Kamingespräch mit Spacepirat Jürgen Mang

Zusammen mit Joni vom Herzlichen Rollenspielblog, wo sich der zweite Teil des Interviews findet, sowie Bangrim, der einige Fragen beisteuerte, erhielten wir die Gelegenheit, Jürgen Mang einige Fragen zu stellen. Natürlich geht es in erster Linie um sein Rollenspiel Space Pirates, das Weltenbuch und den Auftritt auf der RPC, die ja auch in Kürze ist. Gucken wir mal rein:

HGK: Für die Leser, denen SpacePirates nix sagt, könntest Du in drei, vier Sätzen sagen, was sie im Kern erwartet?

Jürgen: Aber gerne doch. SpacePirates ist ein total abgedrehtes Space-Opera-Rollenspiel rund um Piraten im Weltraum. Die Spieler stellen eine abgehalfterte Piratencrew dar und erleben mit ihrem gebrauchten Raumschiff voller Macken aberwitzige Abenteuer. Das Setting hält sich an viele Klischees und hat wirklich nichts mit Hard-SF zu tun, was Dinge wie Antivakuumkraftfelder oder Lila Löcher mit Plasmaregenbogen beweisen. Das Regelkern selber ist extrem kompakt, so dass sich SpacePirates ideal für kurze Runden eignet. Piraten erstellen und sofort waghalsige Abenteuer erleben ist die Zielsetzung der SpacePirates-Entwicklung.

HGK: Du hast Dich ja mit SpacePirates bewußt dazu entschieden im Eigenverlag zu veröffentlichen. Wo liegen da aus Deiner Sicht die Vorteile?

Jürgen: Ich sehe den Vorteil hauptsächlich in der Unabhängigkeit. Mir quatscht keiner dazwischen und ich kann SpacePirates so weiterentwickeln wie ich es für richtig halte, was aber nicht heißt, dass ich auf Feedback aus der Community nicht eingehe. Desweiteren sehe ich auch den Vorteil, dass ich nicht die übliche Wertschöpfungskette Verlag-Großhändler-Spieleladen bedienen muss und so etwas dem Kommerz (wenn es den überhaupt in der RSP-Szene gibt) entgehe. So bleibt etwas mehr Gewinn bei mir, so dass ich diesen direkt wieder in die Produkte stecken kann und nicht zig andere finanzieren muss. Aber auch der Indie-Charme gefällt mir einfach.

HGK: Wo wirst Du auf der RPC zu finden sein?

Jürgen: Auf der RPC findet man mich in der Halle 10.2 Stand C-060. Ich habe mit Ludos Leonis, HD-Spiele und Seelenfänger einen eigenen Stand organisiert, der direkt neben der Indie-Insel zu finden ist. Mich erkennt man am SpacePirates oder Erfolgsautor T-Shirt und natürlich daran, dass ich unablässig über SpacePirates rede 😉

HGK: Im letzten Jahr gab es die Pizza-Box mit Hardcover, zwischendurch die SpacePirates-Würfel. Ist auch auf dieser RPC was besonderes geplant?

Jürgen: Nein, was besonderes ist für die RPC nicht geplant. Dafür gibt es aber mit Oma Binkels SpacePirates als Hardcover inklusive A3 Sternenkarte und den beiden Themenheften Atlanter vs SpaceAmazonen und BigBong-Theorie recht viel neues Material für SpacePirates. Es wird auch noch Restexemplare von SpaceNinjas und der SpacePirates Würfel geben. Ich hatte einfach keine Idee, die es mit der Pizzaschachtel aufnehmen konnte und irgendetwas Zwanghaftes wollte ich nicht machen.

HGK: Wer wird mit Dir am Stand zu finden sein?

Jürgen: Die Frage habe ich ja schon 2 Fragen weiter oben beantwortet. Ich freue mich jedenfalls 3 Indie-Autoren gewonnen zu haben, die mit mir auf der RPC sind und die Indie-Insel sozusagen um eine kleine Autorenmeile ergänzen.

HGK: Wo liegen die Unterschiede zwischen SpacePirates V1 und V2?

Jürgen: Der Unterschied liegt nicht im Setting, das wurde fast 1 zu 1 übernommen. Dafür ist aber extrem viel Arbeit in die Regeln geflossen. Im Kern wurden aber auch nur ein paar Feinheiten geändert. Dafür aber wurde der Text komplett neu strukturiert und überarbeitet und sollte wesentlich verständlicher sein. Die größte Änderung gab es im Raumkampfsystem, das jetzt schlanker und erzählerischer daherkommt. Besonders viel Aufmerksamkeit habe ich auch den neuen Texten über SpacePirates spielen und leiten gewidmet. Zudem gibt es einen komplett neuen Abschnitt über SpacePirates Abenteuerdesign. Alles in Allem habe ich versucht SpacePirates noch verständlicher und einfacher zu machen und dem Leser noch besser mitzuteilen, wie ich mir als Autor das Spiel vorgestellt habe und wie die Regeln gedacht sind. Zudem gibt es auch zu jeder Alienrasse ein geniales Bild von Ionflux.

HGK: Wie ist der Status bei Das Weltenbuch – und könnest Du auch hier dem Leser eine kurze Orientierung geben?

Jürgen: Momentan liegt das Weltenbuch leider brach, was wohl vorallem daran liegt, dass ich es nicht aktiv spiele. Aber es gibt einen Plan das Weltenbuch nochmals komplett zu überarbeiten um das Setting etwas konfliktgeladener zu bekommen und die Regeln auf die SpacePirates Kern zu portieren.

HGK: Das begonnende Monsterkompendium zum Weltenbuch, wird es das noch in virtueller Form geben?

Jürgen: Nein, daran arbeite ich nicht mehr. Alle Texte dafür sind aber auf der Webseite vorhanden: Link

HGK: Nach SpacePirates und einigen Erweiterungen wie SpaceNinjas, Atlanter vs SpaceAmazonen und der BigBong-Theorie soll SpaceCowboys als eigenständiges Rollenspiel im selben Universum erscheinen. Wieso keine Erweiterung und wodrin liegt die Abgrenzung zu SpacePirates?

Jürgen: SpaceCowboys spielt nicht im gleichen Universum wie SpacePirates. SpaceCowboys spielt sich nur in einem Sonnensystem im Colt-Frontier-Nebel ab und hat einen wesentlich niedrigeren Technologielevel und beinhaltet Steampunkelemente. Es soll sich eher wie eine Mischung aus Karl May und Wild,Wild West in Space anfühlen. Viele Regelbegriffe bei SpacePirates sind zu piratig um sich gut in SpaceCowboys einzufügen, daher habe ich mich entschieden es als kleines eigenes Rollenspiel zu entwickeln, obwohl es auf den SpacePirates Regelkern aufsetzt.

In Kürze geht es weiter bei den Herzlichen!

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