Posts Tagged ‘LAUSCH’

Media Monday #275 – Slayvention-Special

Oktober 3, 2016

Frisch zurück von der Slayvention, trotzdem kämpf ich mich tapfer durch den Media Monday, wie immer via Medien-Journal präsentiert. Sicherlich mit dem ein oder anderen Slayventionerlebnis. Die dortigen Vorgaben in kursiv.

1. Mein(e) Serien-HeldIn Drizzt begeisterte mich auf der Rückfahrt der Slayvention mit dem atmosphärisch dichten Hörspiel. Jetzt wo Lausch wieder was macht, kann man Drizzt auch mal wieder komplett hören.


2. Zugegeben, anfänglich wollte ich
mir Planeslayers hauptsächlich nur wegen Bruder Grimm anschauen, doch das war eine wirklich tolle Sandbox, im wahrsten Sinne des Wortes. Meine dritte Slayventionrunde. Man bespielt nämlich die Elementarebenen und wir begannen in einer Sandwüste, wobei sich diese auf der elementaren Ebene in alle Richtungen, also auch oben und unten, erstreckte. Während es tiefenwärts immer fester und massiver wurde, wird es wasserwärts immer schlammiger, feuerwärts immmer magmaartiger oder auch kristallin und in Richtung der Luftebene immer lockerer und sandiger. Hier war dann auch das meiste los, da es keine normale Schwerkraft gibt, durfte man sich Räume als von Zeltplanen abgestützte Hohlräume im Sand vorstellen. Von dort galt es für die Archive die Ebenen mittels Vortex {Teleporters} zu bereisen und zu kartographieren. Jedenfalls hatten wir eine reine Luftgruppe gewählt mit einem El Halif, einem Kind des Windes, Naschin,

Planescape – Vorlage und Ideengeber, aber Planeslayers ist so voller neuer und guter Ideen, phänomenal.

einer Art Feenwindling und ich als Karrlik, einem Schocker, von Blitzen umwabberten, recht neugierigen Elementarwesen, die Blitzstrahlen werfen können, aber allergisch auf Metalle sind. Wir entschieden uns für einen Vortex in die Wolkenklippen, gerieten in eine Schlacht zwischen einem Zwergenluftschiff und Meritenpiraten, entdeckten ein paar Schätze, eine Wolkenriesenruine und zwei weitere Vortex, unmittelbar benachbart. Wunderbarer Hexcrawl, schöne Sandbox, eine Gruppe aus Grenzlandslayern und ich konnte mich vom Ideenreichtums Bruder Grimms auch in persona überzeugen, der meinen Blog immer so super bereichert. Übrigens auch ideal als MGQ, also als Multigruppenquest, bei der verschiedene Gruppen parallel oder nacheinander ein Gebiet erkunden.
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Schwarze Sonne returns und wird beendet

September 15, 2016

Fünf Jahre nachdem Lausch seine Hörspielserien eingestellt hat, gibt es doch noch ein Happy End. Oder auch ein Unhappy … aber ein End. Die Reihe Schwarze Sonne konnte nämlich damals nicht beendet werden, auch wenn es noch etwas Hoffnung gab.

Maritim nimmt sich der Reihe an und lässt Günther Merlau zu Ende produzieren – ich freu mich drauf, dieses Highlight der Hörspielwelt mir dann komplett geben zu können.

Die Serie war eine Mystery-Zeitreiseserie mit Nazis, Mythen und komplexen Beziehungen, mein Podcast-Kollege Christophorus konnte sich dort als Nicola Tesla verewigen. Folge VII hab ich damals recht ausführlich rezensiert.

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Märchen – auf die Ohren und für die Augen!

September 26, 2011

Zuerst: Endlich neues von Lausch. Man macht in Märchen. Dazu heißt es:

RAUTE MEDIA veröffentlicht in Kooperation mit LAUSCH 9 der beliebten Märchen der Gebrüder Grimm als Hörspiele auf 4 CDs.

Unter der Regie von Hörspiel-Produzent Günter Merlau entstanden die Märchen im Hamburger Studio von LAUSCH. Für die Neuauflage hat Merlau auch einige Hörspiel-Legenden ins Boot geholt – Reinhilt Schneider, Konrad Halver und Klaus Dittmann gaben für Grimms Märchen Erzähler, Könige und Hexen. Die drei Schauspieler haben bereits in den 70er und 80er Jahren in Hörspielen von Europa und anderen Labeln mitgewirkt.

Des Weiteren wurden bekannte Schauspieler wie Merete Brettschneider, Martin Wolf und viele andere verpflichtet.

Auf die Umsetzung darf man echt gespannt sein und wir werden mit Sicherheit reinlauschen – und berichten.  Schön, dass von dort wieder was zu hören ist!

Zweite Entdeckung kommt aus dem Tanelorn, ein internationales Märchenfilm-Projekt namens Wishing Woods, welches über Kickstarter finanziert werden soll.

Dazu heißt es:

Wir würden gern ein Märchen verfilmen! Darin geht es um einen jungen Spielmann, der auf seinen Reisen dem Teufel begegnet. Natürlich kommen auch eine Jungfrau und eine gehörige Portion Dramatik vor! Also eine sehr spannende Angelegenheit!
Die Idee kommt von unserem englischen Freund James Oliver, der auch Regie führen wird. Auf Kickstarter.com versuchen wir gerade, unser Minimalbudget für Equipment-Leihe und Essen, etc. zusammen zu bekommen.

Greifenklaue Podcast #8 – Brickslayers / SommerDing / NordCon / Snow Crash

September 18, 2011

In der 8. Episode haben wir uns einige Themen zur brust genommen: Nordcon, das SommerDing, das dort gespielte Brickslayers und welche LEGO-Produkte dafür Sinn machen, Zombie-Würfel, ganz kurz Villen des Wahnsinns, Snow Crash aus dem GK-Lesezirkel, die Situation bei Lausch, das Zombiehörspiel Terra Mortis und das Noir-Hörspiel Narcisse Astor Kurtmonge – nicht nur dieses mit Christophorus, sondern der ganze Cast ist mit ihm.

Ich muss erstmal los, heut abend noch ein paar mehr Links und Einzelzeiten!

Solange hier herunterladen oder dort direkthören!

PS.: Detailliertes Inhaltsverzeichnis:

Nordcon 2011 0:02
Sommerding 2011 0:11

Lausch 0:08
Pandoras Play 0:08

Brickslayers 0:15
Lego Minifiguren 0:23
Lego Minifiguren Serie 5 0:32
Lego Neuheiten 2011 0:30
Lego Ninjago 0:33

Snowcrash / Neal Stephenson 0:47

Zombiewürfeln 1:00
Villen des Wahnsinns 1:05

Narcisse 1:12

Hoffnung für Die Schwarze Sonne

April 28, 2011

Das Ende der Lausch-Erwachsenenhörspiele war nicht nur für viele Hörspieler ein Schock, auch dem ein oder anderen Rollenspieler dürften – neben Drizzt – Serien wie Hellboy, Punktown und Die Schwarze Sonne ans Herz gewachsen sein. Und für letztere gibt es zumindest etwas Hoffnung, wie in Podcast Alles kann, nix muss, welcher symphatischerweise ähnliche Lautstärkeschwierigkeiten hat wie wir, zu erfahren ist. Wenn es Günther Merlau nochmal packt und die finanziellen Mittel stimmen, dann könnte er es nochmal abschließen.

Überhaupt lohnt sich der Podcast, stellen sich Günther Merlau und Janet Sunjic den Fragen, die einen auf der Seele brennen und beleuchten die Hintergründe der Entscheidung. Aufschlussreich z.B. dass die Verkaufszahlen der Drizzt-Serie auf 1/6tel bis 1/5tel eingebrochen sind und wie groß sie die Fanbasis einschätzen. Auch Rollenspieler sollten mal reinlauschen, gerade wenn man bedenkt, dass man die Rollenspielszene eher kleiner bzw,. zersplitterter einschätzen muss, kann der Podcast dem ein oder anderen Dauernörgler (Alles jetzt und ohne Mehrpreis und …) wieder Bodenhaftung verschaffen!

Darüber hinaus werfen sie einen Blick in die Zukunft – Auftragsarbeiten und ein Kinderhörspiel, drücken dafür alle daumen, wünschen alles Gute und bedanken uns auf das herzlichste auf die immer tolle Zusammenarbeit und Unterstützung, egal ob Rezi- oder Verlosungsexemplare, Lausch war immer dabei. Also, vielen herzlichen Dank und alles erdenklich Gute für die Zukunft!

AusgeLAUSCHt – sehr schade!!! Auch Drizzt abgesenst!

April 21, 2011

Christophorus schrieb mir gerade: Die Nachricht muss ich erst einmal verdauen … Wie die Geschäftsführer Günter Merlau und Janet Sunjic in einem (eigenen) Interview erläutern, stellt der LAUSCH Verlag seine Erwachsenen-Hörspiel-Serien (u.a. »B.Ö.S.E.«, »Drizzt«, »Hellboy«) mit sofortiger Wirkung ein. Als Grund nennen die beiden dramatisch gesunkene Verkaufszahlen, denen hohe Produktionskosten gegenüber stehen.
Davon ist auch die Hörspiel-Messe »DIE HÖRSPIEL« betroffen, die bis auf weiteres nicht mehr stattfinden wird. LAUSCH will sich ganz auf Auftragsproduktionen sowie auf die Vertonung von Filmen und Spielen konzentrieren.

Dnk auch an Mankotaleph von der Weltenwunde, der mich ebenfalls anschrieb. Hier geht es zur Nachricht bei LAUSCH. Und mir wird gerade bewußt, dass davon auch die tolle Die Schwarze Sonne-Reihe betroffen ist.

[Rezi] Fetzer (das Zombie-Hörspiel von Markus Heitz)

Oktober 14, 2010

Christophorus hat sich Fetzer vorgenommen, in welches man schon in der DIE HÖRSPIEL reinhören konnte. Nun aber:

STORY
Deutschland im Jahre 2015: Dank des Ausbruchs des sogenannten »Carnivore-Virus« gehören schlurfende, gehirnsaugende Zombies mittlerweile zum (schlechten) Stadtbild. Doch in einer Zeit, in der die Medien als vierte Staatsgewalt fungieren, wird aus der Not eben eine Tugend und aus Untoten echte Filmstars gemacht.

Unter Horror-Fans verkaufen sich die Splatter-Orgien wie geschnitten Brot, ist es doch nunmehr nicht mehr nötig, auf sündhaft teure Special-Effects zurückgreifen zu müssen. Ein echter Zombie, der echten – wenn auch in der Regel todkranken – Menschen das Gehirn aus dem Schädel puhlt, macht eben viel mehr her und ist zudem auch noch preiswerter.  Als Branchenführer in diesem noch jungfräulichen Massenmarkt sind die »Fetzer Filmstudios« natürlich sehr stolz auf ihre Werke, und ihr unumstrittener Superstar ist der hochintelligente Untote Gilberto Friemannsdorf-Hallorsen.

Dieser wird während der Dreharbeiten zu einem neuen Film jedoch von der jungen Miré, frischstes Mitglied einer speziellen Kampftruppe des Staatlichen Institutes für Seuchenkontrolle, kurz SIS, versehentlich aus dem Weg geräumt. Denn: Zwischen Institut und Filmbranche herrscht eine Art Friedensabkommen, das besagt, dass nur Zombies vernichtet werden dürfen, die in keinem Zusammenhang mit den Studios stehen und ihre Lust auf menschliche Gehirne nicht kontrollieren können. Leider vergaß Miré im Vorfeld, genau das zu kontrollieren.

Für Bot, den Einsatzleiter der Kampftruppe, eine echte Katastrophe. Und gerade, als die Fetzer Filmstudios ihn und seine Mitstreiter auf Schadensersatz in Millionenhöhe verklagen wollen, erreicht ein Notruf das Team, der alles verändern soll…

KRITIK
Die im Vorfeld der Veröffentlichung angekündigte »zynische Abrechnung mit der Mediengesellschaft« war natürlich nur PR-Trommelei, denn mehr als nur an der Oberfläche kratzen und ein amüsiertes Lächeln hervorzaubern kann »Fetzer«, die exklusive Zusammenarbeit zwischen Erfolgsautor Markus Heitz (»Die Zwerge«, »Collectors«), der die Vorlage lieferte, und dem Hamburger Hörspiel-Label LAUSCH, nicht. Vielleicht war das aber auch gar nicht der dringendste Gedanke der Macher, denn eher als eine Abrechnung steht die Unterhaltung an erster Stelle – und in dieser Disziplin kann das Hörspiel gut Punkte sammeln.

Die Geschichte rund um ein Einsatzteam, das immer dann gerufen wird wenn es die Zombies ein bisschen zu bunt treiben und das sich nun vor einer großen Filmfirma rechtfertigen muss, ist vor allem eines: gradlinig und schnörkellos. Es wird geballert, es wird gestöhnt – und spätestens, wenn die Schädeldecken knacken und Gehirne mit schmatzenden Geräuschen entnommen werden, wird’s auch schön ekelig. Wer also ob der »zynischen Abrechnung mit der Mediengesellschaft« Tiefe und ausgefeilte Charaktere erwartet hat, dürfte enttäuscht werden.

Dialoge gibt es verhältnismäßig wenige, den größten Part nimmt der Erzähler in Form von Einsatzleiter Bot bzw. dessen Sprecher Jürgen Holdorf ein. Wer schon die LAUSCH-Serie »Punktown« mochte, wird sich daran nicht sonderlich stören, doch gerade bei den Action-Szenen nimmt diese Verfahrensweise ein wenig den Drive raus. Weniger wäre hier deutlich mehr gewesen. Was nun aber nicht bedeutet, dass es Jürgen Holdorf nicht versteht, den Zuhörer zu fesseln. Ganz unaufgeregt und mit sonorer Stimme kommentiert er das Geschehen, was seiner Figur eine gewisse Portion Coolness und Abgebrühtheit verleiht. Etwa wenn es darum geht, dass Klettverschlüsse bei Zombie-Kontakt überlebenswichtig sind. Schräg!

Apropos Sprecher: Ein Extralob erhält Katharina von Daake, die der übereifrigen Miré ihre Stimme leiht. LAUSCH löste somit das Versprechen ein, der weiblichen Gewinnerin des großen Sprechercastings vom September vergangenen Jahres, das in Zusammenarbeit mit www.hoerspielprojekt.de entstanden ist, mit einer Rolle in einer ihrer Produktionen zu gedenken. Und von Daake löste ihre Aufgabe mit Bravour: So lässt sie Miré schön trotzig klingen, und ihre jugendlich wirkende Stimme passt dazu ganz hervorragend. Auch ihre Kollegen wie Dorothea Hagena, Uwe Hügle und Wolfgang Berger liefern einen guten Job ab, treten aber meist in den Hintergrund.

FAZIT
»Fetzer« bietet zu wenig Tiefe, um wirklich eine Abrechnung mit der Mediengesellschaft zu sein. Zynische Seitenhiebe und Unterhaltung bietet es aber allemal.

PS.: Reinhören kann man hier.

[Rezi] Drizzt 14 – Gefährliche Begegnung

Juli 20, 2010

Christophorus hat in die vierzehnte Folge reingehört.

STORY
Mit Entsetzen musste Drizzt Do’Urden feststellen, dass seine scheinbar vor Machthunger wahnsinnig gewordene Schwester Vierna hinter all dem Übel steckt und einen Pakt mit dem Meuchelmörder Artemis Entreri eingegangen ist, allein mit dem Ziel, Drizzt endlich zu töten und somit die Spinnenkönigin Lolth zufrieden zu stellen.
Als die Dunkelelfin mit einer Armee von Drow-Soldaten die unteren Minen von Mithril-Halle angreift, bleibt Drizzt nichts anderes übrig als sich ihr zu stellen, wird aber überwältigt und verschleppt. Ohne zu zögern machen sich Bruenor, Cattie-brie und Wulfgar auf den Weg, ihren Freund zu befreien. Doch der Preis für seine Rettung ist hoch…

KRITIK
»Gefährliche Begegnung« setzt die Geschichte um Vierna Do’Urden und ihren Willen, die Macht im Unterreich an sich zu reißen, nahtlos fort und begeistert wie schon bei »Das Vermächtnis« mit einer enorm dichten, düsteren Atmosphäre, die sich vom Anfang bis zum Ende zieht. Nur hin und wieder wird die Szenerie durch geschickt eingesetzte, charismatisch humorvolle Einlagen aufgelockert.
Auch die Dramatik kommt nicht zu kurz, denn der Verlust eines liebgewonnenen Charakters wurde so gekonnt inszeniert, dass einem unweigerlich die Tränen in den Augen stehen. Toll gemacht!
Toll ist ebenso der geniale Musik- und Klangteppich, mit dem die LAUSCHer diese Folge unterlegt haben. Ob Waffengeklirr, Echo oder Fußgetrappel – stets hat man als Zuhörer das Gefühl, mittendrin zu sein.
Eine Glanzleistung liefern auch wieder sämtliche Sprecher ab, allen voran Bea Kopyto, die als Vierna Do’Urden mehr als zu gefallen weiß. Bernd Hölscher und Annabelle Krieg liefern sich als Wulfgar und Cattie-brie sehr amüsante Wortgefechte, und Tobias Meister ist ohnehin über jeden Zweifel erhaben.

FAZIT
Das Wiederauftauchen der Familie Do’Urden tut der Serie spürbar gut: Sehr düster, sehr brutal – und sehr atmosphärisch. Gepaart mit den grandiosen Sprecherleistungen und der packenden Inszenierung gehört »Gefährliche Begegnung« zu den Highlights der Dunkelelfen-Saga.

Christoph Memmert

Lausch macht`s mit Markus Heitz: Zombies statt Zwerge

Juni 20, 2010

Frisch von der DIE HÖRSPIEL – dort war im von Günther Merlau moderierten Talk Ich kann ihne Hörspiele nicht leben! folgendes zu vernehmen. Eigentlich wollte man mit Markus Heitz, von dem es bisher nur Hörbücher und Inszenierte Lesungen (u.a. Die Zwerge mit Corvus Corax) gerne Die Zwerge als Hörspiel umsetzen. Dazu kommt es allerdings nicht, stattdessen gibt es im Herbst ein Zombie-Hörspiel von ihm und Lausch, in das schonmal reingelauscht werden durfte. Es wird gesplattert – und es darf auch gelacht werden!

Ansonsten gibt es in Kürze mehr von der DIE HÖRSPIEL – erst in Berichtsform, dann als Podcast!

[Rezi] Drizzt 13 – Das Vermächtnis (Hörspiel)

Juni 17, 2010

Christophorus lauscht in die 13. Folge von Drizzt und bespricht sie sogleich:

STORY
Einige Zeit ist vergangen, seit Drizzt, Bruenor, Cattie-brie und Wulfgar aus Calimhafen zurückgekehrt sind, um ihren Freund Regis aus den Klauen Pascha Poogs zu befreien. Während der Halbling im Süden zurückgeblieben ist, um die dortige Diebesgilde neu aufzubauen, und Drizzt die Sehenswürdigkeiten der Schwertküste bereist, hat sich Bruenor zum König von Mithril-Halle krönen lassen und steckt nun mitten in den Vorbereitungen zu den Hochzeitsfeierlichkeiten seiner Zieh-Tochter, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Wulfgar endlich zu ehelichen.
Als Drizzt die Nachricht der Trauung erreicht, kehrt er nach Mithril-Halle zurück, nur um festzustellen, dass der Barbar ihm plötzlich außerordentlich feindlich gesonnen ist und auch sonst zwischen ihm und seiner künftigen Frau ein arg angespanntes Verhältnis herrscht. Was auf den ersten Blick wie eine typische Beziehungskrise anmutet, entpuppt sich alsbald als eine geschickt gesponnene Intrige von Feinden, mit denen Drizzt nicht mehr gerechnet hat…

KRITIK
Ich bin völlig geplättet. Was LAUSCH hier auf die Beine gestellt hat, ist an Intensität und Dramaturgie kaum zu überbieten. Nach den vorlagenbedingten Abenteuern des Dunkelelfen an der Oberfläche, die zwar streckenweise mit netten Ideen, aber ohne sonderliche Tiefe aufwarten konnten, geht’s mit »Das Vermächtnis« endlich wieder in die Unterwelt – und das tut der Serie spürbar gut: Das Setting ist an genau den richtigen Stellen wunderbar düster, die wiedergekehrten Charaktere schön fies und intrigant, die Geschichte abwechslungs- und actionreich und vor allem spannend inszeniert. Zwar wirkt der Beginn mit Cattie-bries und Wulfgars Hochzeitsvorbereitungen  noch etwas flapsig und damit deplatziert, steigert sich aber schnell zu einem wohldosierten Mix aus Humor, Tragik und echter Dramatik.
Auf ganz hohem Niveau bewegen sich dabei die Sprecher und ihr Dialoge. Über Tobias Meister, Uwe Hügle, Bernd Hölscher und Anabelle Krieg muss ja kein Wort mehr verloren werden, eher verdient »Frischling« Bea Kopyto ein paar Zeilen des Lobes. Die gebürtige Polin, die in dieser Folge Vierna Do’Urden ihre Stimme leiht, klingt so schön herrisch und wahnsinnig, dass man nicht nur sofort an die hervorragende Leistung einer Elga Schütz (Oberin Malice Do’Urden in den Folgen 1 bis 3) erinnert wird, sondern auch hofft, dass sie öfter zum Einsatz kommen wird. Eine echte Bereicherung für die Serie!
Produktionstechnisch gibt es erfahrungsgemäß nichts zu meckern. Atmosphärische Klangteppiche untermauern die packende Geschichte ebenso wie die eingesetzte Musik.

FAZIT
Beginnt etwas schleppend, entwickelt aber schnell epische Qualitäten und knüpft nahtlos an den wunderbar erzählten ersten drei Folgen an. Toll!