Posts Tagged ‘Regeln’

GKpod #62 – Wie dreht man an der Spannungsschraube

September 18, 2016

Der Karneval im September fragt {Wie dreht man an der Spannungsschraube?  {Einladung und Diskussion} Christophorus und Greifenklaue begeben sich auf die Suche …

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GKpod #60 – #RPGaDAY2016 Tag 1-16

August 24, 2016
(c) William McAusland, used with permission

(c) William McAusland, used with permission

Der Greifenklaue-Podcast widmet sich auch in diesem Jahr der Fragen von #RPGaDAY2016, im ersten Teil Christophorus und Greifenklaue dem ersten Block der von Jaeger.net übersetzten Fragen.

Hier zum Download (Rechtsklick) oder dort zum direkt anhören.

Schon im letzten Jahr haben wir die Fragen in zwei Schüben abgearbeitet: GKpod #51 – #RPGaDay 1-15 und GKpod #54 – RPGaDay 2/2.

 

[Karneval] Geld, Gold und Schätze – Einladung & Aufruf

Juli 31, 2016

Geld, Gold und Schätze sind der typischste Fundstück in einem Dungeon neben magischen Gegenständen, welche ja selbst wiederum wertvolle Verkaufsgüter sind in einigen Systemen. Aber auch in ferne Zukunft erfreut sich der Spieler an einem Credstick oder einem Haufen Knarren, die er verkaufen kann. Kaum ein System kommt mit ohne diese Art Ingamebelohnung aus.

Beim monatlichen Karneval der Rollenspielblogs kann sich jeder beteiligen mit Artikeln in seinem Blog, als Gastartikel auf einem Blog, genauso mit Artikeln oder Diskussionsbeiträgen in Foren oder sozialen Medien, auch Podcast, Youtubes etc. sind sehr gern gesehen, schickt mir einfach einen Link – gesammelt werden sie hier im Startbeitrag des Blogs und im RSP-Blog-Forum. Bei Fragen einfach fragen.

Im folgenden einige Anregungen rund um das Karnevalsthema Geld, Gold und Schätze, wobei meine weiteren Punkte in Kürze folgen. Man kann sie sich aber auch anhören im GKpod #59.

1.) Systemisches

Wie behandeln die Systeme das Thema Geld? Während die Goldmünze in vielen Systemen Standard ist, setzen andere auf die Silbermünze (Lamentations of the flame princess), manche haben obskure (evtl. historisch orientierte) Wechselkurse (Warhammer) oder kennen gar nur ein abstraktes System zur Geldverwaltung. Welche Alternativen zu Münz- und Scheingeld gibt es in der Historie (Tauschsysteme), in der Zukunft (Credsticks) und in anderen Genres (Kronkorken, Patronen, Knöpfe)? Welches andere Gefühl ergibt sich daraus für das System?
(more…)

[RSP-Blog-Karneval] Zusammenfassung der 1. Woche

Februar 8, 2015

Wowww, eine Woche „10 Dinge“ hat zu deutlich mehr Artikeln geführt, als ich erwartet habe. Schön, dass die Idee ankommt!

Nerd-Gedanken empfiehlt 10 Dinge, die jeder Held dabei haben sollte. Ein eher amüsanter Blick auf Dinge, die manchmal fehlen und andere Sachen, die vermutlich noch auf keinem Charakterbogen stehen.

Teilzeithelden hat es ähnlich gehalten speziell für Pathfinder: Zehn Dinge, die in keiner Pathfinder-Runde fehlen sollten . 10 erstaunlich nützliche und relativ günstige magische Gegenstände, die jeder Gruppe nützlich sein könnten.

Daniel vom Podcast System matters versucht 10 interessante 1W10-Listen vorzulegen und hat schon 7 beisammen:
1W10 Dinge die man in einem Drachenhort findet
1W10 Dinge die man bei einem zügigen Aufbruch vergessen kann
1W10 Dinge die man auf dem Grund des alten Sees findet
1W10 Dinge die in einem Zauberbuch stehen
1W10 Dinge die ein Tempel für einen Dienst erwartet
1W10 Dinge in einem Trollhort
1W10 Dinge welche die Toten anzubieten haben

Tarin vom Goblinbau nutzt den Karneval, um seine Hauskampagne Arn vorzustellen – und ich muss sagen, die klingt nach verdammt guter weird Sword & Sorcery!
10 Dinge über Arn
10 Dinge über Zwerge
10 Dinge über Elfen
10 Dinge über Halblinge
10 Hintergründe für die Elfen Arns
10 Hintergründe für die Zwerge Arns

JC Games kann auch W10-Zufallstabellen und bietet W10 Eigenschaften von KIs sowie W10 Fehlfunktionen von Geräten.

Chaotisch Neutral erzählt von 1W10 Cthuloide Widrigkeiten für wahnwitzige Wendungen und widerliche Willensanstrengungen, deren Ursprung bestimmt in erzählenswerten Anekdoten liegt.

Würfelheld empfiehlt 10 Short Films, der Eisenhofer hingegen verrät, welche 10 Bücher er auf dem Nachttisch liegen hat.

Antariuk von Fallschaden baut Komplikationslisten, wenn die SC auf NSC-Dienste zurückgreifen wollen – sehr coole Idee!
10 NSC-Komplikationen: Magier
10 NSC-Komplikationen: Krieger
10 NSC-Komplikationen: Priester
Schurken sollen noch folgen!

Der Ghoultunnel bietet 10 Fakten über Thri-kreen, die spielbare Insekten aus Dark Sun.

Tentakel Spiele sinniert über 10 Dinge, die ihn nerven (beim Rollenspiel), Christoph Daether schließt sich dem an: 10 Dinge, die im Rollenspiel nerven.

Bei mir vor Ort, der Greifenklaue, gibt es dann noch 10 Vignetten für Lokale Helden speziell für Pathfinder – Rise of the Runelords, die aber auch anderweitig einsetzbar sein sollten.

Das sind 27 Artikel, die mir überwiegend gefallen haben und erstaunlich viel Spielmaterial dabei! Da freu ich mich doch mal auf Woche 2! Natürlich gibt es auch wieder 10 neue Inspirationen:

  • 10 elegante Regeln
  • 10 interessante Welten, in denen man sofort losspielen will
  • 10 Links, wo man hervorragendes Rollenspielmaterial findet
  • 10 Zufallstabellen, die in meiner Kampagne Anwendung finden
  • 10 Musikstücke, die meine Rollenspielrunden begleiten
  • 10 Rätsel,die gelöst werden wollen
  • 10 Fahrzeuge, die ein Charakter besitzen will
  • 10 außergewöhnliche Waffen
  • 10 Dinge, die sich hinter einer Tür verbergen
  • 10 Gerüche, nach denen ein Gang riechen kann

[Rezi] Dungeonslayer – freies Oldschoolsystem

Dezember 7, 2008

ClemLOR hat sich netterweise das System Dungeonslayer näher angeguckt, welches hier blogt und frei zum Download steht. Rezensiert wurde die V2, auch wenn die V3 wohl demnächst fertig ist. Diskutiert über die Rezi wird hier im GK-Forum. Nun aber:

Das 12-seitige und kostenfreie Spielsystem ist in wenigen Minuten gelesen, verstanden und spielbereit. An dieser Stelle explodiere ich den Aufbau des offiziellen aktuellen Regelwerks „DUNGEONSLAYERS“ V2.0 von Christian Kennig, das ein altmodisches Rollenspiel sein will: www.dungeonslayers.de vorliegt.

Seite 1: Deckblatt
Seite 2: Titelblatt
Seite 3: Einleitende Worte, die den Aufbau dieses komplexen Regelwerkes kurz vorstellen und rechtliches vorstellen (Seite 4 lt. PDF)
Seite 4: Charaktererschaffung (Seite 5 lt. PDF)
Seite 5: Regeln (Seite 6 lt. PDF)
Seite 6: Ausrüstung und Zaubersprüche (Seite 7 lt. PDF)
Seite 7: das geheime Arkanum der Kunst der Spielleitung (Seite 8 lt. PDF)
Seite 8: Ein Einstiegsabenteuer (Seite 9 lt. PDF)
Edit:
Die Seiten 9-10 stellen den Charakterbogen dar, der zusätzlich pro Seite als eigenständiges PDF Dokument auf
www.dungeonslayers.de vorliegt
Seite 11: Schlussdeckblatt mit einem kleinen Teaser.
Nachteil: Der Zauberbogen ist dem Regelwerk nicht beigefügt; dieser kann aber als Seite 3 des Charakterbogen auf www. dungeonslayers.de heruntergeladen werden

Charaktererschaffung

Die Spieler schlüpfen in die altbekannten Völker der Elfen, Menschen und Zwerge und wählen dabei eine Klasse aus Krieger, Späher oder Magier aus. Dieses Dreierkonzept findet sich auch in den Attributen des Charakters wieder, welche auf Körper, Agilität und Geist beschränkt werden; bei der Erschaffung des Charakters wird jedem Attribut aus drei festgelegten Werten je einer zugeordnet.
Aus den Attributen leiten sich Eigenschaften ab, die jeweils den halben Wert des übergeordneten Attributes haben. Anschließend erhält der Charakter abhängig von der Klasse und von dem Volk jeweils einen Bonuspunkt auf eine der Eigenschaften. Dies wird tabellarisch kurz aufgeschlüsselt.
Nachdem nun noch die Ausrüstung und unter Umständen die Zaubefähigkeiten zugeordnet worden sind, wird es „kompliziert“, weil nun abschließend die Kampfwerte errechnet werden. Diese umfassen Lebenskraft, Abwehr, Schlagen, Schiessen, Ausweichen, Zaubern und Zielzauber. Die hierfür bereitgelegten Formeln sind lediglich Summen aus verschiedenen Eigenschaften.

Regeln

Schlüsselkonzept des Spielsystems ist eine 1W20 Probe gegen einen Probenwert. Der Probenwert ergibt sich in der jeweiligen Situation aus der Summe eines Attributs und einer seiner Eigenschaften, welche unterwürfelt werden muss. Das System kennt für die Proben den Immersieg (gewürfelt 1 = immer Erfolg) und den Patzer (gewürfelte 20 = Misserfolg).

Das Kampfsystem unterteilt die Kampfbegegnung in eine Serie von Kampfrunden; jede Runde erfolgt nach dem festen Ablauf Initiative, Aktion und Schaden.
Unter Aktionen, aus denen ein Charakter pro Runde eine durchführen kann, fallen Bereitmachen von Gegenständen, Schlagen (Angriff), Schießen (Fernangriff) oder Zaubern u.a.
Wird ein Angriff erfolgreich durchgeführt, so ist das Würfelergebnis auch der Schaden, auf den das Opfer automatisch eine Abwehr-Probe durchführt; das Ergebnis der Abwehr-Probe wird von dem Schaden abgezogen. Ausrüstungsgegenstände können das Ergebnis beeinflussen.

Auch die Magie wird auf erfolgreiche Proben gestützt.

In den letzten zwei Abschnitten der Regeln werden die Konzepte der Erfahrung und die Steigerung von Fähigkeiten geschildert; „Dungeoncrawlers“ bedient sich dabei einem klassischen Stufensystem mit insgesamt 20 Erfahrungsstufen, die durch das Sammeln von Erfahrungspunkten erreicht werden. Mit jeder Stufe erhält ein Charakter einen Lernpunkt; diese Lernpunkte können gesammelt werden und werden eingesetzt, um Eigenschaften des Charakters zu steigern. Die Steigerungsmöglichkeiten hängen von der Klasse des Charakters ab. Zusätzlich erhält der Charakter auf jeder 4. Erfahrungsstufe ein Talent wie Abklingen, Diebestrick, Flink, Verletzen etc., welche sich zusätzlich auf die Eigenschaften des Charakters auswirken.

Ausrüstung

In drei für dieses Spielsystem ungewöhnlich „komplexen“ Tabellen, die leicht zu lesen sind, werden die verschiedenen Gegenstände und Zaubersprüche mit ihren Wirkungsweisen aufgelistet. Zwei kurze Textabschnitte beschreiben den Einsatz dieser Tabellen.

Waffen haben neben ihrem Namen noch einen Waffenbonus, etwas „Besonderes“ sowie einen Goldwert; Rüstungen kennen die gleiche Tabelle, wobei statt Waffenbonus ein Panzerungswert gelistet ist.
Zaubersprüche tragen neben ihrem Namen einen Zauberbonus, einen speziellen Wirkergrad, ihre Art, ihre Distanz, ihren Abklingfaktor, ihren Effekt und schließlich ihren Goldwert. Der Wirkergrad teilt mit, inwieweit der Charakter in der Lage ist, einen bestimmten Zauber auf niedriger oder erst höherer Erfahrungsstufe einsetzen zu können.

Spielleitung

Der Spielleiter erhält in mehreren einzelnen Abschnitten Werkzeuge an die Hand, wie er Proben von Spielern verlangen kann, Dungeons erstellt, Fallen regeltechnisch umsetzt, Beute und Schätze entwickelt und Monsterbegegnung gestaltet. Speziell bei den Monstern sind exemplarisch mehrere Monsterarten beschrieben – Monsterspinnen, Orkkrieger und Skelette.
Der entscheidende Abschnitt des Systems ist die grundsätzliche Einleitung zur Spielleitung:

Dungeonslayers ist ein sehr schnelles System – Charaktere können hier wild rumhacken, aber auch schnell draufgehen, also gönne man ihnen ihre Ruhmeszeit. Auch wenn im Vordergrund spaßiges Dungeonschlachten und knackige Kämpfe stehen, kann man auch problemlos reiselastige Wildnis- oder detektivische Stadtabenteuer mit Dungeonslayers spielen.
Würzt man das ganze noch mit etwas naiver Fantasy, wo man auf hilfreiche Feenwesen und klischeehafte NSC trifft, Dörfer vor bösen Magiern in nahen Ruinen befreit, man zum Helden wächst und der König einem früher oder später dankbar die Hand schüttelt, kann sich daraus schnell eine nette Kampagne mit altmodischer Atmosphäre entwickeln – probiere es einfach mal aus.
Bei allem gilt natürlich die alte Devise “Sei fair” – der Spielleiter spielt nicht gegen die Spieler, sondern mit ihnen.

Im übrigen sind die Beispiele in den weiteren Abschnitten lediglich Mustervorschläge und laden den Spielleiter ein, selbsttätig Möglichkeiten wieterzuentwickeln. Allerdings kündigt der Autor auch an, dass weitere Informationen zukünftig auf www.Dungeonslayers.de als Downloads zur Verfügung gestellt werden sollen.

Fazit

Dieses Spiel lässt keine Zweifel: Es will sich nicht an Regelmechaniken aufhalten und nicht das tiefgründige Rollespiel zum Mittelpunkt des Spielkonzepts werden lassen. Die Möglichkeit auch dieser Spielweise ist zwar offen gelassen, adressiert ist aber der klassische Dungeon Hack’n’Slay, welche für kurzweilige Abenteuer und Rollenspielerfahrungen sorgen soll.
Das Einstiegsabenteuer Der Herr der Ratten macht dies nur allzu deutlich. Die Helden werden entsprechend aller Klischees in der Dorfschenke von dem Wirt persönlich angesprochen, der ein Rattenproblem in seinem Keller hat … Ohne große Vorrede und ohne großes Kampagnensetting werden mit dem Auspacken des Spiels und der zügigen Charaktererschaffung die Helden somit sofort ins Abenteuer gestürzt.

Das Spiel verspricht, wirklich schnell eingesetzt werden zu können und wartet nur darauf, die Würfel auf einer Tischplatte rollen zu lassen. Die Regeln werden vermutlich die größte Herausforderung sein; ihre einfache und höchst abstrakte Ausprägung werden gewiss mehr als einmal die Regelfreudigkeit von Spielern und Spielleitern herausfordern; aber wenn das Spiel mit dem gleichen Spaßanspruch gespielt wird, wie es formuliert worden ist, dürfte auch dieses Hindernis schnell genommen werden …

Schlussbemerkung

Vermutlich ist dieses Regelsystem ein besseres Regelwerk für das altgediente Brettspiel „Heroquest“; und mich beschleicht das Gefühl, dass dies eine besseres DuD 4E ist als das, was offiziell angeboten wird …
Ich freue mich schon darauf, das Spiel ein erstes mal zu spielen oder zu spielleiten.

In diesem Sinne ClemLOR