[Rezi] Exploding Kittens

Nach einer Einstiegsrunde Game of Thrones wurde Exploding Kittens (Produktseite) ausprobiert – und gleich 5 Runden am Stück gezockt.

Als Kickstart #1-Game ist es eigentlich eher schwach, Illustrationen gefallen mir vom Stil eher nicht, das Spielprinzip einfach. Aber als Gelegenheitsspiel auf mechanischer Ebene macht es schon Spaß.

Ziel des Spiels (mit max. 5 Spielern) ist es, nicht die „Exploding kittens„-Karte zu ziehen und so als letzter zu überleben:

Wer sie zieht, hat verloren, außer er hat noch ein Defuse in der Hand.

Damit kann man die soeben gezogene Karte nehmen und selbst wieder an eine beliebige Stelle des Stapels reinlegen (im Geheimen). Und dem nächsten ein Ei legen, sozusagen. Anfangs hat jeder eine solche Defuse-Karte.

Aber es gibt auch einen Haufen Sonderkarten, zum Mischen des Stapels („Shuffle„), um sich die nächsten drei Karten anzugucken („See the future„), seinen Zug zu überspringen („Skip„) (am Ende jeder Runde zieht man immer eine Karte), dem Gegner eine seiner Wahl zu klauen, etwas zu verhindern („Nope„) oder den nächsten zu zwei Zügen zwingen („Attack„).

Zuguterletzt gibt es auch noch normale Karten:

Diese haben einzeln keine Wirkung, aber als Paar kann man dem Gegner eine Karte klauen, ein Drilling gar eine gezielte Karte („Gib mir Dein Defuse“) und hat man fünf unterschiedliche Karten kann man eine beliebige Karte aus seinem Ablagestapel nehmen. Ähnlich einem Quartett gibt es also verschiedene Klassen (im Bild Tacocat, die haarigen kartoffelkatzen und kotzende Katzen, deren Speimaterial garantiert nicht aus Regenbogen besteht …) mit unterschiedlichen Illus.

Das Versprechen „2 min to learn, 15 min to play“ wird eingehalten und ja, das rockt auch. Zumindest für Katzen-Nicht-Besitzer … #

Wie sieht eine Runde aus? Jeder bekommt 4 Karten zzgl. einer Defuse-Karte und man darf beliebig viele Karten ausspielen. Auch keine. Aber am Ende der Runde wird immer eine Karte gezogen. Im Falle von 4 Spielern sind 3 Exploding Kittens drin und das Risiko wird immer höher, je kleiner der Stapel (Lieferumfang 56 Karten, im Stapel fehlen ggf. einige wenige, wie z.B. die vierte Exploding Kittens-Karte).

Es dauert einige Runden, um die Wertigkeit einiger Karten zu erkennen oder auch, wieviel Karten man auf der Hand haben sollte (z.B. ist es ziemlich schlecht, seine Karten rauszuhauen, wenn man noch seine Defuse-Karte auf der Hand hat und jeder am Tisch das noch weiß, da es mehr als eine Möglichkeit gibt, Karten zu klauen).

Insofern ist Glück weiterhin der höchste Einflußfaktor, aber es ist etwas mehr Hirnschmalz erforderlich als z.B. „Wo ist das Gehirn?„, wo es deutlich wilder zugeht. Der Vergleich zum „Russisch Roulette“ in Kartenform, welcher gelegentlich gezogen wird, passt eigentlich ganz gut.

Einige Mitspieler hätten sich als Feature mehr Sonderkarten gewünscht, imho ist es aber genau richtig, weil sonst die normalen Karten untergehen und deren Sammeleffekte in den Hintergrund rücken. Und die niedrige Gesamtkartenzahl auch die schnelle Spielzeit fördert, die ein großer Pluspunkt ist.

Was aber reinhaut ist der Preis. 25 Dollar(Euro für 56 Karten? Happig.

Fazit: Gut designtes, tolles Spiel für Zwischendurch mit Illus, die mich eher wenig ansprechen. Würde 3,5 von 5 Punkten kriegen, aber der heftige Preis zieht nochmal einen ab.

2,5 von 5 explodierenden Katzen.

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4 Antworten to “[Rezi] Exploding Kittens”

  1. Media Monday #248 | Greifenklaue's Blog Says:

    […] Rollenspiel ^ Fanzines ^ LARP ^ Hörspiel « [Rezi] Exploding Kittens […]

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  2. nerds-gegen-stephan.de Says:

    Schönes Review! Stimme deiner Einschätzung zu, deckt sich weitestgehend mit meiner http://nerds-gegen-stephan.de/index.php/archives/196-Exploding-Kittens-Schnell,-witzig,-ueberteuert.html🙂

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    • greifenklaue Says:

      Wir scheinen uns in der Tat weitgehend einig – gut, mir gefällt der Zeichenstil auch nicht im Gegensatz zu Dir, er ist ja sehr simpel und daher wohl Geschmacksfrage, da find ich z.B. Simon the Cat oder Order of the stick, die ja ähnlich Strichmännchenlike sind, doch wesentlich ansprechender. (Bin auch weder Katzenbesitzer noch -hasser).

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  3. ackerknecht Says:

    Ich finde das Spiel auch interessant, aber zu teuer.

    Zum webcomic „The Oatmeal“ sind die Meinungen in meinem Bekanntenkreis gespalten. Ich finde es okay, ein paar meiner besten Freunde stehen unglaublich darauf. Werdenden Vätern in meinem Kollegenkreis schenke ich immer eine Postkarte mit dem Cartoon „How you imagine life with kids“. Von den Kerlen fand es bis jetzt noch jeder witzig (oder sie lügen sehr überzeugend). Die Kolleginnen hingegen… Naja, ist wohl eher ein Männer-Comic…

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