[Live] Hannover spielt! 20 – Alle Tassen im Schrank (der restliche Samstag)

Nachdem der Bericht zur ersten Halbzeit getippt war, schnell zur Rundenanmeldung, wo sich schon wieder lange Schlangen bildeten, aber, obwohl viel schon voll war, war einer meiner Optionen noch komplett leer: Capes, Cowls and Villains Foul (übrigens: deutscher Quickstart). Das bot zudem die Möglichkeit, einen Kollegen des Pathfinderübersetzungsteams und einen Tanelori näher kennenzulernen: Norbert aka Jed Clayton. Bis zum Beginn der Runde hatte ich aber Glück und diverse Leute getroffen, die vorher noch nicht da waren oder an ihre Spielrunden gebunden: Steff von 3W20 (zahlreiche kleine Indyübersetzungen und ich konnte mich mit Improspiel eindecken), Daniel von System matters (der Podcaststand zur RPC konnte geklärt werden und der Vorschlag des RPC-Podcastes kam bei Daniel gut an … Ich hoffe, die anderen beiden SyMattler steinigen mich dafür nicht …), Amel vom Buch Eibon (Ein neuer Anlauf bei den Dungeon Words wurde vereinbart) und Bangrim (wir einigten uns schonmal auf einige baldige Aufnahme des Hannover spielt!-Podcastes, etwas pünktlicher geht bestimmt …).

Die Runde von CCVF ist dann kurz vorher auf die Hälfte geschrumpft, was dem Spiel aber durchaus zugute kam. Einer der Mitspieler war zudem, wie sagt man es freundlich eine Rampensau und kooperatives Rollenspiel scheint auf seiner Agenda wenig Platz zu haben (ich vermute, im Podcast verräte ich mehr …), aber insgesamt zeigte die ganz hervorragend, was  CCVF kann. Eine der Stärken ist in jedem Fall, dass dank der Templates eine Charaktererstellung recht fix geht und man auch ungewöhnliche Konzepte schnell unterkriegt: so wäre das Konzept des weiblichen Pendragon, ausgerüstet mit dem magischen Schwert Excalibur, einer magischen Scheide, einem magischen Gürtel und drei weiteren Fähigkeiten, gar kein Problem, in drei Minuten fertig. Da wäre bei Champions noch viel Rechnerei nötig gewesen. Da sich CCVF in kurzen Beschreibungen der Kraft begnügt und wie stark sie sind, wieviel Anwendungen sie pro Szene haben, geht das fix.

Nehmen wir den Ant Man, dessen Abwandlung (Insector) ich gespielt habe, als Beispiel mit einigen seiner Fähigkeiten. Er ist Unter den 10 intelligentesten Leuten auf dem Planeten, ist ein Wissenschaftliches Genie und hat Mikroskopische Werkzeuge und Ausrüstungsteile. Wenn er jetzt eine außerirdische Probe mit seinen Werkzeugen untersuchen und seinem Mikroscanner halten kann, dann kann er sie miteinander verknüpfen:

  • Unter den 10 intelligentesten Leuten auf dem Planeten – 7 ; +3 ; 1/1/1
  • Wissenschaftliches Genie – 8 ; +3 ; 1/2/3
  • Mikroskopische Werkzeuge und Ausrüstungsteile – 5 ; +3 ; 1/1

Z.B. könnte ich jetzt mit meinem Wissenschaftlichen Genie (8) verknüpft mit dem Aspekt Unter den 10 intelligentesten Leute des Planeten (+3) zu gehören und meine Ausrüstung (+3) benutzend, käme ich auf 14 und würfele dazu 1W12 (der Standard-CCVF-Würfel). Fertig. Angenommen es ist die zweite Nutzung in der Szene, darf ich zwei Würfel werfen und den besseren nehmen. Eine Kraft, die dazugewinnt (anderes typisches Beispiel: der Hulk, dessen Kraft mit seiner Wut auch nochmal wächst). Insgesamt kann ich die ersten beiden dreimal, die dritte zweimal nutzen, danach müsste ich zwei Würfel nehmen und den schlechteren nehmen. Insgesamt eine einfache, aber gelungene Mechanik, die sich im Spiel sehr nach Comic angefühlt hat für mich. Beim Kämpfen, wird verglichen, der Verlierer kriegt ein SetBack Token, bei vuer ist er aus der Szene raus. Ist der Unterschied so groß, dass der Trashhold überschritten wird (hier z.B. 10), dann ist er sofort raus. Comicmäßig wird also auch nicht gestorben. Mit den Punkten Basic Editors Controll kann man zudem spontan (trotzdem passige) Aspekte kaufen, Zufallsereignisse auslösen (Batman kommt vorbei …), Dinge dazukaufen (und da sind Mülltonnen, wo ich mich reinhechte). Über die -BEC kann man auch Charaktere mit unterschiedlichen Punkten austarieren.

Zwischendurch ging es auch mal neue Getränke holen und am Infostand hing die Nummer für den Hauptpreis der Tombola – 18 Hannover spielt!-Tassen aus den 20 Jahren – aus und fast wäre ich vorbeigelaufen, aber dan hab ich doch verglichen. Kurzum, es hat sich gelohnt. Da ich ehh gerade umziehe, kann ich die echt gut gebrauchen …

 

2 Kommentare

  1. Hallo Greifenklaue.
    Vielen Dank für den neuen Beitrag und die ausführliche Info zu CC&VF. Ja, du hast die Regelbesonderheiten von CC&VF ganz genau erfasst. Es stimmt schon, einer der drei tatsächlichen Mitspieler am Samstag (du weißt schon wer) war gefühlsmäßig eher schwierig zu handhaben, aber solche Leute gibt es immer wieder einmal und letztlich konnte ich ihn ja auch in die Story integrieren. Manchmal sind mir ausgesprochen lebhafte und ideenreiche Spieler sogar lieber als die stillen Intellektuellen, die nur dasitzen und einfach nicht aus sich herausgehen wollen.
    Bei CC&VF-Runden habe ich jedes Mal die Befürchtung, dass es mittendrin zu albern wird oder dass Charaktere (ob gut oder böse) einfach jedes Hindernis problemlos plattmachen. Aber oft sind diese Befürchtungen unbegründet.
    Ich verfolge deinen Blog jetzt öfter, werde die Info auch gern weitergeben.
    Übrigens bin ich froh, dass nicht ich die 18 Tassen gewonnen habe. Ich hätte gar nicht gewusst, wie ich die nach Hause bringen sollte. Meine Reisetasche war doch sowieso schon voll. Eine einzige Tasse vom Con reicht mir.
    Viele Grüße und so weiter!

    Liken

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