Blogstöckchen

Kürzlich traf mich ein Blogstöckchen von Xeledons Spiegel.

(c) William McAusland, used with permission

(c) William McAusland, used with permission

1. Preise von Rollenspielprodukten – findest du sie okay, zu teuer, zu billig? Würdest du mehr bezahlen, wenn du wüsstest, dass dafür z. B. die Autoren/Übersetzer/Illustratoren mehr Geld abbekommen?
Ich verstehe, dass die Preise eigentlich höher sein müssten, weil es sich bei RPGs um recht hochwertige, aufwändige Bücher handelt, zudem in kleiner Auflage. Zudem hab ich ja selber als Freelancer schon was gemacht und nein, man macht es nicht fürs Geld.
Auf der anderen Seite kauf ich auch lieber ein Buch für 20 statt für 50 Euro. Oder für 50 statt für 100.

Was ich auf jeden Fall mache: lieber direkt beim Verlag, beim Rollenspielhändler vor Ort oder beim Spezialisten im Netz bestellen, damit die ihr Geld bekommen statt beim großen A. Ich hab da schon seit 2, 3 Jahren nix mehr gekauft, eigentlich nicht aus besonderem Grund, aber mittlerweile hab ich da auch gar kein Bedürfnis mehr nach.

2. Wie wichtig ist dir die optische Aufmachung bei Rollenspielprodukten?
Das kommt drauf an. Ich steh auch auf Oldschooligen Kram. Tabelle an Tabelle gepresst. Trotzdem vermitteln auch die auf ihre Art einen coolen Eindruck, egal ob DCC, Mutant Epoch oder Beyond the wall. Alle auf ihre Art großartig!

3. Was sagst du zum aktuellen Trend, Rollenspielbücher per Crowdfunding zu finanzieren?
Eigentlich ist Crowdfunding doch für genau sowas gedacht. Ulisses ist in Deutschland der einzige Big Fish, Uhrwerk vielleicht noch. Pegasus macht RPGs nur noch in der Sparte der Sparte und der Rest sind ja schon Fanverläge, egal ob 13 Mann, Redaktion Phantastik, System matters. Denen gönne ich jede müde und direkt angekommene Mark für eines ihrer Projekte. Ulisses macht mit seinen Sparten-Crowdfundings z.Z. auch alles richtig – mit sehr verlässlicher Umsetzung. Und Uhrwerk hat gut daran getan, erst Numenera zu beenden, um dann demnächst Fate Engel zu starten. Nur bei Prometheus ist es kritisch, Crowdfundings verzögern sich lange, machen immer wieder Probleme und es werden immer wieder neue gestartet ohne dass ein Ende für alte in Sicht ist. Ich selbst investiere da nur noch kleine Summen, dann muss ich mich nicht ärgern und kann mich weiterhin freuen.

4. Welches nicht auf deutsch erhältliche Rollenspielprodukt würdest du gerne übersetzen lassen und somit hier verfügbar machen?
Natürlich Dungeon Crawl Classics und sein Ableger Mutant Crawl Classics.

(c) William McAusland used with permission

Lets crawl. (c) William McAusland used with permission

5. Was war das schönste Kompliment, das du je als Spieler(in) oder Spielleiter(in) bekommen hast?
Das schönste Kompliment ist die Zufriedenheit und Treue meiner Spieler, natürlich auch positives Feedback. Das schönste Kompliment hat mir neulich Christophorus gemacht und bestand im Wertschätzen gewisser SL-Prinzipien, die ich vertrete.
Als Spieler ist das beste Zeichen der Wertschätzung vom SL auch zu seiner nächsten Kampagne eingeladen zu werden ;)

6. Musik beim Rollenspiel – ja, nein, vielleicht?
Das ist mir im Prinzip egal, aber wenn, dann gerne.

7. Wann musstest du zuletzt jemandem erklären, was Pen and Paper eigentlich ist und wie war die Reaktion?
Ich hab dieses Jahr einmal die Star Wars-Einsteigerbox geleitet für einen altgedienten Spielerm, zwei Newbies {die vorher Dungeonslayers schon gespielt hatten} und einem Neuling – habe das dann by the box und Schritt für Schritt gemacht, aber – wie immer – das recht lineare Abenteuer versandboxt, was bei der ersten Box wunderbar funktioniert.

8. Gar kein Rollenspielabend ist besser als ein schlechter Rollenspielabend – ja oder nein?
Jain. Einerseits Zeitverschwendung und ein Brettspiel wäre besser gewesen. Aber gerade auf Cons und bei als schlecht empfundenen Runden lern ich auch was drauß. und wenn es nur ist, was ich nicht mag …

Also: Wenn man absehbar kein Bock hat und sich durchbeißen muss, besser mal ne Runde Brettspiel einlegen, SL tauschen oder aussetzen. Ansonsten schlechte Erfahrungen nutzen, um es beim nächsten Mal besser zu machen.

(c) William McAusland used with permission

(c) William McAusland used with permission

9. Was ist für dich die optimale Rollenspielsitzungslänge?
In der Woche drei bis 4 Stunden, was auch daran liegt, dass ich eher um 19-20 Uhr Zeit habe …
Am Wochenende sechs-acht Stunden, wobei mir da unser Warhammer-PodcastOhrhammer da gut gefiel, immer 2 Stunden Slots, dann Pause und so drei Sessions gemacht. Das neue Format hab ich als zu kurz kritisiert … Oder Pathfinder Society, da haben wir ein 4h Szenario, dann Essenspause, dann ein zweites.

10. Rollenspiel-Conventions: Yay oder Nay? Und wenn yay, welche Con ist die beste?
Hach … Komm ich leider zu selten zu, aber yay. Nordcon mag ich, Hannover spieltmochte ich gibts ja leider nicht mehr, mal Keks-Con ausprobieren).

11. Deine wichtigste Erkenntnis zum Thema Rollenspiel im letzten Jahr?
Hmm. Nach der Beyond the wall-Sitzung der Wert von Verankerung, Zufallstabellen und Inspiration durch diese. Vorher war ich Fan, jetzt feuriger Anhänger …

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2 Antworten to “Blogstöckchen”

  1. Viral Says:

    also mir persönlich wären weniger visuell aufwändige RPGs lieber, dafür mehr Inhalt. Ganz besonders überflüssig finde ich Vollfarbe im D&D5, FFG oder Pathfinder Stil … das macht das Produkt nur teuer bzw. man bezahl die Leute nicht mehr vernünftig …

    Gefällt mir

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