Posts Tagged ‘Star Wars’

#RPGaDAY2015 Tag 25 – Deine Lieblings-und zugleich revolutionäre Mechanik?

August 25, 2015

Ich mag Regeln. Ich hab Spaß an Regeln. Ich liebe ihre Einfachheit, ihre Eleganz, ihre Schlichtheit, ihre Komplexität, ihre Verknüpftheit, ihre Stochastik. Es gibt viele Regeln – und manche sind einfach schön. Wer jahrelang DSA spielt und dann einmal Dungeonslayers erlebt, wir erstaunt sein, wie simpel sich Attacke und Parade beibehalten lässt und trotzdem nicht zu Attacke-Parade-Es passiert nichts!-Schlachten ausartet! Nur ein Wurf nötig (auf beiden Seiten), schon steht der Schaden fest. Effizient und elegant. Aber auch was Alexander Schiebel aus zwei W6 rausholt, wie DCC die ganze Palette Würfel einsetzt oder die Kraft der narritativen Würfel bei Star Wars von FFG sind ein Genuss.

Eine Mechanik, die ich sehr mag, ist das (freie) Kampfmanöver.

SA-6-3_Keule_(c)_William_McAusland_used_with_permission

Keule – ideal für Kampfmanöver – (c) William McAusland, used with permission

Interessant wurde sie für mich im Kern bei Pathfinder. Die Idee war, die verschiedenen Manöver von D&D 3.x zu vereinheitlichen. Alles was bisher mit verschiedenen Subregeln lief, konnte nun einheitlich über einen Wurf KMB (Kampfmanöverbonus) gegen die KMV (Kampfmanöver-Verteidigung) des Gegners durchgeführt werden. In den Ringkampf gehen, Zurückstossen, Umwerfen, Entwaffnen … Alles mit einem Wurf erledigt – gut, bis aufs Grapple, das blieb weiterhin komplex, wenn auch leicht entschärft. Schön find ich aber die Anwendung, wenn der Spieler etwas besonderes machen will, meinethalben dem Angreifer in der Bar nen Barhocker überziehen will, kann man das mit nem Kampfmanöver und ein paar situationsbedingten Modifikatoren erledigen.

Beim regelleichteren DCC sind es Kämpfer und Zwerge, die ein sogenanntes Mighty deeds of arms ausführen können, ein recht freies Manöver. So könnte man seinen gegner übers Geländer stoßen, ihm Sand ins Auge schleudern oder ihm mit nem Kopfstoß die Nase brechen. War es in der beta noch komplett frei, unterliegt es dann doch einigen Regeln (z.B. wieviel Zusatzschaden es macht). Das ganze wird über den Action-Die geregelt, der ist auf Stufe 1 der W3, auf Stufe 2 der W4 bis hin zum W7 auf Stufe 5. Zeigt er eine “3” oder mehr gelingt das Manöver. Einfach, aber effektiv.

Auch Dragon Age kennt eine Kampfmanöver-ähnliche Mechanik (und damit auch Fantasy Age und Titangrave), die allerdings mit einer Critmechanik kombiniert ist. Dort würfelt man mit 3W6, einer davon hervorstechend als Dragon Die. Würfelt man ein beliebiges Pärchen (oder einen Drilling) _und_ gelingt die Probe, bekommt man Stuntpunkte in Höhe des Dragon die. Dafür kann man sich dann Aktionen aussuchen, z.B. für 2 Punkte wird die Rüstung durchbohrt oder man kann den Gegner um 1,50m pro Punkt zurückstoßen. Oder für 4 einen zweiten Gegner treffen. Auch das Bilden von Kombos ist erlaubt. Dadurch, dass der Dragon die und nicht das Pärchen die Punkte vorgibt, sind halt auch 1 oder 2 Punkte möglich. In Set 2 wurde das Prinzip auch auf Magie übertragen, in Set 3 dann auf Fertigkeitsproben – das hab ich nicht mehr so verfolgt. Stochastisch passiert das übrigens ca. jedes 3te Mal, das man ein Pärchen würfelt, der Schwierigkeitsgrad regelt dann die Erfolgschance. Was halt nicht gefällt, dass man es nicht dann machen kann, wann man es will – was bei einer Critmechanik ja irgendwo auch logisch ist.

Zuguterletzt, auch Destiný Beginners (und die verwandten Systeme) bieten mit der Großen Gabe eine recht freie Mechanik, die jeder SC beherrscht, sich aber auf sein Spezialgebiet beschränkt. Bei Magiern (über Magie) können das magische Tricks sein, bei Kriegern aber eben coole Kampftricks oder auch der Dieb fiese Schurkentricks. Das lässt sich recht frei beschreiben, mechanisch ist der Schaden gedeckelt wie auch die Anwendungen pro Szene – nutzt man es als “Hilfstool” (also z.B. der Magier setzt Fliegen ein, um über eine Mauer zu kommen, der Dieb überklettert sie flink oder der Krieger schlägt sie mit seinem Hammer ein), muss man als SL einschätzen, on es ein schwacher, mittlerer oder starker Effekt ist – was sich ggf. unterscheiden kann. Variante 1 könnte Mittel, Variante 2 leicht und Variante 3 schwer sein. Beim Probespiel kam schnell ein schönes Sword&Sorcery–Feeling auf, das gesamte System hat mir gut gefallen. Diese Variante ist vielleicht die stärkste, weil sie sehr frei ist, sie jeder kann und trotzdem genug regeltechnische Verankerung, um sie nicht zu missbrauchen.

Craulabesh schrieb kürzlich einen Artikel über Stunts in T&T, klingt auch nicht schlecht.

Revulotionäres gibt es auch bei In the Shadow of a die (Zufallstabellen), Adrian (je cooler, desto mehr Boni bei Wushu), Malspöler (Talente), Sprawldogs (Emotionen via Fate abgebildet), Richtig Spielleiten! (Aspekte und mehrstufige Erfolge), Jaeger.net (realitätsnahe Wahrscheinlichkeitsverteilung)  und Mondbuchstaben (Fate Deck aus Everyway).

#RPGaDAY2015 Tag 18 – Deine Lieblings-SciFi-RPG?

August 18, 2015

Demnächst beginnen wir ja eine 2300 AD-Runde auf Traveller-Basis, kann sein, dass es dadurch nochmal grwaltig nach vorne rutscht. Aber mein Liebling z.Z. ist eindeutig Star Wars – Am Rande des Imperiums. Mir persönlich gefiel schon Warhammer 3 sehr gut, aber ich verstehe, dass es nur gewisse Spielertypen anspricht. SW:ARdI gelingt es, wieder in den Mainstream zurückzukehren, wozu man WH3 deutlich gestreamlined hat, aber im Kern noch wiedererkennt. Die Würfelmechanik mit den narritativen Würfeln ist einfach gelungen, schnell abgewickelt und auch von 8-Jährigen zu erlernen … (Hatte es 2014 auf dem SommerdinG genutzt und 3 etwa 8-Jährige Mädels hatten das Auszählen schneller drauf, als ich es erklären konnte, auch weil es auf dem Charakterbogen abgebildet war).

Hier hab ich das GRW rezensiert, hier haben wir im Podcast Charaktere gebaut und hier hab ich den Verpflichtungs-Mechanismus gelobt.

Das Konzept der Einsteigerboxen gefällt mir auch gut, die bieten etwas für echte Neulinge (und können auch von Leuten gespielt werden, die noch keinen Funken von Rollenspiel gehört haben), aber auch für alte Hasen, wenn ich die da auch immer etwas aufbohren und sandboxiger gestalten würde.

Heute mit dabei sind die Vogts (BSG – Battlestar Savage Galactica, Star Wars – Fate of the Empire), Edieh (keins), der Hofrat (MegaTraveller), Richtig Spielleiten! (Diaspora). Jaegers.net (Contact), Sprawldogs (wenig überraschend: Shadowrun), Adrian (Blue Planet und Shadowrun), Mondbuchstaben (Traveller, Star Wars d6) und In the shadow of a die (Alternity)

Media Monday #216

August 17, 2015

Mit #RPGaDay bin ich gerade tagtäglich beschäftigt, aber ich will Euch nicht den Media Monday schuldig bleiben, dessen Fragen sich im Medien-Journal finden.

1. Kein Anspruch, kein Niveau, kein gar nix; trotzdem finde ich ja Lockout richtig klasse, denn der ist ja ein einziges Gewitter von coolen Sprüchen. Beim Kinotrailer damals sprach mich nur SciFi und Guy Pearce an und dachte, der ist ansonsten eine ziemliche Gurke. Falsch gedacht, schon die ersten 5 Minuten haben mich gepackt (wenn auch etwas CGI-lastig), saber egal was Guy Pearce in dem Film sagt oder macht, ich hab gefeiert, als er neulich nachts auf RTL lief. Kurzum: Nachholen! Kurzzusammenfassung Story: Weltraumgefängnis, Gefangenenaufstand, die Präsidententochter sitzt anonym fest. Specialagent Guy Pearce steckt gerade in Schwierigkeiten und soll sie retten, hat aber auch noch eine andere, verdeckte Mission. Die Präsidententochter übrigens gelungen von der Tochter aus 96 Stunden / Taken gespielt (Maggie Grace). Auch erwähnenswert: in die teils-französische Produktion samt Drehbuch ist Luc Besson involviert.

2. Dick Herrison ist einer dieser zeitlosen Klassiker, schließlich geht er in die Richtung eines anderen zeitlosen Klassikers (Mortimer & Blake) und ist eine Reihe toller franko-belgischer Detektivcomics, die etwa im Jahr 1930 spielen. Wer Tim & Struppi mag oder/und Detektivgeschichten, sollte sich mal rantrauen (bzw. im Fall von Mortimer & Blake eher Abenteuergeschichten).

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#RPGaDAY2015 Tag 13 – Deine Lieblings-Rollenspielpodcast

August 13, 2015

Der Greifenklaue-Podcast und Ohrhammer scheiden wegen Selbstbeteiligung natürlich aus, trotzdem ist es nicht einfach und letztlich liegt ein Trio vorn:

Ausgespielt! hat quasi das Podcasten in Deutschland neu erfunden, nachdem da sRPG-Radio lange dieses Feld beackert hatte – und nutze eine persönlichere Sicht auf die Dinge. Dabei waren und sind sie gar nicht so tief drin in der Szene, wenn auch über die Jahre immer tiefer vorgedrungen, aber das Quartett (bzw. zeitweise Trio – und jetzt wieder – Roland hat ausgespielt) hat immer einen sehr interessanten Mix geliefert. Ich liebe z.B. das Angeliebt-Format am Ende, quasi Tipps in Reinkultur zu allen möglichen Serien, Filmen, Comics und anderen Medien. Z.B. Blame, mein erster Manga. Außerdem sind sie absolute Brettspielexperten und haben im Sonderformat Durchgespielt!tatsächlich alle Spiele des Jahres durchgespielt und machen nun mit den Kennerspielen des Jahres weiter. Ebenfalls gut gefallen mir die Sonderepisoden, Babylon 5 brachte mich damals dazu, die Serie mal am Stück zu schauen, Conan ist schön, die zum Buffiverse erkenntnisreich, die Star Wars-Episode umfangreich und die SciFi-Episoden über Transhumanismus und das Fermi-Paradoxon sind fast schon legendär. Das neue Format, Zwei Helden, viele Welten – ein Kennenlernen eines Rollenspielsystems über die Charaktererschaffung – gefällt auch ganz gut und die Nachrichtensendungen mag ich persönlich immer am liebsten. Ach ja, eine The Witcher-Sonderepisode wird von den Fans und Hörern herbeigesehnt, ich hoffe auf einen Beitrag zum D&D 3-Film. Zuguterletzt hat das Hinzustoßen von Ron hervorragend geklappt, trotz Kabbeleien mit Jens hötre ich ihn genauso gern wie den Rest – und investigative Höchstleistungen wie das Interview zum Battlestar Galactica-Bildungs-LARP sind toll.

Das Trio von System matters nahm kurze Zeit später seinen Dienst auf und beschäftigte sich oft mit theoretischen und praktischen Themen der RPG-Welt. Das ganze wurde immer recht kontrovers diskutiert, allerdings stellt man gerade das Format um. Verweise ich mal auf die nicht allzulang zurückliegende Episode 100 – Unserer Top 3 Gedanken über Spiele.

Dritter im Bunde ist das Duo Thomas Michalski und Michael Scorpio Mingers vom DORPcast. Das besondere hier: Beide sind tief in der Szene verwurzelt und arbeite(te)n auch für diverse Rollenspielverlage, bringen also reichlich Erfahrung mit. Scorps kürzlicher Bericht von der GenCon hat Spaß gemacht und einige Einblicke gegeben, das Aufschlüsseln der Kosten eines RPG-Produktes sollte eigentlich jeder mal hören (übrigens die erste reguläre Episode!) und der über Spielstile ist eine schöne Herleitung von dem, was ich auch mag.

Leider nicht mehr am Start sind Megamagisch und der Polyeder-Podcast – letzteren kann man aber noch hören!

Stormtrooper mit Flammenwerfer!

Juli 18, 2015

Hell ya!

Media Monday #211

Juli 13, 2015

Der 211. Media Monday läd via Medien-Journal zum Mitschreiben und -lesen ein, also, wohlan:

1. Wäre Grisham vom CSI nicht bloß eine Film-/Serienfigur, würde sie/er fast ein Idol für mich sein, schließlich ist kau einer so akribisch und hartnäckig.

2. Slayerzombies warwird eine regelrechte kreative Meisterleistung, schließlich kann man hier mal Zombies spielen und ganz nach Dungeonslayers-Design gibt es für jede der 3 Grundklassen auch je 3 Heldenklassen und ist weit über einen Spaß-Status hinaus. Es kann natürlich auch umgekehrt benutzt werden, um heftige Zombiegegner für Zombieslayers oder andere Spiele mit DS-Engine zu erschaffen. Allein die tollen (und vielen) Zombietalente … Ich freu mich wirklich, Euch das Machwerk von Bruder Grimm in der Slay #3 bescheren zu können. Stay undead!

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Media Monday #206

Juni 8, 2015

1. Huub Stevens hätte ja spätestens für ihre/seine Darstellung als Knurrer von Kerkrade einen Haufen Preise verdient, denn die zweifache Rettung ist größtenteils sein Verdienst. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass da viel Schauspiel dabei war, da er die Presse immer wieder auf sich fokussierte und sie am Nasenring durch den Zeitungswald führte. Danke, Huub!

2. Bei Filmen in historischem Kontext, darf es lieber frei interpretiert sein oder möglichst akkurat und reell? – Beides. Bei 300 – die Vorlage ist ein Comic – erwarte ich natürlich überdimensionale Bilder. Bei Troja fand ich die Rolle des Pferdes zu klein, dafür die matrixartigen Showkämpfe zu dominant. Bei The Bruce hab ich die unterschiedlichen Gewandungen des Armeen und die dreckigen Schuhe, so überhaupt vorhanden, und Füsse abgefeiert. Ironclad – das 300 des Mittelalters, wurde von allzuviel Realismus verschont  zu recht. Und bei Black Death dient die historische Kulisse deutlich der Atmosphäre – und interessanterweise wird nie so recht klar, ob die Hexe nun übersinnliche Kräfte besitzt. Toller Film! (more…)

Star Wars – Zeitalter der Rebellion – Einsteigerset

Mai 6, 2015

Das Zeitalter der Rebellion hat begonnen! Stehe jetzt auf, beginne mit dem Widerstand!!!

Die Einsteigerbox preislich irgendwo zwischen 20-25 Euro* mit spielbaren Startabenteuer, einigen Erweiterungstipps, Regeln, Würfeln, Token, Karten. Geil! Da weiß ich gar nicht, ob ich es gleich leiten oder doch erst spielen will!

*Im heimischen Rollenspielladen 19,95 Euro – Kais Welt der Spiele in Wolfsburg

GKpod #45 – 10 Dinge Woche 4 + Vignetten

Mai 3, 2015

In der 45. Ausgabe des Greifenklaue-Podcasts sprechen Glorian und Greifenklaue über die Woche 4 des 10 Dinge-Karnevals sowie über ihre Definition von Vignetten zum aktuellen Karneval, welcher hier diskutiert wird.

Hier zum Download oder dort zum direkt anhören.

Hier gibt außerdem noch Woche 1 zum Hören oder LesenWoche 2 zum Hören oder Lesen oder Woche 3 zum Hören oder Lesen. Damit ist alles komplett!

Kurze Traileranalyse des 2. SW VII-Trailers

April 18, 2015

Bemerkenswert, was da alles drin steckt im gestrigen Trailer … Via Orkenspalter.


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