Gemini Teil II – Die Kirche

Dank etwas Zeit am Sonntag und einer schönen heißen Tasse Tee will ich Euch nicht zulange auf den zweiten Teil der Weltvorstellung von Gemini warten lassen aus der Feder von Argamae. Nachdem der erste Teil die Welt allgemein vorstellte, soll es nun um die Kirche gehen. Zuguterletzt noch der Hinweis, dass es weniger eine klassische Rezi ist, sondern darum ging, den Spielern die Welt ihrer Charaktere nahezubringen.

Die Kirche

„…meine Seele, meinen Körper und mein Leben dem Einen. Ich übergebe…“
Bruder Asencius war bei der dreiundvierzigsten Perle seines Rosenkranzes angekommen. Er betete das Ters, das vierte Gebet des Tages, als seine Gedanken durch einen Aufruhr auf dem Innenhof unterbrochen wurden. Hastig beendete er seine Gebete – sie abzubrechen war undenkbar – und eilte aus seiner kargen Zelle in Richtung Hof, um nachzuschauen, was dort vor sich ging. Im Korridor traf er auf vier seiner Brüder – Jenias, Ranel, Rester und Kontinius – die es ebenfalls alle eilig hatten. Er fragte sich, ob er vielleicht irgendwas vergessen hatte, konnte sich aber beim besten Willen nicht daran erinnern, was das wohl gewesen sein könnte.
Als er auf den Innenhof hinaustrat, fiel ihm ein, was es gewesen war – der Erlösungs-marsch. Seine Heiligkeit, der Bischof von Averia, war mit seinem opulenten Gefolge angekommen, um zu bestimmen, wem unter den Brüdern des Klosters von Jarentus die Ehre zuteil werden sollte, einen Platz in den ersten Reihen des Erlösungsmarsches zu erhalten. Asencius erkannte die Kutsche des Bischofs sofort. Sie war wundervoll verziert, mit vier großen Rädern, und von sechs kräftigen Rössern gezogen. Um die Kutsche herum saßen ein Dutzend Ritter vom heiligen Orden des leuchtenden Kranzes auf ihren Pferden. Die Spannung auf dem Innenhof stieg an, als mehr und mehr Brüder ihre Gebete beendeten und aus ihren Zellen kamen. Alle von ihnen wollten dem Einen dienen, und wenn Neid auch eine Sünde war, würden die nicht auserwählten Mönche ihr Schicksal sicherlich beklagen.
Asencius spürte eine Hand auf seiner Schulter. „Deine Zeit ist endlich gekommen, Heiler.“ Es war der Abt, der ihm auf seine typisch entspannte Art erklärte, das er wahrscheinlich unter den Erwählten sein würde. „Es heißt, daß der Bischof nur um Deiner Kräfte wegen so weit gereist sei.“
Die Vorhänge der Kutsche wurden zurückgezogen, jedoch nicht weit genug, um einen Blick auf die hohe Person im Inneren zu gestatten. Die Spannung unter den Brüdern blieb hoch. Plötzlich zerschnitt eine Trompetenfanfare die Luft und die Türen der Kutsche wurden langsam geöffnet. Im selben Moment verkündete einer der Ritter feierlich die Ankunft des Bischofs.
„Seine Heiligkeit, der Bischof von Averia.“ Ein Gefühl der Entrücktheit durchfuhr Asencius, als er den Mann erblickte, in dessen Händen sein Schicksal lag. Es stimmte, was der Abt gesagt hatte. Seine Zeit war gekommen. Davon war er überzeugt.
Für viele Menschen in der Welt von Gemini bildet die Kirche den wichtigsten Teil ihres Leb-ens. Einen Teil, der alles andere überschattet. Ist man der Kirche nicht treu, dann ist das Leben schon verwirkt. Dies gilt insbesondere für jene Gebiete, in denen die Macht der Kirche über die Bevölkerung bereits vor der Rebellion der Regenten und den Elfenkriegen sehr stark war. Dort werden Ketzer und Heiden gejagt und vor ein Ultimatum gestellt: bekenne Dich zum Glauben oder stirb.

Dort, wo die Kirche noch mächtig ist, wo egoistische Regenten, machthungrige Elfen, oder Handlanger der Finsternis sie nicht unterdrückt haben, durchdringt sie das Leben jedes Einzelnen. Nahezu jeder – vom höchsten kirchlichen Würdenträger bis zum ärmsten Tagelöhner – ist sehr fromm. Die Kirche beeinflußt ihr Leben in allem, was sie tun, und die fünf Gebote hallen in den Gedanken aller wahren Gläubigen wider – ganz gleich, was sie tun oder wo sie sind. Gedanken an den Einen und seine Allmächtigkeit sind Teil des täglichen Lebens und doch für viele gleichzeitig auch schwer zu verstehen.

Viele normale Leute finden den Kontakt zur Kirche nur nach einer langen Reise, um an der Messe in der Stadt teilzunehmen, oder durch einen Erlösungsmarsch, der durch ihr Dorf zieht, um die Erleuchtung zu verbreiten. Dieses etwas paradoxe Verhältnis zwischen der Kirche und dem Volk bedeutet, daß alle Bewohner kirchlicher Provinzen Gläubige sind, doch bei weitem nicht alle von ihnen wissen, was das mit sich bringt – und noch weniger haben je Nomen gelesen – die heiligen Schriften.

Die Lehren des Einen

„Es gibt nur einen Gott und der bin ich.“

(aus Memoria – dem Buch der Marquis)

Vor langer Zeit wurden die Lehren des Einen der ersten Kongregation durch den Gott selbst enthüllt. Diese wenigen Auserwählten wurden die Marquis, heilige Gründer der Kirche und Vorväter ihres Glanzes. Alle fünf waren mächtige Adelige, ruhmreiche Regenten und Herrscher ihrer Völker, doch die unbarmherzigen Heimsuchungen des fremdartigen Bösen bedrohte ihre Macht. Aus dem Norden ergoß sich eine ungenannte Streitmacht, angeführt von unheiligen Magiern, über die Lande der Menschen und schickte sich an, die Menschheit zu versklaven.
In jener Zeit des Unheils, als die Menschheit der drohenden Finsternis hilflos und ohnmächtig gegenüber stand, erschien der Herr den Marquis und schenkte ihnen sein Wort, auf das sie es den Völkern predigen, die Unwissenden erleuchten und die ahnungslosen Sündiger erretten.
Die Marquis versammelten ihre Berater und ihre Ritter und machten sie zu weisen Priestern und heiligen Kriegern, erwählt durch den Einen, um die verhaßten Fremdlinge aus ihren Landen zu vertreiben. Und es gelang ihnen – durch Predigten, gesegnete Schwerter und einem heiligen Tor – das Böse aus den Reichen der Menschheit auszuschließen und die Völker der Welt in einem einzigen, gerechten Volk zu einen.
Niemand kann die Marquis in Frage stellen, ohne Ihm Rechenschaft abzulegen – dem höchsten aller Richter.

Nomen – die heiligen Schriften

Die Lehren des Einen gründen sich auf den sechs Büchern, die zusammen Nomen bilden – Das Wort. Alle Texte wurden durch die ersten Marquis verfaßt, mit Ausnahme des Buches der Marquis, welches von der Frühgeschichte der Kirche erzählt, von den Missionen der Marquis und den Herausforderungen, denen sie begegneten. Dieses Buch wurde von Marquis Dantero verfaßt, einem späteren Marquis. Um Das Wort verstehen zu können, muß man zumindest auszugsweise die Inhalte aller sechs Bücher kennen. Etwas aus diesen Büchern in Frage zu stellen, wäre vollkommen undenkbar. In diesen Werken ist die offenkundige Wahrheit niedergelegt, welche den heiligen Marquis anvertraut worden ist. Das die Marquis möglicherweise die Worte Gottes mißverstanden haben, gilt als ausgeschlossen, da der Eine allwissend und unfehlbar ist. Und da die Bücher unter seinem Einfluß geschrieben wurden, wird allgemein davon ausgegangen, daß sie mehr oder weniger von der Hand des Himmlischen Herrn abgefaßt worden sind.

Confessiones – Das Buch der Bekenntnisse

Confessiones enthält einhundert verschiedene Glaubensbekenntnisse, die alle von der Frömmigkeit dem Einen gegenüber zeugen, und wurde den ersten Marquis durch Ihn überbracht. Marquis Hymeneus schrieb das Buch kurz nachdem der Eine sich den Marquis offenbart hatte. Viele der Bekenntnisse sind von bußfertiger Natur. Man bekennt seine Sünden, bekundet seine eigene Unwürdigkeit, und überantwortet sich bedingungslos dem Einen, dessen Liebe und Gnade man wahrhaft unwürdig ist.

Lex – Das Gesetz des Einen

Im Lex schrieb Marquis Caedes die Regeln nieder, nach denen die Menschen im Glauben an den Einen miteinander leben sollen. Hierin sind alle Gebote enthalten, vom wichtigsten – niemals den Glauben an den Einen zu verlieren – bis hin zu jenen, die sich mit dem alltäglichen Leben befassen. Das Buch enthält ebenfalls alle Liturgie, Erlasse darüber, welche heiligen Gewänder zu welcher Zeremonie getragen werden sollen, wie diese durchzuführen und zu behandeln ist, lange Gebete für die Rezitation sowie ausführliche Beschreibungen darüber, wie und wann die verschiedenen Gottesdienste, Messen und Gebete zu halten sind. Ferner sind hier auch sämtliche Regeln für das Klosterleben festgelegt – wann die einzelnen Gebete zu halten sind, wann die Mönche morgens aufzustehen haben, und welche Vertrauenspositionen die Brüder innehaben dürfen. Lex ist das Buch, welches im Laufe der Zeit immer wieder verschiedenen Interpretationen unterworfen war. Praktisch jeder Marquis, jeder Abt und jedes Ordensoberhaupt hat schon Schriftliches zum Buch Lex verfaßt.

Divinatio – das Buch der Weissagungen

Das Buch Divinatio ist eine Sammlung von Visionen des – zumindest den Legenden nach – hellsichtigen Marquis Attamens, niedergelegt von ihm selbst. Es heißt, er habe die Visionen – die ihm Nachrichten aus der Zukunft brachten – originalgetreu aufgeschrieben. Diese Prophezeiungen sind farbenprächtige, lebendige und erschreckende Geschichten über eine mögliche Zukunft, die je nach dem gewählten Pfad von Menschheit und Kirche eintreffen könnte. Marquis Attamens soll die Pest, die Geburt des Ketzers Cyrus und dessen Niederlage durch die Hand von Marquis Danero, den Krieg der Marquis gegen Elfen und die herrschenden Regenten, und den ein Jahrtausend währenden Niedergang der Kirche vorausgesagt haben. Manchen zufolge soll er auch das Öffnen des Eisernen Tores durch den Elfenvasallen Malachdrim prophezeit haben, worin er sehr eindeutig gewesen sein soll. Die letzte Prophezeiung im Buch der Weissagungen enthält Szenen vom Ende der Welt, wenn der Eine seine Volk ihrem Schicksal überläßt, da ihr Glaube an ihn keine Kraft mehr hat.

Illumino – das Buch der Erleuchtung

Das Buch der Erleuchtung enthält weise Psalmen und Sinnsprüche, die von dem weisen und gerechten Marquis Torques niedergeschrieben worden sind. Im Verlauf der Kirchenfrühgeschichte gelang es ihm mehrfach, durch bildhafte Gleichnisse Heiden zum Glauben an den Einen zu bekehren. Er ließ sie erkennen, daß der einzige Weg der Weg sei, den der Eine und seine heiligen Diener aufgezeigt hätten. In diesem Buch finden Priester, Mönche und heilige Krieger jene weisen Worte, die sie für ihren Weg durch das Leben benötigen. Außerdem sind sie perfekt für Diskussionen geeignet. Es gibt für einen Diener der Kirche nichts besseres, als eine Diskussion durch Zitat aus dem Illumino zu beenden – ganz gleich, welches Thema diese zum Inhalt hatte.

Obscuritas – Das Buch des Zwielichts

Bevor der Eine sich den ersten Marquis gezeigt und ihnen seine Lehren und Gesetze dargereicht hatte, herrschte Finsternis über die Welt. Sie war aus dem Norden gekommen und hatte die Menschheit überrascht. Obscuritas erzählt von dem schrecklichen Geheimnis aus der Zeit vor Anbeginn der Geschichte, jener unwiderstehlichen Versuchung, die jene, welche auf ihrer Suche der Wahrheit über die Finsternis zu nahe kamen, ins Verderben zog. Obscuritas berichtet, wie das Undenkbare – genannt die Finsternis – näherrückte, um seine eigenen Pläne zu schmieden und die Seelen der Menschheit in seinem schmierigen Netz zu fangen. Und es berichtet davon, wie man sich angemessen davor schützt.
Das Buch erzählt ebenfalls von der Struktur der Finsternis, wie seine Handlanger aussehen und man jene Befleckten erkennt, die vom bösen Einfluß der Finsternis befallen sind. Obscuritas wurde von Marquis Amarus verfaßt und beginnt mit einem Abschnitt, der davon erzählt, wie oft der Marquis selber von der Finsternis versucht worden war. Doch solange man im Glauben stark ist, kann man von der Finsternis niemals irregeführt werden. Der Eine beschützt seine Kinder. Immer.

Memoria – Das Buch der Marquis

Memoria, das von einigen auch „Buch der Marquis“ genannt wird, erzählt die Geschichte der ersten Kirchengründung durch die Marquis. Es berichtet von den Schwierigkeiten und dem Kampf gegen einen fast unbesiegbaren Feind, und davon, wie der Glaube an den Einen und dessen ständige Präsenz am Ende den Sieg errangen. Jede Predigt im gesamten Land enthält Beispiele, wie die Marquis in verschiedenen Situationen gehandelt haben, um bestimmte Probleme zu lösen. Dies soll den Gläubigen aufzeigen, wie sie selber handeln sollen, wenn sie sich ähnlichen Herausforderungen gegenüber sehen. Ferner wird Memoria auch als Leitfaden dafür herangezogen, wie die Inhalte und Gesetze aus Lex zu interpretieren sind. Memoria wurde von Marquis Amarus‘ Nachfolger Dantero geschrieben, dem Ur-Ur-Ur-Ur-Urenkel von Marquis Hymeneus. Es heißt, Dantero habe die Tage-bücher der ersten Marquis gelesen, und sowohl die Marquis als auch der Eine seien ihm erschienen. Mit der Hilfe ihrer Geschichten konnte er die Erzählungen für das Buch der Marquis schaffen.

Anderes Wissenswertes zur Kirche des Einen (Zusammenfassung)

Leben nach dem Tode

Die Kirche verspricht ihren Anhängern ein Leben nach dem Tode, wo die wahrhaft Frommen und Tugendhaften im Lichte des Einen ewige Glückseligkeit erfahren. Doch für jene, die vom rechten Pfade abgekommen sind, und welche sich mit Sünde und Schuld beladen haben, wartet das Fegefeuer, in dem ihre Seelen gefoltert werden, bis ihre Missetaten gesühnt wurden. Und die Seelen jener, die weder besonders gläubig noch sündig gewesen sind, werden nach ihrem Tode ausgelöscht, da sie weder Errettung noch Bestrafung verdient haben.

Die Hierarchie und Struktur der Kirche

Ganz oben stehen die fünf Marquis, die vordersten religiösen Führer der Kirche. Jedem von ihnen obliegt die Kontrolle über eine Kathedrale – Zeichen seiner obersten Macht. Unter ihnen dienen eine Reihe von Bischöfen, die als Vorsteher von Kirchen in den übrigen Städten fungieren, in denen die Kirche noch Macht ausübt. Sie sind vergleichbar mit den Gutsverwaltern der Regenten.
Die Bischöfe, die jedem Marquis unterstehen, bilden das Kirchenkonzil, von denen jede Provinz eines hat. In diesen Konzilen wird über die religiöse Entwicklung der Provinzen beraten.
Den Bischöfen unterstellt sind die Priester, die Predigten halten, die Kollekte einsammeln, und für die Instandhaltung von heiligen Gebäuden verantwortlich zeichnen, so daß die Kirchen, Kapellen und sonstigen kirchlichen Einrichtungen rein und unbefleckt bleiben. Priester sind der Teil der Kirchenhierarchie, der am direktesten Kontakt zum Volke hat.
Die Kirche hat drei Säulen, auf denen ihre Organisation ruht und aufgebaut ist:
– die Mission (Hauptkörperschaft der Mönche, Nonnen, und weiteren Diener der Kirche; ihr obliegt die Heilung der Kranken, die letzte Ölung der Toten, die Unterrichtung der Unwissenden, die Abnahme von Beichten, die Errettung der Schwachen und Verlorenen – es sei denn, die Verbrechen sind zu groß; dann wird die Inquisition eingeschaltet);
– die Inquisition (unerbittliche Ermittler in Sachen Ketzerei, Verrat und Magie; vollziehen auch Exorzismen);
– die Tempelritter (Verteidiger der Kirche, Bekämpfer der Finsternis, weltliche Armee der heiligen Kirche).

Ein separater Marquis mit unbegrenzten Mitteln überwacht jede der drei Organisationen. Diese „großen Drei“, wie sie manchmal genannt werden, gehören zu den mächtigsten Menschen der Welt. Die verbleibenden zwei Marquis stehen oft in deren Schatten – etwas, daß sowohl Marquis Geniah als auch Marquis Lazarus zu ändern versucht haben.

„Und das Licht der Marquis soll uns durch das ewige Zwielicht führen. Durch Zeiten der Dunkelheit, kriechender Angst, wachsenden Unmuts, und einer langsam näher kommenden Finsternis wird die Weisheit der Marquis das Volk des Einen unablässig einem neuen Zeitalter der Freiheit, Gerechtigkeit und des Verständnisses führen. Nichts kann sie beeinflußen oder abbringen auf ihrem Weg der Weisheit. Die Marquis sind unantastbar, sie werden die heiligen Instrumente Gottes sein.“

(Aus Divinatio)

Provinzen, Städte und ihre Marquis

– Provinz Cergovia; Hauptstadt Kaern; Marquis Natanael. Hier hat die Mission ihren Hauptsitz.
– Provinz Ravarra; Hauptstadt Ravarra; Marquis Herodias. Dies ist die heiligste Kathedrale und der Hauptsitz der Kirche. Die Inquisition hat hier ebenfalls ihren Hauptsitz.
– Provinz Sein; Hauptstadt Cautes; Marquis Lector.
– Provinz Cavala; Hauptstadt Merloch; Marquis Tarsus. Hauptsitz der Tempelritter.
– Provinz Merodak; Hauptstadt Neremeth; Marquis Lazarus. Lazarus wurde verstoßen und ist der Finsternis verfallen. Er gilt nicht länger als Teil der Kirchenhierarchie und sein Name wird von keinem Gottesfürchtigen mehr ausgesprochen.

Kirche und Adel

Dem Adel in den kirchlichen Provinzen ist es erlaubt worden, ihre weltlichen Besitztümer zu behalten (Burg, Land, etc.), doch ihr Einfluß ist auf ein Minimum zurückgeschraubt worden – jedenfalls verglichen mit dem Adel in den unabhängigen Provinzen. Sie haben das Recht auf Besteuerung verloren, welches auf die Kirche übergegangen ist. Stattdessen wird der Adel von der Kirche mit einem Anteil versehen, dessen Größe auch von der Loyalität des Adeligen gegenüber der klerikalen Obrigkeit, seiner Fähigkeit, eine kampffähige Streitmacht aufzustellen sowie dessen Einflußmöglichkeiten auf das verteilende Gremium abhängt.
Wenngleich viele Adelige neidisch auf die unabhängigen Provinzen blicken, ist ihr Einfluß jedoch nicht so gering, wie es den Anschein haben mag. Einige Adelsfamilien haben ihre Oberhäupter oder Sprösslinge in der Hierarchie der Kirche untergebracht, wo sie höhere Positionen bekleiden, wie etwa Bischof, Ordensgroßmeister oder Abt eines Klosters.

Olaf Buddenberg

PS.: Noch ein Hinweis auf diese Gemini-Fanpage von Sworddancer / Timo Hanschke.

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