RPG-Blog-O-Quest #24 – Charaktere

Die Queste des Septembers dreht sich um Charaktere, die Fragen finden sich bei Timberwere.

1. Nach welchen Gesichtspunkten und aufgrund welcher Inspirationen baust du deine Charaktere?
Hmm, da ich mittlerweile vieles an Klassen und Rassen gespielt habe, guck ich gern, was in der Gruppe fehlt und schnapp mir die Nische … Auch bevorzuge ich eine gemeinsame Charaktererschaffung. Bei SaWo War of the Dead {Zombie} hat mein Ex-angehender Profigolfer und Golflehrer noch in eine Ausbildung zum Sanitäter investiert, was bisher vollkommen umsonst war, da die anderen Spieler, die nicht da waren Militärarzt und Krankenschwester {mit Schönheitschirurg im Anhang} gewählt haben. Naja, meine Stunde kommt noch …

Was ich sehr mag, ist eine Erstellung per Zufall denn per Kaufsystem. Das Zufallssystem gibt mir meist schon einen Hint, was ich mit dem SC machen könnte. Auch ein Lifepath a la Traveller oder Beyond the wall mag ich sehr, gern aber auch ein schneller SC aus dem DCC-Generator, da findet man zu seinen vier Bauern schneller ein Konzept, als bei völliger {Kauf-} Freiheit. Oder sich einen SC aus einem Stapel aussuchen für nen Oneshot. Kurzum: Einschränkung fördert bei mir Kreativität.

2. Was fällt dir am Leichtesten bzw. am Schwersten beim Charakterbau und warum?
Ich bau ihn schon gerne nützlich, bin aber immer ne faule Socke, mir alles an Auswahlmöglichkeiten anzuschauen. Zu faul zum optimieren, sozusagen. Also das regeltechnische Zusammenbauen fällt mir leicht, ansonsten bin ich Fan von kurzen Hintergründen und einer Entwicklung des Charakters im Spiel, das fällt mir meist auch leicht. Das schwierigste ist ein guter Name, einer der zu Setting und Volk passt und aussprechbar ist.

3. Recycelst du gelegentlich Charaktere, die du in einer früheren Runde schon einmal gespielt hast, für neue Runden und warum oder warum nicht?
Selten, aber es kommt vor. Onno, mein Halblingsschurke, ging erst im PF-Abenteuerpfad Schlangenschädel auf Schatzsuche, dann wandelte sich das Setting in etwas Ravenloftartiges, weil der SL keine Lust mehr auf den Pfad hatte, aber auch das brach irgendwann ein. Zu der Zeit wechselte gerade bei Smaragdspitze der SL und ich bot an mit Onno oder Sûl, meinem Magier aus dem abgebrochenen Rise of the Runelords einzusteigen {ich war vorher SL}. Bei beiden hat es von der Stufe Pi mal Daumen gepasst und ich hatte keinen sterilen, frisch erschaffenen Charakter, sondern einen, von dem ich schon konkrete Vorstellungen hatte … obwohl Onno doch noch einen Satz Richtung Cugel gemacht hat.

Ein Recycling von Charakterkonzepten gibt es öfter mal, gerade wenn man mal nen One-Shot spielt.

4. Wie stehst du zum Charaktertod? Darf dein Charakter sterben bzw. unter welchen Umständen?
Das Risiko des Charaktertods ist für mich das Salz in der Suppe des Rollenspiels. Als Spieler versuch ich den natürlich zu vermeiden, ihn aber zu verspüren versetzt mich in einen Zustand höchster Spannung und Involviertheit. Das ist vielleicht so wie ein All-In beim Pokern. Da ich das als Spieler mag, halte ich als SL den Thrill hoch und versuche nach den ARS-Prinzipien fair, offen und neutral {und trotzdem Fan meiner Spieler und SC} zu sein – und es gibt keine Stelle im Abenteuer, die absolute Sicherheit verspricht. In der Praxis ist der Charaktertod trotzdem selten, nicht weil die Spieler gehemmt und übervorsichtig sind {das hat man eher bei viel Meisterwillkür} sondern versuchen, geschickt und ressourcenschonend vorzugehen – und häufig kreative Lösungen finden, wenn ich meine Spieler mal loben darf. Und damit Wege beschreiten, die mir als SL das ganze wiederum spannend machen.

(c) William McAusland used with permission

5. Was bedeutet Charakterentwicklung für dich?
Im wesentlichen mechanische Veränderung. Ich persönlich spiele lieber kurze Kampagnen, Abenteuer oder Oneshots statt langfristiges, was dann doch wieder an Kleinigkeiten scheitert. Ich find ja z.B. die Idee von Shadows of the Demon Lord attraktiv, wo man nach zehn Abenden quasi durch ist. Passt viel besser zu meiner Zeitplanung als nach drei Jahren einen Abenteuerpfad nach zwei Bänden abzubrechen …

BonusfrageDer erste ADnD-Charakter, den ich je gespielt habe, war Frodo {den Namen hatte ich aus so einem kaum bekannten Buch …}, weil ich – nach Jahren voller DSA – endlich einen Halbling und endlich einen Schurken spielen konnte. Mein erster Satz: „Wonach riecht es denn hier?“ {im Dungeongewölbe}. Gab gleich 2 Bonus-EP …

PS.: Mit dabei sind aktuell Würfelheld, Seanchui goes Rlyeh, Doctore Domani, Mad Kyndalanth, Runway 61, Thorsten spielt Rollenspiel, Steamtinkerer, Fernwelten, Jaegers.net, dnalorsblog sowie Vels World. Schaut mal vorbei.

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