Descent – Reise ins Dunkel – Zweite Edition

Auf dem GenCon gab FFG bekannt, dass ihr gut ausgestattetes Dungeon-Crawl-Brettspiel Descent eine Neuauflage erfährt. In der Ankündigung von Fantasy Flight Games wird von neuen Helden und Monstern gesprochen, aber auch von gestreamlinten Regeln – das macht Hoffnung. In jedem Fall neu und bunter werden die Dungeon Tiles, die man schon auf einem ersten Foto bewundern kann (siehe unten!). Außerdem werden Kampagnensystem und ein Klassensystem für die Helden angepriesen.

In meinen Ohren klingt das sehr gut, weil es genau darauf eingeht, was mir an Descent mißfiel: zu komplexe, langwierige Regeln und ein fehlender Kampagnenmodus bzw. der in der ersten erweiterung nachgelieferte völlig untauglich (man konnte nix behalten, bekamm irgendwann über geschaffte Abenteuer eine Art Trainingsbonus). Ich weiß, dass es in einer späteren Box nochmal aufgegriffen wurde, die hab ich dann aber nichtmehr probiert.

Acht neue Helden, „wie man sie niemals zuvor gesehen hat“, alle 40 Monster in neun unterschiedlichen Ausprägungen. Mit dem neuen Erfahrungspunktesystem kann man von Zeit zu Zeit neue Fähigkeiten dazulernen. Die Regeln sind gestreamlined, die Dungeons kürzer und es gibt „natürliche Punkte“, wo man speich… ähh unterbrechen kann. Mit dem Conversion Kit (Extra-Produkt?) kann man alle alten Helden und Monster aller bisherigen Erscheinungen konvertieren.

Zur Meldung.

9 Kommentare

  1. „Never-before-seen heroes“ hast Du etwas sehr überdramatisch ins Deutsche getragen – im Grunde heißt es nur „neu“. 😉

    Was das Spiel angeht… hm, ich teile die Skepsis meiner Vorposter. Dennoch würde ich mir die neue Edition gern ansehen und probespielen. Sie KÖNNTE gut werden und das halten, was ich mir von dem Erstling versprochen habe.

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  2. Ich habe mir heute die Werbefotos auf Boardgamegeek und der Fantasy Flight-Seite angesehen und bin äußerst skeptisch. Mir gefällt vor allem die optische Überarbeitung nicht. Die neuen Helden- und Overlord-Karten finde ich nicht besonders schön und z.B. die Würfel wirken billig. Die Front der neuen Box deutet einen Schritt ins comichafte a la WoW an.
    Was die komplizierten Regeln angeht: nach einer Dreiviertelstunde bist du mit den Basics vertraut und Details werden schnell in den offiziellen FAQs nachgeschlagen. Und wenns unklar bleibt, einigen sich Helden und Overlord bei uns recht schnell (wir wollen spielen und nicht verbissen auf jedem Halbsatz und seiner Auslegung rumreiten).
    Ich werde bei der Ersten Edition bleiben und mit meiner Runde nach den Regelverfeinerungen/änderungen aus den offiziellen FAQs von Fantasy Flight Games und unseren „Hausregeln“ spielen. Wenn die neuen Regeln doch bereichernd sind, nehmen wir eben die. Aber Descent soll wie Descent aussehen. Da bin ich konservativ!

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  3. @Regeln: Das Problem seh ich weder darin, dass sie ungenau noch dass sie zu lang sind. Das Spiel dauert zu lange, das ist mein Problem. In der Zeit kann ich auch eine normale rollenspielsession machen oder mit Dungeonslayers zwei Dungeon entvölkern 😉

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  4. @ Greifenklaue: Je nachdem, was dir besser gefällt. Ich mag es mit meiner Party ausgiebig hin und her zu überlegen.
    Was die Zeit angeht: Ich habe festgestellt, dass sich die Party oft zu langsam fortbewegt. Da wird jeder Raum per Line of Sight gesichert und alle wollen nochmal in die Stadt, bevor die nächste Tür geöffnet wird. Das kostet uns die meiste Zeit. Eine Möglichkeit wäre es, mit der Option „Sicherer Raum“ zu spielen, um Spawning in bereits gesäuberten Räumen zu verhindern.
    Ansonsten lässt sich eine Partie aber auch gut „speichern“, wenn man die Boxen aus RTL und einen Fotoapparat verwendet.
    Ich bin auf jeden Fall gespannt auf die Überarbeitung der Regeln in der 2. Ed.
    Wie denkst du liesse sich das Spiel denn straffen?

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  5. Meine Erfahrung reicht dazu ehrlicherweise gesagt nicht aus. Der Pi-Cast bietet dazu aber gute Tipps:

    -> http://pihalbe.org/audio/picast-%E2%80%94-folge-20-%E2%80%94-descent-im-zeitraffer-705

    Mein Problem ist ja nicht, dass ich nicht „speichern“ könnte, sondern dass meine Erwartung war schnell ein paar Dungeons zoggen zu können ähnlich wie HeroQuest. Quasi, keine Zeit zum Rollenspiel, also fix descenten. Aber das eine dauert so lange wie das andere. Da ist Aborea oder Dungeonslayers einfach schneller, geeigneter für meine Bedürfnisse. Wirf doch mal einen Blick auf dungeonslayers und die OPDs:

    -> http://www.dungeonslayers.net/

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  6. Danke für die Links. Werde sie mir mal ansehen.
    Ich habe heute eine Partie solo gespielt um ein paar Dinge auszuprobieren. Der Dungeon war Szenario 3 des Grundspiels (Die Nagas) mit den Well of Darkness-Skills, Waffen, Monstern etc. und Treachery, um das OL-Deck zusammenzustellen. Ich dachte, dass es schneller gehen würde, weil die Diskussion unter den Spielern entfällt, aber von wegen! Sechseinhalb Stunden. Und ich habe in der OL-Runde noch nicht mal so oft gespawnt. Ich glaube, dass es so viel Zeit kostet, weil ständig so viele Fähigkeiten und andere Faktoren miteinander verrechnet werden müssen.
    Ich habe übrigens drei Helden gespielt.

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  7. @Fab Da warst du schneller als wir. Wir waren 4 Spieler also auch 3 Helden, allerdings hats 8 Stunden gedauert. Bei der zweiten Edition soll es zeitersparnis geben. Also kleinere Dungeons und weniger diskussionen ob man das jetzt darf oder nicht.

    Ich bin echt gespannt wie sich das Spiel entwickelt und werde es mir auch holen. Ich finds halt einfach nur schade, daß die ganzen(alten) Erweiterungen nicht mehr zu bekommen sind. Was ich auch eher nicht so gut finde ist die dezimierte Anzahl der Helden. Ich fand die große auswahl echt cool.

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