RPG-Blog-O-Quest #29: Das perfekte Rollenspiel

Spiele im Kopf organisiert die aktuelle RPG-Queste rund ums perfekte Rollenspiel.

1. Über- und Unterwürfeln, Poolsysteme, Karten ziehen oder erzählerische Fakten schaffen – die Liste der Mechanismen ist lang. Die perfekten Rollenspielregeln für mich gibt es nicht. Mal mag ich es crunchy, mal regelleicht, mal mag ich eine außergewöhnliche Umsetzung oder wenn die Regeln die Weirdness der Welt einfangen – nur eines mag ich nicht: langweilige Regeln.

Ein paar Beispiele für imho elegante Regeln:

  • Die Echtzeitbattlemap von Hackmaster 5 macht echt was her, da kann sich Splittermond noch ne Scheibe abschneiden.
  • Die Neuinterpretation der Magieregeln bei DCC zeigt, dass Vancesche Magie nicht Fire & Forget sein muss und fängt zugleich perfekt den Werdegang eines Sword & Sorcery-Zauberers ein.
  • Überhaupt macht das System {DCC} einige Sachen sehr elegant. Der mitsteigende Action-Die des Kriegers (und des Zwergs), der zugleich entscheidet, ob Manöver gelingen. Die Stufe 0-Funnel/Trichter/Fleischwölfe. Der Tausch des W20 gegen 2W16 beim Zweihandkampf. Hier mein Loblied …
  • Dungeonslayers 3.5 beeindruckte mich, dass es ein vollwertiges System ist, aber auf weniger als 20 Seiten passte. Und die Würfeldifferenz zwischen Schlagen und Parade als Schaden ist sehr elegant und schnell, auch wenn es zu hoher Streuung führt.
  • FFG Star Wars sollte erwähnt werden, die narritativen Würfel haben bei uns sehr, sehr gut funktioniert. Und da die Truppe aus sehr unterschiedlichen Interessenstypen bestand und zugleich anderthalb Jahre wöchentliches Spiel gut geklappt hat, kann man sagen, sie haben sich bewährt. Mir gefällt daran, dass sie einen Rahmen vorgeben, so dass es nicht komplett willkürlich ist, innerhalb dessen kann man sich aber austoben und gucken was zur Situation passt.
  • Ebenfalls toll: Die Obligations/Verpflichtungen – ein tolles Mittel um Handlung oder Nebenhandlung zu generieren.
  • Destiny will ich nicht unerwähnt lassen, was  Alexander Schiebelaus zwei W6 rausholt, ist klasse. Endlich ein deutschsprachiger Designer, der auch Regeln kann.
  • Die Weiterentwicklung von cDd&D, wie es DCC, Crypt and Thingsoder LotfP (toll z.B. das Skillsystem) betreiben
  • Allgemein verehre ich das Kampfmanöver …

2. EDO, Sword & Sorcery, Harte SF, Postapokalypse – so viele Genres. Das perfekte Rollenspielsetting gibt es für mich nicht. ‚Zwar bin ich großer Fantasy-Fan, trotzdem darf es ab und an Endzeit, SciFi, Zombies, Western sein – derzeit besonders begehrt Weird Fantasy / Sword & Sorcery a la DCC und LotfP. Wir starten evtl. eine ASTONISHING SWORDSMEN & SORCERERS OF HYPERBOREA-Runde – zumindest wird es getestet. Das dürfte mein Geschmack gut treffen.

3. Aufwändige Hardcover, günstige Taschenbücher, Boxen oder PDFe. Das perfekte Starterprodukt ist die Basisbox von Dungeonslayers. Vollständiges Rollenspiel, übersichtlich, trotzdem genug Individualisierung, erste Abenteuer, guter Introguide, unendlich Material im Internet und ein superschneller Communitysupport, ein Beispiel vom Tag des Schreibens. Innerhalb weniger Stunden hat der Newbie diverse freundliche, hilfreiche Antworten. Gerade letzten Punkt halte ich heutzutage für wichtig.

4. Metaplot und Sandkasten, Splat-Books und Hintergrundbände, One-Shots und Kampagnen – Möglichkeiten, sich in einem Rollenspiel auszutoben, gibt es viele . Die perfekten Ergänzungspublikationen kommen von FFG – zumindest wenn man es aus Verlagssicht sieht. In deren Quellenbüchern ist nämlich Material für jeden am Tisch drin … Ganz starke Quellenbände haben die Jungs von Finsterlande, dem österreichischem Steampunk-Rollenspiel. Die hauen da nämlich immer reichlich Adventurehooks rein, zuletzt locker über hundert: Handbuch der TechnologieAlmanach der Zauberkunst und, der Überflieger, das Compendium der Curiositäten.

5. Würfel, Spielleiterschirm, Kartenwerk oder Spielkarten. Das perfekte Rollenspielzubehör ist wohl von Runde zu Runde sehr unterschiedlich – also selbst innerhalb meiner Runden. Ich sag mal tolle Karten, eine Battlemap, die den taktischen Charakter des RPGs unterstreicht, eine hübsche detailreiche Mini oder auch ein gelungenes, im Spiel integriertes Handout könnte es bei mir sein. Endlich mal ne Orklandkarte in einer Sandbox {daher quasi der Umkehrung der Orklandtrilogie …} macht sogar mir Spaß. Oder die Soundhandouts von SeoP auf der Slayvention, wirklich gut gemcht, in Hörspielqualität und in unterschiedlichen Ausprägungen, um reagieren zu können. Auch gut, wenn er selbst mit seinem Soundschnipsel interagiert, da muss man das Timing echt drauf haben …

Bonusantwort
Und dieses perfekte Produkt darf dann gerne geschrieben / publiziert werden von System matters. Egal was die gerade machen, es ist was tolles. Und layoutmäßig ist es häufig auch noch gelungen aufgepeppt.

Die Blog-O-Quest

  • An jedem Monatsersten stellen Würfelheld oder Greifenklaue und inzwischen die deutsche Bloggerschaft in abwechselnder Reihenfolgen fünf Fragen/Lückentexte, welche auf Blogs, in Podcasts, Vlogs oder Foren beantwortet/ausgefüllt werden können.
  • Jeder Monat erhält ein Hauptthema, um das sich die Fragen drehen. Im Februar 2018 halt von mir.
  • Über die Zusendung Eurer Links, per Mail, Kommentar, usw. erfreuen die Macher sehr. Oder man verarbredet hier eine eigene Queste.
  • Jeder, der sich die Zeit nimmt, die Fragen zu beantworten, ist herzlich willkommen.
  • Die “RPG-Blog-O–Quest” Logos dürfen selbstverständlich in den Beiträgen benutzt werden.
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