[Fernsehen] CITY OF EMBER: Flucht aus der Dunkelheit

Etwas länger liegt diese Kurzrezi von Argamae schon auf Halde und da es heute auf VOX um 18:25 läuft, dachte ich mir, gute Idee das heute endlich mal zu bloggen. Ich übergebe das Wort:

CITY OF EMBER: Flucht aus der Dunkelheit

Auf dem Cover stand was von „den Machern von Chroniken von Narnia und Die Brücke nach Terabithia“, gefolgt von Schauspielernamen wie Bill Murray, Tim Robbins oder Saiorse Ronan („In meinem Himmel“). Dazu cooles Cover und Blurp von 55-Millionen-Dollar-Fantasyspektakel. Da dachte ich mir: kannst‘ ja nicht viel falsch machen.

Und man mit solchen Gedanken auch ebenso gut falsch liegen kann: diesmal nicht! CITY OF EMBER ist ein fantasievoller Fantasy-Abenteuerfilm für Klein und Groß. Eine tolle Ausstattung, klasse Kulissen, viele coole Ideen, ansprechende Special Effects und insbesondere die beiden toll aufspielenden Hauptdarsteller Harry Treadaway und Saoirse Ronan nehmen einen vom ersten Moment an mit auf ein phantasievolles Abenteuer, daß – wie ich später erfuhr – auf der Buchvorlage „Lauf gegen die Dunkelheit“ von Jeanne DuPrau basiert.

Worum geht’s?
In der dystopischen Stadt Ember ist das einzige Licht das Licht von abertausenden von Glühlampen, die hoch am schwarzen Himmel über den Häusern hängen und vom mächtigen, quasi lebenspendenden Generator betrieben werden. Essen kommt aus Konserven, die in großen Lagerhäusern verwahrt sind und ein klein wenig wird auch selbst angebaut. Hier leben schrullige, zwielichtige aber auch sehr liebe Menschen, deren Berufe bei Erreichen eines Mindestalters aus dem Lostopf vom Bürgermeister (Bill Murray) gezogen werden. Jeder muß sich einfügen und ein Rädchen in der Gesellschaft werden. Doch seit einiger Zeit schon versetzen kurzzeitige Stromausfälle, deren Häufigkeit und Dauer zunehmen, die Bewohner in Angst und ein Gerücht geht um: der Generator macht’s nicht mehr lange. Die junge Lina Mayfleet (Saoirse Ronan) und Doon Harrow (Harry Treadaway) ahnen, daß irgendwas vor sich geht und wollen versuchen, mehr zu erfahren. Doch das ist nicht leicht, denn außerhalb der Stadt herrscht nur ewige, pechschwarze Finsternis: die verbotene Zone. Niemand darf dort hinein. Als die beiden dann noch auf ein altes Vermächtnis aus der Linie der Bürgermeister Embers stoßen, ist ihre Neugier erst recht geweckt…

Die Story von CITY OF EMBER ist gewiß nicht neu und man ahnt natürlich schnell, worauf es wohl hinausläuft. Bis man sich aber bestätigt sieht, kann man sich in die liebenswerte, bedrohliche und streckenweise echt skurrile Welt von EMBER einlassen und wird gut unterhalten. Allein der schrullige Technikmix in der Stadt aus Elektrizität, Keilriemen, Schaufelrädern, Transistoren, maroden Rohrleitungen und Kurbelwellen (wo man sich stellenweise vom Look her an Bioshock, Fallout oder Steam-/Dieselpunk erinnert fühlt) sowie die mutierten Viecher, die man hier und da mal zu sehen kriegt, machen wirklich Spaß und lassen auch über kleine erzählerische Schwächen und Ungereimtheiten hinweg sehen. Oh, und ich muß noch den wunderschönen Soundtrack erwähnen!

Ein echter Phantastik-Tipp!

Olaf Buddenberg

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