#RPGaDAY2015 Tag 28 – Lieblingsspiel, welches jedoch nicht mehr gespielt wird?

August 28, 2015

Diesmal wird es kurz – denn es ist mein Lieblings-RPG Dungeon Crawl Classics, nach welchem schon an Tag 17 gefragt wurde – Beschreibung also unter #RPGaDay Tag 17. Das konnte ich bisher erst in Oneshots erkunden – sehr zu meinem Bedauern.

Zum einen ziehe ich zum Spielleiten deutschsprachige Systeme vor – und eine regelmäßige Runde als SL reicht mir auch, da ich doch einige Runden als Spieler habe. Und leiten tut es leider gerade keiner in der Gegend … Naja, nur halt ab und an.

Mit dabei sind diesmal u.a. In the shadow of a die, Sprawldogs, Xeledon, Edieh, der Hofrat, Adrian, Jaegers.net und Mondbuchstaben.

[Kinotipp] Codename U.N.C.L.E.

August 27, 2015

Heiliges Blechle …

Wiki verrät: “Die Handlung findet im Jahr 1963 statt. Mitten im Kalten Krieg müssen sich der CIA-Agent Napoleon Solo und KGB-Agent Illya Kuryakin zusammenfinden und ein aus der Not geborenes Team bilden, das der Organisation U.N.C.L.E. angehört. Die beiden Agenten müssen eine internationale Verbrecherorganisation ausfindig machen und aufhalten, bevor diese ihre Nuklearwaffen abfeuern können. Hilfe bekommen Solo und Kuryakin von Gaby Teller, der Tochter eines Atomwissenschaftlers, die den dringend benötigten Kontakt zu ihrem Vater herstellen soll.”

Ich stelle fest, dass ich den nach dem mäßigen Trailer völlig unterschätzt habe. Ganz großer, überzeichneter Pulp, brilliant eingefangen von Guy Richie. Henry Cavill ist der Gentlemenspion-Dieb par excellence, Armie Hammer ist ein großartiger russischer Hauklotz mit Emotionen und das Trio wird ergänzt von Alicia Vikander (Deus Ex Machina), die auch die taffe ostdeutsche Mechanikerin mimt. Dazu Nazis, großartige Kulissen, schmierige Italiener, tolle Bösewichter – und am Ende noch ein cooler Hugh Grant, ich bin echt begeistert! Die Folterszene ist unglaublich gut, sie schockt nicht durch Bilder, sondern durch Worte – Andeutung, Sprache, Vorstellungskraft, Perversion! Danke, danke, danke!

5 von 5 KGB-CIA-Agentenduos.

[Youtube] Faktenflut über Rollenspiele

August 27, 2015

Schönes, schnelles Youtube-Fundstück mit 33 Fakten zu Rollenspiel, Computer-Rollenspiel und LARP. Das Fallout ursprünglich auf GURPS laufen sollte, war mir tatsächlich auch neu – gefunden via BDSA.

#RPGaDAY2015 Tag 27 – Welche zwei Spiele würdest Du am liebsten zu einem vermengen?

August 27, 2015

Dungeon Crawl Classics (#RPGaDay #17) und Old Slayerhand (#RPGaDay #3) –Cowboy Crawl Classics. Würde gut zu meiner Weird Wild West-Idee passen. Andererseits ist da Shadow of Brimstone auch schon extrem dicht dran.

Oder vielleicht Capes, Cowls & Villains Foul (#RPGaDay #19) und Lamentations of the Flame Princess (#RPGaDay #19) – eine Art Weird Marvel 1602.

Im Prinzip gibt es fast alles heute schon … bzw. wurde schon alles durchmischt.

Mit dabei sind u.a. In the shadow of a die, Jaegers.net, Edieh, AdrianSprawldogs oder Mondbuchstaben.

#RPGaDAY2015 Tag 26 – Deine Lieblingsinspiration fürs RPG?

August 26, 2015
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Burg Breuberg, Ort der Slayvention, ist etwas komfortabler – (c) William McAusland, used with permission

Ich vermute, dass da an ein konkretes Produkt, Serie oder Film ist, der als Inspiration dient. Aber noch viel heißer aufs RPG machen mich große und kleine Cons wie die Spiel, die RPC oder insbesondere die Slayvention (Bericht). Nach der letzten war ich einfach nur euphorisch auf diverse Spielarten des Slayversums – einiges konnte ich davon auch umsetzen – und ich nehm stark an, dass es mir dieses Jahr wieder so geht. Das ist eigentlich eher Motivation denn Inspiration, aber aus den Spielen und Gesprächen dort, sind einige konkrete Inspirationen entstanden.

Wer live hören will, was ich meine, der lausche in den vorletzten DORPcast, wo Scorp durcheuporisiert von der GenCon wiederkommt.

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RSP-Blogkarneval – in diesem Monat Thema: Artefakte – (c) William McAusland, used with permission

Eine weitere direkte Inspirationsquelle ist der RSP-Blog-Karneval (hier organisiert), da kann ich immer einiges rausziehen. Egal ob es tolle Hintergründe für Old Slayerhand, Ideen für Settings, konkretes Spielmaterial (oder Spielmaterialbausteine) oder anregende Artikel sind, da nehm ich gern was mit. In diesem Monat hat es das Thema Artefakte natürlich gegen #RPGaDay schwer, aber spätestens seit #ArtefactaDay läuft es … Und ich hab auch noch zwei Sachen auf der Pfanne!

Mehr Inspiration gibt es via In the shadow of a die, Sprawldogs, der Hofrat, Jaegers.net, Richtig Spielleiten, Adrian und Mondbuchstaben. Christoph Daether holt derweil auf …

Rollenspiel-DinG am 30.8.15 im Hallenbad Wolfsburg mit Flohmarkt

August 25, 2015

Ende des Monats ist wieder RollenspieldinG im Kulturzentrum Hallenbad in Wolfsburg, Startzeit 14 Uhr. Laut Planungsthread sind Savage Worlds Daring Tales und Savage Worlds Rippers am Start, außerdem ist ein LotfP– oder DCC-Abenteuer mit Destiny Beginners gerade in der Mache – für alle Fälle hab ich Shadow of Brimstone dabei.

Ansonsten wieder mit Flohmarkt, einfach was mitbringen und hinstellen.

#RPGaDAY2015 Tag 25 – Deine Lieblings-und zugleich revolutionäre Mechanik?

August 25, 2015

Ich mag Regeln. Ich hab Spaß an Regeln. Ich liebe ihre Einfachheit, ihre Eleganz, ihre Schlichtheit, ihre Komplexität, ihre Verknüpftheit, ihre Stochastik. Es gibt viele Regeln – und manche sind einfach schön. Wer jahrelang DSA spielt und dann einmal Dungeonslayers erlebt, wir erstaunt sein, wie simpel sich Attacke und Parade beibehalten lässt und trotzdem nicht zu Attacke-Parade-Es passiert nichts!-Schlachten ausartet! Nur ein Wurf nötig (auf beiden Seiten), schon steht der Schaden fest. Effizient und elegant. Aber auch was Alexander Schiebel aus zwei W6 rausholt, wie DCC die ganze Palette Würfel einsetzt oder die Kraft der narritativen Würfel bei Star Wars von FFG sind ein Genuss.

Eine Mechanik, die ich sehr mag, ist das (freie) Kampfmanöver.

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Keule – ideal für Kampfmanöver – (c) William McAusland, used with permission

Interessant wurde sie für mich im Kern bei Pathfinder. Die Idee war, die verschiedenen Manöver von D&D 3.x zu vereinheitlichen. Alles was bisher mit verschiedenen Subregeln lief, konnte nun einheitlich über einen Wurf KMB (Kampfmanöverbonus) gegen die KMV (Kampfmanöver-Verteidigung) des Gegners durchgeführt werden. In den Ringkampf gehen, Zurückstossen, Umwerfen, Entwaffnen … Alles mit einem Wurf erledigt – gut, bis aufs Grapple, das blieb weiterhin komplex, wenn auch leicht entschärft. Schön find ich aber die Anwendung, wenn der Spieler etwas besonderes machen will, meinethalben dem Angreifer in der Bar nen Barhocker überziehen will, kann man das mit nem Kampfmanöver und ein paar situationsbedingten Modifikatoren erledigen.

Beim regelleichteren DCC sind es Kämpfer und Zwerge, die ein sogenanntes Mighty deeds of arms ausführen können, ein recht freies Manöver. So könnte man seinen gegner übers Geländer stoßen, ihm Sand ins Auge schleudern oder ihm mit nem Kopfstoß die Nase brechen. War es in der beta noch komplett frei, unterliegt es dann doch einigen Regeln (z.B. wieviel Zusatzschaden es macht). Das ganze wird über den Action-Die geregelt, der ist auf Stufe 1 der W3, auf Stufe 2 der W4 bis hin zum W7 auf Stufe 5. Zeigt er eine “3” oder mehr gelingt das Manöver. Einfach, aber effektiv.

Auch Dragon Age kennt eine Kampfmanöver-ähnliche Mechanik (und damit auch Fantasy Age und Titangrave), die allerdings mit einer Critmechanik kombiniert ist. Dort würfelt man mit 3W6, einer davon hervorstechend als Dragon Die. Würfelt man ein beliebiges Pärchen (oder einen Drilling) _und_ gelingt die Probe, bekommt man Stuntpunkte in Höhe des Dragon die. Dafür kann man sich dann Aktionen aussuchen, z.B. für 2 Punkte wird die Rüstung durchbohrt oder man kann den Gegner um 1,50m pro Punkt zurückstoßen. Oder für 4 einen zweiten Gegner treffen. Auch das Bilden von Kombos ist erlaubt. Dadurch, dass der Dragon die und nicht das Pärchen die Punkte vorgibt, sind halt auch 1 oder 2 Punkte möglich. In Set 2 wurde das Prinzip auch auf Magie übertragen, in Set 3 dann auf Fertigkeitsproben – das hab ich nicht mehr so verfolgt. Stochastisch passiert das übrigens ca. jedes 3te Mal, das man ein Pärchen würfelt, der Schwierigkeitsgrad regelt dann die Erfolgschance. Was halt nicht gefällt, dass man es nicht dann machen kann, wann man es will – was bei einer Critmechanik ja irgendwo auch logisch ist.

Zuguterletzt, auch Destiný Beginners (und die verwandten Systeme) bieten mit der Großen Gabe eine recht freie Mechanik, die jeder SC beherrscht, sich aber auf sein Spezialgebiet beschränkt. Bei Magiern (über Magie) können das magische Tricks sein, bei Kriegern aber eben coole Kampftricks oder auch der Dieb fiese Schurkentricks. Das lässt sich recht frei beschreiben, mechanisch ist der Schaden gedeckelt wie auch die Anwendungen pro Szene – nutzt man es als “Hilfstool” (also z.B. der Magier setzt Fliegen ein, um über eine Mauer zu kommen, der Dieb überklettert sie flink oder der Krieger schlägt sie mit seinem Hammer ein), muss man als SL einschätzen, on es ein schwacher, mittlerer oder starker Effekt ist – was sich ggf. unterscheiden kann. Variante 1 könnte Mittel, Variante 2 leicht und Variante 3 schwer sein. Beim Probespiel kam schnell ein schönes Sword&Sorcery–Feeling auf, das gesamte System hat mir gut gefallen. Diese Variante ist vielleicht die stärkste, weil sie sehr frei ist, sie jeder kann und trotzdem genug regeltechnische Verankerung, um sie nicht zu missbrauchen.

Craulabesh schrieb kürzlich einen Artikel über Stunts in T&T, klingt auch nicht schlecht.

Revulotionäres gibt es auch bei In the Shadow of a die (Zufallstabellen), Adrian (je cooler, desto mehr Boni bei Wushu), Malspöler (Talente), Sprawldogs (Emotionen via Fate abgebildet), Richtig Spielleiten! (Aspekte und mehrstufige Erfolge), Jaeger.net (realitätsnahe Wahrscheinlichkeitsverteilung)  und Mondbuchstaben (Fate Deck aus Everyway).

#RPGaDAY2015 Tag 24 – Deine Lieblings-Hausregel?

August 24, 2015

Hmm, schwierig, ich spiele mit recht wenigen Hausregeln, obwohl ich in vielen unterschiedlichen Runden mit verschiedenen Systemen, Leuten und SL spiele. Für Ohrhammer haben wir eine recht ordentliche (im Sinne von übersichtliche) Sammlung, aber davon hab ich noch keine einzige gebraucht …

Bei Savage Worlds – Sundered Skies haben wir eine alternative Benny-Regel, die ich ganz OKay finde. Sämtliche SL-Bennies kommen in einen Topf für die Spieler, die wir ausgeben können oder je 2 Bennies 1 EP kriegen (statt anderer EPs). Das ist eine interssante Regelung, für unsere 3h-Spielrunden ganz angemessen, hat aber auch einen Nachteil: nämlich das unterschiedliche Spieler im unterschiedlichen Maße bereit sind, die rauszuhauen …

Ahh, doch, eine fällt mit noch ein, vom Kollegen Sphärenwanderer in der Slay #2 zu multiclassenden Charakteren. Dungeonslayers ist ehh ein Spiel, welches leicht mit ein paar wenigen Hausregeln noch ein paar Pfiffigkeiten dazukriegt, ohne sie zwingend nötig zu haben. Die Regel selbst hab ich schon verwendet, um ein Online-DS-Charakter – Orvat – zu basteln.

Im Detail:

Um neue interessante Charakteroptionen zu
ermöglichen, bietet sich folgende Hausregel zu
Klassenkombinationen an:
Es ist möglich, 2 Klassen in einem Charakter
zu kombinieren. Klassenkombinationen dürfen
jedoch keine Heldenklassen wählen.

Klassenbonus: Es müssen 2 Eigenschaften
aus den Klassenboni der zwei Klassen (aus
jeder Klasse eine) ausgesucht werden (von denen
man eine um 1 Punkt steigern darf), die
anderen beiden verfallen. Diese ausgewählten
Eigenschaften bestimmen die Eigenschaftshöchstwerte
des Charakters und kosten fortan
2 LP zum Steigern (alle anderen 3).
Rüstung: Man erhält Zugriff auf Rüstung,
die den Mittelwert zwischen der Rüstungsbeschränkung
beider Klassen darstellt, wobei
immer abgerundet wird. Ein Krieger/Späher
könnte also nur die für Späher zulässige
Rüstung tragen, ein Krieger/Heiler ebenfalls,
während ein Späher/Schwarzmagier die Rüstungsbeschränkungen
eines Zauberers verwenden
würde.

Talente, Zauber, Fähigkeiten: Man erhält
vollen Zugriff auf alle Talente, Zauber und Fähigkeiten
(z.B. Magie spüren) beider Klassen.

Probiert es mal aus!

Media Monday #217

August 24, 2015

Bin immer noch fleißig bei #RPGaDay beschäftigt, aber dem Media Monday verpasse ich natürlich nicht. Alle Fragen im Media-Journal.

1. Lost Island (? – evtl. auch leicht anders) musste ich abbrechen, denn es war eine kostenlose Dreingabe der Videothek, aber ich bin einfach nicht zu gekommen … Hätte mir vielleicht gefallen können … Trash mit Dinosauriern.

2. Wenn ich doch nur bedeutend mehr Zeit hätte, würde ich deutlich mehr lesen. Selbst im Urlaub viel zu wenig zum Lesen gekommen.

Den Rest des Beitrags lesen »

#RPGaDAY2015 Tag 23 – Dein perfektes Spiel?

August 23, 2015

Wie sieht mein perfekter Spielabend aus? Gar nicht – ich glaube nicht an Perfektion. Auch gibt es nicht den perfekten Abend, es gibt viele – die aber durchaus unterschiedlich sind.

Wenn es an dem Abend einen tollen, spannenden Kampf gab, der alle Parteien gefordert hat, find ich das befriedigend. Wenn den Abend reichlich Hinweise gesammelt wurde und der Ermittlungsfall vorankam, befriedigend. Wenn irgendein Gebiet erkundet wird, egal ob ein Hexcrawl in der Wildnis oder unterirdisch im Dungeon, find ich das befriedigend. Wenn es Interaktion mit den NSC gibt oder unter den SC und das wo hin führt, find ich das befriedigend.

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Würfel spielen auch ne Roll! – (c) William McAusland, used with permission

Spaßquelle ist zudem ein ergebnisoffenes Spiel. Das kann auch offenes Würfeln bedeuten, wichtiger ist aber, dass der SL ergebnisoffen an die Ideen der Spieler rangeht.

Weitere Spaßquelle ist eine lebendige Spielwelt, kurzum eine, wo die eigenen Handlungen Einfluss nehmen.

Ansonsten alles, was irgendwie SC und/oder Spieler herausfordert. Ich mag auch Rätsel gern.

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Machen wir das nächste Hex noch? – (c) William McAusland, used with permission

Am Ende des Abends möchte ich immer das Gefühl haben, “Jawohl, heute etwas Entscheidendes geschafft.” Wieder ein gutes Stück vorangekommen.

Was ich gar nicht mag sind geschenkte Siege (oder erzwungene Niederlagen z.B. zur Gefangenschaft), das Drängen der Gruppe in eine bestimmte Richtung (aka Railroading), offensichtliche Willkür.

Ein ganz wichtiger Punkt sind natürlich auch begeisterungsfähige Spieler und ein motivierter SL, das strahlt ja auch ab. Sprich Zufriedenheit und Spaß werden ja zumeist geteilt. Als Spielleiter ist es natürlich auch eine Quelle der Motivation und des Spaßes, wenn die Spieler zufrieden sind und positives Feedback geben.

Das perfekte Spiel anderorts kann man bei In the shadow of a die, Jägers.net,dem Malspöler, Sprawldogs und Mondbuchstaben nachlesen.


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