Hellboy #7 – König Vold / Weihnachten in der Unterwelt

Christophorus hat reingelauscht:

In dieser Folge muss sich Hellboy, der beste Ermittler der B.U.A.P., der Behörde zur Untersuchung und Abwehr paranormaler Erscheinungen, mit seinem bisher größten Gegner auseinandersetzen: der Bürokratie. So spült die Buchhaltung der Behörde zwei längst vergessen geglaubte, aber unzureichend ausgestellte und sehr hohe Spesenabrechnungen des roten Riesen an die Oberfläche. Sehr zum Unmut seines Vorgesetzten Dr. Manning, der Hellboy umgehend in sein Büro zitiert und wutentbrannt eine Erklärung verlangt. Und Hellboy wäre nicht Hellboy, wenn ihn diese beiden Spesenabrechnungen nicht in zwei außergewöhnliche Abenteuer gestürzt hätten…
KRITIK
Die Folge braucht etwas, bis sie wirkt. Beim ersten Zuhören klingt sie recht zusammengestückelt und man fragt sich unweigerlich: »Hä? Hellboy und falsche Spesenabrechnungen?« Das scheint in der Tat eher nach einer Notlösung zu klingen als nach ausgearbeiteter Story, zumal beide Geschichten auf einer CD Platz finden müssen und daher recht kurz daher kommen. Doch die Intensität steigt, je öfter man den (wie gesagt recht knapp gehaltenen) Geschichten lauscht: Die Begegnung mit König Vold erinnert plötzlich nicht mehr an eine Begegnung mit einem skurrilen Weihnachtsmann, sondern an eine Begegnung mit einem Charakter, der nicht nur den wahren Namen von Hellboy kennt, sondern auch über sein Schicksal Bescheid weiß. Und der Abstecher in eine Gruft wirkt nicht mehr wie ein billiger Vampir-Slasher, sondern offenbart plötzlich vielschichtige Anleihen an Lewis Carrolls »Alice im Wunderland«.
Die Sprecher sowie Sound- und Musikuntermalung befinden sich auf gewohnt hohem Niveau, auch der Schnitt ist ordentlich und der Kürze der Geschichten gut angepasst worden. Das Tempo ist ordentlich, und natürlich kommt auch der Spaß nicht zu kurz: Hellboys‘ Sprüche ringen einem immer wieder ein Schmumzeln ab, und allein die Tatsache, dass die rote Kampfmaschine mit der Steinfaust Spesenbelege unzureichend ausgefüllt hat, ist schon einen Grinser wert.

FAZIT
Wirkt auf den ersten »Hörer« zusammengeschustert, aber spätestens beim zweiten Hören offenbart Folge 07 eine ganz eigene Qualität. Sehr kurzweilig und unterhaltsam!

Christoph Memmert

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