[Planeslayers] Höllenbrut-Preview II: Sechs Schattenreiche (Karneval)

Der Dezember-Karneval beschäftigt sich mit dem Thema Höllenbrut (Einladung/Forum) und ich werde dazu verschiedene Sachen aus dem Dungeonslayers-Universum vorstellen. Eine größere Baustelle wird da im wahrsten Sinne des Wortes das von Bruder Grimm in der Mache befindliche Setting Die sechs Versuchungen der Dunkelheit zu Planeslayers sein. Original-Planeslayers beschreibt auf interessante Weise die Elementarebenen (Link), die sechs Versuchungen widmet sich den sechs Höllenebenen: Teil I: Die sechs Sünden. Bruder Grimm bittet vor allem um Feedback!

Kacawaku ist die Ebene der Gewalt, eine Höllenlandschaft im klassischen Sinne. Eine zerschmetterte Welt aus vulkanischer Schlacke, Glut und Asche, ständig bombardiert von brennendem Gestein. Ruinen durchsetzen die Ebenen, Schlachtfelder und Hinrichtungsstätten, und die Siedlungen sind befestigte Anlagen und Lager, starrend vor Verteidigung und den aufgestellten Trophäen besiegter Feinde.
Unterirdisch erstrecken sich vulkanische Tunnel und Lavahöhlen, teilweise ausgebaut zu Bunkeranlagen, Waffen- und Folterkammern sowie Rüstungsschmieden.
Die Ebene wird durchströmt vom Wilur, dem Fluss aus brennendem Blut.

Coeic ist die Ebene des Exzesses, eine Landschaft aus lebendem Fleisch. Berge aus Haut, gestützt von riesigen Knochen, Täler wie Speckfalten, Wälder aus Haaren oder beweglichen Gliedern und Seen aus Schweiß, Tränen und anderen Flüssigkeiten. Siedlungen sitzen wie Geschwüre oder Fremdkörper auf dem pulsierenden Untergrund, entweder geformt aus dem Fleisch selbst, oder errichtet aus totem Material wie Horn, Knochen, Elfenbein und Leder.
Viele Poren und Öffnungen führen in die Unterwelt Coeics, ein Geflecht aus fleischigen Röhren und ädrigen Körperhöhlen, gefüllt mit verschiedenen Säften. Elfenbeinerne Gebilde durchbrechen mancherorts die Epidermis, ebenso gesucht wie die drüsenartigen Quellen, aus denen seltsame Substanzen hervorquellen.
Durchströmt wird die Ebene vom Viguak, einem schäumenden Fluss aus weißlichem Schleim.

Zhacel ist die Ebene der Gier, eine Landschaft aus glühendem Stahl und rostigem Eisen. Seen aus Quecksilber und flüssigem Gold zieren die vor Hitze flirrende Landschaft, Wälder aus Glas, Klingen und scharfkantigen Kristallen warten darauf, Verirrte in Stücke zu schneiden. Die Luft ist erfüllt von Metalldämpfen, den Gierigen verheißend, dass sie selbst bald von innen heraus vergoldet sein werden.
Siedlungen sind entweder prächtige Paläste aus allerlei Juwelen und Edelmetallen, oder elende Festungen aus Schrott, abweisend gegenüber Fremden, die sich sicherlich nur an den Bewohnern bereichern wollen.
In der Tiefe ist Zhacel ein System metallener Gänge voller Verstecke, Fallen und Sicherungsanlagen, um die gewaltigen Schatzkammern vor Eindringlingen zu schützen.
Ein gewaltiger Strom aus geschmolzenem Blei durchfließt die Ebene, der als Zytour bekannt ist.

Fhovejad ist die Ebene der Mühsal, ein Sumpf aus Morast und Unrat, durchstreift von wolkenartigen Schwärmen aus Fliegen, Stechmücke und anderem lästigen Geschmeiß, getaucht in ein diffuses Licht, das von irgendwo vom schlammgrauen Himmel zu kommen scheint. Unter dem dichten, aber kränklichen und schleimigen Pflanzenbewuchs findet sich nichts als Müll, verrotende Reste aus Holz, Scherben, Küchenabfällen und vielem anderen. Größere Stücke ragen heraus, behängt mit zottigen Flechten, fast schon an Bäume erinnernd, und bilden stellenweise regelrechte Abfallwälder. Siedlungen sind mehr recht als schlecht zusammengefügte Slums aus Abfallstücken, die noch halbwegs haltbar erscheinen und fallen ständig auseinander, so dass sie fortwährend ausgebessert werden müssen – sofern es jemanden gibt, der sich die Mühe macht.
Begibt man sich in die Tiefen der Ebene, stellt man fest, dass Fhovejad überhaupt keinen festen Grund hat: Die ganze Ebene ist nur eine Schicht aus Müll, treibend auf einem Ozean dreckigen trüben Wassers, das sich unendlich nach unten erstreckt, und in dem der Unrat der Oberfläche Stück für Stück langsam nach unten versinkt.
So gesehen hat Fhovejad zwar keinen Strom, aber eine Wasserstraße, die Ibduclob genannt wird, ein halbwegs zusammenhängendes Netzwerk aus hinreichend unratfreien Kanälen stinkenden, schlammigen Wassers.

Vaukeat heißt die Ebene der Täuschung, und sie ist ein idyllisches Tropenparadies. Üppig sprießen duftende Wälder und farbenprächtige Haine, und Millionen von Vögeln trällern Harmonien, die alle Sorgen vergessen lassen. Siedlungen sind gastfreundliche Utopias, mit prachtvollen Gebäuden und ebenso gebildeten wie attraktiven Bewohnern. Aber nun mal ernsthaft: In Wahrheit wimmelt Vaukeat nur so von tödlichen Gefahren. Giftig ist der Pollen jeder Blüte, und stechende Insekten lauern unter jedem Blatt. Und das, wo doch der allgegenwärtige hypnotische Vogelgesang allmählich unachtsam und sorglos werden lässt. Die Siedlungen sind nur Kulisse, Tand aus Blech und dünnem Holz, und die Bewohner schätzen Fremde nur danach, ob es sich mehr lohnt, sie ermorden und auszurauben, oder zu betäuben und in die Sklaverei zu verkaufen.
Auch Vaukeats Untergrund ist kaum weniger tückisch. Zahlreiche Geheimgänge erstrecken sich dort, ein verwirrendes Labyrinth voller Trugbilder, gespickt mit zum Teil völlig irrsinnigen und sinnlosen Fallen und Schatzkammern voll Plunder aus Flitter, Strass und heimtückischen Flüchen.
Selbst schuld ist der, der nach alldem dem Fluss Peovur noch vertraut, der die Ebene durchströmt. Herrlich klar, frisch und sauber wirken seine Wasser, doch ist es angefüllt mit winzigen Kreaturen, unsichtbar für das bloße Auge, die Badenden unter die Haut und Trinkenden in die Eingeweide kriechen, dort heranwachsen und scheußlichen Tod oder Wahnsinn bringen.

Fasyhadög heißt die Ebene der Hochmut und der Blasphemie, die man auch die Schwarze Wüste nennt. Eine lichtlose Einöde aus schwarzem Sand, durchzogen von ständigen kalten Winden unter ewig nächtlichem, sternlosen Himmel. Siedlungen sind entweder nüchtern durchgeplante Ortschaften von schmuckloser Zweckmäßigkeit oder übertrieben lächerlich dekorierte Anlagen pompöser Bauten, die Pracht ehrenwerter Sakralgebäude verhöhnend.
Im sandigen Untergrund Fasyhadögs gibt es nur wenige natürliche Gänge, doch eine beträchtliche Zahl künstlicher Katakomben und Grabmäler, Lager für gefährliche Magie, Bibliotheken verbotenen Wissens und Gefängnisse für Forschungsobjekte, lebend, tot und untot.
Der große Fluss der Ebene heißt Hecaúm, ein Strom aus flüssigem Frost, kälter noch als Gletschereis, der alles, was er berührt sofort glashart gefrieren lässt.

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