caera Box
Ein paar Regelergänzungen und eine knackige Hintergrundwelt für Dungeonslayers.

Pathfinder Beginner Box
Für PF braucht es an sich zu viele Einzelbücher, aber die Beginner Box muss mit rein, allein weil sie die Versorgung mit Battlemap und Pappminis in breiter Auswahl sicherstellt.

Aborea
Auch hier geben die beiden Karten den Ausschlag. Die riesige Weltenkarte ist ja letztlich eine Sandbox, in der man Dutzende Kampagnen starten könnte. Und die Dorfkarte ist extrem brauchbar. Und das system ist ggf. eine gute Abwechslung zu DS, wenn es etwas ressourcenbetonter zugehen soll.

Dungeon Crawl Classics RPG GRW
Ich würde mir natürlich einen anderen Keep only 10er sucher, der DCC leitet. Aber ich hätte schon sehr gern ein Buch, um z.B. Magier oder Kleriker zu spielen. Da die unterschiedlichen Erfolgsgrade unterschiedliche Ergebnisse haben, ist so ein Buch in Spielerhänden sehr nützlich. Zudem sind da so geile Illus drin, allein schon als Bilderbuch tauglich …

Die Höhlen der Fäulnis
Irgendwo braucht man ja auch ein paar Abenteuer her – viele. Zwar gibt es das Ding auch als Download, aber eben auch als Buch. 20 OneSheets vom ersten LabLord-Wettbewerb. Pflicht!

Dungeon Alphabet
Außerdem braucht es Inspiration – und dazu ist dieses Werk absolut geeignet (Rezi).

Deadlands: Hell on Earth
Für die  Abwechslung … Western, Endeit, Horror, Fantasy, dau ist das System gerade für so ein Westernsetting geradeu ideal.

Pathfinder: Rise of the runelords
Dauert zwar noch ein paar Tage bis es auf deutsch rauskommt – und ich würd es wohl auch erst einpacken, wenn ich es durchgespielt habe, aber dieser Abenteuerpfad in einem Band lohnt. Bespielen müßte ich es dann mit DS (oder Aborea), aber das tut dem Abenteuer kein Abbruch, denk ich.

Gammaslayers
Ist auch noch nicht draußen. Aber soviel Vorschußlorbeeren sind drin. Man kann es zusammen mit DS nutzen, man kann genauso zwischen Deadlands:HoE und GS in beide Richtungen was hin- und herschieben.

Das war es auch schon ;)

DCC-RPG – Erste Eindrücke

April 24, 2012

Argamae schildert erste Eindrücke zum kürzlich erschienenden Dungeon Crawl Classics Regelwerk:

Ich habe das Seitenmonster bereits einmal komplett durchgearbeitet (wenn auch noch nicht vollständig gelesen) und bin sehr angetan. Der Look hat sich im Vergleich zum Betatest-Exemplar nicht mehr großartig verändert, aber es sind sehr viel Material und auch viele, viele tolle Illustrationen dazu gekommen. Optisch atmet dieses Regelwerk jene Atmosphäre, wie ich sie nur aus den Tagen meiner Jugend aus den D&D- und AD&D-Büchern und Abenteuern kenne. Großes Kino!

Inhaltlich hat das Buch ordentlich zugelegt, insbesondere bei den Zauberlisten, die ja nur ansatzweise vorhanden waren. Angenehm finde ich auch, wie Goodman hier eine klare Designline durchhält – nur minimale Regeln und dafür jede Menge In-die-Pflicht-Nahme des Spielleiters als ultimativem Richter und Präsentator. Das DCC RPG ist kein Spiel für Anfänger, zumindest nicht auf der “inneren Seite des Schirms”. Im DCC RPG wird nichts vorgekaut, die Spielbalance ist keine eingebaute spielmechanische Verriegelung, sondern wird nach dem Verständnis der jeweiligen Gruppe am Spieltisch etabliert. Damit ist das DCC RPG der Gegenentwurf zur 3.5. Und dennoch fußt es auf den Grundmechaniken dieser Edition.

Das wilde, oftmals unvorhersehbare ist wieder integraler Bestandteil dieser “D&D-Interpretation”. Die Spieler können sich kaum auf spielmechanische Gewißheiten zurückfallen lassen und damit weniger meta-gamistisch planen. Spontane und meist von mechanischen Dingen losgelöste Ideen und Entscheidungen spielen beim Bezwingen von Herausforderungen wieder eine deutlich größere Rolle. Zaubern ist dabei wieder ein “magischer” Faktor, denn hier funktioniert so gut wie gar nichts mehr “wie gehabt”. Es gibt kaum Verläßlichkeiten und Magie wurde spürbar wieder zu einer nur sehr ungelenk zu kontrollierenden Macht designt, die jeden Zauber spannend macht. Zaubern ist eine Probe, kein Effekt ist exakt vorhersagbar und bei jedem Magier kann der gleiche Zauber ein wenig anders wirken.

Die 7 Grundklassen CLERIC, FIGHTER, THIEF, WIZARD, DWARF, ELF und HALFLING sind allesamt interessant geraten und jede von Ihnen hat ihren Reiz. Durch die Einführung des Attributes LUCK wurde inmitten all der neuen Unwägbarkeit dem Spieler eine Resource in die Kontrolle übergeben, mit der er Würfelwürfe beeinflussen kann. Er kann LUCK verbrauchen, um Boni für Würfe zu erhalten. Dies ist allerdings für die meisten Klassen (Ausnahme: THIEF und HALFLING) ein teures Unterfangen und nur für Notsituationen eine Alternative. LUCK ist allerdings auch nicht in Stein gemeißelt und kann sich während der Abenteurer-Laufbahn oft ändern.
Davon abgesehen wirkt sich der (eventuelle) Glück-Modifikator aufgrund eines hohen LUCK-Attributs für jede Klasse auf andere Würfe aus.

Trotz der spannenden PDF-Lektüre kann ich allerdings die gedruckte Fassung der Sonderedition kaum erwarten!

Im Kamingespräch mit Goodman Games – Teil 2: Rund um den Verlag

März 5, 2012

Zweiter Teil des Interview mit Joseph Goodman und Harley Stroh. Den ersten Teil findet ihr hier (auch in englisch).

Argamae: Was war die Initialzündung für Goodman Games? Wie kamst Du dazu, einen Rollenspielverlag zu gründen?

Joseph: Nun, ich möchte das beantworten, indem ich noch einen Schritt zurück mache. Mein Bruder und ich schrieben vor vielen Jahren ein unabhängiges Magazin für Warhammer 40.000. Wir taten das, weil wir das Spiel pausenlos gespielt haben und schon einen Riesenbatzen Material aus eigener Feder angehäuft hatten. Mit Goodman Games verhielt es sich ähnlich: Ich habe an Spielen gearbeitet, immer viel geschrieben und – ganz ehrlich – es liegt mir im Blut. Wäre es nicht Goodman Games geworden, hätte ich jetzt ein anderes Spiele-Projekt.

Argamae: Wie bist Du zu Goodman Games gekommen, Harley?

Harley: Nach dem College trennte sich meine heimatliche Spielrunde. Einige heirateten, andere zogen der Arbeit wegen fort. Schnell hatte ich keine Leute mehr, für die ich Spielrunden leiten konnte. Aber ich vermisste das Spielleiten, daher schrieb ich ein Abenteuer für einen meiner alten Freunde und schickte es seiner neuen Gruppe zu. Dieses Abenteuer sollte dann mein erstes DCC werden: Legacy of the Savage Kings.

Argamae: Wie stehst Du generell zu der Old-School-Bewegung und den vielen Spielen/Blogs, die seitdem existieren?

Harley: Ich bin ein großer Fan der OSR, von Retroklonen und den old-school-blogs, denn dort haben wir Spieler, die aus reiner Liebe zum Spiel ihre Abenteuer entwerfen, schreiben und veröffentlichen. Ihre Leidenschaft ist eine Inspiration und zeigt den wahren Geist aus den Anfangstagen des Rollenspiels.

Joseph: Ich glaube, das die OSR eine gute Sache ist. Und ich hoffe, das sie auch weiterhin eine positive Kraft bleibt und der gelegentliche Streit nicht die ganze Community entflammt. Hier haben wir eine Fangemeinde, die durch ein gemeinsames Interesse verbunden ist und sich an den Möglichkeiten digitaler Veröffentlichungen für den Sandkasten ihrer Jugend erfreuen. Laßt uns an unserem gemeinsamen Interesse Spaß haben und andere dafür begeistern.

Argamae: In welche Produktreihen von GG bist du hauptsächlich involviert, Harley?

Harley: Ich darf mich glücklich schätzen, für mehrere Produktreihen gearbeitet zu haben. So habe ich für die Dungeon Crawl Classics unter 3.5 und 4E geschrieben, die ersten Abenteuer der Master-Dungeon-Reihe verfasst sowie das erste Abenteuer für Age of Cthulhu. Jetzt liegt mein Hauptaugenmerk aber auf dem Abenteuerschreiben für unser bevorstehendes Dungeon Crawl Classics Rollenspiel.

Argamae: Abgesehen von Deinen eigenen Produkten – welche Rollenspiele magst Du sonst noch besonders gern?

Joseph: Ich spiele eine Menge Spiele, aber meine Rollenspielaktivitäten konzentrieren sich auf das DCC-Rollenspiel und andere Varianten von D&D. Auf dem weiten Feld sonstiger Spiele bin ich ein großer Fan der Euro-Brettspiele, insbesondere Puerto Rico, Carcassonne und andere in dieser Richtung. Ich stehe auf Star-Wars-Miniaturen und Risk 2210 AD. Kürzlich spiele ich mit meiner Familie viel Bananagrams und Gobblet. Meine Lieblings-Convention ist der GaryCon, hauptsächlich, weil dort offenes Spiel besonders betont wird. Letztes Jahr habe ich sehr viel DCC-Rollenspiel betrieben und danach SEHR VIELE Brettspiele im unteren, offenen Spielbereich ausprobiert. Es hat großen Spaß gemacht.

Harley: Ich bin ein großer Fan des Warhammer-Universums, wenn ich auch nie die Zeit hatte, ihre Table-Top-Spiele zu sammeln oder zu spielen. Ich bin noch immer auf der Suche nach einem sauberen, eleganten Wargaming-System, daß ich mit meiner alten Spielrunde an einem Nachmittag spielen kann.

Argamae: Wie viele TPK (Total Party Kills) gab es schon in Deinen Runden?

Harley: Das Risiko eines TPK ist immer da, aber gern sehe ich so etwas nicht am Spieltisch… schließlich soll ein Spiel ja Spaß machen. Aber ja, beim Testspielen neuer Abenteuer habe ich mindestens einen TPK pro Modul. Zu Anfang hatten wir einige wirklich schreckliche, mit zweistelligen Charaktertoden in einigen 0-Stufen-DCC.

Joseph: Tatsächlich eine ganze Menge. Die niedrigen Stufen des DCC-Rollenspiels bringen viele Charaktertode mit sich, darunter auch der gelegentliche TPK. Aber ein TPK sollte nicht das Ende deines Spiels bedeuten. Wenn alle Charaktere draufgehen, schicke sie in die Hölle oder eine der äußeren Ebenen, wo sich ihre Seelen den Weg zurück zur materiellen Ebene freikämpfen müssen. Das DCC-Rollenspiel dreht sich um genau solche Arten von Abenteuern – Quests und Reisen, um die Macht deines Charakters zu erhöhen. Nicht einfach nur Regeln.

Argamae: Welches war das erinnerungswürdigste Monster, dem Du in einer Rollenspielrunde bislang begegnet bist?

Joseph: Der Schwammrhi. In der Runde, mit der ich aufwuchs, war ich immer der SL. Mit der Spielgruppe in meiner Mittelstufe schickte ich die Spieler in eine Inselhöhle, die vom fürchterlichen Schwammrhi besetzt war. Es war ein gigantischer, zweiköpfiger Drache, der gegen ihn gerichtete Zaubersprüche absorbieren konnte, um sie dann gegen den Zaubernden einzusetzen. Wie ein Schwamm eben… na, verstanden? In der Mittelstufe dachte ich, das sei ziemlich clever.

Harley: Ein Dracolich, ziemlich früh in den Tagen von AD&D. Während einer einzigen Überraschungsrunde tötete er die gesamte Gruppe – bis auf den Paladin, der noch 3 Trefferpunkte übrig hatte. Wir würfelten die Initiative für die nächste Runde aus und der Paladin gewann. Er holte seinen Wunschring heraus und wünschte sich die gesamte Welt zurück in der Zeit, wodurch er die Gruppe vor ihrer sicheren Auslöschung bewahrte.

Argamae: Wo siehst Du den Fokus der Age-of-Cthulhu-Abenteuerreihe: Ermittlung oder Kampf?

Harley: Ermittlung. Zum Kampf kommt es erst dann, wenn jede andere Option fehlgeschlagen ist… oder wenn der alte Professor wahnsinnig wird.

Joseph: Von beidem ein bißchen, wie man wohl auch aus den Abenteuern erkennen kann.

Argamae: Wie pulpig darf Cthulhu sein? Glaubst Du, daß Lovecraft die üblichen Kriterien für klassische Pulp-Fiktion erfüllte?

Harley: In meinen Cthulhu-Runden finde ich Pulp gut, aber ich weiß, das dies nicht jedermanns Geschmack ist. Und das ist auch gut so. Aber um meiner eigenen geistigen Verfassung willen muss ich dem unablässigen Grauen eines gleichgültigen Universums etwas Leichtes entgegenstellen. Sonst wird mir diese zermürbende Hoffnungslosigkeit einfach zu viel.

Joseph: Lovecrafts Geschichten haben einen sehr besonderen Stil, der sicherlich nicht so dramatisch ist wie in vielen der klassischen Groschenromane. Aber einige seiner Geschichten haben ihre dramatischen Momente. Zum Beispiel wäre da die Konfrontation am Ende von „Der Fall des Charles Dexter Ward“ (die ich erst kürzlich gelesen habe und mir daher gerade einfällt). So, wie es für D&D verschiedene Spielstile gibt, glaube ich, das es auch für das Cthulhu-Rollenspiel verschiedene Stile geben kann – für die verschiedenen Stile seiner Geschichten als auch für die verschiedenen Auffassungen zur Spielweise seitens der Spieler.

Harley: Lovecraft war der Meister. Er zapfte das Grauen der Gegenwart an, um kulturelle Themen hervorzubringen, die bis heute spürbar sind. Wenngleich mir Leiber und Howard mehr liegen, kann ich die Meisterhaftigkeit von Lovecrafts Werken nicht leugnen.

Argamae: Was war die Inspiration zu Xcrawl und seinen Abenteuern? Wie wurde es von der Spielerschaft angenommen?

Harley: Xcrawl ist ein tolles Spiel, aber es ist nicht meines Geistes Kind. Joseph wird diese Frage beantworten

Joseph: Ich wünschte, ich könnte die Lorbeeren für Xcrawl einheimsen, aber das Genie dahinter ist mein Freund Brendan LaSalle. Xcrawl besitzt die beste Entstehungsgeschichte für ein Rollenspiel: Brendan schuf das Konzept als Teil seiner bestehenden D&D-Kampagne vor über zehn Jahren. Das dann veröffentlichte Spiel ist buchstäblich ein Auswuchs seines persönlichen Spielstiles. Xcrawl hat eine leidenschaftliche Fangemeinde und wir haben nicht vor, sie zu enttäuschen. Mein nächstes Hauptprojekt nach dem DCC-Rollenspiel ist Maximum Xcrawl, Brendans Vision des Spiels für die nächste Generation. Diese Version wird Pathfinder als Regelbasis verwenden und das gesamte Spiel von Anfang bis Ende generalüberholen. Etwa zwei Jahre hat Brendan diese Pathfinder-Verion getestet und mir kürzlich das endgültige Manuskript eingereicht. Es sieht sehr zugkräftig aus und ich glaube, es wird ein großer Hit. Natürlich werde ich zunächst das DCC-Rollenspiel unter Dach und Fach bringen, daher wird wohl noch ein Jahr ins Land ziehen, bevor unsere Spielefans Maximum Xcrawl zu Gesicht bekommen, aber man kann sich jetzt schon darauf freuen. Ich glaube, ihr werdet es lieben.

Interview with Goodman Games – Part 2: And the rest

März 5, 2012

Second part of the interview with Joseph Goodman and Harley Stroh. The first part you will find here, the translation of the German part one there. Part 2 in German will follow today evening.

Argamae: What was the initial spark for Goodman Games? What was your reason to establish a roleplaying company?

Joseph: Well, let me answer one step before that. My brother and I created an independent magazine for Warhammer 40,000 many years ago. We did that because we played the game constantly and had amassed a wealth of material that we had created. Goodman Games was similar: I’ve always worked on games, I’ve always written quite a bit, and frankly it’s in my blood. If it hadn’t been Goodman Games it would have been some other gaming project.

Argamae: How did you get onboard with Goodman Games, Harley?

Harley: After college, my home gaming group parted ways. Some of us got married, others moved away for work, and I quickly found myself without anyone to run games for. Even though I didn’t have a gaming group, I still missed running games, so I wrote an adventure for one of my old friends and sent it to his new group. That adventure turned out to be my first DCC, Legacy of the Savage Kings.

Argamae: What is your general position towards the old school movement and the many games and blogs that flourish in its wake?

Harley: I’m a big fan of the OSR, retroclones and the old-school blogs. These are gamers that design, write and publish for the sheer love of the game. Their passion is inspiring and true to the origins of role playing games.

Joseph: I think the OSR is a good thing. I hope that it continues to be a positive force, and the occasional argument doesn’t overwhelm the community. This is a group of fans united by a common interest, and enjoying the opportunities for digital publishing in the sandbox of one’s youth. Let’s enjoy our common interests and keep promoting them.

Argamae: What Goodman Games product lines are you primarily involved with?

Harley: I’ve been lucky enough to contribute to a number of the lines. I’ve written for the 3.5 and 4e Dungeon Crawl Classics, written the first adventures for the Master Dungeon line, and the first adventure for Age of Cthulhu. But now my work is primarily focused on writing adventures for our upcoming Dungeon Crawl Classics RPG.

Argamae: Apart from your own products what other roleplaying games do fancy the most?

Joseph: I play a lot of games but most of my RPG activity is centered round DCC RPG and other variants of D&D. In the broader pool of games I’m a big fan of Euro board games, particularly Puerto Rico, Carcassonne, and others of that ilk. I love Star Wars miniatures and Risk 2210 AD. Lately I’ve been playing Bananagrams and Gobblet a lot with my family. My favorite convention is GaryCon, in large part because of the heavy emphasis on open gaming. Last year I played a lot of DCC RPG and then a LOT of board games down in the open gaming area — it was great fun.

Harley: I’m a big fan of the Warhammer universe, though I’ve never had the time to collect or play any of their war games. I’m still on the hunt for a clean, elegant system war game that I can play with my old gaming crew in an afternoon.

Argamae: How many TPKs did you experience in your own gaming groups?

Harley: While there is always the risk of a TPK, I don’t like seeing them at the table … the game is supposed to be fun after all. But yes, while playtesting new adventures, I usually have at least 1 TPK per module. We had some terrible ones early on, with double digit character deaths in some of the 0-level DCCs.

Joseph: Quite a few, actually. The lower levels of DCC RPG involve a lot of character deaths and the occasional TPK. But a TPK shouldn’t be the end of your game. If all the characters die, send them to Hell or one of the outer planes, where their souls then have to fight their way back to the material plane. DCC RPG is about that kind of adventure – quests and journeys to raise your character’s power level, not simply rules.

Argamae: Which was the most memorable monster you ever encountered in one of your roleplaying sessions?

Joseph: The spongerhi. I was always the DM in my home group growing up. In my middle school gaming group, I sent the players to an island cavern occupied by the dread spongerhi. It was this gigantic two-headed dragon that would absorb spells cast against it, then use that magic against the caster. Like a sponge – get it? I thought it was very clever when I was in middle school.

Harley: A dracolich, early on in the days of AD&D. In a single surprise round it killed the entire party except for the paladin, who was left with 3 hit points. We rolled initiative for the next round and the paladin won. He pulled out his ring of wishes and wished the entire world back in time, saving the party from certain destruction.

Argamae: What would you say is the focus of the Age of Cthulhu adventures: investigation or combat?

Harley: Investigation. Combat happens when every other option has failed … or when the old professor goes mad.

Joseph: A little of both, as you can probably tell from the adventures

Argamae: How much pulp is okay for Cthulhu? Do you think that Lovecraft’s tales “ticked all the boxes” for classical pulp fiction?

Harley: I enjoy pulp in my Cthulhu, but I know this isn’t to everyone’s taste, which is fine. But, for my own personal sanity, I need to balance the unrelenting horror of an uncaring universe with a bit of levity. Otherwise the grinding hopelessness is just too much.

Joseph: Lovecraft’s fiction is a very specific style that certainly isn’t as dramatic as much of the “classic” pulp fiction. But some of his stories do have their dramatic moments. For example, the final confrontation in The Case of Charles Dexter Ward (which I just read recently and have top of mind). Just as there are different styles of play for D&D, I believe there can be different styles of play for Call of Cthulhu, which emphasize different styles of his fiction and different player preferences for game play.

Harley: Lovecraft was the master. He tapped into horror of the present to extract cultural themes that resonate to this day. While I will always prefer Lieber or Howard, there is no denying the mastery of Lovecraft’s works.

Argamae: What inspired you to make Xcrawl and its adventures? How was it received from gaming audiences?

Harley: XCrawl is an amazing game, but it’s not my brainchild. Joseph will have the answer this.

Joseph: I wish I could take credit for Xcrawl, but the genius behind it is my friend Brendan LaSalle. Xcrawl has the best kind of origin story for an RPG: Brendan created the concept as part of his ongoing D&D campaign, more than a decade ago, and the published game is actually the outgrowth of his personal style of play. Xcrawl has built a dedicated fan base and we have no intention of letting them down. My next major project after DCC RPG is Maximum Xcrawl, which is Brendan’s next-generation vision for the game. This will be a Pathfinder-powered version of Xcrawl that streamlines the whole game from start to finish. Brendan has been play testing the Pathfinder version for about two years and submitted the final manuscript to me recently. It’s looking very strong and I think it will be a big hit. Of course I have to get DCC RPG put to bed first, so it will be a year or so before gaming fans get to see Maximum Xcrawl, but it’s something to look forward to and I believe it will be very popular.


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