Media Monday #506

Neue Woche, neuer Media Mondayvom Medien-Journal präsentiert und von mir beantwortet – lückenlos seit Folge #162. Die dortigen Vorgaben sind wie gewohnt in kursiv.

1. Ich finde das Vorgehen von Lego ungemein unverschämt, Klemmbausteinhändler Johnnys World so derartig auszubooten (Youtube). Genauer ist er der Generalimporteur der Firma Qman, die tolle Klemmbausteinsets für Kinder machen – zu bezahlbaren Preisen. Lego nutzt nun den Zoll, diese Container aufzuhalten unter den Vorwurf des Plagiats, welcher aus der Luft gegriffen ist. Bis das allerdings vor Gericht geklärt ist, ist viel Wasser den Rhein runtergeflossen und es sind Kosten auf beiden Seiten entstanden, welches die eine Seite gut und die andere eher schlecht wegstecken kann, halt Familienunternehmen gegen Weltunternehmen. Toll, dass er daraus eine gelungene Spendenaktion macht … und toll, dass der Held der Steine darauf aufmerksam macht und andere Lego-Blogs ihre Konsequenzen ziehen: Steinküste kauft keine neuen Legosets mehr und stellt das Sammeln von Minifiguren ein. Zeigt es dem Klemmbaustein-Goliath!!!

Edit: Brickstory, der nächste reine Legokanal mit über 100.000 Abonenten macht jetzt auch andere Klemmbausteinhersteller (Youtube).

2. Greifenklaue mag Klemmbausteine, Greifenklaue mag He-Man, jetzt hab ich mir ml ein Set gegönnt… Battleram mit Mechanek und Triklops …


3. Filme, die die Grausamkeit des Krieges zeigen, strahlen eine gewisse Faszination auf mich aus. Muss aber gut verpackt sein. Dunkirk mit seinen Schicksalen macht das unheimlich gut. Allein die StuKa-Angriffe verfehlen ihre Wirkung nicht.

4. Mich bewegen die Kriegstagesbücher aus dem 2. Weltkrieg. Besonders empfehlen kann ich das sechsteilige Eismeerjäger (übrigens sehr inspirierend für Himmelsstürmer) und das über fünfzigteilige Ostfronttagebuch. Es beantwortet sehr nah, was die Soldaten wussten, welche Greueltaten auf beiden Seiten stattfanden, worauf die Soldaten hofften und wie stark oder schwach einzelne Einheiten waren. Mir war nicht bewusst, wie wichtig PAKs waren (Panzerabwehrkanonen), wie unknackbar schwere deutsche Panzer (ab Panzer IV) oder wie unorganisiert die Rückreise an die Ostfront nach Verletzung oder Urlaub. Gerade das ausführliche Ostfronttagebuch bietet skurille Geschichten, die Rache an einem hohen Offizier, erste Verletzung in der Werkstatt oder überraschender Besuch der anderen Seite. Dazu die ruhige, sachliche Stimme des Bauffz-Betreibers, find ich sehr spannend zu hören, wo meine einer Opa schon recht früh tot war bzw. der andere in Brasilien geboren wurde und zeitlebens sich dahin zurücksehnte. Gibt mir trotz ausführlicher Geschichsstunden und unzähliger Dokus und Filme ein besseres, authentischeres Gefühl für diese Zeit.

5. Saga: Ära der Magie (Vorstellung bei Dicedund All that`s left (Rezi bei nerds-gegen-stefan) sind die beiden Tabletops, die mich in letzter Zeit interessiert haben. Ersteres kommt ja aus der historischen Ecke, aber die zweite Edition hat auch eine Fantasyvariante, die mit beliebigen Charakteren gespielt werden können. Hab ich mir mal geleistet! Zweiteres ist definitiv ein Indyspiel, Zombieapokalypse und 35 mm-Maßstab (also etwas größer), man kann vier verschiedene Fraktionen spielen und es scheint ein interessantes Kampagnensystem zu geben. Wenn wir Besuch vom Philip kriegen, leihe ich es mir mal aus :) !!!

6. Old Slayerhand tut mich begeistern. Das Western-RPG für lau macht wirklich richtig Böcke!!!

7. Zuletzt habe ich mit Philiph den Serienmontag durchgezogen und das war entspanntes schauen mit nem leckeren Dönerteller vom Feinkostladen, weil wir es uns gemütlich gemacht haben. Bei Oktoberfest 1900 sind wir mittlerweile mittendrin. Nürnberger Bierbauer, Typ Mandalorian, möchte auf dem Oktoberfest seine Bierburg aufmachen, die Münchener Bierbrauer sind wenig begeistert, ebenso die Münchener Ausschänke. Einige Intrigen, Bestechungen und schmutzige Jobs später geht schon einiges … Gut gemacht, hätte ich nicht gedacht. Und Godless hatte ich schon letztes Jahr versucht, eine Neowesternserie – diesmal hat sie gut eigeschlagen. Jeff Daniels als finsterer Bandenchef, der an einer Eisenbahnreisegruppe ein Massaker veranstaltet, aber ihm jemand das Geld vor der Nase wegklaut und nun in Richtung eines Minendorfes flieht voller Flintenweiber … dort ist nämlich aufgrund eines Minenunglücks fast jeder männliche Minenarbeiter umgekommen …

3 Kommentare

  1. Was Lego da zur Zeit abzieht ist schon echt heftig. Anstatt sich mal auf bezahlbare und brauchbare Sets zu konzentrieren, machen sie eine Hetzjagd auf alle, die „Klemmbausteine“ gut finden und dafür werben.Ich kaufe auch fast überwiegend nur noch Klone.
    Die Burg Greyskull von Mega Bloks würde mich auch reizen 🙂

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s