Hammer-Handout

Kürzlich gab es in meiner Warhammer 3-Runde nicht nur eine neue Mitspielerin, sondern es gab noch ein Handout von Spielleiter Glorian Underhill, welcher bekanntlich mit seinen drei Mitzwergen und einem Hund dort haust.

Zwar dauern die Sessions nut etwa anderthalb bis zweieinhalb Stunden, aber ich muss sagen, Warhammer 3 macht für mich vieles richtig, was mir z.B. bei DnD 4 nicht zugesagt hat. Gerade die sogenannten Brettspielelemente unterstützen hier das Rollenspiel und die Kampfabwicklung. So werden z.B. die meisten Aktionen über einige Runden erschöpft, aber da man dazu nur Counter auf seine jeweiligen Karten packen muss, ist das wirklich übersichtlich zu handhaben – allein Platz braucht man. Auch die unterschiedlichen Counter für Erschöpfung- und Streß machen das ganze zwar komplex – aber übersichtlich. Zudem hat man meist eine Auswahl mehrerer nützlicher Aktionen mit unterschiedlichen Konsequenzen, wo nicht eindeutig ist, was nun nützlicher ist – also genau das, was das Taktikerherz begehrt.

An das Zusammenstellen der Würfelpools hat man sich auch fix gewöhnt, solange genug Würfel da sind und die Spieler mitdenken, läuft das erstaunlich gut. Zudem kann man aus den verschiedenen Würfelarten auch die Quelle seines (Miß-)Erfolges ziehen. Zeigt jetzt der Würfel der Fertigkeit den entscheidenen Hammer, oder ist es der Glückswürfel, den ich bekommen habe, für die Position von oben. Letztere (bei Star Wars – Edge of Empire heißen sie übrigens Boostwürfel, auch ganz passend)  sind im übrigen ne gute Sache: Hat der Spieler/SC einen taktischen Vorteil, ne gute Idee oder sonst ein glücklicher Umstand, zack, Glückswürfel rein.

Eigentlich wollt ich ja nur das Handout loben, Glorian verrät auch en Detail, wie er es gemacht hat.

2 Kommentare

  1. Handout tatsächlich famos!

    Aber bzgl. der anderen Aussagen (Kärtchen und Cooldowns) vertrete ich eine andere Position. Gute Idee, schlecht/suboptimal umgesetzt …

    Es ist doch gut, dass der Markt so viele Ideen und für beinahe jeden Geschmack produziert. Mich würde ja mal interessieren, wie diese „Balken“ das Rollenspiel unterstützen. Das geht auch ohne Kruscht,oder?

    Aspekte (wie in Fate) unterstützen das ROLLENspiel. Kärtchen, Counter und Balken wohl eher nicht, oder? Ich verändere meinen Stance und dann mache ich einen … Hm, Rollenspiel?
    Und übersichtlich finde ich das mit den (Magic)-Countern nicht gerade, wenn da mal mehrere Aktionen parallel am Start sind.
    Encounter einfach weg — ist wesentlich übersichtlicher (zumindest in meinen Augen).

    Nichtsdestoweniger hängt es wohl von den eigenen Präferenzen ab, was man mag. Karte weg (Daily, Encouter in D & D 4th Ed.) halte ich für einfacher als die Micromanagementvariante von WFR3.

    Wieder einmal ähnliche Argumente, andere Standpunkte … interessant, oder?

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  2. Hallo Namensvetter.

    Deine Frage beantwortest Du Dir ja im Prinzip selbst. Klar unterstützen die Karten nicht das ROLLENspiel, sondern genau die andere Komponente, das RollenSPIEL, konkret die komplexe Kampfabwicklung. Für mich ein genauso wertiger und elementarer Teil des Rollenspiels wie Exploration, Chakterspiel und Interaktion.

    Ich wollte eigentlich darauf hinaus, dass das Spiel ohne Hilfsmittel ziemlich schwer von der Hand ginge, aber die Karten und Counter das ordentlich managen lassen. Und ja klar ist das Miromanagment, aber das macht es ja nicht per se schlecht. Klar spiele ich auchmal gern regelleicht, ich würde Dungeonslayers als mein aktuelles Lieblingsrollenspiel bezeichnen (aber auch M20 etc.). Aber es darf eben auch mal komplex werden, wichtig dabei ist für mich, dass damit auch die Möglichkeiten im Spiel wachsen und sie sich unterschiedlich anfühlen.

    Das Fass DnD 4 hab ich ja selber aufgemacht, insofern will ich dem nicht komplett ausweichen. Mein Problem mit DnD 4 sind eher zweierlei: Mir ist es deutlich zu metagamig (das packt WH3 imho deutlich besser) und es fühlt sich nicht mehr nach DnD an, weil es Kernelemente der vorherigen Editionen in den Wind schießt. Als Rollenspiel „Gargoyles & Graves“ wäre es vermutlich gelungener gewesen.

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