Abschließendes zu Das Model und der Freak

Nachdem in den letzten sieben Tagen ein Rollenspieler, ein „Vampir“ und ein Magic-Kartenspieler zu sehen waren, wollen wir uns doch mal etwas näher mit dem Format beschäftigen! Als regelmäßiger Zuschauer von Fernsehkritik.tv ist einem vor Augen, wie diese Formate, sog. Skripted Reality funktionieren.

Zu 90% sind es weder die Ideen der Models (ja, woher sollen die auch kommen) oder der Protagonisten, wenn sie Aufgaben gestellt bekommen, um sie mal richtig vorzuführen, oder dem Model ein Gedicht vortragen und sich bis auf die Knochen zu blamieren, sondern das schlägt ein Regisseur vor. Und die angebliche Bekannte des Models, ähh ja, ist eher eine Bekannte der Praktikantin, die für 50 Euro sich anzuschmachten lassen hat. Dazu kommen dann noch lange Aufnahmen von X Stunden, die auf 5 Minuten zusammengeschnitten werden und den „Freak“ eben im umpassenden Licht dastehen zu lassen. Auch geben die Protagonisten ja durchaus zu, sich absichtlich dumm oder naiv zu geben, um ins Fernsehen zu kommen.

Wer sich damit näher beschäftigen möchte, sollte sich auf jedem Fall mal die 13. Episode von Fernsehkritik.TV anschauen, man kann auch zu dem Beitrag zu der Sendung vorspringen. Hier wird einer der „Freaks“ interviewt und parallel Sendungsausschnitte gezeigt. Skripted reality trifft auf, wie es wirklich war … Dank nochmal an TheClone, der die Episodennummer recherchiert hat! Und bei der Gelegenheit auch an Teylen, der auf die vampirfolge hinwies: Danke!

Dieser Welt-Artikel lässt einen anderen „Freak“ zu Wort kommen. (Edit: Nicht mehr erreichbar)

Das beste war allerdings noch meine Schwester, die auf die Sendung angesprochen meinte „Das schlimmste ist immer das Umstyling, die sehen hinterher alle so gleich aus.“

Im Rsp-Blogs-Forum hat sich dazu auch eine Diskussion entwickelt, wer mag, kann sich gerne beteiligen!

Mich hat das ganze dazu gebracht, hier die Rubrik „Worst of“ einzuführen, unter der sich Medienberichte über Rollenspiele mit neg. Beiklang als auch Kurioses aus der Szene selbst finden werden. Das ganze knüpft an mein Fanzine Greifenklaue an, bei der es diese Kategorie auch gab und mir viel Spaß bereitete! Ich denk, ich scann da auch mal die Inhalte!!!

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6 Antworten to “Abschließendes zu Das Model und der Freak”

  1. TheClone Says:

    Schöne Zusammenfassung des Hintergrunds.

    Was ich besonders schlimm an der Übermacht solcher (getürkten) Formate finde, ist deren unterbewusste Wirkung. Selbst wenn (und das ist nicht einmal immer der Fall) derjenige, der es guckt weiß, dass das Gezeigte ganz oder teilweise gespielt ist und nicht die Realität widerspiegelt, wirkt es auch ihn und prägt sein Verhalten. Eben unterbewusst. Man geht immer mehr davon aus, dass diese Sendungen die Realität widerspiegeln und richtet sein eigenes Verhalten danach aus. Psychologisch nachweisbar. Damit wird uns sozusagen eine geskriptete Realität aufgepropft. Soviel zur gesellschaftlichen Verantwortung der Macher.

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  2. greifenklaue Says:

    Kurzum, Assi-TV macht Assi. Ja, da ist was dran. Ich meine, manchmal braucht man was leichtes, aber niemand braucht was dummes …

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  3. TheClone Says:

    Ich hätte es nicht schöner auf den Punkt bringen können als Du.

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  4. Teilzeitheldin Says:

    Ich find Sendungen dieses Formats einfach nur ätzend. Sie besitzen keinen intelligenten Unterhaltungswert und schüren die Vorurteile derer, die nicht in der Lage sind real von fake zu unterscheiden. Ich krieg jedesmal Stehhaare, wenn ich sehe, dass wieder ne neue Sendung ins Leben gerufen wird, die in genau die gleiche Kerbe haut. Da spielen meine Gehirnzellen schon nach 1 Minute Lemming, da schalte ich lieber gar nicht erst ein.

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  5. Das Model und der Tabletopper (IV) « Greifenklaue’s Blog Says:

    […] Mann erwarte ich als Frau andere Hobbies!“. Aber zum Format habe ich ja eigentlich alles schon […]

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  6. Media Monday #258 | Greifenklaue's Blog Says:

    […] Ich muss ja sagen, dass mein Artikel zu Abschließendes zu Das Model und der Freak in meinen Augen nicht annähernd genügend gewürdigt*  worden ist, schließlichwar das ein ganz […]

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