[Rezi] Drizzt 9 – Die silbernen Ströme (Hörspiel)

In der neunten Folge von Drizzt, Die silbernen Ströme, geht es endlich auf zur Suche nach Mithrilhalle, jener legendären Heimat von Bruenor Heldenhammer, die er nur noch aus trüben Kindheitserinnerungen kennt. Nachdem in Teil 8, Die verschlungenen Pfade, die Auseinandersetzungen mit den Barbaren überstanden ist und Bruenor unter Vortäuschung einer tödlichen Verwundung Drizzt dazu bringt ihn bei seiner Queste zu begleiten, geht es hinaus in die weite Welt der Vergessenen Reiche. Überraschend dabei ist auch der Halbling Regis dabei, obwohl er sich den ganzen Winter drücken wollte, der das Quartett kompletiert. So erreichen die vier, Bruenors Ziehsohn, der Barbar Wulfgar ist auch mit von der Partie, das Örtchen Luskan, wo nur Regis diplomatische Fähigkeiten ihnen Einlaß verschaffen können.

Cattie-Brie, die Ziehtochter Bruenors und mit Wulfgar liiert, putzt gerade Regis Haus in Zehn-Städte, als der Grund für seine übereilte Flucht in ihr Leben tritt: Artemis Entrerie. Der Attentäter sucht im Auftrag von Pascha Po den Halbling, den dieser einen wertvollen Ring entwendet hat. Entrerie presst die benötigten Informationen aus Cattie-Brie heraus, während er einen Zwerg filitiert, der versucht, ihn anzugreifen.

Sowohl Entrerie als auch etwas später Cattie-Brie brechen auf. Der eine, um die Gruppe zu stellen, die andere, um sie zu warnen. Aber auch in Luskan gibt es noch jemanden, der sich für die Gruppe interessiert: der Magier Dendybar der Bunte vermutet das Artefakt Crenshinibon in den Händen von Drizzt d’Urden.

Insgesamt war das Buch eines der besten der Reihe – zumal ich schon beim Herr der Ringe den ersten Teil, der sich den Strapazen der Reise widmete, am meisten liebte. Hier ist es ähnlich, es reihen sich interessante, actionreiche aber auch spannende Begegnungen aneinander, die mir damals beim ersten Lesen zum ersten Mal begegneten, mittlerweile ist natürlich sowas wie ein Orküberfall etwas ausgelutscht. In der Hörspielinszenierung Jahre später ist es aber wie frisch von einst – denn gute Fantasyhörspiele gab es bis vor einigen Jahren gar nicht, auch wenn es mittlerweile doch einen kleinen Trend hierzu gibt.

Der Stoff von R.A. Salvatore ist eher einfach, actionorientiert, nicht so komplex wie beispielsweise ein Martin, nicht so episch wie ein J.R.R. Tolkien oder so überfrachtet wie Raymond Feist (Midkemia). Aber gerade dieser Aspekt macht es erst möglich, eines seiner Bücher – oder um genau zu sein ein halbes, die englischen Originale wurden anfangs immer gesplittet – auf einer CD als Hörspiel wiederzugeben – und nicht auf fünf. Als Vergleich, aus den ersten beiden Bänden von Terry Goodkinds Schwert der Wahrheit wird gleich eine ganze Staffel einer TV-Serie produziert.

Lausch setzt die Vorlage gewohnt gut um. Tobias Meister als Drizzt, Uwe Hügle als Bruenor, Bernd Hölscher als Wulfgar und Philipp Otto als Regis bilden ein tolles Quartett. An die Wahl bei Wulfgar musste ich mich erst ziemlich gewöhnen, aber nachdem ich die Folgen 7-9 jeweils mindestens ein Dutzend mal gehört habe, gefiel mir seine Stimme in der Rolle immer besser. Achim Buch als Artemis Entrerie gefiel mir hingegen von Anfang an, in der Rolle eine Stimme von der sofort Gefahr und Bedrohung ausgeht. Musik und Geräuschkulisse sind gewohnt dicht und unterstreichen die Reisestimmung dezent. Die Ausstattung für hübsch: CD mit Coverdruck, im Booklet – übrigens mit neuem DnD-Logo – findet sich der passende Ingamekartenausschnitt, einige Begriffserklärungen (Pegasus, Trolle oder Wurzelkerle sind hier erklärt) sowie einige passige Bilder.

Fazit: Die Reihe um den Dunkelelfen hat hier nach der faszinierenden Vorgeschichte im Unterreich mit dieser Folge ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht!

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