Posts Tagged ‘Castle’

Media Monday #271

September 5, 2016

Neue Woche, neuer Media Monday, wie immer via Medien-Journal präsentiert. Die dortigen Vorgaben in kursiv.

1. Für den September hab ich mir vorgenommen, etwas weniger Rollenspiel zu zoggen. Und am Ende des Monats wartet die Slayvention {Bericht 2014}, da kommt ehh wenig dran …

2. Numenera reizt mich thematisch ja schon, jedoch will ich es nicht leiten. Zum Glück hat sich mein Mitpodcaster Christophorus auch eine Box zugelegt und möchte unbedingt eine Runde starten, also alles gut gelaufen …
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[Rezi] Code 37 – Staffel 1

Mai 9, 2015

Ich schaue gerne Krimis. Gern etwas amerikanisches im Stil von CSI, Criminal Minds oder Criminal Intent, auch die Funkrimis a la Psych, Castle oder The Mentalist oder englisches wie Inspektor Barnaby (beide!) oder Inspektor Lynley, gern auch skandinavisches wie das Urgestein Kommissar Wallander (in seinen diversen Verkörperungen), Kommissar Beck oder die Millenium-Trilogie. Jedenfalls – bisher – selten etwas Belgisches. Code 37 könnte es aber schaffen, die zu ändern, auch wenn es im „Fernsehen“ bei ZDF Neo versendet wird. Schade!

„Code 37“ ist in Begien der Polizei für ein Sexualdelikt, zu dem üblicherweise die Sitte gerufen wird. Der hat mit Hannah Maes gerade eine neue Chefin bekommen, die recht tough ist und vorher beim FBI war. Gegen die Männertruppe bei der Sitte mit Macho Bob, Computernerd Kevin und dem erfahrenden Opa Charles muss sie sich erstmal durchsetzen. Die 13 Folgen der ersten Staffel haben einen guten Mix an unterschiedlichsten Fällen, mal mitreißend, mal beängstigend, mal beschämend, mal unfreiwillig komisch.

Einige Highlights: Nehmen wir „Der Tennislehrer“, wo Frauen auf dem Parkplatz mit einem Tennisschläger penetriert werden. Das erste Opfer verstrickt sich in Widersprüche, da wechselt plötzlich der Tatort, ein Tete-a-tete mit dem Tennislehrer (Verdächtiger #1) in einem schmuddeligen Hotel (Verdächtiger #2) kommt hinzu und dann ist da noch die eifersüchtige, lesbische Freundin (Verdächtige #3). Am Ende ein wunderbarer Twist, der zugleich die Fakten des Falls in einen logischen Kontext setzt.

Bei „Im Park“ entpuppt sich ein zusammengeschlagenes Opfer in einem Park, der bekannt dafür ist, dass sich Homosexuelle dort treffen, als weniger unschuldig als gedacht. Generell gelingt es hier gut, einerseits zu verdeutlichen, dass die Opfer ungern reden und ein verheiraterer Mann ungern zugibt, nicht nur in dem Park spazieren zu gehen. Andererseits der Schwulenhass, der sich am Ende zum Teil als simple kriminelle Energie entpuppt: Da kaum eines der beraupten Opfer bereit ist, zur Polizei zu gehen, ist es einfacher „Schwule abzuziehen“. Und als letzter Teil der Gesamtkomposition der Folge: der Sozialarbeiter, selbst mit homosexuellen Tendenzen, dessen Stelle bald wegfällt. Sorgt er etwa selbst dafür, dass sie nicht gestrichen wird?

Auch mitreißend „Kinderstars“ im Milieu der … Kinderstars, also hier eine junge Tochter ohne Vater, die zum neuen Talent werden soll, die durch die Gegend tingelt und deren Manager zur wichtigen Bezugsperson wird. Eine dringliche erste Festnahme entpuppt sich als harmlose Anprobe. Gerade Pädophilie ist ein schwieriges Thema – gerade in Belgien (was auch mehrmals angesprochen wird) – wird hier aber gut aufbereitet (für einen Krimi). Stumpfe Klischees werden vermieden und moralisch schwierige Entscheidungen thematisiert.

Code 37 ist eine ziemlich perfekte Mixtur aus amerikanischen und europäischen Krimis. Die Fallstruktur ähnelt eher den amerikanischen Serien, auch thematisch ist man hier mit Law & Order: Special Victims Unit recht nah dran, die Teamstruktur ähnelt eher Crminal Minds. Wo man sonst häufig Duos hat, ist es hier ein Viererteam, welches europatypisch, nach und nach tiefergehend beleuchtet wird. Da ist Bob, der seine Freundinnnen wie Unterhosen wechselt und immer einen zottigen Witz parat hat, Charles mit ner reichlichen Portion Raumangst (Fahrstühle!) und mit seiner Raucherlungenkondition so seine Probleme hat, Verdächtige im 10. Stock zu überprüfen und der junge Computernerd Kevin, der schonmal einen Fehler macht (und beim Klingeln von Haus zu Haus schonmal einen Nachbarn vergisst) und in seiner Sexualität noch nicht ganz gefestigt ist (so interessiert sich in der Folge „Im Park“ der Sozialarbeiter für ihn, worauf er recht verunsichert reagiert …). Im Mittelpunkt der Charakterentwicklung ist aber Hannah, zugleich hat sie aber noch einen kleinen Metaplot im Hintergrund laufen, wie das ja auch gern in US-Serien gemacht wird, der hier wirklich jede Folge angesprochen wird und Stück für Stück entwickelt wird. In der Form vergleichbar mit Life, wo ja auch jede Folge ein große Fallstruktur nach und nach Gestalt annimmt. Hier ist es ähnlich: Anfangs malt Hannah eine Wand über und entwickelt da nach und nach ein Fallschema, welches sie selbst betrifft: ein Überfall auf das Haus ihrer Eltern, bei der ihrer Mutter was angetan wird, dass es eine Vergewaltigung war, kann man nur vermuten, da es Hannah zur Sitte getrieben hat. Immer, wenn sie ihren Vater besucht, bekommt der Zuschauer Erinnerungsfetzen präsentiert. Ebenso wird schnell klar, dass ihr Vater ungern darüber reden möchte, gar die Untersuchungen seiner Tochter behindert (aus seiner Position als Richter heraus). Die Rolle wird verkörpert von Carry Gossens, evtl. dem ein oder anderen noch aus „Der Dicke und der Belgier“ zusammen mit Dieter Krebs bekannt. Er zeigt hier eine großartige schauspielerische Leistung, merkt man ihm einerseits die Liebe zu seiner Tochter an, andererseits eben, dass er um jeden Preis verhindern will, dass Hannah da weiter rumstochert. Auch wenn der Metaplot zum Schluss nicht aufgelöst wird (aber einen Twist erfährt) ähnlich wie Red John bei The Mentalist, ist es doch ein gelungener übergreifender zusammenhaltener Handlungsbogen.

Fazit: Gelungene Krimiserie mit abwechslungsreichen Folgen der belgischen Sittenpolizei, die zumeist gute Auflösungen und spannende Fälle bietet, ein symphatisches Team, welchs man in kleinen Portionen kennenlernt, und dabei noch die ein oder andere Vokabel lernt, die man noch nicht kennt …

PS.: Daten:
Darsteller: Marc Lauwrys, Michael Pas, Vaerle Baetris, u.a.
Regie: Jakob Vanbruggen, Jan Mattheys, u.a.
Studio: Edel Germany GmbH
Sprache: deutsch
Format: Dolby, PAL, 16:9
Anzahl Disks: 2
FSK: ab 16 Jahren
Laufzeit: 603 Minuten
Erschienen: Jan. 2015
EAN: 4029759101550

PPS.: Bei der DVD handelt es sich um ein zugesandtes Rezi-Exemplar.

[RPG Now] Fold-N-Go – klebefreie 3D-Dungeons und Burg

Juli 23, 2014

Zugegeben Fold-N-Go klingt wie das neueste Projekt bei Dungeonslayers (man denke nur an den Dungeoncube …), ist es aber ausnahmsweise mal nicht.

Vielmehr handelt es sich um ziemlich cooles Spielmaterial, welches im Rahmen der „Weihnachten im Juli“-Aktion auf RPG Now entdeckt habe und welches zudem auf (nicht um) 20% reduziert wurde. Trotzdem konnte ich es leider noch nicht testen, da der Downloadserver überlastet scheint.

Das Castle Kit für 3 statt 15 Dollar bietet eine Burg zum klebstofffreien Aufbau, das Sewer Kit für 2 statt 10 Dollar Burg Kanalisationselemente und als Pay-what-you-want das Dungeon Kit reichlich Mauern und Dungeoninterieur. Gerade letzteres eignet sich natürlich hervorragend für einen Test!

Die Firma Lone Tree Games ist übrigens ein Imprint von Rite Publishing, also halbwegs bekannt.

Die Aktion läuft bis noch zum 28., Pay-what you-want gilt vermutlich auch noch danach, ist meistens aber auch zeitlich befristet.

Wer was bastelt, Bilder sind hochwillkommen!

Media Monday #159

Juli 14, 2014

Wäldmaischter, Großkampfraumschiff und Poesie des Blutes im 159. Media Monday. Was andere so zu bieten haben, direkt im Medien-Journal!

1. Die Familie Castle in der Serie Castle ist wirklich der zweite Ankerpunkt für diesen lohnenswert-unterhaltsamen Krimi mit Comedyelementen runf um Firefly-Superstar Nathan Fillion.

2. Wenn man einen Film poetisch nennen könnte, dann sicherlich 300 und 300 II, denn so pathetisch, ähh poetisch ist noch nie Blut gespritzt. Ernsthaft, das poetische, epische, pathetische – das unterscheidet tolle Filme von Grützeserien wie Spartacus.

3. Optik ist ja nicht alles, aber die Tantive IV sah schon beeindruckend gut aus, hatte sie gestern in der Hand.

4. Guy Pearce gefällt mir am besten in Rollen von Low Budget-Filmen wie Memento, in den großen Mainstreamfilmen konnte er mich noch nicht überzeugen, obwohl ich ihn sehr gern schau.

5. Das schönste Happy-End hat das WM-Finale 2014. Wälddddddmaischter!!!Ansonsten fand ich das Finale von Star Wars – Dark Times (#1) wunderbar, für die Protagonisten eher nicht happy, aber ich als Leser absolut!

6. Das letzte Mal so richtig als Geek gefühlt habe ich mich vorgestern am Samstag bei einer Runde Star Wars – Am Rande des Imperiums. Hatte eine Einladung zu ner Runde, habe dort Q3-PO2 – wissenschaftlicher Assistenzdroide und am Ende Baufahrzeug-gegnerische Unterkunft-Kontakter gegeben. Bis tief in die Nacht. Währendessen war draußen Bierfest und einige staunten: Guck, da sitzen vier am Tisch und spielen irgendwas! Ja, guck mal.

7. Zuletzt gesehen habe ich Spooks und das war erneut großartige Agentenaction, weil auch Staffel 2 und 3 der britischen Agentenserie der ersten in nix nachstehen. Und die ist eine echte Offenbarung für alle, die dem neuen Bond oder der Bourne-Reihe was abgewinnen können. Wobei gerade die erste Staffel echt einige Momente hat, die unvergessenen sind und bleiben!