31 Day Challenge – Pathfinder – 30. Tag – Welches war der beste SL, den Du je hattest?

Meine Antwort ist nicht nur diplomatisch, sondern empfinde ich tatsächlich so: Es gibt nicht DEN besten Spielleiter. Alle haben ihre Vorzüge, sicher auch ihre Schattenseiten. Ich würde mich auf zwei Dinge festnageln lassen:

– Ich konnte und kann von jedem SL noch was lernen (und wenn es nur ist, wie man es nicht macht ;))!

– Jeder SL kann noch etwas lernen!

Ich bin heilfroh, dass ich schon zu Beginn meiner Rollenspielkarriere mit vielen verschiedenen Spielern und Spielleitern gespielt zu haben und schätze es auch heute noch mit den unterschiedlichsten Leuten zu spielen, statt immer im gleichen Sud zu schmoren.

Natürlich gibt es einige Punkte, die mir am Herzen liegen, wenn ich spiele und bei denen man bei mir punkten kann. Gucken wir mal:

Offen würfeln. Ja, ich will mitfiebern, ich mag das. Und ich will sterben, wenn es den soweit ist. Darum tue ich es auch so selten. Gern mal verdeckt würfeln, aber büdde büdde kein Würfel drehen.

Ergebnisoffenheit. Alles offen würfeln hilft nur wenig, wenn nicht auch der SL ergebnisoffen ist.

SL begreift sich als Mitspieler. Weder als „Alles-recht-Macher“, noch lehnt er Spielerideen konsequent ab oder als „Gott“, sondern hat ein offenes Ohr und kann seine Gruppe bei Entscheidungen mitnehmen und muss nicht aufs letzte Wort pochen.

Zeitmanagment. Ich will nach einer Session das Gefühl haben, zumindest ein Stück vorangekommen zu sein. Unwichtige Szene, Untersuchungen am falschen Ort oder alle Infos abgeschöpft? 15 Tage Überlandreise? Geschicktes Framen ist erwünscht! Und SL, die zwei Stunden mit einem Spieler vor die Tür gehen, müssen auch nicht sein.

Herausfordernd. Begegnungen und Ereignisse sollten herausfordernd sein, bloß nicht vor den Folgen zurückschrecken, wenn mal ein TPK in der Luft liegt. (wie bei den Illusionskarten, da war ich vom SL fast überrascht, dass er das so konsequent durchzog, aber wir haben uns da toll aus der Atmosphäre gezogen).

Inter- und Extrapolierend. Ein Kaufabenteuer kann nie alle Eventualitäten berücksichtigen, da muss dann der SL improvisieren, am besten im Geiste des Moduls und konsistent in die Hintergrundwelt passend. Wohin ist der geflohene Bossgegner, was machen die Orks, wenn sie die SC gefangen nehmen und wieso lebt eine Gruppe Kobolde direkt neben Mykoniden. Gerade Oldschoolsachen führen merkwürdige Sachen an, die erst durch Interpretation zu stimmigen Zusammenhängen werden.

Regelsicherheit vor Handwedelei. Man muss nicht RAW spielen oder die x-te Zusatzregel im dreiundzwölfzigsten Handbuch kennen, aber man sollte neue Situationen schon im Sinne der Regeln interpretieren können und ggf. eine Regelung treffen, statt eine Entscheidung handzuwedeln (im Sinne von: die Reduzierung der Möglichkeiten auf eine Tatsache).

Kurze, dichte Beschreibungen. Das fällt mir auch immer schwer. Mit wenigen Worten eine Beschreibung aufbauen, die im Kopf eine Bilderflut auslöst. Dazu darf sie nicht zu überschwänglich und langwierig sein, muss aber gleichzeitig  auch lebendig, detail und abwechslungsreich sein. Respekt vor allen, die das ansatzlos beherrschen!

2 Kommentare

  1. Du meinst bezogen auf diese Satz: „Ich konnte und kann von jedem SL noch was lernen (und wenn es nur ist, wie man es nicht macht)“ 😉

    Aber wie der Artikel hoffentlich vermittelt halte ich schon die Frage für falsch. Es gibt nicht „den besten SL“.

    Gefällt mir

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