Conbericht Twilight-Silvestercon 2014/15 Chains of Ice

Besserwisserboy, unser Mann für LARP, war über Silvester auf einem Con und berichtet gern davon.

Wie in den meisten letzten der Jahren bin ich auch zum Jahreswechsel von 2014 auf 2015 wieder mit meiner Truppe auf den alljährlichen Silvestercon vom Twilight-Team gefahren.

Der diesjährige Aufhänger war eine Reise in den hohen Norden, da ein besonders milder Winter zum ersten Mal seit Jahren auch eine Expedition zu dieser Jahreszeit möglich machte.

Glücklicherweise war auch gerade kurz vor Conbeginn etwas Schnee gefallen und hatte für die passende winterliche Kulisse gesorgt.

Auf der Anreise zu einem sicheren Nachtquartier wurde die Reisegruppe dann noch von einer Gruppe Yetis überfallen, bevor man die schützenden Mauern der Burg erreichte. Die Bewohner waren etwas primitivere Nordmänner und schon bald mussten die Zauberkundigen feststellen, daß ihre magischen Fähigkeiten hier scheinbar nicht wirkten.

Deshalb wurde der Ort auch als Gefängnis für magiebegabte Gefangene genutzt. Aus unbekannten Gründen wurden kurz nach dem Eintreffen der Reisenden einige Räume freigesetzt, die bisher von dicken Eiswänden verborgen waren.

Magische Räume die den Elementen geweiht waren und eine geheime Bibliothek. Für die Spieler hieß es in den folgenden Tagen eine Möglichkeit zu finden wieder an die eigenen Zauberkräfte zu gelangen und die Festung gegen Yetis und Untote zu verteidigen. Es galt die Rolle der Gefangenen zu ergründen und das Erscheinen und erstarken dreier Eishexen zu verhindern…

Die Story hat mir soweit ganz gut gefallen und die magischen Gefangenen haben mich ein wenig an Harry Potters Gefangene von Askaban erinnert (was wohl durchaus beabsichtigt war).

In der Anfangsansprache hatte die Orga ein wenig darum gebeten sich etwas mehr Zeit fürs Rollenspiel zu nehmen und nicht wie in einem Computerspiel jede Queste nach Liste abzuarbeiten.

Ein Negativpunkt der mir in den letzten Jahren auch an einigen Spielstilen der SC unangenehm aufgefallen war. Ich war der Meinung, daß sich die meisten das ein wenig zu Herzen genommen haben und die Sache etwas mehr Rollenspielbetont angegangen sind.

Es gab natürlich gewisse Ausnahmen, die es sich nicht haben nehmen lassen, doch noch einmal während des Frühstücks alle Fakten halb IT halb OT zusammenzutragen… Aber das ist halt so und manche können nicht aus ihrer Haut!

Die Yetis/Schneetrolle/oder wie immer man die Dinger nennen wollte, fand ich als Gegner eine sehr gute Idee und sie sorgten für etwas Abwechslung. Die Rollen der NSC´s waren sowohl bei den Nordleuten als auch bei den Gefangenen sehr gut ausgearbeitet und umgesetzt. Die zu bestehenden Questen waren dieses Jahr etwas dezenter und nicht ganz so straff gestreut wie in einigen Jahren zuvor. Die Plotjäger hatte genügend zu tun, aber den Leuten denen das nicht so liegt wurde es auch nicht „aufgezwungen“! Für mich eine gute und gelungene Mischung.

ORGA/SL: Macht das größtenteils ja schon über viele Jahre und ist daher recht gut eingespielt. War immer zu erreichen, wurde von mir und meiner Spielgruppe aber nicht benötigt. So sollte es im Idealfall auch sein. Ich denke auch hier greift der Punkt, daß das Twilight-Team recht viel Vorarbeit leistet und den Con an sich recht gut durchplant.

NSC: Haben ihr Sache  sehr gut erledigt. Gerade als Silvester-Stammspieler trifft man immer wieder alte bekannte Gesichter aber auch neue nette Leute. Einige Alt-NSC habe ich leider vermisst, dafür war aber dieses Mal auch ambitionierter Nachwuchs am Start.

Ort/Ambiente: Bilstein halt. Einige Dinge kann man nicht abtarnen, da es halt eine große Jugendherberge mit Elektrolicht ist.

Die bespielbaren Räume waren gut ausgestattet und die Eiskristallbauten auf dem Burghof sehr imposant. Ich hatte vom Twilight-Team aber auf anderen Con schon noch beeindruckendere Sachen gesehen. Trotzdem noch über dem Standard vieler anderer Veranstalter. Man hat zumindest gesehen wohin ein Teil des Teilnehmerbetrages geflossen ist.

Kämpfe: Wie auf Twilight-Cons üblich, weiss man daß wenn schaurige Musik ertönt, man sein  Waffen nehmen kann und in den Burghof gehen sollte. So viel Variationen zu kämpfen gibt es auf der Burg ja auch nicht. Da ist ein eher unschönes Geschiebe und Gedränge meist unvermeidbar, insbesondere beim „Endfight“.

Dieser wurde dieses Jahr zweigeteilt, bzw. hatte eine größere Pause bis zum Erscheinen der drei Eishexen (dem optischen Highlight, mit sehr schönen Gewandungen).

Spieler: War wie gewöhnlich sehr gemischt. Von sehr guten Gewandungen (wobei ich die beiden Questritter sehr mochte) bis hin zum Ledermantelträger. Das Twilight hat ja recht viel Stammspieler, die auch dieses Jahr wieder vertreten waren und mind. die Hälfte ausgemacht haben dürften. Wobei mir persönlich aber keine SC aufgefallen sind die extrem negativ aufgefallen sind.

Fazit: Für mich persönlich und meine „Gang“ von der Wolfenhainer Garde (die Mantel-und Degentruppe) war es in etwa das was wir erwartet hatten. Netter larpiger Jahresausklang mit einigen kleinen erinnerungswürdigen Momenten und netten Leuten mit denen man auch nach dem Spiel noch ein Bierchen trinken konnte und sich gut unterhalten hat.

PS.: So war es 2010 auf dem Twilight Silvestercon.

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Eine Antwort to “Conbericht Twilight-Silvestercon 2014/15 Chains of Ice”

  1. Philippe de Valmoraine Says:

    Die Wolfenhainer Garde war für mich eines der Highlights auf meiner ersten Con. Ganz hinten in der Schlacht, und ganz vorne bei den Sprüchen (und an der Theke). Einfach klasse, auch wenn ich wegen Euch ständig für einen Franzosen gehalten wurde 😉

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