Posts Tagged ‘rsp-blogs’

Media Monday #303

April 17, 2017

Neue Woche, neuer Media Monday, wie immer via Medien-Journal präsentiert. Die dortigen Vorgaben wie gewohnt in kursiv.

1. Wenn es um gemeinsame, „mediale“ Freizeitbeschäftigung geht, bevorzuge ich persönlich Gesellschafts- und Rollenspiele. Man trifft sich mit zwei bis fünf anderen Leuten und spielt natürlich nicht nur, sondern tauscht sich vorab, in Pausen und hinterher {idealerweise nicht im Spiel – auch wenn einige Brettspiele das erlauben} auch über andere Medien wie Serien, Filme etc. aus.

2. Und wenn Familie und/oder Freunde sich gemeinsam zum Spielen einfinden, landet derzeit meist Star Wars – Macht und Schicksal auf dem Tisch, denn die Einsteigerbox macht deutlich Lust auf mehr. Schon zum GRT getestet, es folgt eine Runde auf dem DinG und evtl. noch eine dritte Runde. Und einmal wird wohl auch das Anschlussabenteuer gespielt.
(more…)

rsp-blogs.de down!!!

Juli 2, 2016

Der ein oder andere wird es schon gemerkt haben, der Blog-Aggregator rsp-blogs.de ist down.

Einerseits kein Grund zur Panik, es wird dran gearbeitet. Im Tanelorn kann man sich derzeit über Fortschritte informieren. Neben rsp-blogs.de sind auch das Forum, der Gratisrollenspieltag, der Deutsche Rollenspielpreis und Karstens Blog, Richtig Spielleiten! betroffen – und für einige Daten sieht es wohl auch nicht gut aus (was dann doch Grund zur Panik wäre).

Da Karsten diesen Monat auch den Rollenspielkarneval organisiert, sei noch an das aktuelle Thema Liebe & Romantik erinnert. Schreibt trotzdem zahlreiche Artikel!

Edit: Den Karnevalsartikel findet ihr im Tanelorn.

#RPGaDAY2015 Tag 29 – Lieblings-RPG-Website bzw. Blog?

August 29, 2015

Da kann ich keine einzelne Website nennen, einige Blogs und Websites, die ich besonders gern aufsuche, sollte aber kein Problem sein.

XXX

Schätze – Ein Lieblingsthema von Rorschachhamster? – (c) Willian McAusland, used with permission

Rorschachhamster macht in seinem Blog viel cooles Material zumeist für Pathfinder, ist dabei oft auch oldschoolig und das, was er bastelt, mag ich ziemlich – und setze es auch im Spiel ein. Diese Wildnis-Tabellensammlung von ihm ist mir eine der liebsten, auch sein Adelshausgenerator ist ein cooles Teil.

Jungrollenspieler Philipp mit seinem Blog Nerds-gegen-Stephan (ehemals Philipp-gegen-Stephan) spielt erst seit etwa einem Jahr Rollenspiel, aber ist schon ein richtiger Szeneinsider. Besonderen Respekt haben seine Interviews mit Indy-Autoren verdient – wo ich auch ab und an feststelle trotz guter Szenekenntnisse meinerseits, das er was neues ausgegraben hat. Das passiert anderswo nicht so oft wie hier  und ist immer ein schönes Erlebnis.

Nicht oft*, dafür aber immer in gehobener Qualität schreibt Mondbuchstaben, der schon lange, lange dabei ist und einerseits die Szene in- und auswendig kennt, andererseits auch den Blick von außen hat. Mit Astropia und M20 hat er zwei tolle Projekte realisiert, die ich recht gern mag und Karten zeichnen hat er ziemlich drauf. [*Dafür bei RPGaDay täglich und das sehr gehaltvoll.]

Auch im Schatten von Würfeln gibt es etwas zu entdecken! – (c) William McAusland, used with permission

Auch im Schatten von Würfeln gibt es etwas zu entdecken! – (c) William McAusland, used with permission

Ganz ähnlich verhält es sich mit Argamae / In the shadow of a die, der sonst selten, aber momentan täglich postet – und das ähnlich gehaltvoll.

Täglicher Besucher bin ich bei RSP-Blogs. Der Blogaggregator ist der Blick in die weite Rollenspielwelt, einmal durchgescrolt und schon hat man zwei, drei interessante Artikel gefunden, ein paar News eingesammelt oder neues Spielmaterial entdeckt. Tolle Einrichtung, tolles Engagement!

Ebenfalls regelmäßig angesteuert wird die Dungeonslayerscommunity und die G+-Rollenspielcommunity. Erstere ist eine enge Gemeinschaft, sehr produktiv, sich oft positiv gegenseitig befruchtend. Zweitere eine Riesengemeinschaft mit Rollenspielern aller Geschmacksrichtungen, man findet dort ständig was Neues – News, Material, auch Diskussion  oder kann schnell Feedback einholen.

Über ihre Lieblingsseiten bloggen auch Nerds-gegen-Stephan, Richtig spielleiten, Edieh, Adrian und Jaegers.net.

[RSP-Blog-Karneval] Zufallstabellen – Woche 3

Februar 23, 2014

In der dritten Woche des RSP-Blog-Karnevals kamen zehn weitere Artikel zusammen, womit es nun insgesamt 26 Artikel sind. Die Rückblicke auf Woche 1 und auf Woche 2 finden sich hier, die Einladung zum Karneval hier – brennen wir eine tolle letzte Woche runter. Aber erstmal schauen wir auf Woche 3.

Der Eisenhofer bietet Siedlungen für IPP,  komplexe Ergebnisse werden dabei geliefert inkl. einiger jüngster Geschehnisse und Vorhaben, so dass man gleich nen Ansatzpunkt für Handlungen hat.

d6ideas stellt in Überall Reitechsen! – Zufällige Nutzkriechtiere diverse Nutzechsen vor – inkl. der Briefschildkröte. Langsam, aber sicher!

Mit Wie sieht die/der denn aus? bietet Mad-Kydalanth je eine W12-Tabelle zum schnellen Bestimmen zum Aussehen von weiblichen / männlichen NSCs.

Was findet man In the shadow of a die? Natürlich Mysteriöse Fundstücke.

Moritz bietet auf seiner Seifenkiste Merkwürdige Wald-Begegnungen (nicht nur) für Labyrinth Lord.

In Wie der Zufall es will befasst sich Talasu mit seinen persönlichen Kontakt zu Zufallstabellen und legt für Shadowrun einen Auftragsgenerator nach.

Auch Sprawldogs legt nochmal für Shadowrun eine weitere Tabelle nach: 36 Verletzungen macht die nächste Schußwunde farbiger …

Und bei Star Wars heißt es jetzt, Regenschutzschild einpacken und Thermounterwäsche unter die Stormtrooperrüstung angezogen, sonst drohen dank Nerd-Gedanken Zufällige Krankheiten.

Der Nostergast-Blog beschäftigt sich mit den Nationalgerichten beider Staaten: Zufällige Nationalgerichte für Nostria / Andergast (DSA). Prinzipiell lassen sie sich auch für die ein oder andere urige Kneipe am Wegesrand einsetzen.

Die Thronfolgetabelle im Ghoultunnel ist eher für seine Kampagne gedacht, aber als Inspiration, wie man sowas aufziehen kann, ist sie sicher nicht schlecht.

Ein elfter Beitrag kommt vom Rorschachhamster, auf den ich hinweisen möchte, schließlich ist es auch eine Zufallstabelle: die Alternative Wiedergeburtstabelle.

Und damit auf in die vierte und letzte Woche!

Media Monday #127

Dezember 2, 2013

Und wieder ist Media Monday, hier findet ihr den Ausgangsbeitrag, die Regeln und die anderen Teilnehmer. Bin gespannt über Eure Ansichten!

1. Meinen Artikel zum HeroQuest-Kickstarter würde ich aus heutiger Sicht ganz anders schreiben, denn das Ding ist ja schon wieder offline. Erstaunlich, die Spanier waren noch blauaugiger als gedacht. Schade!

2. Mich wundert es, dass in der Blogosphäre so wenig über den Dungeonslayers-Adventskalender geschrieben worden ist, denn das Ding war im letzten Jahr ein Highlight des Rollenspieljahres – und wird es wohl dieses Jahr wieder sein. 24 Beiträge aus der Community, dieses Jahr auch von soviel unterschiedlichen Personen. Auftakt macht übrigens Die Schatzinsel, eine Umsetzung des Literaturklassikers für Dungeonslayers!

3. Eine Blog-Aktion, bei der ich mich unbedingt auch mal beteiligen durchführen möchte, ist der Karneval von RSP-Blogs, denn da gibt.Im Februar hab ich Premiere mit dem Thema Zufallstabellen.

4. Zuletzt zum Kauf des entsprechenden Films/Buches/etc. inspiriert hat mich der Artikel zu Peter Hohmanns Magier des dunklen Pfades auf Würfelheld.

5. Der eine Artikel auf meinem Blog, der mich im vergangenen Jahr am meisten mit Stolz erfüllt hat, ist die Übersicht zu Wunsch ist Wunsch, Blogger vom 2012. 20 ganz, ganz tolle, freie und extrem liebevoll ausgearbeitete Artikel aus der bunten Welt des Rollenspiels, ich bin durchaus stolz auf die Leistungen der einzelnen Autoren und find es toll, dass die Übertragung des Secret Santicores geklappt hat! Und dieses Jahr können es noch mehr werden!

6. Der meistgelesene Artikel wiederum war übers Jahr betrachtet der alte Newsartikel zu Pathfinder Charakterbögen online (von 2009), gefolgt vom Fernsehtipp zu Parade’s End mit Benedict Cumberbatch. Der erste Artikel führt auch die Gesamtcharts an mit mittlerweile fast 6.000 Clicks.

7. Mein zuletzt gelesener Artikel war auf dem Blog der Seifenkiste und handelte von dritten Winter-OPC. Ja, Moritz, verdammt – es ist der dritte! Das ganze scheint eine Art Running Gag zu werden, jedesmal gerät da irgendwie ein Fehler rein … Aber ich freu mich über jeden der das Thema aufgreift und aufmerksam macht. Ein bisschen zittere ich nämlich, dass wir unsere 55 Preise loswerden – im letzten Jahr gab es 32 Beiträge …

RSP-Blogs: Januar-Laudatio

März 2, 2009
Nach einigen Wochen der Planung gibt es nun mehr oder minder monatlich eine Laudatio auf die Beiträge des Vormonats, bis zu fünf Beiträge dürfen honoriert werden. Da das Planen etwas gedauert hat, starte ich mit dem Januar. Serafin von A Gamers Blog oder Karsten von RSP-Blogs nehmen sich dann den Februar vor. (Hier mehr dazu)
Ich gehe übrigens ohne besondere Reihenfolge vor.

Kurzschocker

Im letzten Jahr ist mir mehrmals das Projekt Kurzschocker positiv aufgefallen. Hinter dem Namen stecken zweiseitige Kurzabenteuer für die verschiedensten Systeme, im Januar ist der 9te Teil erschienen zum System Private Eye erschienen: Die Frau im Koffer. Das ganze ist – wie für Private Eye oft üblich – wertefrei gehalten und man kann es in diversen Systemen umsetzen. Kurz zusammengefasst: eine zerstückelte Frauenleiche wird in einem Koffer gefunden und die Detektive machen sich auf zur Spurensuche… Das interessante am Projekt Kurzschocker ist noch, dass zwei Blogs dahinterstecken, nämlich das Buch Eibon von Amel wie auch Domeniks Rollenspielalmanach.

Western City-Rezi

Rezis sind ebenfalls etwas, was ich häufig und gerne auf RSP-Blogs lese. Ein Gutteil davon sind Rezis, die nicht auf zugeschickten Reziexemplaren basieren und dann meist deutlich subjektiver, persönlicher geschrieben sind – wobei ich deutlich sagen muss, dass ich beides mag! Das ist natürlich immer auch eine Chance für Fanprodukte und –projekte, die den großen Websites nur wenig bis gar nicht vertreten sind.

Im Januar ist mir hier Western City aufgefallen, welches von Chaos am Spieltisch vorgestellt wird.

Kleiner Dungeonbau-Workshop

Moritz Mehlem ist einerseits eine Fleißbiene, andererseits ist seine Seifenkiste der Blog für Oldschooler. Seine selbstgemachten Labyrinth Lord-Abenteuer qualifizieren ihn absolut, einen kleinen Dungeonbauworkshop zu geben. Kurz und knackig präsentiert, in zehn Schritte aufgeteilt, ein guter Einstieg in die Thematik.

Der Dungeonworkshop

W66 bei Traveller

 

 

 

Zufallstabellen sind einerseits ein recht oldschooliges Instrument, vermittelt aber kurz und knapp eine recht konkrete Vorstellung von der Umwelt, den Gruppierungen und den Gefahren in einer Region. Manchmal enthalten sie auch noch gleich einige schöne Abenteuer- oder ganze Settingideen. Im Januar war es die W66-Tabelle für Traveller in den Ogerhöhlen, welche mir gut gefiel und die sich die Lyranische Allianz vorknöpft: In die Ogerhoehlen

Quadratisch, praktisch

Zuguterletzt ein Artikel, der als letzter Artikel gegen die Kriterien verstoßen darf, in dem Fall, dass er aus dem Februar kommt. Schon oft habe ich Beiträge Pro und Contra Battlemap gelesen, insbesondere in Foren. Auch mir fiel es anfangs schwer, dieses Hilfsmittel im Rollenspiel zu akzeptieren. Der Fantastiker setzt sich seeeeehr ausführlich mit Pros als auch Contras auseinander und bietet gute Argumente. Kurzum, quadrtatisch, praktisch, gut!

Quadratisch, praktisch

DungeonSlayer im Kamingespräch

Februar 13, 2009
Nachdem wir schon das Dungeonslayer-System rezensiert und mit M20 verglichen haben, habe ich mich daran gemacht Christian Kennig, den Macher von Dungeonslayer, zu interviewen. Bei den Fragen unterstützte mich ClemLOR aus dem GK-Forum. Ich hoffe, es sind einige interessante Fragen und Antworten für Euch dabei!

IS: Verrat doch erstmal was zu Deiner Person!

CK: Geboren bin ich in Berlin, Jahrgang 72. Zum Rollenspiel kam ich 1984 über einen Schulfreund, er spielte damals mit einem Regelmix aus D&D und DSA. Seit dem bin ich auf Rollenspiele hängen geblieben und probierte in den folgenden Jahren alle möglichen Systeme und Welten. Relativ früh versuchte ich mich auch als Spielleiter (was anfangs ordentlich in die Hose ging) und jobbte als Schüler in einem Rollenspielladen. Es entstanden irgendwann erste, unbeholfene Regelwerke (besser Sammlungen) und Weltbeschreibungen, die dann in Copyshops zerschnippelt, geklebt und unnötig oft kopiert wurden. Mit meiner Stammgruppe – in leicht wechselnder Besetzung – spiele ich jetzt seit 1993 einmal wöchentlich, derzeit genießen wir eine spaßige, entspannte Dungeonslayerskampagne.

  IS: Was war der Anlass für das Schreiben von Dungeonslayers?

 CK: Hauptsächlich wohl meine eigene Faulheit. Ich hatte Lust, mal wieder was ganz simples zu spielen (sowohl regel- als auch plottechnisch), „wie früher“ und eigentlich kam da für mich nur OD&D in Frage. Allerdings war da wieder der THACO und diese ganze Ellenrechnerei, mit denen ich mich nie richtig anfreunden wollte. Na, und dann halt diese Faulheit. Da kam mir das Simpelsystem in Erinnerung, dass ich letzten Sommer bereits gebastelt hatte, rief die Datei nochmal auf und dachte: Damit geht das doch auch.

 Also wurden die Regeln neu durchgesichtet, hier und da umgeschrieben bzw. erweitert und fertig war auf einmal ein kleines Rollenspiel, für dass ich nur noch einen Namen brauchte.

 IS: Welche Rollenspiele dienten als Inspiration oder Ideenlieferant?

 CK: Da Dungeoslayers noch settinglos ist und gerade mal durch seine drei Rassen und Klassen etwas die Richtung angibt, gibt es nicht wirklich Welten oder Hintergründe, zu denen ein offensichtlicher Bezug hergestellt werden könnte. Die ganze Aufmachung des Spiels und auch meine knappen Sätze im Spielleiterbereich, mit welchen Stilmitteln eine klassische Kampagne einfach aufgezogen werden kann, orientieren sich natürlich am alten Flair von Welten wie Greyhawk, Mystara & Co, doch das ist letztendlich nur eine reine Interpretationsfrage.

 Rein von den Regelmechaniken her sieht es auch nicht besser aus: Klar bin ich durch jahrelanges Spiel mit unterschiedlichen Systemen geprägt, doch genauso muss ich auch die plumpen Massenadditionsmodelle gewisser MMORPGs nennen, die ich ebenfalls im Hinterkopf hatte, als ich die Regeln ursprünglich spaßeshalber entwarf.

Die im Netz durch den Abwehr-Wurf von DS gezogene Parallele zu DSA (welches ich 1986 zuletzt gespielt habe) ist wirklich sehr, sehr naheliegend, aber tatsächlich nur blanker Zufall.

IS: Wie kam Dungeonslayer bisher an?

 CK: Unerwartet gut. Um ehrlich zu sein, hat mich die Beachtung, die DS erfahren hat, anfangs ganz schön überrollt: Die Webseite war ja noch etwas buckliger zu der Zeit, die ZweiPunktNull-Regeln mehr als dürftig formuliert und dann noch die nicht gerade einladende Aufmachung. Dass das trotzdem nicht abschreckte, freut natürlich, doch erwartet hatte ich es nicht. Inzwischen hat sich in unserem Forum ein kleiner Kreis von Leuten gebildet und zusammen werkeln wir jetzt an neuen Inhalten für Dungeonslayers.

 IS: Ist das Spiel aus Deiner Sicht eher für Bier-& Bretzel-Rollenspiel geeignet oder auch für „vollwertige“ Kampagnen?

 CK: Für beides, auch wenn Aufmachung und Titel nicht danach aussehen. Eine kleine, schnelle Runde ist ohne große Vorbereitung fix auf die Beine gestellt und da die Kämpfe zudem sehr schnell abgewickelt werden, schafft man dann in ein paar Stunden einen ganzen Dungeonrun.

Aber auch für vollwertige Kampagnen ist es absolut tauglich (das unterstelle ich ja selbst TWERPS) – seit einigen Wochen spielen wir in einem klassischen Fantasy-Setting, die Charaktere festigen ganz normal ihre Persönlichkeit und ihre Stellung, und der Plot selbst kam bislang sogar nur mit zwei Dungeons aus. Alles also ganz normal, wie mit anderen Systemen auch, der Name Dungeonslayers darf also nicht zu wörtlich genommen werden 😉

 IS: Im Netz ist in letzter Zeit häufig von einer Retro- oder Oldschoolwelle zu hören, zählst Du Dich dazu?

 CK: Jein. Ich selbst zähle mich auf Grund meines Werdegangs sicher dazu und auch Dungeonslayers trägt ja nicht ohne Grund den Untertitel „Ein altmodisches Rollenspiel“. Aber Dungeonslayers ist nicht alt, sondern noch nicht mal ein Jahr alt. Zwar fördert es einen oldschooligen Spielstil und ist auch genau dafür gedacht, dennoch finde ich persönlich es etwas vermessen, zu behaupten, Dungeonslayers gehört mit den wahren Oldschoolern in eine Reihe, denn diese Bezeichnung gebührt den reinen Altsystemen oder ihren Klonen. Wenn wir die mal als Oldtimer bezeichnen, ist Dungeonslayers ein nachgebauter Oldtimer, der zwar genauso knattert, aber erst frisch aus der Fabrik rollt.

IS: Konkrete Frage zum System: Das Angriff-Paradesystem liest sich in der Theorie in Ordnung. Ist das nicht aber ein Faktor, der das erklärte Ziel eines schnellen Spiels unter Umständen behindert, indem ständig erfolgreiche Angriff durch erfolgreiche Abwehraktionen wirkungslos verpuffen? Das Risiko ergibt sich vor allem bei sehr erfahrenen Helden und entsprechend erfahrenen Gegnern.

 CK: Das Problem trat bislang nicht auf, die Angriffe verpuffen ja auch nicht: Selbst ein Gegner, der in der Abwehr einen Wert von 20 oder höher hat, kann jederzeit eine ganz niedrige Zahl würfeln. Eine Abwehr von 20 bedeutet nicht, dass automatisch auch mit 20 abgewehrt wird, sondern mit einem Wert, der mit etwas Würfelglück auch mal 20 betragen kann, in 95% aller Fälle jedoch niedriger ausfällt.

 IS: Mittlerweile ist die dritte Version von Dungeonslayers erschienen. Was hat sich da gegenüber der zweiten verändert?

CK: Grundlegend hat sich am großen Ganzen nicht viel getan, die Regeln sind fast vollständig kompatibel zum Vorgänger 2.0 geblieben. Allerdings ist jetzt alles weitaus verständlicher verpackt und an vielen Kleinigkeiten wurde geschraubt: Beispielsweise wurden die Zaubersprüche nochmal ordentlich aufgestockt, die Charaktererschaffung ist durch variierbare Attribute jetzt viel freier in der Gestaltung, das Thema Heilung wird endlich angesprochen, die Ausrüstungslisten wurden angemessen erweitert (samt kleinen Festungsbaukasten für Slayerhelden) und ein Bestiarium mit über 20 Monstern ist dazugekommen – man kann jetzt mehr als nur Ratten, Orks oder Skelette vertrimmen.

Was sich dagegen nochmal ordentlich geändert hat, ist das Talentsystem, was unter 2.0 ziemlich jämmerlich behandelt wurde. Die neuen Talentregeln ergaben sich in einer für mich sehr aufschlussreichen Forumsdiskussion und sind jetzt richtig nett geworden.

IS: Welche herausragenden Merkmale besitzt aus Deiner Sicht Dungeonslayers?

CK: Schnell und billig 😉

Dungeonslayer ist wirklich fix gelernt und leicht erklärt. Es kommt mit nur wenigen Seiten an Regeln aus, kann aber trotzdem alle möglichen Spielfacetten abbilden, nicht nur reines Dungeongekloppe.

Vor allem aber ist es ungemein zeitsparend, erstmal natürlich für den Spielleiter während der Vorbereitung, da er sich nicht groß mit Regelkram rumschlagen muss und einen Stufe-10-Schwarzmagier schnell aus dem Ärmel schütteln kann, um sich danach wieder dem Plot zu widmen. Aber auch die Gruppe hat was davon:

Gerade die oftmals sehr viel Zeit fressenden Kämpfe dauern bei DS überhaupt nicht lange (unser „Rekord“ liegt bei 38 Kampfrunden in einer Stunde), wodurch man ziemlich viel schafft. In der Tat mosern meine Spieler fast jedesmal, dass man gar nicht mehr die Zeit findet, zwischen seinen Kampfaktionen mal eben schnell aufs Klo zu flitzen.

Wer wie ich also nicht mehr über soviel Zeit wie früher verfügt, bekommt mit Dungeoslayers ein schnelles System, was nichts kostet und Dank Creative Commons für alles offen ist.

IS: Wirkt sich das bloggen über rsp-blogs merkbar auf Euer Projekt aus?

CK: In der Tat – die Besucherzahlen sind ordentlich und vor allem kommt auch das richtige Publikum. RSP-Blogs ist in sehr kurzer Zeit ein richtig schöne Sache geworden, die nicht nur Dungeonslayers, sondern der ganzen Szene zu Gute kommt.

IS: Nutzt Du spezielle Materialien für Dungeons – Stichwort: Tiles, Battlemaps, Karten oder DwarfenForge?

 CK: „Früher“ hatte ich diese fleckige, mit einem Raster bemalte und laminierte Pappe, heute benutze ich stattdessen eine Battlemat oder (wenn ’s passt) FlipMats. Aber wenn das Aufbauen sich eigentlich noch nicht richtig lohnt und zu viele Chips und Colas noch den Tisch bevölkern, greife ich auch mal zu ’nem DinA4-Blatt und male die Szene kurz auf oder lege LEGO-Einreiher als Wände noch dazu.

 IS: Was motiviert dazu, ein weiteres Fantasy-Rollenspiel zu schreiben?

 CK: Der Spaß an der Sache. Ich bin ein Spielekind, Schreiben und Entwicklen für das eigene Hobby topt das für mich noch. Und dank der Technik und dem Internet kann man die Sachen heutzutage nett verpacken (davon hätte ich zu Copyshopzeiten nicht zu träumen gewagt) und andere Spieler erreichen, ohne gleich einen Verlag hinter sich haben zu müssen.

 IS: Gibt es neben Dungeonslayers weitere Projekte von Dir?

 CK: Auf Grund von Dungeonslayers liegt bei mir momentan alles andere auf Eis, jetzt wird erstmal die Dungeonslayerspalette noch weiter wachsen, da ist schon einiges in Planung. Neue Abenteuer und Dungeons werden benötigt (von Herr der Ratten und Zantalus mal abgesehen), mir schwirren auch bereits zwei Settings im Kopf herum, die ich gerne als Download anbieten würde und dann ist da ja auch noch das DS Kompendium, an dem wir im Forum schustern.

Mehr Infos auf der Dungeonslayer-Seite!