Tagebuch Mystara / Karameikos II – Zwangsenteignung

Den ersten Teil des Tagebuchs inkl. kleines Vorworts mit kurzen Hintergründen gibt es hier. Danke auch für das positive Feedback! Nun lassen ich aber Jan Herbstmonster alias Dagan Coaldigger erneut zu Wort kommen.

Zwangsenteignung einer Burgruine.
Ich dachte bisher, dass nur die Elfen merkwürdige Ansichten hätten. Scheinbar gibt es auch bei dem Menschen komische Leute. Welches klar denkende Wesen würde eine Ruine besetzen? Und warum ist es diesem Kaufmann so wichtig eine Ruine in seinen Besitz zu nehmen?
Caldwell kann keine Angaben machen, wie viele Menschen wir aus der Ruine vertreiben werden müssen. Es ist jedoch klar, dass nicht nur Menschen dort hausen. Ein Angestellter Caldwells wurde bei einer Besichtigungsreise von Goblins angegriffen. Kein Wunder, dass keine Goblins mehr in den Wäldern umherstreifen, wenn sie eine Burgruine als Heimat finden konnten.
Wir verabreden am nächsten morgen aufzubrechen. Das finanzielle ist auch schnell geklärt. Jeder erhält 100 Könige bei Erledigung. Zum Glück bin ich nicht der Einzige, der um einen Vorschuss bittet. Im Gespräch hat sich Bruder Cleston, ein Mitglied der Kirche Karameikos, zu uns gesellt. Auch er wird den Auftrag annehmen und auch er ist es, der sich einen Vorschuss auszahlen lässt. Sogar die Elfe wird uns begleiten. Die ausgesprochene Entlohnung scheint aber nicht der Grund für ihre Teilnahme zu sein. Ihre Kleidung zeigt deutlich, dass sie sich über mangelnde Münzen keine Gedanken zu machen braucht.
So werden wir also zu fünft aufbrechen. Der Kaufmann wird uns noch ein Stück begleiten und uns den Weg zeigen.
Ein bezahltes Essen, ein bezahltes Zimmer, 10 Könige in der Tasche und ein ehrlicher Auftrag. Es war ein guter Tag.

Tag 3 (Moldain, 11. Nuwmont 1000)
Wir brechen nach dem Frühstück auf. Der Weg führt uns zuerst in das Rathaus, um die Waffen wieder zu bekommen. Voll ausgerüstet treffen wir Caldwell am Südtor.
Er sitzt auf seinem Pferd, wir sind alle zu Fuß unterwegs. Caldwell muss uns wohl zeigen, wer der Auftraggeber ist. Jedenfalls steigt er nicht mal zur Begrüssung ab. Gegen mittag erreichen wir den beschrieben Punkt des Weges, der zur Ruine führen soll. Caldwell verabschiedet sich und teilt uns noch mal mit, dass er nur noch eine Woche in Schwellental zu erreichen wäre. Ich denke nicht, dass unser Auftrag so lange dauern wird. Ich schätze, wir sind morgen abend wieder zurück. Mit ein paar Goblins werden wir sicher schnell fertig und andere Besetzer der Ruine werden wir sicher auch schnell dort vertreiben können.
Unser Weg führt uns über einen Trampelpfad durch den Wald. Ich nehme meine Streitaxt aus dem Gürtel und trage sie nun über meiner Schulter. Sollten sich die Goblins hier im Wald herumtreiben werden sie es sich zweimal überlegen anzugreifen. Sie versuchen sich ja lieber bei Leuten, die offensichtlich unvorbereitet sind.
Wir passieren den Wald ohne Probleme. In einiger Entfernung ist die Burgruine zu sehen. Die äussere Wehrmauer scheint noch relativ intakt zu sein. An allen 4 Ecken der Burg sind Türme, die ebenfalls unbeschädigt aussehen. Nur das Haupthaus in der mitte ist zerstört. Vielleicht war es auch ein Turm. Das lässt sich aber nicht feststellen, da nur noch das erste Geschoss erhalten ist.
Die Elfe schleicht sich näher heran, um die Lage zu erkunden. Es ist aber niemand zu entdecken. Sollten Goblins in der nähe sein, werde wir sie wohl in der Ruine finden. Es gibt nur den einen Weg in die Burg: die Rampe zum Tor. Wenn wir von innen beobachtet werden, können wir es auch nicht ändern. Jedenfalls scheint niemand unser Kommen zu bemerken, denn wir gelangen ohne Zwischenfall zum Haupttor. Das Tor ist nicht verschlossen, die eine Tür hängt in den Angeln und steht offen. Da nichts zu hören und zu sehen ist, entschliessen wir uns, die Ruine zu betreten. Links und rechts führen Türen anscheinend in Räume innerhalb der Wehrmauer. Die linke Tür ist nach kurzer Hörkontrolle schnell geöffnet. Dies scheint ein ehemaliger Wachraum gewesen zu sein. Tische und Bänke liegen im Raum verteilt. Auf allem liegt eine Staubschicht und Spinnen haben ihre Netze gespannt. Hinter der anderen Tür werden wir wohl ein ähnliches Bild vorfinden.
Jedoch scheint dieser Raum nicht leer zu sein. Es sind eindeutig Stimmen zu hören. Ich lausche und stelle fest, dass sich in dem Raum mindestens drei Goblins befinden, die sich gerade um die Aufteilung von irgend welchen Schätzen streiten.

Uns ist schnell klar, dass wir diesen Raum stürmen müssen und bereiten uns vor. Die Elfe spannt ihren Bogen. Der schlaksige Mann, Amaron, legt Bolzen auf seine Armbrust. Ich überlege kurz, ob ich ebenfalls meine Armbrust nutzen soll, entscheide mich dann aber für die Streitaxt. Wir reissen die Tür auf und stürmen in den Raum. Tatsächlich befinden sich hier 4 Goblins, die sehr überrascht sind gestört zu werden. Ich rufe ihnen noch zu, dass sie sich ergeben sollen, aber ich hatte nicht wirklich damit gerechnet. Die Goblins ziehen ihre Waffen und werden kämpfen.
Sie erweisen sich als stärker als erhofft. Im Kampf mit zwei Gegnern erwischt mich einer von den Kreaturen mit seinem Kurzschwert. Auch Sarotorm hat etwas abbekommen, soweit ich das sehen kann. Es gelingt uns aber recht schnell, die 4 Goblins zu töten. Waren wir bisher unbemerkt, so wird sich das durch diesen Kampf auf jeden Fall geändert haben. Wir beschliessen, uns erst mal in diesem Raum zu verschanzen, um unsere Wunden zu behandeln. Hoffentlich waren dies die einzigen Goblins hier….

Dagan Coaldigger

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