[Comictipp] Usagi Yojimbo

Wiki verrät erstmal grundlegendes: „Usagi Yojimbo ist eine Comicfigur aus der gleichnamigen Comicserie des US-amerikanischen Zeichners Stan Sakai. Der Name stammt aus dem japanischen und bedeutet wörtlich „Hasen-Leibwächter“.

Die Serie erzählt die Geschichte eines herrenlosen Samurais (Rōnin), der durch das Japan des frühen 17. Jahrhunderts reist und verschiedene Abenteuer besteht. Die Figuren der Serie sind anthropomorphe Tiergestalten. Die Serie greift viele Themen der japanischen Geschichte, Literatur, Mythologie und Filmgeschichte auf, wie Godzilla, Okami, Zatoichi und Filme Akira Kurosawas.“

Ein Hase als Ronin, das kann doch nur albern werden!? Falsch gedacht, Usagi Yojimbo erzählt in vielen kurzen Geschichten (bzw. in Band 3 „Der Samurai“ auch zusammenhängend) sehr dicht, atmosphärisch und auf den Punkt gebracht aus dem feudalen Japan. Auch wenn es schonmal Humor gibt (und die süßen Echsen, die überall rumkauern und fiepen …), gibt es keine Albernheiten. Zu großen Teilen ernste Geschichten, die einfach fesseln, daher auch alles am Stück gelesen.

Bisher war Lot5R mir eher fern, aber gerade dafür (oder auch dem DS-Setting Dhun-Chan Slai-Cha) ist das tolle Inspiration.

Bin sehr angetan, 5 von 5 Maulwurf-Ninja*

Bisherige Comictipps:
The Red star
El Mercenario – Der Söldner
He-Man and the Masters of the Universe #1
Gung Ho (GCT 2014)
Mouse Guard: Legenden der Wächter I

*Eines der wenigen Beispiele, wo die Tiergestalt auch im Comic eine Rolle spielt – die Sausäcke wühlen sich nämlich durch die Erde.

Danke an Germon für die Leihe!

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4 Kommentare zu „[Comictipp] Usagi Yojimbo

  1. Usagi Yojimbo ist eine der besten Comicserien überhaupt. Stan Sakai ist ein Magier, sowohl mit dem Pinsel als auch mit Worten. Seinen Stil kann man als Mischung aus Disney und der belgischen Ligne Claire bezeichnen. Er erzählt sein Epos mit so großer Ernsthaftigkeit und Poesie (!), dass man völlig vergisst, dass die Akteure Tiergestalt haben.
    Als ich Usagi entdeckte, war gerade das Heft 10 in den USA erschienen, das muss gegen Ende der 80er gewesen sein. Seitdem verfolge ich das Kaninchen auf seiner Odyssee durch die Verlagslandschaft.
    Sakai habe ich vorher schon bewundert, denn mir war sein exzellentes Lettering bei Groo the Wanderer aufgefallen. Dass er später Aragonés in den Schatten stellen würde, hat mich umgehauen. (Groo ist ein Gemeinschaftswerk von 4 Leuten, bei Usagi macht Sakai alles selbst.)

    Unbedingte Leseempfehlung, besonders für L5R-/Sengoku-/Bushido-/Jadeclaw-Spieler. Aber auch für Leute, die früher leidenschaftlich Shogun geguckt/gelesen haben oder Eiji Yoshikawas Musashi gelesen haben. (Miyamoto Usagi ist Miyamoto Musashi nachempfunden, der sowas wie ein japanischer El Cid ist.)

    Gefällt 1 Person

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