[Rezi] DSA-Hörspiel 02 – Die geheimnisvolle Burg

„Hat der hohe Herr etwa einen Hofmagier in seinen Diensten?“ „Was soll er denn mit dem? Ich glaub nicht, dass er einen braucht.“

Der zweite Teil der DSA-Hörspielreihe (Rezi Teil 1), veröffentlicht von Europa, produziert von Lausch, führt in das Weidener Dorf Sichelbrunn, wo seit einiger Zeit Leute spurlos verschwinden. Nachdem der frisch angereiste Streuner Gerrick zusammen mit dem eher gemiedenen Dörfler Jost scheinbar grundlos aus der einzigen Taverne des Ortes fliegen, entlockt Gerrick ihm zahlreiche Informationen über die Burg, welche vor kurzem einen neuen Herrn gefunden hat. Als Jost auch noch davon berichtet, dass er davon träumt eine Heldentat zu vollbringen, um vom Rest des Dorfes anerkannt zu werden, ist es für Gerrick kein Problem den einfältigen Burschen zu einem Eindringen in die Burg zu überreden, vielleicht sind die Verschwundenen ja dort? Dabei braucht Gerrik eigentlich nur einen Helfer bei seinem Raubzug…

Parallel brechen auch die Hexe Arba und ihr Begleiter, der Söldner Muraco, zu der Burg auf. Ein kürzlicher Kampf gegen Orks hat die beiden zusammengeschweißt. Arba vermutet, dass der Burgherr ein Schwarzmagier ist und eine ihrer Schwestern in der Gewalt hat.

So kommt es zur äußerst unterhaltsamen Erkundung der fallengespickten Burg, bei der jeder andere Ziele verfolgt.

Der Plot hat die Atmosphäre eines alten Gruppen- oder Solo-Abenteuers: die fallengespickte Burg, die nach und nach erkundet werden muss. Dabei sind die Fallen und Schwierigkeiten durchaus origineller Natur, dazu kommen die unterschiedlichen Motivationen der Charaktere, von der nicht jede von Anfang an deutlich ist und so auch ein Plottwister enthalten ist.

Während es im ersten Teil recht junge Stimmen waren, gefällt mir die Stimmenauswahl hier deutlich besser. Peter Groeger, u.a. bekannt als Synchronstimme von Quark in Star Trek, ist erneut eine wunderbare Erzähler-Stimme. Auch Philipp Otto, der schon Fantasy-Erfahrungen als Regis in Drizzt sammeln konnte, liefert diesmal in der Rolle des Söldners ordentliche Arbeit ab. Insbesondere aber liefern Martin Wolf (Hellboy) als Gerrick und Konradin Kunze (ebenfalls Hellboy) als Jost ein äußerst unterhaltsames Duo ab, was auch an der guten Dialogvorlage von Daniela Knor liegt. Nina Müller, welche die vierte Prothagonistin spricht, ist bisher noch ein unbeschriebenes Blatt in der Hörspielszene – dürfte es aber nicht lange bleiben bei der Leistung.

Fazit: Eine CD, die echtes DSA 1.0-Feeling bietet, welche einen gelungen Plot bildet und beide Stränge ausreichend miteinander verwoben hat. Von den ersten drei Folgen mein Favorit!

PS.: Bin beim Googeln über den Blog von Nina Müller gestolpert: http://ninasaritamueller.theaterblogs.de/

 

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