Kamingespräch mit Peter Kastberger {OneDice}

Vor kurzem gab es die Nachricht von Peter Kastberger, dass er den OneDice-Schnellstarter übersetzt hat und dabei ist das Grundregelwerk auch zu übersetzen. Grund genug, mal nachzuhorchen, wie es dazu kam und was sich da entwickelt.

GK: „Hallo Peter. Wie kam es dazu, dass Du OneDice übersetzt bzw. – im Falle des Schnellstarters übersetzt hast?“

PK: „Hallo Ingo. Ich hatte mir schon vor einiger Zeit den englischen Quickstart und auch das OneDice Universal Regelwerk besorgt und damit begonnen, für mich eine deutsche Übersetzung anzufertigen. Die war natürlich sehr einfach und deckte bloß die für mich interessanten Teile ab. Aber mir hilft das Übersetzen immer, die Dinge besser zu verstehen und ich habe dann beim Spiel ein Nachschlagewerk und muss nicht mehr ‚on the fly‘ übersetzen.  Da ich mit meinen Kindern spiele, diese aber auch gern allein mit Freunden spielen, gab es umso mehr einen Grund für mich, die Übersetzung zu vervollständigen.
Ich wollte aber die Übersetzung nicht einfach so in die Welt entlassen, immerhin ist OneDice kein freies Regelwerk. Inspiriert durch die FateCast Folge #5 dachte ich mir dann: ‚Warum nicht einfach mal fragen?‘, und habe mit Cakebread & Walton Kontakt aufgenommen. Die beiden sind überaus freundlich und es ist in den letzten Monaten eine – wie ich finde – sehr gute Zusammenarbeit entstanden. Der kostenlose Schnellstarter war jetzt quasi der ‚Testlauf‘. Je nachdem, wie die Resonanz ist, kommen das Universalregelwerk und die Genrebücher auch noch auf Deutsch – dann aber auch als PrintOnDemand und nicht nur digital.
Wir freuen uns also über Feedback und Anregungen!“

GK: „Was gefällt Dir am besten an der OneDice-Engine?“

PK: „Ich muss vorausschicken, dass ich ein großer Fan von W6-Systemen bin. OneDice hat da sofort offene Türen bei mir eingerannt. Zudem ist es ein einfaches und schnelles System. Man kann ganz flott Charaktere bauen und ein Abenteuer aus dem Ärmel schütteln. Die Regeln bleiben gut im Kopf, wie ich finde! Das und die Stuntpunkte machen es zu einem tollen System.“

GK: „Welche Zielgruppe{n} spricht OneDice an?“

PK: „Also ich würde sagen jeden, der nicht viel Zeit in die Vorbereitung investieren will und auch nicht viel Equipment haben will. Sicherlich auch Einsteiger ins Hobby und – was für mich sehr wichtig ist – Kinder! Einen W6 hat nahezu jeder daheim. Sowas kann ich in der Hosentasche spazieren tragen und sofort losspielen. Meine Kinder brauchen nur den Schnellstarter zu Freunden oder auf Klassenfahrt mitnehmen. Ein W6 wird schon irgendwie aufzutreiben sein. Und dank der einfachen und schlanken Regeln kann man das auch in ein paar Minuten jemand anderem erklären. Das ist einfach genial! Zudem hatten meine Kinder die für sie gemachten Systeme wie rpgKids und HeroKids bald satt. Die sind sehr auf Encounter und Battlemaps ausgelegt. Das heißt mehr Vorbereitung (Karten entwerfen/zeichnen), mehr Material (Token, Figuren) und auch viel mehr Kampf. Das brauche ich bei OneDice alles nicht. Ich kann ein Abenteuer auch ganz ohne die Anwendung von Gewalt machen und trotzdem Spaß haben. Das heißt jedoch nicht, dass ich immer darauf verzichte – es darf nur nicht im Mittelpunkt stehen. Und diese Anforderungen erfüllt OneDice für mich.“

GK: „Was hast Du bisher so gespielt und was spielst Du aktuell?“

PK: „Angefangen habe ich mit DSA. Da hat sich so eine Hassliebe entwickelt. Das Spielen war frustrierend (vor allem, wenn der Elfen-Waldläufer in die erste Fallgrube stürzt und stirbt), aber die Welt und ihre Beschreibungen fand ich damals grandios, irgendwie ‚märchenhaft‘. Ich konnte Stundenlang die Karten und Beschreibungen lesen. Nach einigen Jahren Pause dann Destiny & Destiny Beginner, rpgKids, HeroKids, GURPS, WaRP, Fate & TurboFate, OpenAdventure, 1W6, OpenD6 und schließlich OneDice. Man merkt: viele W6-Systeme. Und das, obwohl ich sehr wohl auch andere Würfel mein Eigen nennen darf, aber W6 liebe ich halt. :)

GK: „Hast Du Dich neben der OneDice-Übersetzung schon anderweitig in der Szene engagiert?“

PK: „Ich habe vor Jahren mal ein Abenteuer für Destiny Beginner geschrieben, weiß aber nicht was draus geworden ist. Leider ist es um Ace Of Dice sehr ruhig geworden. Letztes Jahr habe ich die deutsche Übersetzung von OpenAdventure Pocket Quest gemacht. Ich zeichne noch gerne Karten, versuche mich im Programmieren von Charakter- oder Mapgeneratoren und fotographiere/zeichne/schreibe/’bastle‘ Zeugs, das als Handout verwendet werden kann. Wenn ich das Ergebnis brauchbar finde, teile ich es gerne auf G+, DeviantArt und OpenGameArt.“

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Eine Antwort to “Kamingespräch mit Peter Kastberger {OneDice}”

  1. wuerfelheld Says:

    Danke fürs interessante Interview.

    Gefällt 1 Person

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