Tagebuch Mystara / Karameikos IV – Ein bunter Gefährte

Zum Wochenende hin ratzfatz der vierte Teil unseres rotierenden Kampagnentagebuchs, dank an Herbstmonster fürs Schreiben.

Reisetagebuch von Dagan Coaldigger

Tag 4 (Nytdain 12. Nuwmont 1000)

Der Tag bricht an und meine Gedanken kreisen nicht mehr nur noch um diese grausligen Kreaturen, denen wir gestern begegnet sind. Jetzt überwiegt die Trauer um unseren gefallenen Kameraden.

Wir beschliessen, nach dem Frühstück zum Tempel zu gehen. Wir wollen dort unsere Wunden versorgen lassen und Cleston möchte dort mit dem Oberhaupt über die Klerikerin sprechen. Thanatos sei der Unsterbliche, dem sie gehuldigt hat. Ich kenne die Unsterblichen der Menschen nicht aber die blose Nennung des Namens scheint meine anderen Gefährten zu beunruhigen.

Im Tempel werden unsere Wunden magisch behandelt. Bruder Cleston bezahlt diese Behandlung mit Geld, welches wir in der Ruine gefunden haben. Er nennt den Geldtransfer aber eine Spende. Wie auch immer er es nennen mag, das Geld ist jedenfalls weg. Und nicht gerade wenig.

Meine kleine Wunde wäre auch ohne magische Hilfe in spätestens drei Tagen verheilt gewesen, aber auch ich fühle mich um einiges besser, als wir den Tempel wieder verlassen. Es scheint fast so, als wäre auch mein Geist geheilt worden.

Bruder Cleston möchte noch zum Waffenschmied, um sich dort nach einer stärkeren Rüstung zu erkundigen. Und auch die anderen haben noch ein paar Besorgungen zu erledigen. Ausserdem wollen wir noch das gefundene Geld bei einer Bank beziehungsweise bei einem Geldverleiher unterbringen. Amaron scheint den Gestalten von gestern Abend kein großes Vertrauen entgegen zu bringen. Ich denke auch, wir hätten das Geld zählen sollen, bevor wir es diesen Menschen anvertrauten. Ich nehme an die vereinbarten 7 Prozent wurden um einiges nach oben geändert. Zumal die Menschen wissen, dass wir die genaue Anzahl von Münzen nicht kennen.

Wir bitten Olgo, den Wirt des Schwanes, darum, die Menschen von gestern zu benachrichtigen. Er willigt ein, meint aber, dass es wohl einige Zeit dauern wird.

Es wird Nachmittag, bis sich alle wieder im Schwan einfinden.

Olgo berichtet uns, dass der Händler Caldwell uns zu sehen wünscht. Er habe gehört, dass wir wieder in Schwellental seien und verlangt uns dringend zu sehen. Ausserdem habe er unser Geld erhalten und könne es uns nun überreichen.

Er führt uns in einen abschliessbaren Nebenraum, in dem die Säcke auf uns warten. Er händigt uns auch die Abrechnung aus. Sie scheint sehr ordentlich verfasst zu sein, jedoch wissen wir wohl alle, dass der Endbetrag weit weniger beträgt, als uns eigentlich zustehen würde. Es sind aber doch fast 3000 Kronen in den Säcken gewesen.

Durch fünf, nein vier – Sarotorm wird seinen Anteil ja nicht mehr erhalten können – geteilt ist das ein guter zusätzlicher Lohn zu Caldwells Bezahlung.

Da Caldwell noch nicht im Schwan ist, machen wir uns auf zum nächsten Geldverleiher, der unser Geld auch zu fairen Konditionen verwahren wird. Wir müssten es nur für genau einen Monat dort lassen. Dann würden wir keine Gebühren zahlen.

Wieder zurück im Schwan berichtet uns der Wirt, dass Caldwell eingetroffen sein und er würde ihm nun Bescheid geben. Nach ein paar Minuten erscheint der Händler dann auch im Schankraum, in dem wir warten. Er ist jedoch nicht allein. Ihm folgt ein kleiner Mann in sehr buntem Tuch. Die Hosen scheinen viel zu weit zu sein und jedes Hosenbein hat zwei aufringliche Farben. Wobei die Hose in neuem Zustand vermutlich noch imposanter gewesen wäre. Diese jedoch scheint schon recht alt und abgetragen. Auch sein Hemd ist aus buntem Tuch.

Händler Caldwell verliert aber kein Wort über seinen Gast und bittet uns um einen ausführlichen Bericht.

Nachdem Cleston geendet hat drückt Caldwell uns sein Mitleid über unseren gefallenen Kameraden aus und winkt den bunten Mann heran.
Sedrik, so sein Name, hätte sich bei ihm gemeldet, um den Auftrag anzunehmen. Er hätte ihm ja abgesagt, aber als er hörte, dass wir wieder in Schwellantal wären, hat er um dieses Treffen gebeten, damit sich Sedrik uns vorstellen könnte. Wir könnten nun bereden, ob wir ihn sich uns anschliessen lassen würden.

Ein bunter Geck im Tausch gegen einen, wenn auch glücklosen, Kämpfer. Ich bin skeptisch, aber die anderen scheinen nichts dagegen zu haben, wenn sich Sedrik uns anschliesst. Ein Kämpfer wäre mir lieber, aber auch ich habe keine Einwände. Nach unserer Zusage regelt Caldwell noch schnell das Finanzielle mit unserem neuen Mitstreiter.

Wir werden heute wohl kaum wieder aufbrechen. Es wäre auch früher Abend, wenn wir wieder bei der Ruine wären. Und einen nächtlichen Kampf möchten alle vermeiden. Also verabreden wir uns für den nächsten Morgen.

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