RPG-Blog-O-Quest #25: Finsteres & Finsterlinge

Nerd-Gedanken präsentiert die Blog-O-Quest im Oktober unter dem Titel Finsteres & Finsterlinge.

1. Was war die bösartigste Intrige gegen die Heldengruppe Deines Charakters/Deinen Charakter, die Du bisher im Spiel erlebt hast – und wie ging die Sache aus?
Musste ich lange nachdenken, war aber tatsächlich in einem OneShot auf der Slayvention im Metro 2033-Setting mit Gammaslayers. Kurzum, unser Trupp brach auf, um zu sehen, was mit der Nachbarstation war. Dort war eines der Stationstore offen und in der Nacht fochten wir zusammen mit den Soldaten einen glorreichen Kampf gegen eindringende Mutationen, feierten mit Wodka und Gurken den Sieg. Das Tor zu schließen brauchte es jedoch eine militärisch präzise Sprengung und da ich der einzige Militär war, hatte ich einen recht trockenen Hals, als ich anbot, es zu tun. Zwar versicherte ich, dass ich versuchen werde, mich über die Oberfläche zu einem anderen Tor vorzukämpfen, wusste aber auch, wie aussichtslos das war. Gerade als ich den Sprengstoff bereit machte, offenbarte sich der letzte NSC unserer Gruppe, indem er den Ärmel hochschob und seine Mutation zeigte … Wortlos übergab ich ihm den Zünder und beeilte mich, zurückzukommen. Die Sprengung klappte und ein Hochhaus legte sich über die Öffnung …
Wir kehrten zurück, während die Überlebenden der Nachbarstation ihre sieben Sachen packten und unser Kommandant sich mit uns besprach. „Ich gratuliere, habt ihr großartig gelöst. Hier habt ihr Sprengstoff, sprengt den Zugangstunnel …“ Unter den Bewohnern der Nachbarstation grassierte nämlich eine Krankheit. Vielleicht. Man konnte sekundenlang eine Stecknadel fallen hören, bis einer der Mitspieler, halb Ingame, halb Outgame sagte: „Du Arsch.“ Wir nahmen den Sprengstoff, ignorierten den Befehl und retteten die Überlebenden, brachten damit aber auch eine Krankheit unter die unsrigen … war wirklich cool. Setting und Abenteuer gibt es online, längeren Bericht in Slay No. 3 ab Seite 54.

2. Gefährliche Augenblicke bei Rollenspielszenen wollen passend untermalt werden. Was bringt Dich in Spannungs-Stimmung, wenn Du Spieler bist? Welche spielexternen Mittel nutzt Du als Spielleiter, um deine Spieler das Fürchten zu lehren?
Spannende Situationen brauchen für mich weder das rechte Licht noch die rechte Musik. Sie braucht … Gefahr, ein Gefühl von Messers Schneide, ein Gefühl davon, dass jetzt alles entscheidend sein kann und alles die Waage zum kippen, das Fass zum Überlaufen oder den Reaktor zum Implodieren bringen kann. Dann bin ich absolut involviert und habe ein Erlebnis, an dass ich noch lange denken werde. Am besten mit offenen Würfeln, dass man auf den Würfel gucken kann und jedes Ergebnis miterleben kann.

3. Hast Du schon einmal einen Charakter in einer ‚böse‘ gesinnten Heldengruppe gespielt? Wenn ja, wie erfolgreich waren die Heldencharaktere beim Lösen ihrer Aufgaben? Wenn nein, hättest Du Lust, es auszuprobieren? Wenn Du keine Lust darauf hast, wieso nicht?
Ich hätte fast … Eine Anekdote aus Schulzeiten. Wir wollten eine böse ADnD-Gruppe machen, ich hatte aber vorher Pfadfinder und kam angekündigt zwei Stunden später zur Sitzung. Respekt, die hatten schon Charaktere gebaut und sich komplett gegenseitig zerlegt. Böse Gruppen sind seitdem für mich passe, viele verwechseln es mit nem Egotrip {gut, dass kann Dir auch in einer guten Gruppe passieren} der schnell eskaliert {hier im lange eingestellten Blaue Falken-Podcast}, auf der anderen Seite kann böse auch zu soft sein, z.B. die Iron Gods-Podcastgruppe von Triple Twenty fällt mir da ein.

Allerdings haben wir vor kurzem die Goblin-Abenteuer aus dem Hause Pathfinder mit Warhammer 3 gespielt und aufgenommen, das hat viel, viel Spaß gemacht. Klappt wohl so gut, weil Goblins recht zerbrechlich sind und nur gemeinsam stark. Und die Abenteuer selbst recht crazy.

4. Was macht Deiner Meinung nach einen gelungenen, schurkischen Bossgegner aus, damit er mehr als gesichtslose Metzelmasse mit vielen Lebenspunkten ist?
Schwierig. Was ich gar nicht mag sind Begegnungen, wo man keine Chance hat, an ihn ranzukommen. Trotzdem muss er aufgebaut werden. Z.B. indem man seine Taten zeigt.

5. Welches Schurkenklischee kannst Du gar nicht leiden, wenn es Dir bei einem Plot begegnet – und warum? Den ewig wiederkehrenden Schurken. Als bei unserer 7te See-Kampagne Lady de Winter ein viertes Mal zurückkehrte, wurde es doch recht langweilig. Da hätte ich mir einfach neue Impulse gewünscht.

Bonusfrage:
Richtig düster wird es für mich beim Rollenspiel, wenn
 es ins Unterreich geht … In dem Punkt bin ich einfach kein Stimmungsspieler. Zwar kann ich eine besondere Atmosphäre durchaus genießen, stärkste Fokus genießt aber immer die Handlung, wobei ich mir aus wenigen Worten in meinem Kopf was zurecht baue. Zuviele Worte stören mich manchmal eher, gerade wenn die Beschreibung nicht bildhaft ist. Aber düstere Orte wie Dungeons, Kavernen oder das Unterreich lebendig, dynamisch dargebracht, nix macht mich mehr an.

Bisher mit dabei bei der Blog-O-Quest sind diesmal Seanchui, Timberwere, Thorsten spielt, Jaegers.net, Mad Kyndalanth, Doctore Domani, Aus den Schatten, Nathan Grey, Runway 61, Clawdeen sowie der Würfelheld.

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