[Rezi] QB2 – Der Gladiator (400. Artikel)

Der 400. Artikel im Greifenklauen-Blog kommt von ClemLOR und ist Labyrinth Lord gewidmet.

Der Gladiator

Ein Quellenband mit einer neuen Charakterklasse für Labyrinth Lord – Herr der Labyrinthe

Das Quellenband „Der Gladiator“ ergänzt das old-schoolische Spielsystem „Labyrinth Lord“ um zahlreiche Informationen zu einem besonderen Element der zugrunde gelegten Spielwelt – mit einer Referenz zum Abenteuer Modul „CLA2: Dolm River“. Bei „Labyrinth Lord“ handelt es sich um ein D&D Clone basierend auf der OLG, welches ohne Zusatzmaterialien in einer beliebigen fantastischen Spielwelt angelegt ist. „Der Gladiator“ hingegen stellt auf die Hauptstadt „Dolmvay“ aus der Referenz ab, welche sich am altertümlichen Rom orientiert.

Damit taucht dieser Quellenband in eine Atmosphäre ein, die sehr nah an dem gleichnamigen Film liegt. Spieler und Leser des Quellenbandes werden unverzüglich mit einer stimmungsvoll beschriebenen Szene direkt in die Abenteuer rund um „Gladiatoren“ gestürzt, was sofort die Neugier um diesen Mikrokosmos weckt. Denn in dieser Kurzgeschichte wird nicht nur der Arenakampf und die Atmosphäre in einer Kampfarena beschrieben; eingerahmt werden die Kampfhandlungen von der Dekadenz und andeutungsweise den wilden Spielspekulationen außerhalb der Arena.

Nach dieser Einführung widmet sich das Quellenband anschließend vielen relevanten Aspekten der Gladiatorenkämpfe, die in dieser Geschichte bereits angedeutet worden sind. Zahlreiche unterschiedliche Gladiatorenkämpfer und –kampfarten werden geschildert und zunächst regeltechnisch in übersichtlichen Schaufenstern für den Spielleiter charakterisiert. Zudem wird das Konzept der Gladiatorenschulen, wie es für Dolmvay üblich ist, beschrieben, unter welchen Voraussetzungen diese in Betrieb genommen werden können und in welchem Wettbewerb sie zueinander stehen. Neben diesen unmittelbaren Inhalten zu den Gladiatoren selbst schildert der Quellenband auch den Einfluss und die Funktionsweise der Wetten, die auf die Gladiatorenkämpfe ausgeführt werden.

Neben diesen grundsätzlichen Spielelementen und –regeln findet sich schließlich auch der Gladiator als Charakterklasse wieder. Neben dieser spielbaren Klasse eröffnet „Der Gladiator“ auch interessante Zusatzregeln zum Kampf sowie neue Gegenstände, die waghalsigere oder abenteuerlichere Kämpfe ermöglichen.

Dem gesamten Quellenband hängt der Geruch von „Napalm am Morgen“ an. Es ist brutal und es ist auf den Überlebenskampf rund um die Gladiatorenarenen ausgelegt. Dabei werden Grundbegriffe aus der lateinische Sprache verwendet, die schnell den Eindruck tiefer gehender Recherchen vermitteln. Ich räume an dieser Stelle ein, dass ich die unterschiedlichen Wortbedeutungen der verschiedenen Gladiatoren und Gegenstände nicht auf ihre Authentizität hin überprüft habe; das ist aber auch nicht entscheidend, denn es „riecht gut“, „schmeckt gut“ und vermittelt die Stimmung, die Lust darauf macht.

Und dabei legt sich das Quellenband nicht auf Dolmvay fest, indem es an vielen Stellen „offen“ bleibt. Es ist adaptierbar auf jedes beliebige Fantasy- oder altertümliche Setting, das unter „Labyrinth Lord“ gespielt wird. Anders als „Der Druide“ lädt dieser Quellenband durch das wesentliche Mehr an Informationen und die interessanten Zusatzoptionen in den Regeln regelrecht dazu ein, „Der Gladiator“ in der eigenen Spielrunde zu sein.

ClemLOR

PS.: Hier bei Your Games Now, für 8 euro gibt es auch ein Heft (bei Moritz).

2 Kommentare

  1. Moritz: Einheit in der LL-engagement gemessen wird. Daher einheitenlos und immer zwischen 0 und 1… 😉

    Nein, ernsthaft, Moritz ist Moritz Mehlem, der autor des ganzen. Wenn du ein EAxemplar willst, ich hab auch noch eins!

    Gefällt mir

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