Zehn Dinge, die ich am RPG hasse – Antwort auf den Eskapodcast 1/2

Im Eskapodcast #140 geht um „Zehn Dinge, die ich an dir hasse“ (Dir = Rollenspiel) und fnord aka Lars strengte dazu eine Diskussion im GKforum an. Lars hat die eigentlich 15 Punkte zusasmmenfiltriert aus dem Inhaltsverzeichnis, welche ich wieder als gefettete Zwischenüberschrift benutzt habe – die merkwürdigen Geräusche bin also nicht ich, der in sein Lenkrad beißt … I zwei Teilen, hier der erste.

Warm up- Schaumkronen des Hasses: kollabierende Gruppen und Rauswürfe

Lost Mine of Phandelver: Gerade letzte Woche durchgespielt!

Ja, wieviele Kampagnen hat man schon angefangen und nie beendet? Aber ich hab gelernt und spiele öfter lose Kampagnen (Star Wars, Genesys), kürzere Kampagnen (D&D 5, Warhammer/Ohrhammer), Abenteuer und OneShots. Gibt mir persönlich immer noch viel, oft gar mehr als eine lange Kampagne. Wenn die zwei oder fünf Jahre dauert, hab ich oft eher Bock auf was neues … – gut, ich hab da aber auch immer genug Input durch Proberunden bekommen, DinG sei Dank.

01 Inkompatible neue Regeleditionen: Grraaahhhh!!!
Hmm. Kommt gar nicht so oft vor, D&D 4 und D&D 5 wären Beispiele, bei Pathfinder 2 weiß ich es gar nicht genau. Bei D&D 4 war ich echt schlecht gestimmt, imho hat man Kernelemente aufgegeben, die zur Marke D&D dazugehören. Zu DSA gehört imho – auch als Hasser dieses Mechanismus – der 3W20-Wurf, obwohl erst in der 2ten Edition dazugekommen (und in der ersten verteufelt). Aber ich hätte ihn modernisiert, dazu gab es mal eine Vorschlagsliste im Tanelorn, wo es mehr als eine Handvoll guter Mechanismen gab, die immer noch 3W20 hatten, aber etwas intelligenter funktionierten (wen es interessiert: hier, da und dort sind noch Spuren …). D&D 4 wäre unter abgefeilter Seriennummer ein interessantes und für ein kleines Publikum ein sehr gutes Rollenspiel gewesen sein – etwa so wie ich immer noch Warhammer 3 sehr mag, aber erst der mainstreamigere und gestreamlinte Nachfolger FFG Star Wars ein breiteres Publikum erreichte (gilt auch für eine unserer Runden, die anderthalb Jahre wöchentlich Star Wars und aktuell Genesys Android spielt). D&D 5 hat dann vieles richtig gemacht, ist auch nicht Pathfinder nachgelaufen, sondern hat aus den Alteditionen, D&D 3 und 4 das beste gemacht – für mich funktioniert es jedenfalls sehr gut.

02 Lasche neue Regeleditionen: Wuaaahhhh!!!
Beispiele wären imho DSA 4 auf 5, Shadowrun 4/5/6 oder – hier am deutlichsten – Cthulhu vor der 7, wo sich quasi nix geändert hat und selbst die 7te Edition noch näher an Cthulhu 1 ist als D&D 4 an 5 … Neue Regeleditionen sind aber auch ein Lebensimpuls des Systems und müssen sein, eines meiner Lieblingssysteme – Dungeonslayers – krankt genau daran. Weder neue Regeledition noch anderweitiger offizieller Nachschub – seit fünf Jahren von Fanwerken am Leben erhalten. Kurz: Insgesamt scheinen mir progressivere Änderungen tatsächlich mehr zu gefallen, trotzdem muss der Markenkern erhalten bleiben.

03 Vergriffene Rollenspielbücher: Fchchchch!!!
Das gehört dazu und ihnen nachzujagen und ggf. zu erbeuten, ist eine Freude. Als kleiner Händler, der ab und an auch Sammlungen versilbert, macht es auch Spaß, wenn ein DSA-Fanatiker seine Sammlung um einige Bände ergänzen kann …

04 Zähe und komplexe Regelsysteme: Aaaaaahhhh!!!
Ich mag auch komplexere Regelsysteme jenseits von D&D 3/PF (z.B. Warhammer 3 oder Hackmaster), aber in der Praxis steh ich eher auf schlank und elegant – bei Rollenspielregelwerken jedenfalls … Dungeonslayers, D&D 5, das ultradicke aber im Kern sehr schlanke DCC, Shadow of the Demon Lord und M20 zähle ich z.B. dazu.

05 Schlechte und / oder vorhersehbare Twists: Arrrrrrhhhh!!!
Ich habe eine Phobie gegen selbstgeschriebene Kampagnen, oft kann ich einen Spielleiter so gut lesen oder mich in seine Rolle versetzen, dass ich den Twist vorhersehe. Ich erinnere mich noch an D&D, wo uns ein Troll angriff und ich sofort richtig riet, dass es sich um eine schwangere Trollin handelte, die nur ihr Kind schützen wollte …  Ich spiele am liebsten Kaufkampagnen mit ergebnisoffenen Spielleitern, die einzig selbstgeschriebene ist z.Z. Genesys, die ist mir sandboxig, abwechslungsreich und ergebnisoffen genug, als das ich etwas zu meckern hätte (nein, macht echt viel Spaß und bei dem SL, wo ich auch anderes gespielt habe, hat meine Phobie noch nicht angeschlagen. Etwas verdrehtes Lob, aber so ist es gemeint ;))

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