Posts Tagged ‘Sandbox’

Media Monday #277 von der SPIEL

Oktober 17, 2016

Neue Woche, neuer Media Monday, wie immer via Medien-Journal präsentiert. Die dortigen Vorgaben in kursiv.

1. Die Nachrichten vermittelt ein völlig falsches Bild von der SPIEL, schließlich gibt es dort nicht nur Spiele für Kinder, ganz im Gegenteil. Ein Gutteil machen die phantastischen Spiele aus, reichlich Brettspiele für Erwachsene und natürlich Klassische Pen and Paper-Rollenspiele aus. Meine kleine Einkaufsliste gibt es unter Punkt 7. Die Seite hab ich aber noch nie in einem Nachrichtenschnipsel oder der Berichterstattung in einem der vielen Magazine gesehen.

2. Ein spannendes Biopic suche ich noch für Reading Challenge 2016. Also, her mit Euren Vorschlägen.

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Media Monday #275 – Slayvention-Special

Oktober 3, 2016

Frisch zurück von der Slayvention, trotzdem kämpf ich mich tapfer durch den Media Monday, wie immer via Medien-Journal präsentiert. Sicherlich mit dem ein oder anderen Slayventionerlebnis. Die dortigen Vorgaben in kursiv.

1. Mein(e) Serien-HeldIn Drizzt begeisterte mich auf der Rückfahrt der Slayvention mit dem atmosphärisch dichten Hörspiel. Jetzt wo Lausch wieder was macht, kann man Drizzt auch mal wieder komplett hören.


2. Zugegeben, anfänglich wollte ich
mir Planeslayers hauptsächlich nur wegen Bruder Grimm anschauen, doch das war eine wirklich tolle Sandbox, im wahrsten Sinne des Wortes. Meine dritte Slayventionrunde. Man bespielt nämlich die Elementarebenen und wir begannen in einer Sandwüste, wobei sich diese auf der elementaren Ebene in alle Richtungen, also auch oben und unten, erstreckte. Während es tiefenwärts immer fester und massiver wurde, wird es wasserwärts immer schlammiger, feuerwärts immmer magmaartiger oder auch kristallin und in Richtung der Luftebene immer lockerer und sandiger. Hier war dann auch das meiste los, da es keine normale Schwerkraft gibt, durfte man sich Räume als von Zeltplanen abgestützte Hohlräume im Sand vorstellen. Von dort galt es für die Archive die Ebenen mittels Vortex {Teleporters} zu bereisen und zu kartographieren. Jedenfalls hatten wir eine reine Luftgruppe gewählt mit einem El Halif, einem Kind des Windes, Naschin,

Planescape – Vorlage und Ideengeber, aber Planeslayers ist so voller neuer und guter Ideen, phänomenal.

einer Art Feenwindling und ich als Karrlik, einem Schocker, von Blitzen umwabberten, recht neugierigen Elementarwesen, die Blitzstrahlen werfen können, aber allergisch auf Metalle sind. Wir entschieden uns für einen Vortex in die Wolkenklippen, gerieten in eine Schlacht zwischen einem Zwergenluftschiff und Meritenpiraten, entdeckten ein paar Schätze, eine Wolkenriesenruine und zwei weitere Vortex, unmittelbar benachbart. Wunderbarer Hexcrawl, schöne Sandbox, eine Gruppe aus Grenzlandslayern und ich konnte mich vom Ideenreichtums Bruder Grimms auch in persona überzeugen, der meinen Blog immer so super bereichert. Übrigens auch ideal als MGQ, also als Multigruppenquest, bei der verschiedene Gruppen parallel oder nacheinander ein Gebiet erkunden.
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GKpod #62 – Wie dreht man an der Spannungsschraube

September 18, 2016

Der Karneval im September fragt {Wie dreht man an der Spannungsschraube?  {Einladung und Diskussion} Christophorus und Greifenklaue begeben sich auf die Suche …

Hier zum Download (Rechtsklick) oder dort zum direkt anhören.

Sandbox in aller Munde

August 9, 2016

Im Tanelorn ist nach einem Rant die Sandbox in aller Munde: Pyromancer gibt {und sucht} Tipps, sandboxtaugliche Spiele werden gesucht und auch der erste Thread nach dem Rand enthält lesenswertes. Da ich persönlich {überschaubare} Sandboxes sehr mag und insbesondere der Tipp-Thread nützliches enthält, sei er für Interessierte empfohlen, ebenso wie dieser kürzliche Blogartikel zu einer gescheiterten Hexcrawl-Sandbox.

(c) William McAusland used with permission

Wohin nun? – Häufige Frage in der Sandbox. (c) William McAusland used with permission

[Karneval] Die SLAY – das Dungeonslayer-Fanzine

November 21, 2015

Im Rahmen des November-Karnevals Fanzines (hier die Einladung und dort die gesammelten Artikel) möchte ich Euch auch die von mir mitgestaltete SLAY vorstellen  inkl. Ausblick auf die aktuelle Ausgabe:

(c) William McAusland, used with permission

(c) William McAusland, used with permission

Als für Dungeonslayers die Idee eines Fanzines aufkamen, war ich natürlich auch gern dabei und hab zusammen mit Nils Marheineke aka Sphärenwanderer, welcher dem Heft auch sein typisches Layout gab,  und der DS-Community zwei Ausgaben rausgebracht. Leider ist er aktuell nicht mehr dabei und momentan sitze ich mit Sico an der dritten Ausgabe, der aber gerade am DS-Weihnachtskalender bastelt  und auch ich da mein immerhin sechstes Lektort abliefere – da sind tolle Sachen dabei – und da die SLAY ursprünglich als Archiv für Faninhalte gedacht war, ist es ja nicht unklug, sich darüber einige Backartikel zu sichern.

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SaWo-Spieletag – Was könnte man leiten!?!

Juli 24, 2015

Ich habe mir zum zwecke des Savage Worlds-Spieltages einiges an Onesheets durchgelesen, die drei besten derjenigen, die ich gelesen habe und für ne kurze Einsteigertestrunde taugen, stell ich kurz vor:

1. Der Pakt von Mirsheim (Wildes Rakshazar / Fantasy)

Mein Favorit, den ich nun tatsächlich leiten werde, wenn morgen mehr als eine Runde zusammenkommt. Ist ein schönes kleines Abenteuer mit einem Entscheidungen, potentiellem Twist, ausgearbeiteten Karten und insgesamt ne gute Mischung auch neben dem Kampf. Zudem ist es gut generell auf Fantasy übertragbar und ich denke auch ein, zwei der Vignetten für Lokale Helden wird beim Ehrenfest zum Einsatz kommen. Hier geht es zum Download. Leider sind dort nicht mehr alle runterladbar, sowohl Die Rolle von Namarkari (Dungeoncrawl) und Im Netz des Spinnenvolkes (tolle Sandbox) lohnen definitiv als Anschlußabenteuer.

2. Die Bestie (Deadlands: Hölle auf Erden Reloaded)

Zweiter Favorit ist Die Bestie. Ist ggf. etwas kampflastig, wenn man mit dem Hinterhalt anfängt, andererseits ist man mittendrin. Auch hier gibt es eine Art Twist beim „Endkampf“, Charaktere und minis sind dabei. Kann theoretisch auf andere Endzeitsettings übertragen werden ud man kann trotzdem die Charaktere beibehalten. Gibt es in der Savagepedia.

3. Der längste Tag (Rippers)

Ein Onepage aus dem 4. WOPC. Erstaunlich, da wurden 8 SaWo-Sachen eingesendet, 5 davon für Rippers. Der längste Tag gefiel mir für eine Einstiegsthematik am Besten: man rutscht als Dorfbewohner in den Karpaten direkt in die Handlung, als es kurz vor Mitternacht knallt und die Durchreisenden (eine Gruppe Ripper …) verschwunden sind, aber vielleicht auch der Sohn, die Ehefrau oder der Nachbar. Der mutige Trupp Dorfler, der nachschauen geht, stößt auf die Überreste der Rippers und wird in die Geschehnisse eingeweiht. Find ich nen nicht uneleganten Einstieg, über die toten Rippers kann man auch schon an ordentlich Startausrüstung kommen. Einzig Charaktere müsste man selber machen. Die Downloads zum WOPC finden sich hier.

Außer Konkurrenz läuft die Socanth-Einsteiger-Kampagne (hier) Die hatte ich schonmal gelesen und auch für OKay befunden, aber die leitet morgen Kollege Kai – und wenn es nur zu einer Gruppe reicht, zocke ich da mit.

Ich wünsche allen viel Spaß am SaWo-Spieletag, wer mag schaut in Wolfsburg vorbei, alle anderen Orte hier!

 

GKpod #44 – 10 Dinge Woche 3

April 29, 2015

Es war einmal ein Karneval … und wir beißen uns auch tapfer durch Woche 3 des 10 Dinge-Karnevals. Glorian und Greifenklaue gehen auf Artikelentdeckung.

Hier zum Download oder dort zum direkt anhören.

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Bundle of Holding – Fünf dicke Weihnachtsbündel

Dezember 24, 2014

Beim Bundle of Holding gibt es gerade gleich fünf Aktionen parallel.

1. Razor Coast (Pathfinder-Piraten-Sandbox von Frog God Games noch 5 Tage, 7 Dollar im Basisset, 22,50 Dollar mit Bomustitel)

2. Paranoia (6 Tage, 13 bzw. 23,50 Dollar)

3. Delta Green (Cthulhu-Ableger noch 7 Tage, 9 Dollar in der Basis-Variante, 20,50 Dollar mit Bonustiteln)

4. Familienfreundliche RPGs (9 Tage, 7 Dollar für 4 RPGs bzw. 15 für 9).

5. Numenera (13 Tage, 10 bzw. 20,50 Dollar)

Greifenklaue Podcast #34 – Mauern I

November 22, 2014

Wir präsentieren – überpünktlich – die 34. Ausgabe des Greifenklaue-Podcasts mit unseren Beiträgen zum November-Karneval mit dem Thema Mauern, organisiert von Spiele im Kopf und im RSP-Blog-Forum diskutiert. Christophorus und Greifenklaue widmen sich drei Teilthemen und haben einige News und Updates auf Lager. Das ganze in knapp einer Stunde, wir wünschen viel Spaß!

Hier zum Runterladen oder dort zum direkt anhören.

Inhalt:
0:02 Update 4. WOPC
0:03 Update Wünsch Dir was, Blogger!

0:04 Faszination (Mega-) Dungeons
„Mauern engen nicht die Kreativität ein“ – Christophorus

Unsere Sandbox bei World largest Dungeon

0:16 Feedback zu GKpod #31 via Söhne Sigmars
0:22 D&D 5 angespielt

0:30 Sinn und Unsinn von Spielleiterschirmen

0:41 Unsere Wahrnehmung des Mauerfalls

0:47 D&D Attack Wing
0:50 Shadow of Brimstone
0:53 Interstellar (hart ausgefochten im Tanelorn und gut aufgenommen im GK-Forum, rezensiert bei Moviescape oder geposcastet bei Second Unit)

0:59 Historisches – Die Maueröffnung – Ein Irrtum?
(Artikel in der Braunschweiger Zeitung, leider gegen Geld)

1:02 Update zur 3. Slayvention

Links zum Thema Mauern
Blogbeitrag von Gegen Stephan / Halunkencon
DS-Forum mit „Beschränkter Vorstellungsraum“
Teufelgedärm V1
Metro 2033
DCC #1  – Die Idyllen des Rattenkönigs
Sandbox bei World largest Dungeon via Seelemer Tagebücher
Grimmzahns Fallen
Schummelnder SL wird als Spieler vom SL beschummelt via GK-Forum

Bespielte Mega-Dungeons
Grimmstein (DS)
Unterberg (AD&D 2nd)
World largest Dungeon
Castle Whiterock (DCC – D&D 3.x)
Falkengrund-Zyklus (Pathfinder)

Sonstige Links
Second Unit – Inglourious Basterds

Ausblick
Episode #35 dann nochmal zum Thema Mauer, dann mt Glorian

Weitere Artikel zum RSP-Karneval Mauern

  • Ein glatter Durchschuss, ein Vergleich der Regeln zu Barrieren in Shadowrun 4 und 5 von Markus auf Sprawldogs.
  • Rote Mauern, die Überlegungen von blut_und_glas auf d6ideas zur Umsetzung des Karnevalsthemas für das The Red Star-Kampagnensetting, die schließlich in den Regeln für zwei Protokolle zum Durchbrechen magischer Barrieren münden.
  • Eine Mauer durch Berlin, eine Kulisse für Fiasko im Sommer 1961 während des Mauerbaus von mir auf Spiele Im Kopf.
  • Der Hadrianswall, in dem Kaid vom Pendragon-Blog die Historie dieses Schutzwalls erläutert und auch ein sehr hübsches Szenario über eine Wachgarnison mitliefert, die den Zerfall des römischen Reiches nicht mitbekommen hat.
  • Mauern in DSA beim Sternenwanderer, der berühmte Bollwerke auf Aventurien und Myranor samt Abenteueraufhänger betrachtet.

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[Rezi] Elyrion Grundregelwerk (1.5 Edition)

Mai 12, 2014

Um Elyrion auf der Zielgeraden noch etwas zu featuren und weil jemand auf G+ danach gefragt hatte, hab ich mal meine alte Elyrion hervorgekramt, die ich 2008 für die LORP schrieb. Der interessante Teil ist natürlich der zur Welt, den hab ich mal fett markiert.

Der Kickstart läuft noch 12 Stunden und schon für 10 Euro winkt neben dem .pdf auch die ganzen Abenteuer als Bonus-pdf. Bei 550% gibt es übrigens noch ein Sandboxabenteuer von Moritz Mehlem im Softcover dazu, aktueller Stand 519%.

Also, Elyrion damals 2008 (die imho interessanten Teile für 2014 hab ich fettkursiv gemacht):

Mit Elyrion liefert der Prometheus Verlag sein Erstlingswerk ab, ein Steamfantasy-Rollenspiel. Die Veröffentlichung folgte auf der Essener Messe Spiel 2007, schon ein halbes Jahr später war aufgrund von Ausverkauf eine Neuauflage nötig. Man entschied sich dabei zu leichten Änderungen und einen etwas geringeren Preis. Die Version 1.5, die wir hier betrachten, ist seit der RPC 2008 verfügbar, kostet 30 Euro, umfasst 316 Seiten im Hardcover mir edlem Lesebändchen und hat eine farbige A2-Karte des Kontinents als Beilage.

Kommen wir zuerst zum System, in dem man Kobolde, Orks oder Zwerge genauso spielen kann wie Illuriel (eine uralte albische Seele, die in einen Körper gefahren ist), Gro’Myr (Lavamenschen) oder Kogasha (Wolfsmenschen). Die acht Attribute (z.B. Intuition, Entschlossenheit, Vitalität) können frei gekauft werden, anschließend gibt es noch Volksmodifikatoren (in der Summe immer +3). Auch die Fertigkeiten, es gibt rund 90 unterteilt nach den Attributen, werden über Punkte gekauft. Für eine Probe wird von der Summe aus Attribut (bis 10) und Fertigkeiten (bis 15, zu Beginn 10) ein W20 abgezogen, ist das Ergebnis positiv, handelt es sich um einen Erfolg. Je größer der Restwert, desto besser die Erfolgsqualität (ab 5 z.B. ein guter Erfolg). Dieser Grundmechanismus wird beibehalten, eine Attributsprobe besteht dann z.B. aus dem verdoppelten Attributswert oder eine kombinierte Fertigkeitsprobe aus beiden Fertigkeitswerten. Ähnlich wie bei DnD gibt es eine „Regel der 10“. Somit kann in unkritischen, wiederholbaren Situationen ein Spieler den Wert „10“ nehmen anstatt zu würfeln. Auch Kämpfe funktionieren dann als vergleichende Proben, übrig gebliebene Erfolgspunkte sind dann direkt Schadenspunkte. Dazu kommt ein ganzer Batzen an Manövern und taktischen Kniffen, so dass es im Kampf eigentlich genug spannende Optionen gibt, die auch regeltechnisch erfasst sind.

Zusätzliche Individualisierungen erfolgen dann über Gaben und Schwächen sowie über Talente. Gaben und Schwächen sind klassische Vor- und Nachteile, wobei man sich zwei Gaben frei aussuchen darf und jede weitere dann über eine Schwäche gekauft wird. Talente hingegen sind außergewöhnliche Fähigkeiten, die nur den Helden sowie ihren ärgsten Widersachern zustehen. Während es keine Klassen im eigentlichen Sinne gibt, sind die Talente nach typischen Spezialisierungen unterteilt: Meister der Wildnis, Meister der Schatten oder Meister der Schlacht. Aber solange man die Vorraussetzungen erfüllt, kann man hier beliebig kombinieren.

Kommen wir zur Magie, bei der es gleich einige Arten gibt. Spruchmagie ist das Sprechen gelernter Zauberformeln, welche im Vergleich geringen Essenzschaden verursacht, Spontanmagie dem gegenüber ist flexibel und setzt sich aus der Domäne (sozusagen dem Ziel, z.B. Erde, Körper, Feuer) und der Weisung (die Art des Wirkens, z.B. Analysiere, Erschaffe, Zerstöre) zusammen. Auch Wirkungsdauer und Reichweite müssen bestimmt werden und dementsprechend groß kann dann auch der Essenzschaden beim Zaubernden werden. Beide Arten werden von Zirkelmagiern beherrscht, Animisten hingegen können nur Spruchmagie wirken und verfügen zusätzlich über die Möglichkeit Geister in ihren Körper fahren zu lassen und dadurch besondere Kräfte zu erhalten. In Ritualmagie, welche sich über Wochen hinziehen kann, können schlussendlich noch mächtigere Effekte hervorgerufen werden. Zu guter letzt gibt es noch den Mentalismus (quasi Psi-Kräfte) sowie klerikale Magie. Außerdem haben Priester als einzige die Möglichkeit, die so genannte Zwischenwelt zu bereisen.

Erfahrungspunkte heißen hier Ruhmpunkte und um das Machtniveau messen zu können, gibt es auch Stufen: Jedes Mal wenn man für 10 Ruhmpunkte „eingekauft“ hat, steigt man eine Stufe. Zwei bis vier Ruhmpunkte sollen pro Abend vergeben werden, 10 Punkte reichen zur Attributssteigerung, fünf für Talente und einer für Fertigkeiten im unteren Stufenbereich.

Positiv fällt auf, dass die Regeln von Beispielen unterstützt werden und eigentlich keine Verständnisschwierigkeiten aufkommen. Auch gibt es gleich zwei Systeme für soziale Interaktion, der im komplexen System regeltechnisch ähnlich einem physischen Kampf abläuft. Des Weiteren wird der Charakterbogen erklärt. Auch an acht Einstiegscharaktere zum sofort losspielen hat man gedacht. Negativ fällt auf, dass teilweise übertrieben viele Probenarten aufgezählt werden, obwohl der Grundmechanismus ja identisch ist.

Die Welt Audakia selbst ist relativ kurz beschrieben. Man erhält einen sehr allgemeinen vierseitigen Abriss im zweiten Kapitel, einen recht ausführlichen Überblick über die Historie mit ihren sieben Zeitaltern und schlussendlich noch Beschreibungen der Reiche des Nordens. Die etwa einseitige Zusammenfassung eines Reiches ist dabei durchaus gelungen. Sie beschreibt kurz die markanten Züge des jeweiligen Landstrichs, führt typische Namen der Region auf und hat einen kurzen einstimmenden Ingame-Text sowie einige Anmerkungen zur „Darstellung im Spiel“. So schafft man es auf wenigen Seiten, einen deutlichen Eindruck der Region zu vermitteln und gibt gleichzeitig dem SL viele Freiheiten, die Lücken aufzufüllen. Bemerkenswert ist allerdings, dass man nur so etwa ein Viertel der Karte beschrieben hat, die restlichen Länder müssen mit etwa zehn-, zwanzigzeiligen Kurzerwähnungen auskommen.

Was insgesamt auffällt ist, dass für ein Steamfantasy-Rollenspiel der Steam-Aspekt sehr kurz kommt. Im Text ist er nur selten wieder zu finden und die Bilder überraschen dann manchmal, wenn ein Zwerg mit Cybergliedern, ein Sonnenritter mit Schusswaffenholster oder ein Kampf mit einem mechanischen Apparat gezeigt wird. Eventuell mag das darin liegen, dass die Regeln mehr Platz einnehmen als der Hintergrund, welcher von daher oft recht kurz gehalten ist. Aber im Prinzip wäre es wünschenswert, wenn die Texte mindestens das an Steam vermitteln würden, was die Illustrationen durchaus hergeben.

Auch an den Alltag des Helden ist gedacht worden: Schaden und Heilung, Artfakte und Gifte, Waren und Dienste bilden jeweils eigene Unterkapitel. Um tatsächlich loslegen zu können, gibt es auch ein Bestarium. Zu guter letzt wird noch die Mark Asgothar detailliert beschrieben, in der auch das Kurzabenteuer „Im Schatten dunkler Tage“ spielt. Dort begeben sich die Helden auf die Suche nach der Tochter des Lederhändlers, der die Aussicht auf eine Heirat mit dem viel älteren Schreinermeister nicht gefiel und stattdessen ihr Glück in der großen weiten Welt suchte. Als Kennenlern-Abenteuer durchaus erfolgreich, zumal es hier gelingt, einige Steamelemente zu integrieren.

Kommen wir zu den Äußerlichkeiten. Von Außen macht das dunkel gehaltene Hardcover einiges her, im Inneren ist es komplett graustufig. Die Bilder haben für ein Erstlingswerk fast durchgehend ein hohes Niveau und vermögen zu dem, die Steamatmosphäre besser einzufangen. Vorne und hinten ist eine A3-Farbkarte von Audakia enthalten, die zudem als A2-Karte beiliegt. Der Heldenbogen ist nur im Buch enthalten und kann kopiert oder gedownloadet werden. Der Preis ist auf 30 Euro gesunken und geht voll in Ordnung.

Fazit: Man erhält ein komplettes, recht freies, klassenloses Regelwerk, welches im Zweifelsfall auch so geschrieben ist, dass Einsteiger etwas damit anfangen können. Auch Beispielcharaktere und ein Einführungsabenteuer wurden nicht vergessen. Die Hintergrundwelt ist zwar inspirierend niedergeschrieben, aber kommt zum einen doch etwas kurz, zum anderen hätte ich deutlich mehr Steam erwartet. Aber ohne Frage, als Erstlingswerk eine sehr gelungene Arbeit und man darf gespannt sein, wie sich sowohlElyrion als auch der Prometheus-Verlag weiter entwickelt.

Es folgen noch ein paar interessante Links zur Ergänzung. Interessierten sei insbesondere das Preview-Regelwerk empfohlen, um sich selbst einen Einblick zu verschaffen. (Edit: Davon noch aktuell)

– Kurzschocker #6 – Die Menschmaschine:http://bucheibon.wordpress.com/2008/07/13/kurzschocker-6-die-menschmaschine/