Media Monday #425

Neue Woche, neuer Media Monday, wie immer via Medien-Journal präsentiert und von mir beantwortet – lückenlos seit Folge #162. Die dortigen Vorgaben wie gewohnt in kursiv.

1. Der jüngst aufgekommene Hype um den neusten Tarantino-Streifen träfe zumindest mal den richtigen. Seine Skandälchen sind doch eher liebenswert oder ehrliche Statements.

2. In Sachen Humor trifft ja insbesondere Donjon voll meinen Geschmack und über die Comics kann ich immer lachen. Der sehr visuelle Humor ist zwar nicht immer zu übertragen, trotzdem würde ich die Hörspielumsetzung des Schweizer Radios als gelungen bezeichnen.

3. Bei der Masse an – oft unerwartet – abgesetzten Serien darf man sich nicht zu sehr an einzelne klammern. Und muss aufpassen, dass sie nicht irgendwo anders fortgesetzt werden. Ging mir mit Ripper Street so und der Hörspielreihe Die 5 Geschwister, die man als Hardcore-Hörspieler kennenlernen muss – nirgendswo sonst wird der Verbrecher per Gebet und Psalm auf den rechten Pfad zurückgeführt.

4. Rollenspiel ist auch eines dieser Themen, worüber ich stundenlang diskutieren / referieren könnte, schließlich bin ich ARS*ler und hab immer hohen Diskussionsbedarf. Neulich stellte ich ja zehn kritische Themen und meine Meinung dazu vor.

5. Um Buch darüber zu führen / statistisch auswerten zu können, was, wie viel, wozu ich wann gebloggt habe, bin ich zu faul, zum anderen gibt WordPress da viele Werkzeuge an die Hand. Und als gläserner Blog veröffentliche ich viele Zahlen.

6. Der mehrfache Tod im ersten Raum beim Mini-Crawler Deck Box Dungeons hat mich ja tatsächlich dazu inspiriert, das Szenario auch packen zu wollen. Ich zitiere mal meinen Mitspieler Argamae: Gestern habe ich Greifenklaue auf das „Brot und Spiele“ nach Braunschweig begleitet, wo wir hinter dem Verkaufsstand mehrere Partien DECK BOX DUNGEONS gespielt haben – ein Hosentascher-Dungeoncrawler, den ich auch schon in einem Video vorgestellt habe (*shameless plug*). Mein lieber Herr Gesangsverein, war das ein K(r)ampf! Beim ersten Anlauf (mit mehr oder weniger zufällig erstellten Helden) wurden wir gleich im ersten Raum geplättet. Danach wurde es nicht wirklich besser: Anlauf 2 und 3 endeten respektive auch analog in jenen Dungeonabschnitten. Erst Anlauf Nr. 5 brachte uns bis vor den Endgegner und erntete uns sogar den Sieg.

Ich kann nur sagen: die Kombo aus App (mit individuellen Regeln für bestimmte Verliesabschnitte) und physikalischem Spielmaterial macht Laune!

7. Zuletzt habe ich The Boys geschaut und das war eine hervorragende, aber ganz andere Superheldenserie, weil Garth Ennis, Schöpfer der Vorlage, ein Meister seiner Zunft ist. Diesmal lass ich Christophorus zu Wort kommen: „Weltweit als „The Seven“ bekannt, stellt sich eine Gruppierung von amerikanischen Superhelden (unzweifelhaft angelehnt an DCs Justice League) dem Verbrechen entgegen und wird national wie international gefeiert. Kaum ein Sender, eine Zeitung oder ein Internet-Portal, das nicht tagtäglich über die Taten der Helden berichtet, die sich wiederum nur zu gern in Talkshows, Interviews oder auf Wohltätigkeitsveranstaltungen präsentieren, um moralisch und politisch einwandfreie Botschaften zu verbreiten. Dass es sich dabei nur um eine mühevoll aufgebaute Fassade handelt, hinter der eine von Politik und Wirtschaft geförderte, milliardenschwere Vermarktungsmaschinerie steckt, von der auch die vermeintlichen Helden profitieren, wissen nur die wenigsten. Während also The Homelander, The Deep, A-Train & Co. eine nach außen hin blütenweiße Weste präsentieren, zeigen sie sich hinter den Kulissen als korrupte, abgestumpfte Egomanen, denen das Wohl der Menschheit herzlich egal ist. Bei Kämpfen umkommende Zivilisten sind beispielsweise nichts weiter als Kollateralschäden, mit denen halt gerechnet werden muss. Und sollte es doch mal zu einer möglichen Klage kommen, stehen sofort Anwälte mit einem großzügigen Scheck und einer Stillschweigungsvereinbarung parat. Aber auch untereinander herrscht wenig Symapthie, aber was soll’s. Die Show muss eben weitergehen. Bis eines Tages der unauffällige Elektronikverkäufer Hughie Campbell (Jack Quaid) Zeuge eines solchen Kollateralschadens wird und gegen die „Helden“ vorgehen will. Unerwartete Unterstützung erhält er dabei von dem mysteriösen Billy Butcher (Karl Urban)…“ Wer eine längere Rezi lesen mag, das Medien-Journal ist am Start.

2 Kommentare

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