Archive for the ‘Am Rande’ Category

[Rezi] Code 37 – Staffel 1

Mai 9, 2015

Ich schaue gerne Krimis. Gern etwas amerikanisches im Stil von CSI, Criminal Minds oder Criminal Intent, auch die Funkrimis a la Psych, Castle oder The Mentalist oder englisches wie Inspektor Barnaby (beide!) oder Inspektor Lynley, gern auch skandinavisches wie das Urgestein Kommissar Wallander (in seinen diversen Verkörperungen), Kommissar Beck oder die Millenium-Trilogie. Jedenfalls – bisher – selten etwas Belgisches. Code 37 könnte es aber schaffen, die zu ändern, auch wenn es im „Fernsehen“ bei ZDF Neo versendet wird. Schade!

„Code 37“ ist in Begien der Polizei für ein Sexualdelikt, zu dem üblicherweise die Sitte gerufen wird. Der hat mit Hannah Maes gerade eine neue Chefin bekommen, die recht tough ist und vorher beim FBI war. Gegen die Männertruppe bei der Sitte mit Macho Bob, Computernerd Kevin und dem erfahrenden Opa Charles muss sie sich erstmal durchsetzen. Die 13 Folgen der ersten Staffel haben einen guten Mix an unterschiedlichsten Fällen, mal mitreißend, mal beängstigend, mal beschämend, mal unfreiwillig komisch.

Einige Highlights: Nehmen wir „Der Tennislehrer“, wo Frauen auf dem Parkplatz mit einem Tennisschläger penetriert werden. Das erste Opfer verstrickt sich in Widersprüche, da wechselt plötzlich der Tatort, ein Tete-a-tete mit dem Tennislehrer (Verdächtiger #1) in einem schmuddeligen Hotel (Verdächtiger #2) kommt hinzu und dann ist da noch die eifersüchtige, lesbische Freundin (Verdächtige #3). Am Ende ein wunderbarer Twist, der zugleich die Fakten des Falls in einen logischen Kontext setzt.

Bei „Im Park“ entpuppt sich ein zusammengeschlagenes Opfer in einem Park, der bekannt dafür ist, dass sich Homosexuelle dort treffen, als weniger unschuldig als gedacht. Generell gelingt es hier gut, einerseits zu verdeutlichen, dass die Opfer ungern reden und ein verheiraterer Mann ungern zugibt, nicht nur in dem Park spazieren zu gehen. Andererseits der Schwulenhass, der sich am Ende zum Teil als simple kriminelle Energie entpuppt: Da kaum eines der beraupten Opfer bereit ist, zur Polizei zu gehen, ist es einfacher „Schwule abzuziehen“. Und als letzter Teil der Gesamtkomposition der Folge: der Sozialarbeiter, selbst mit homosexuellen Tendenzen, dessen Stelle bald wegfällt. Sorgt er etwa selbst dafür, dass sie nicht gestrichen wird?

Auch mitreißend „Kinderstars“ im Milieu der … Kinderstars, also hier eine junge Tochter ohne Vater, die zum neuen Talent werden soll, die durch die Gegend tingelt und deren Manager zur wichtigen Bezugsperson wird. Eine dringliche erste Festnahme entpuppt sich als harmlose Anprobe. Gerade Pädophilie ist ein schwieriges Thema – gerade in Belgien (was auch mehrmals angesprochen wird) – wird hier aber gut aufbereitet (für einen Krimi). Stumpfe Klischees werden vermieden und moralisch schwierige Entscheidungen thematisiert.

Code 37 ist eine ziemlich perfekte Mixtur aus amerikanischen und europäischen Krimis. Die Fallstruktur ähnelt eher den amerikanischen Serien, auch thematisch ist man hier mit Law & Order: Special Victims Unit recht nah dran, die Teamstruktur ähnelt eher Crminal Minds. Wo man sonst häufig Duos hat, ist es hier ein Viererteam, welches europatypisch, nach und nach tiefergehend beleuchtet wird. Da ist Bob, der seine Freundinnnen wie Unterhosen wechselt und immer einen zottigen Witz parat hat, Charles mit ner reichlichen Portion Raumangst (Fahrstühle!) und mit seiner Raucherlungenkondition so seine Probleme hat, Verdächtige im 10. Stock zu überprüfen und der junge Computernerd Kevin, der schonmal einen Fehler macht (und beim Klingeln von Haus zu Haus schonmal einen Nachbarn vergisst) und in seiner Sexualität noch nicht ganz gefestigt ist (so interessiert sich in der Folge „Im Park“ der Sozialarbeiter für ihn, worauf er recht verunsichert reagiert …). Im Mittelpunkt der Charakterentwicklung ist aber Hannah, zugleich hat sie aber noch einen kleinen Metaplot im Hintergrund laufen, wie das ja auch gern in US-Serien gemacht wird, der hier wirklich jede Folge angesprochen wird und Stück für Stück entwickelt wird. In der Form vergleichbar mit Life, wo ja auch jede Folge ein große Fallstruktur nach und nach Gestalt annimmt. Hier ist es ähnlich: Anfangs malt Hannah eine Wand über und entwickelt da nach und nach ein Fallschema, welches sie selbst betrifft: ein Überfall auf das Haus ihrer Eltern, bei der ihrer Mutter was angetan wird, dass es eine Vergewaltigung war, kann man nur vermuten, da es Hannah zur Sitte getrieben hat. Immer, wenn sie ihren Vater besucht, bekommt der Zuschauer Erinnerungsfetzen präsentiert. Ebenso wird schnell klar, dass ihr Vater ungern darüber reden möchte, gar die Untersuchungen seiner Tochter behindert (aus seiner Position als Richter heraus). Die Rolle wird verkörpert von Carry Gossens, evtl. dem ein oder anderen noch aus „Der Dicke und der Belgier“ zusammen mit Dieter Krebs bekannt. Er zeigt hier eine großartige schauspielerische Leistung, merkt man ihm einerseits die Liebe zu seiner Tochter an, andererseits eben, dass er um jeden Preis verhindern will, dass Hannah da weiter rumstochert. Auch wenn der Metaplot zum Schluss nicht aufgelöst wird (aber einen Twist erfährt) ähnlich wie Red John bei The Mentalist, ist es doch ein gelungener übergreifender zusammenhaltener Handlungsbogen.

Fazit: Gelungene Krimiserie mit abwechslungsreichen Folgen der belgischen Sittenpolizei, die zumeist gute Auflösungen und spannende Fälle bietet, ein symphatisches Team, welchs man in kleinen Portionen kennenlernt, und dabei noch die ein oder andere Vokabel lernt, die man noch nicht kennt …

PS.: Daten:
Darsteller: Marc Lauwrys, Michael Pas, Vaerle Baetris, u.a.
Regie: Jakob Vanbruggen, Jan Mattheys, u.a.
Studio: Edel Germany GmbH
Sprache: deutsch
Format: Dolby, PAL, 16:9
Anzahl Disks: 2
FSK: ab 16 Jahren
Laufzeit: 603 Minuten
Erschienen: Jan. 2015
EAN: 4029759101550

PPS.: Bei der DVD handelt es sich um ein zugesandtes Rezi-Exemplar.

Kurze Traileranalyse des 2. SW VII-Trailers

April 18, 2015

Bemerkenswert, was da alles drin steckt im gestrigen Trailer … Via Orkenspalter.

Star Wars VII – The force awakens – Trailer 2

April 17, 2015

Geil, auch der Trailer atmet Star Wars. Und mutig, man zeigt die Szene, bevor Harrison Ford die Tür vom Millenium Falken auf den Fuß fällt …

Spike!Schau – der deutsche Bloodbowlcast

April 9, 2015

Was macht der Glorian eigentlich, wenn er nicht über Warhammer reden kann? Richtig, er redet über Blood Bowl. Das ganze ist zu hören in der Spike!Schau. Los geht es mit der SPIKE!Schau Folge #1 – Nachbesprechung Dungeonbowl XII.

[Buch] Zombie Zone Germany – Die Anthologie

Februar 20, 2015

Das klingt mal wieder nach einer Anthologie, auf die ich Bock habe! Gibt es ab der Leipziger Buchmesse im März. Dazu heißt es beim Amrun-Verlag:

Deutschland 2021.
Hohe Stahlbetonwände sichern die Grenzen zu den Nachbarländern. Jagdflieger und Kampfhubschrauber dröhnen über den Grenzstreifen. Es wird auf alles geschossen, was sich (noch) bewegt.
Die wenigen Lebenden haben sich zu Gruppen zusammengeschlossen, oder agieren auf eigene, verzweifelte Faust. Durch die Städte wälzen sich untote Leiber. Großstädte wie Berlin sind wahre Zombie-Moloche. Vor der Nord- und Ostsee patrouillieren alliierte Flottenverbände der NATO, um eine Flucht der Überlebenden und ein Ausbreiten der Seuche zu verhindern.
Deutschland ist tot – untot.
Sie kamen über Nacht. Die ersten Sichtungen und angsterfüllten Hilferufe erreichten die Öffentlichkeit am 06. Mai 2020. Sie wühlten sich aus feuchten Gräbern – kürzlich Verstorbene und von Verwesung gezeichnete Leiber. Ihr Hunger war unstillbar. Sie fielen wie Heuschreckenschwärme über Dörfer her und jeder Biss in weiches, lebendes Fleisch nährte ihre Gier und füllte die widerlichen Reihen mit weiterem jagendem Tod.
Panik, Flucht und Hysterie waren die Folge, aber es gab auch Solidarität und kleine Funken der Hoffnung.
Die Ausrufung des Notstandes im Sommer 2020 und große Bundeswehreinsätze im Inneren konnten die Ausbreitung der Untoten nicht verhindern.
Im März 2021 einigten sich die Europäische Union, NATO und Vereinten Nationen nach vergeblichen Versuchen, die Epidemie zu bekämpfen, darauf, Deutschland unter eine komplette und umfassende Quarantäne zu stellen. Nichts und niemand sollte das verseuchte Land der Toten verlassen.
Deutschland 2022.
Die Anzahl der Lebenden ist gering. So gering wie ihre Aussicht auf Überleben. Und doch haben sich letzte Bastionen verzweifelten, menschlichen Lebens gebildet …

Mit Kurzgeschichten von Aline Röse, Britta Ahrens, Carolin Gmyrek, Christian Günther, Daniel Huster, Eberhart Leucht, Fabian Dombrowski, Felix Kreutzmann, Heike Schrapper, Jan Christoph Prüfer, Joshua Lorenz, Kerstin Zegay, Lisbeth Duller, Chris Dante, Marina Heidrich, Markus Cremer, Nora Wanis, Sandra Longerich, Sebastian Braß, Tom Karg und Vincent Voss

Herausgegeben von Torsten Exter und Cover von Christian Günther.

Die ZZG-Anthologie bildet den Auftakt einer Reihe von Romanen und Novellen rund um ein abgeriegeltes und untotes Deutschland.

Besonders als Auftakt zu einer Reihe kann es ziemlich interessant werden. Ich bin gespannt, etwas Inspiration für Zombieslayers und Konsorten zu bekommen.

Ulisses schränkt Battletech-Support stark ein

Januar 30, 2015

Nanu, was ist denn da los? Ulisses schränkt seinen Support stark ein und löst sein Supportteam auf, anscheinend gab es da persönliche Querelen. Die Mitteilung findet sich im Ulisses-Forum.

Dank an den Kultisten für den Hinweis.

Edit: Sir Dooms Badcompany nimmt sich auch des Themas an.

[Comic] El Mercenario – Der Söldner

Januar 27, 2015

Nachdem mir El Mercenario – Der Söldner #6 – Die schwarze Kugel gut gefallen hatte, hab ich mir weitere Bände besorgt – und die gefallen bisher auch sehr gut, weswegen ich mal den Auftaktband kurz vorstellen will:

El Mercenario – Der Söldner (#1) von Vicente Segrelles beschreibt eine duale Welt mit hohen Bergen und tiefen Tälern, welche durch eine dichte Wolkendecke getrennt ist und für die Menschen quasi nicht zu überwinden ist (ihre Flugdrachen können nicht atmen und würden abstürzen, sie selbst bekommen nach längerer Zeit auch Probleme). Oben auf den Bergspitzen herrschen mächtige Burgherren, man reist mit Flugdrachen und Söldner auf Flugdrachen sind gefragte Lakaien. So auch El Mercenario, der den Auftrag hat, die Frau eines Burgherren wiederzubeschaffen. Nach der Rettung der nackten Dame sind beide gezwungen sich in einer Höhle zu verstecken, wo die Burgherrin versucht, El Mercenario näher zu kommen. Das lehnt der Söldner rundheraus ab, erfährt aber, dass der Burgherr seine Frau nicht liebt, sondern mit dem Auftrag an ihn eher Geld sparen wollte, ist das Lösegeld doch ein dutzendfaches höher. So kommt es dazu, dass sich die Entführte rächt und behauptet, dass El Mercenario sich an ihr vergangen hätte.
Bei der Flucht, bei dem er auf einen Segeldrachen zurückgreifen muss, stößt er durch die Wolkendecke und in eine ihm unbekannte Welt. Er hat Glück in der Nähe eines Komplexes zu landen, wo ein Gelehrter ihm einen Trank zum Atmen verpassen kann. Die Dorfbewohner hier haben auch ein Problem. Ein riesiges, gespanntes Seil, welches gen Himmel führt, wo dunkle Gestalten leben, welche die Tochter des Gelehrten entführt haben und damit drohen, sie zu töten, wenn jemand das Seil berührt. Genau der richtige Auftrag für El Mercenario!
Tolle, phantastische, ungewöhnliche Welt, großartige Bilder – im Original auf Öl gemalt, eine gute Portion Sword & Sorcery, genau der richtige Schuss Weirdness, kurzum, ich bin sehr angetan.

5 von 5 Atem-Tränken.

[PC-Spiel] Pillars of Eternity

Januar 9, 2015

Christophorus berichtet von einem weiteren PC-Spiel in Baldurs Gate-Optik: Pillars of Eternity.

Entwickelt wird das Crowdfunding-Projekt, das rund 4 Mio. Dollar ersammeln konnte, von OBSIDIAN ENTERTAINMENT. Und hinter diesem Namen stecken keine Newbies, sondern Veteranen der ehemaligen BLACK ISLE STUDIOS, die Ende der 90er Jahre mit Titeln wie “Baldur’s Gate”, “Icewind Dale” und “Planescape: Torment” der Welt der Computerrollenspiele neues Leben einhauchten und unzählige Spieler begeistern konnten.

“Pillars of Eternity” soll nun die Erfolgsgeschichte jener Spiele weiterführen bzw. ihr zu einem Comeback verhelfen, denn anders als aktuelle Genre-Vertreter wird das Rollenspiel komplett in isometrischer Perspektive dargestellt. Zudem bedient es sich keiner Lizenz und wird eine eigenständige Spielwelt präsentieren, inklusive eigens erdachter Rassen. Erscheinen sollte es bereits im Oktober 2014, wurde aber auf “Anfang 2015″ verschoben.

Hier ein paar Impressionen der wirklich wunderschön designten Welt:

Torment – Tides of Numenéra

Januar 6, 2015

Christophorus berichtet aus der Computerrollenspielwelt:

Das neue P&P-Rollenspiel von Monte Cook, “Numenéra”, erfreut sich in den USA großer Beliebtheit. Die deutsche Übersetzung befindet sich beim UHRWERK VERLAG aktuell in Arbeit. Und als wäre das nicht genug: Im ersten Quartal 2015 können sich auch PC-Spieler mit “Torment – Tides of Numenéra” auf eine Softwareumsetzung des Stoffes freuen.

Das Spiel sieht sich als geistiger Nachfolger des bereits 1999 erschienenen“Planescape: Torment”, das seinen Fokus nicht auf Kämpfe und Rundentaktik legte, sondern auf den Handlungsverlauf und ausgefeilte Dialoge. Gerade die philosophische Frage “Was macht ein einzelnes Leben aus?” stellte ein Kernthema dar. Dieses wird bei“Torment: Tides of Numenéra” wieder aufgegriffen. Der Entwickler INXILE ENTERTAINMENT verspricht ein nicht minder tiefschürfendes Spielerlebnis.

Bisher existieren nur ein paar wenige Screenshots, die aber auf ein stimmiges Setting sowie eine isometrische Spiel-Perspektive schließen lassen:

Nette Info am Rande: Wie schon die Vorlage, wurde auch “Torment – Tides of Numenéra” über Kickstarter finanziert. Anstatt der geforderten 900.000 $ nahm das Team von INXILE satte 4,2 Mio. $ ein. Durch weitere, direkte Spenden konnte der Pegel auf nunmehr 4,8 Mio. $ erhöht werden.

[Comic] He-Man and the Masters of the Universe #1

Dezember 20, 2014

He-Man ist zurück – jetzt auch bei mir! 2012 hat DC angefangen, das ganze als Comicreihe neu aufzulegen und seit Anfang 2014 ist das ganze auf Deutsch via Panini verfügbar. He-Man, das war das prägenste Kinderspielzeug für mich (Zitat Eltern: Wir schenken dem Jungen He-Man statt Star Wars-Figuren, da gibt es nur ein paar … Ja, wurden dann aber konstant mehr …) und eine heißgeliebte Hörspielreihe, auch von der _späten_ Animé-Serie, die auf RTL II lief, war ich großer Fan. Hohe Erwartungen alo an den Comic, die Band 1 zumindest annähernd erfüllen kann.

Prinz Adam hat sein Gedächnis verloren ebenso wie der Rest der Masters, weil Skeletor anscheinend gewonnen hat und sich etwas perfideres als nur den Tod ausgedacht hat. Doch dann zieht irgendetwas Förster Adam zurück, u.a. Zoar, der Adler, den die Hüterin Greyskulls lenkt, während Skeletor sie übel foltert. Er überwindet einige von Skeletors Schergen und stößt schließlich zusammen mit Teela auf Evelyn, welche die anderen Masters geknechtet hat …

Insgesamt geilo, gerade Teela (Sag mal, warst Du schon immer so arrogant?), aber auch Prinz Adam / He-Man, der noch nicht im Superman-Modus läuft.

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4 von 5 Zauberschwertern.


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