[Rezi] Zunftblatt 4/2009 – Geheimgesellschaften

Auf 60 Seiten präsentiert die Zunft der Lahnsteiner Rollenspieler e.V. zum vierten Mal in diesem Jahr ihr Zunftblatt, diesmal mit dem Schwerpunkt Geheimgesellschaften.

Dazu wird erstmal ein Ausflug quer durch die Geschichte gemacht von Ägypten, Griechen über mittelalterliche Kreuzritterorden, Freimaurern und Rosenkreuzern bis zu modernen Organisationen wie der Mafia. Kurz und bündig wird dann reichlich Literatur und weitere Medien vorgestellt, die mit dem Thema zu tun haben. Mit “Kader 13” findet sich auch ein Indy-Rollenspiel und die Kurzgeschichte “Mein Leben für das schwarze Kreuz” rundet das ganze ab.

Der Bereich Cyberpunk wird mit Frostzone inkl. Interview, der Shadowrun – 20 Jahre Edition und Cyberpunk 2020 abgedeckt. Das Thema “Barbaren” bekommt auch ein größeres Gewicht im Heft, denn einerseits wird Xoro, der Fanfilm der DORP vorgestellt, andererseits “Barbaren!”, das Rollenspiel. So hat man Xoro auch gleich für das Barbaren!-Rollenspiel aufbereitet und präsentiert ihn spielbereit.

Highlight des Heftes ist wohl das Private Eye-Abenteuer “Die Tragödie von Birlstone” nach dem Klassiker “Tal der Furcht”, in dem es in einem Mord am Hausherren zu ermitteln gilt, obwohl das Haus doch gut gesichert ist. Gelungener Fall, wenn er sich auch sehr an die literarische Vorlage hält, diese aber rollenspieltechnisch gut aufbereitet, z.B. was Charaktermotivation etc. angeht.

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Man merkt dem Heft an, dass es im Quartal der Messe Essen erschienen ist, denn viele Neuheiten bekommen ihre Vorstellung im Heft. Die Rezis geben aber einen guten Überblick, vor allem aber werden auch Produkte abseits des Mainstreams vorgestellt: Spherechild, Dorp-TV oder abseits aller Pfade Playmobil Fantasy. Die meisten Rezis haben einen positiven Grundton, aber es ist nicht so, dass hier ein bestimmter Verlag bevorzugt wird, sondern das man vielen einen gewissen Enthusiasmus des Rezensenten anmerkt. Lese ich als erste Info lieber, als Detailgemäkele, wie es in letzter Zeit zu Hauf vorkommt, ohne ein Bild vom großen ganzen zu geben.

Zuguterletzt wurde sich noch mit Ross Watson über die Zukunft von Warhammer unterhalten sowie mit Dan Abnett über seine Warhammer-Romane.

Insgesamt hat sich das Zunftblatt zu einem regelmäßigen Infoblatt gemausert, welches interessantes Spielmaterial nicht völlig vergißt und immer noch eine symphatische regionale und fannische Note beibehält. Der Schwerpunkt bietet darüber hinaus eine gute Ausgangsbasis, wenn man dieses Thema vertiefen möchte.

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