Fanwerk-2-Loot [Mai 2018] – Asapia

Es gibt ein neues Format im DS-Forum: Das Fanwerk-2-Loot. Den Auftakt machte User und Ideengeber Dzaarion mit den Drachenreitern, im Mai folgte das Fernostsetting Asapia von Waylander. Lassen wir Laudator Zauberlehrling zu Wort kommen.

Christop „Waylander“ Weiss wird wohl allen bekannt sein, da er einst auszog um mit Sheriff-Stern und Bärentöter den wilden Westen zu befrieden (und sein „eigenes“ Regelwerk schrieb). Er hat davor aber bereits für einen der ersten Adventkalender ein kleines sehr aber feines Setting für Dungeonslayers entwickelt, was wohl weniger auf dem Radar haben werden:

Stellt euch kurz vor: Ihr reitet mit den Steppenvölkern der großen Leere, sucht die Artefakte der Tauren, kämpft mit wilden Luftpiraten oder macht Karriere im Staatsapparat des orkischen Ostreiches.

ASAPIA unterscheidet sich von „typischen“ Fantasy-Settings in eigentlich nur wenigen – allerdings entscheidenden – Punkten. Der erste ist, dass ASAPIA weniger auf Europa im Mittelalter basiert – sondern viel mehr auf Asien: Es gibt riesige bürokratische Imperien, kriegerische Khans, dampfende Dschungel, endlose Wüsten, unentdeckte Inseln und unerklimmbare Gipfel mit sagenumwobenden Bewohnern. Es gibt fremdartige Völker, seltsame Kreaturen, unbekannte und exotische Kulturen und ungewohnte Lebensumstände.
Der zweite ist, dass in ASAPIA nicht die Menschen an der Spitze der Nahrungskette stehen. Beherrscht wird ASAPIA zu einem großen Teil von riesigen Orkreichen, den Draker-Zauberkönigen (Drachenmenschen) und exotischen Elfen in ihren Lilienwäldern. Es wohnen hier auch die geheimnisvollen Tauren (Stiermenschen), Titanen und Simianer (Intelligente Äffchen) und glaubt mir, das ist bei weitem nicht alles!Regeltechnisch gibt es in ASAPIA zumindest 9 verschiedene einheimische Völker zur Auswahl – jedes mit seinen eigenen Kulturoptionen, Göttern und Heldenklassen-Regeln. Von diesen Völkern sind 5 (mit ihren unzähligen Kulturen) nur für dieses Setting entwickelt worden. Aber auch altbekannte Völker gibts es – mit jeweils ihrem eigenen neuen Dreh. Als Mensch muss man sich zum Beispiel damit abfinden Sklave oder maximal Freibauer zu sein. Hobbits oder Gnome sind hier gar nicht heimisch und höchstens als Reisende unterwegs. Zwerge haben sich anders entwickelt als in Caera und auch die Elfen sind noch fremdartiger als gewohnt.Ich selbst habe (noch) keine eigene Geschichte mit ASAPIA, deswegen bediene ich mir hier eines kleinen Tricks. Ich habe einfach Waylander selbst vorab befragt und versucht ihm das eine oder andere weitere Geheimnis zu ASAPIA zu entlocken:
Zitat

Zauberlehrling: Was waren die Hauptinspirationsquellen für ASAPIA?
Waylander: Die Grundidee war ein DS-Setting zu entwerfen, dass ein wenig exotischer ist und in dem Menschen nicht die dominierende Rolle spielen. Ich habe mich gefragt, was wäre wenn, die Orks zur Abwechslung mal nicht am Ende besiegt und zurückgedrängt werden und sich durch ihren Sieg zivilisatorisch weiterentwickeln könnten.
Dann habe ich einfach mal angefangen, eine Karte zu zeichnen. Dabei kamen dann weitere Ideen und Völker dazu. Das Ganze bekam dann noch ein paar steampunkige Elemente (Ich glaube, ich hatte dabei die Beowulf-Verfilmung mit Christopher Lambert im Hinterkopf) und mit den Taurern auch eine Prise Science-Fantasy dazu.
Ich hatte dann noch das Glück, bei der Suche nach Illustrationen für das Setting auf die Bilder des litauischer Malers Mikalojus Konstantinas Čiurlionis zu stoßen. Diese symbolistischen Bilder haben irgendwie toll zu dem Setting gepasst und meine Fantasie weiter angeregt.
Mir war wichtig, bei allen Völkern und Kulturen etwas Besonderes reinbringen, damit Spieler sagen: „JA, so was will ich spielen“. Auf der anderen Seite wollte ich aber auch, dass man auf bekannte Klischee zurückgreifen kann, wenn man einen Vertreter eines eher exotischen Volkes spielt.

Zauberlehrling: Wie ist das Setting bei deiner Gruppe damals angekommen?
Waylander: Das Setting ist damals als ein Beitrag für den DS-Adventskalender entstanden. Ich habe leider zurzeit keine aktive Spielgruppe, mit der ich das Setting wirklich bespielen könnte. Ich war aber überrascht, wie gut das Setting im Slayerforum aufgenommen wurde und habe mich über das positive Feedback sehr gefreut.

Zauberlehrling: Wie lange hast du für die Ausarbeitung benötigt?
Waylander: Dadurch, dass der Beitrag rechtzeitig zum DS-Adventskalender 2013 fertig werden sollte, hatte ich eine Deadline für die Ausarbeitung. Die ersten Ideen hatte ich bereits Ende August. Ich habe dann immer wieder stückchenweise weitergearbeitet und hatte dann Mitte November die fast finale Fassung fertig. Ziemlich am Ende fiel mir dann noch ein, dass es in den steampunkigen Setting noch gar keine Luftschiffe gab. Deshalb habe ich kurzerhand noch die Piraten der Insel Zilia ergänzt.

Zauberlehrling: Worauf bist du bei dem Setting immer noch stolz – gibt es eine Idee, die dir immer noch besonders gefällt?
Waylander: Ich habe in das Setting alle abgefahrenen Ideen reingepackt, die mir so in den Sinn gekommen sind. Trotzdem habe ich das Gefühl, das es etwas stimmiges Ganzes geworden ist. Von den Kulturen mag ich selbst vor allem die Westorks, die taurischen Wanderer und die Dragoner Drakoner.

Zauberlehrling: Was würdest du heute anders machen – gibt es etwas was du heute ändern würdest?
Waylander: Wenn ich heute das Setting nochmal überarbeiten würde, würde ich wahrscheinlich die Struktur ein wenig verändern, damit man am Anfang einen besseren Überblick bekommt, worum es in dem Setting geht. Außerdem ist Asapia als Setting-Beschreibung für einen ganzen Kontinent recht knapp gehalten. Bei einer neuerlichen Ausarbeitung würde ich gern auch noch zusätzliche Persönlichkeiten, Organisationen, besondere Orte und Plothooks reinbringen wollen. Und vor allem viel, viel mehr abgedrehte Monster!

Zauberlehrling: Lieber Waylander – Danke für das Interview!

Wer nun interessiert ist, dem empfehle ich wärmstens einen Blick auf ASAPIA zu werfen. Und keine Angst: Es dauert gar nicht lange sich einen ersten Eindruck zu verschaffen – denn – inklusive Beschreibung der Reiche und Kulturen, Waffen und einiger Kreaturen kommt das Setting (obwohl es die epische Breite ASIENS – ich meine ASAPIAS umspannt) auf vergleichsweise schlanke 37 Seiten.

Ich finde, das Setting ist gleichzeitig gut ausgearbeitet um ein solider Startpunkt zu sein, bietet aber genug „Platz“ um seiner Fantasie vollkommen freien Lauf zu lassen. Besonders gut finde ich den Ansatz Menschen einmal nicht als hauptverantwortlich für alles Kulturelle darzustellen, da das durchaus einen frischen Wind in jede Runde bringen könnte.

Wem ein Setting alleine noch nicht reicht, für euch alle hat Waylander ein Jahr später einen hübschen Dungeon2Go als Einstieg nach ASAPIA geschrieben – folgt mir in

Und nun zu guter Letzt eine kleine Sensation – Waylander hat mir erlaubt im Zuge dieses Fanwerk-2-Loots einen kleinen Schatz für euch alle zu heben. Er hat auf seiner Festplatte noch ein sehr exotisches Zwergen-Konstrukt gefunden.

Weichet zurück vor dem gigantischen DAMPFMASTODON!

Ich danke Waylander noch einmal ganz herzlich für all seine Arbeit und wünsche allen anderen viel Spaß in und mit ASAPIA.

Herzlich euer Zauberlehrling!

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