[LARP] Die Erstellung eines Morrs-Priesters – Teil II

Unser LARP-Profi besserwisserboy  hat schon mehr als einen Charakter gebastelt. Wie er dabei vorgeht, stellte er hier kurz vor, es wird ein Morrpriester aus Warhammer. Weiter geht es:

Von Rückschlägen und Fehlkäufen

Tja, selbst bei einem alten Larp-Fuchs wie mir geht selten alles ganz glatt und auch so mancher Fehlschlag ist zu verbuchen. So auch bei diesem Konzept.

Morr-Priester sind ja nicht unbedingt als Kampfsäue bekannt. Aber da der finale Auftrittscon, das Epic Empires, auch ein Schlachtencon ist, habe ich mit dem Gedanken einer Kampfausrüstung geliebäugelt. Ausserdem hatte ich Lust etwas zu basteln.
Als Grundlage sollte eine schwarze Ritterrüstung dienen, die ich im Fundus gefunden habe. Die wollte ich mit Rabenmotiven pimpen. Meine Rabenschultern habe ich so basteln lassen, daß sie auch zur Rüstung getragen werden können.
Die Brustplatte wollte ich mit einem Rabenrelief verzieren. Dafür habe ich einen Holzraben mit ausgebreiteten Flügeln bei ebay gekauft. Den wollte ich als Positiv für eine Gussform verwenden, um ein Latexabguss zu machen. Der wäre flexibel genug um ihn auf der Rüstung anzubringen.
Leider war das ein völliger Fehlschlag. Der Rabe war nicht flach genug und ist im Gips steckengeblieben. Die Form musste ich zerkloppen um das Teil wieder raus zu bekommen.
Ich habe jetzt einen Holzrabenkopf bestellt der flacher ist und hoffentlich besser abzugießen geht. Den anderen Holzraben werde ich wohl als fettes Amulett tragen, damit das Geld nicht ganz rausgeschmissen ist.

Zu Rüstung wollte ich einen Helm haben, ebenfalls mit Rabenmotiv. Pate standen dafür die Rabenhelme der Boron-Tempelwachen aus DSA. Auch das war ein Fehlschlag. Als Grundgerüst hatte ich einen Barbuta-Helm genommen. Darüber wollte ich eine große Rabenmaske aus Latex stülpen und den Zwischenraum mit einem Gemisch aus Papier und Tapetenkleister ausfüllen. Dann wollte ich das Sichtfeld freischneiden.
Dummerweise hat es ewig gedauert bis der Kleister unter dem Helm auch nur ansatzweise getrocknet ist, da zu wenig Luft drangekommen ist. Also habe ich zusätzlich noch mit Bauschaum gearbeitet.
Das Endergebnis hat mich nicht so überzeugt. Es sah so aus wie es war: Ein Helm mit einer Latexmaske drüber.
Daher habe ich mich entschlossen ihn nicht zu verwenden.
Einen Helm aus GFK fertigen zu lassen kostet zwischen 300 und 500 Euro. Stolzer Preis für ein Gimmick was eher selten Verwendung finden wird.
Mal schauen ob ich die Kamfausrüstung ganz weglasse oder den doch Helm bauen lasse. Schließlich war ja die Rüstung schon da und daher kostenlos…
Einen sehr schönen Schild, der wie eine Vogelschwinge gefertigt ist habe ich auch im Fundus liegen. Der würde recht gut passen und ist ein Hingucker.

Eine Waffe wollte ich ja auch haben, ganz rüstungsunabhängig. Neben meinem noch zu bauenden Knochenstab habe ich mich für einen sogenannten Rabenschnabel entschieden. Das ist ein einhändiger Streithammer, der ein wenig wie ein Vogelkopf mit Schnabel aussieht und daher in DSA den Namen Rabenschnabel bekommen hat und dort die bevorzugt Waffe der Totenpriester ist.
Hier wurde ich auch bei ebay fündig. Das Teil sah extrem gut aus und kostete nur 35 Euro. Wenn etwas so billig ist muss es einen Haken haben…

Deutlich robuster als andere Larp-Waffen, stand in der Beschreibung. Was genaugenommen übersetzt bedeutete, daß er knüppelhart ist und real Knochen brechen kann. Der Kopfteil der Waffe ist für eine geschäumte Waffe okay und deutlich weicher. Aber man trifft ja nicht immer nur mit dem Kopfteil, sondern auch mal mit dem Stiel. Also habe ich den Schaumstoff des Stiels bis auf den Kern mit einem Cuttermesser runtergeschnitten. Cuttermesser haben Abbruchklingen und da lag der Teufel im Detail. Beim Schneiden ist die Klinge abgebrochen und ich habe mir erst einmal in die Hand geschnitten.
Zumindest hat die Waffe damit schon vor ihrem ersten Einsatz „Blut geleckt“.
Die Waffe war wenigstens kein ganzer Fehlkauf, da ich sie mit etwas Bastelaufwand gut verwenden kann und mir hauptsächlich die Optik des Kopfteil gefallen hat, die ja erhalten bleibt.

Ein weiteres Bastelprojekt ist ein Gebetsbuch, also so etwas wie eine Morrbibel mit Geschichten und Gebeten. Ich bin relativ kurzsichtig, trage auf Cons aber grundsätzlich keine Brille. Daher werde ich eine sehr große Schrift verwenden und einige Illustrationen einfügen. Das kommt dem Buch zugute und bläht es etwas auf.
Derzeit habe ich etwa 40 Seiten fertig. 120 sollten es schon werden. Ansonsten werde ich ein „Fakebuch“ basteln, das zwar einige Seiten hat, dessen Rest aber aus Holz besteht, was mit Papier beklebt ist. Wenn man in das beklebte Buch mit einem Cutter Riefen reinschneidet sieht es relativ echt aus. Ich habe bereits für einen anderen Charakter Erfahrungen damit gemacht.

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