Besserwisser´s Tipps für LARP-Anfänger III – LARPwaffen und -kampf

Nach I. Charaktererschaffung und II. Gewandungen und Ausrüstung folgt Teil III: Larpwaffen und der Umgang damit! Besserwisserboy, zu Worte:

Irgendwann kommt wohl für jeden Larper der Tag, an dem er eine Polsterwaffe benutzen will, sei es nun ein einfacher NSC-Prügel oder ein Paladinzweihänder…

Polsterwaffen bestehen aus einem Fieberglaskernstab, Polstermatten,Leder und Latex.
Ein weit verbreiteter Irrtum ist, daß Waffen selber zu bauen viel günstiger ist, als Waffen zu kaufen. Das mag bei einer Herstellung von einem Dutzend Waffen ja stimmen, für einzelne Schwerter aber nicht. Die Materialien kann man in den seltensten Fällen genau für ein Schwert bestellen und gewöhnlich sehen die ersten Eigenbauten eher schlecht bis mittelmäßig aus.
Über Bauanleitungen möchte ich mich nicht auslassen, davon gibt es inm Internet genügend. Beim Kauf ist es besser die Waffe im Laden zumindest in Augenschein zu nehmen und auf die Härte bzw. Weichheit der Waffe zu achten. Es gibt Waffen aus weichem Schaumstoff und welche mit härterem. Ich würde Anfängern zu weichen Waffen raten. Geschäumte Waffen eignen sich am schlechtesten. Einige Hersteller bauen Ihre Waffen mit Bleiband im Griff. Das ist Geschmackssache und sollte jeder für sich beim Kauf entscheiden.

Beim Larpkampf kommt es nicht darauf an den Gegner möglichst hart zu treffen und ihm realen Schaden zuzufügen. Deshalb werden Schläge bevor sie den Gegner treffen abgebremst. Das Stechen mit Larpwaffen ist auf fast allen LARPs verboten. Selbst wenn du eine dafür geeignete Waffe ohne Kernstab hast, frage lieber die Spielleitung wie es auf dem jeweiligen Con gehandhabt wird.
Beim Kampf ist es verboten auf den Kopf des Gegners (selbst wenn er einen Helm trägt) und in die Weichteile zu schlagen.

Meine persönliche Devise ist: lieber einen schönen Kampf verlieren, als einen mies ausgespielten gewinnen. Dabei sollte man darauf achten daß eine Polsterwaffe natürlich viel leichter ist als eine reale Waffe. Schlage deshalb etwas langsamer damit zu, um das reale Gewicht zuz simulieren. Um mit einer Waffe bei einem echten Kampf Schaden zuzufügen braucht eine Waffe Wucht un man muß mit ihr ausholen. Das vergessen einige Spieler und und kämpfen mit schnellen abgehackten Schlägen, was schlecht aussieht und von den wenigsten Gegnern wirklich als mehrere Treffer gezählt wird.

Wie viel Schaden eine Waffe macht und wie viele Treffer die jeweiligen Kämpfer einstecken können, hängt von der getragenen Rüstung und dem verwendeten Regelwerk ab.

Hat man überhaupt keine Ahnung vom Larpkampf, so ist anzuraten sich vor dem Spiel von einem „netten alten Hasen“ zumindest die Grundzüge und Sicherheitsregeln etwas genauer zeigen zu lassen. Im Spiel selbst führt es mitunter auch zu nettem Spiel wenn sich ein junger Charakter von einem alten Soldaten gegen ein paar Kupfer den Umgang mit dem Schwert zeigen läßt.

Sollte es im Kampf dennoch einmal im Eifer des Gefechts ,dazu kommen, daß versehentlich Kopftreffer verteilt werden oder ein Gegner zu hart zuschlägt, sollte man den Kampf kurz mit dem Stopp-Befehl unterbrechen. Oft kochen im Kampf die Gefühle schnell hoch und eine Entschuldigung oder ein freundliches: „Bitte nicht ganz so dolle!“ ,können einiges regeln. Bei sehr uneinsichtigen Kämpfern ist es besser sich nach einem anderen Gegner umzuschauen.

Wichtige Regel beim Kampf ist es auch Dinge wie Infight (also das „reingehen“ in den Gegner), Sprünge gegen den Schild des Gegners und jede Art von Kampfsport zu unterlassen. Solche Dinge kann man vielleicht mit seinem Kumpel absprechen und durchführen, als eine Art Showkampf, aber nicht mit fremden Spielern. Echte Waffen, auch zu Dekozwecken, haben auf LARPs nichts verloren und sollten nicht mitgebracht werden.

Besserwisserboy

PS.: Teil IV handelt dann von Dingen, von denen der Besserwisserboy einen dicken hals kriegt und folgt in Kürze. Mitdiskutieren kann man übrigens hier.

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