[Rezi] Aetherwestern Ausgabe 1 – Staub und Aether

Seit ich an Old Slayerhand lektoriere, bin ich Western-Laune und seitdem ich von diesem Titel gehört hatte, wollte ich ihn unbedingt lesen. Nun schließe ich auch eine Rezi der Papierausgabe an, obwohl die eBook-Ausgabe für 1,50 Euro deutlich leichter zu bekommen ist. Neuigkeiten kann man in der Aethermanufaktur lesen. Die vier Geschichten im Detail:

Shunta von Kitty-Grace Cunningham (aka Anja Bagus)

Solide Story um einen Pinkerton, der gefesselt auf seinen Pferd erwacht und sich die Geschehnisse erstmal zurechtreimen muss – und dann auch noch (s)ein Krafttier trifft. Anscheinend hat er Probleme mit seinem Kollegen und den Vorarbeitern der Bahnstrecke, die das Geld für ihre chinesischen Kollegen unterschlagen und unanständige Dinge mit Indianerinnen machen …

Viel Western-Feeling, die Aetheraspekte eher hintergründig. Zumal das ganze ja auf Anja Bagus Aetherwelt beruht, wo Aether etwas anders funktioniert als in typischen Steampunkwelten. Stichworte: es mutiert sie, ist Treibstoff und tritt in der Natur auf (verunreinigt z.B. Flüsse) – erinnert so fast mehr an Warpstone aus Warhammer als an Aether.

Insgesamt solide Geschichte.

Für eine Faust voll Federn  von Brida Anderson (aka Nina Weber)

Die toughe One-Shot Lara verschuldet sich beim Pokern bei den Colbybrüdern und soll ihnen den Geistertanzplatz der Indianer zeigen, wo diese Gold vermuten – aber sie weiß auch, dass mit den Colbys nicht zu spaßen ist, zumal diese die Tochter des Docs entführt haben.

Sehr schöne, knackige Geschichte – verbindenes Aetherelement ist der Geistertanz.Im Gegensatz zu den Annabelle Rosenhertz-Romanen, die leicht in der Zukunft n Deutschland spielen, wird hier Aether teilweise noch entdeckt.

Fallende Steine von Nathaniel T. Jefferson (aka Lara Kalenborn)

Toughe Bildhauerin und Gentleman, der seine Schwester verloren hat, ist die Grundkonstellation dieser Geschichte. Dazu eine Steamfirma, welche die Hand auf Marmorblöcke hat, damit diese nur mit von ihnen lizensierten Geräten verarbeitet werden, verfeindete Nachbarn und ein Vater, der seine Tochter mit Hilfe der Indianermagie wiederholen will.

Die Geschichte spielt 1911, im Hintergrund tauchen weitere Aether-Maschinen auf, z.B. wird das Haus künstlich gekühlt bzw. es gibt ein aethergetriebenes Gewehr mit besonders hoher Reichweite.

Die Liebesgeschichte ist der ersten Annabelle Rosenherz-Story nicht unähnlich, ist zudem knackig und unterhaltsam.

Aetherwood von Al McMurphy (aka Andreas Dresen)

Al McMurphy nimmt Elemente des realen (bzw. fiktional-realen) Deadwood und mischt das mit seinen Elementen, woraus eine recht rasante, schnell wegzulesende Geschichte wird.

Gesamtfazit: 4 tolle, knackige Geschichten mit ordentlich Western- und dezentem Aetherflair, die Lust auf mehr machen, z.B. Band 2 …

 

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8 Kommentare zu „[Rezi] Aetherwestern Ausgabe 1 – Staub und Aether

  1. Aetherflair = Steampunkeinschlag, also Dampfmaschinen, Zeppeline & Co. Bei der Sammlung ist das Crossover mit Steampunk eher hintergründig, weil es zeitlich vor der industriellen Nutzung von Aether spielt (z.T.). Sprich, der Westernanteil im Crossover ist stärker ausdefiniert.

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