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Im Kamingespräch mit Szymon Piecha zu Feüerbäll, dem pol. DS und der polnischen RPG-Szene

April 5, 2015

Zu Ostern belebe ich endlich mal wieder die Tradition des Kamingesprächs. Wer übrigens gerne Interviews liest, wird aktuell im Blog Gegen Stephan fündig, der hat mehr als zehn Interviews mit Indy-Autoren am Start. Ich hab derweil die Chance genutzt Szymon Piecha auszufragen, der vor einer Weile schon Dungeonslayers ins Polnische übersetzte und ich damals schon nachfragte. Als er dann Feüerbäll auf Deutsch hinterherschon, wurde es langsam mal Zeit!

GK: Hallo ! Vielleicht magst Du zuerst Dich kurz vorstellen und uns verraten, wie Du zum Rollenspiel gekommen bist?

Szymon: Hallo. Mein Name ist Szymon Piecha, doch in der Arbeit, wenn ich mit Ausländer spreche, stelle ich mich als „Simon“ vor, weil mein Vor- und Nachname ein bisschen schwierig ist. Privat bin ich ein Handelsvertreter, im Netz bin ich als „Noobirus“ bekannt und ich beschäftige mich mit der Übersetzung von Rollenspielen (Englisch oder Deutsch) und manchmal schreibe ich auch eigene Indies oder Supplemente. Ich leite auch ein eigenes Blog, dass sich Jaskinia Noobirusa nennt (auf Deutsch: Die Höhle von Noobirus). Wie ich zum Rollenspielen gekommen bin? Als ich noch zu Schule ging, habe ich im einen Magazin über Videospiele über Warhammer 2ed. gelesen, ich fand die Bilder ganz schön, und habe spontan das Regelbuch gekauft.

GK: Ihr übersetzt deutsche und englische Indy-Rollenspiele ins Polnische. Wer ist eigentlich “ihr”, wie organisiert ihr das und welche Motivation steckt dahinter?

Szymon: Gibberling Press. Wir sind eine kleine Gruppe von Träumer. Wir schreiben Indie-Rollenspiele und übersetzen sie manchmal auch. Unsere Gruppe ist eigentlich ganz frisch, und wir haben uns auf dem polnischen Rollenspiel-Forum MGF (Manufaktura Gier Fabularnych) kennengelernt. Da gibt es Skaven, der viele eigene, kleine Indies geschrieben hat, er ist auch der Autor von Feüerbäll. Salam ist ein Fan von Strategiespielen, er hat ein Spiel „Królestwa“ (Königreich) ausgegeben. Vitalius schreibt ein Post-Apo Spiel. Onslo ist ein Warhammer 40k Freak und hat einen ganz „fetten“ Fantasiewelt Generator geschrieben.
Wir arbeiten ganz spontan, wir haben kein Buisnessplan oder etwas Ähnliches.

GK: Den Anfang machte ja Dungeonslayers. Wie kommt das in Polen an?

Szymon: Glaub ich ganz gut. Wenn ich mich nicht irre, ist es das meist heruntergeladene Spiel auf meinen Blog. Ein Spieler hat auch das Supplement „Into the Breach“ übersetzt.

GK: Welches Feedback gab es zu Nip’ajin? Habt ihr da “nur” die Regeln übersetzt oder auch ein Szenario?

Szymon: Ich habe NIP’AJIN zusammen mit Kurai Jikan übersetzt. Kurai Jikan hat positives Feedback bekommen, ich habe es mit ein paar Freunden gespielt und die fanden es toll. Vielleicht weil es nicht viele Anime-inspirierte Spiele hier gibt.

GK: Warum ausgerechnet diese beiden Titel?

Szymon: Dungeonslayers ist ein simples, kostenloses Fantasy Spiel. Perfekt für Leute, die keine D&D Bücher kaufen wollen (oder können). NIP’AJIN ist gut für One-Shots und es ist einfach eigene Regeln dazuzuschreiben.

GK: Was habt ihr sonst noch übersetzt?

Szymon: Ich: Schoolgirl RPG (kann man auf DriveThruRPG kaufen), Lasers&Feelings, Wacky Love. Skaven hat auf Polnisch auch ein paar Spiele übersetzt: Midsummer Wood (von Vincent Baker), The Entity…

GK: Euer letzter Streich war Feüerbäll ins Deutsche zu übersetzen. Wie kam es dazu und was erwartet einen da?

Szymon: Feüerbäll war für mich ein… Test. Ich wollte kontrollieren, wie gut ich mit PL->DE Übersetzungen bin. Es ist viel schwieriger ins eine fremde Sprache zu übersetzen. Zum Glück hat mir der gute Onno Tasler mit der Korrektur geholfen. In der Zukunft will ich mit anderen, größeren (und viel originelleren) Spielen etwas anfangen, ich suche ständig nach neuen, interessanten Titeln.

GK: Feüerbäll hat ja schon ein erstes Update mit Alternativregeln und einem erstem Abenteuer erfahren. Was gibt es da denn noch alles auf Polnisch?

Szymon: Viele Seiten mit neuen Klassen, Rassen, Monstern, Regeln… aber nichts von dem wurde noch veröffentlicht. Die Polnische Version von Feüerbäll ist nur im Magazin Magia i Miecz erschienen, die kostenlose Version ist noch nicht fertig… ja, das liest du richtig, die Deutsche und Englische Version ist schneller erschienen, als das Original. Wir haben leider ein paar Problemen mit der zweiten Korrektur und neuen Illustrationen.

GK: Wie sieht die polnische Szene aus? Welches sind die großen Systeme?

Szymon: Du musst eins wissen: Wir Polen hassen vieles, aber am meisten hassen wir uns selbst. Darum ist die polnische Szene ein bisschen chaotisch. Es gibt viele Trolle und „Gurus“, aber man kann auch viele tolle Spieler finden. Auf Facebook-Gruppen ist es aus meiner Sicht am besten, auf den Cons ist es auch nett, und wenn es um LARPs geht… da sind wir Weltmeister! Vielleicht, weil alle Hater und Trolle dann im Keller bleiben?
Wenn es um populäre Systeme geht: ABSOLUT JEDER hat Warhammer 2ed. gespielt, sogar meine Oma. Dann gibt es Neuroshima – ein postapokalyptisches Spiel, wo die Menschheit von intelligenten Robotern langsam auseinander genommen wird. Im Westen kennt man Neuroshima Hex, ein Strategiespiel wo alle Fraktionen aus der Neuroshima Welt miteinander kämpfen. Danach gibt es Wolsung (das kennt ihr), World of Darkness, Savage Worlds, D&D 3.5e ist auch noch populär. Dark Heresy 2ed. wird gerade von der Firma Copernicus Corporation übersetzt.

GK: Wie ist die polnische Szene organisiert, wo findet Austausch über Rollenspiel im Netz statt, gibt es große Cons?

Szymon: Meistens auf Facebook und verschiedenen Blogs. Poltergeist (polter.pl) ist auch ein nettes Informationszentrum wenn es um Rollenspiele geht. Cons besuche ich persönlich nicht, aber ich habe viel Gutes gehört (meistens).

GK: Wie lange gibt es überhaupt die polnische Rollenspielszene? Gab es schon vorm “Eisernen Vorhang” Rollenspielaktivitäten, von denen Du weist?

Szymon: Uff… das ist eine schwere Frage, leider bin ich nicht alt und weise genug um über die Geschichte von Rollenspiele zu sprechen, aber ich versuchs…
Die Rollenspielszene im Polen hat sich von Abenteuerspielbüchern und Miniaturspielen entfalten, im manchen Magazins wurde damals von Rollenspielen geschrieben. Nach dem Eisernen Vorhang haben wir die ersten Rollenspiele erhalten – wie z.B. „Das Auge von Yrrhades“ von Andrzej Sapkowski (ja, der Typ das dem „Witcher“ geschrieben hat :-)) im Jahr 1990. Danach kam Kryształy Czasu (Kristalle der Zeit). Das erste, volle Rollenspielregelbuch war aber Warhammer 1ed. Bis heute kämpfen Sammler um gut aufgehobene Warhammer Regelbücher und zahlen fettes Geld für die.

GK: Die Saga um den Hexer Geralt ist mittlerweile DAS Aushängeschild der polnischen Fantasy-Literatur; die Videospiele, die die Geschichte des Weißen Wolfs weitererzählen, haben sich ebenfalls zu einem riesigen, internationalen Erfolg entwickelt. Um den bald erscheinenden dritten Teil ist ein gigantischer Hype entstanden. Wie beurteilt ihr diese Entwicklung, auch in Hinblick auf die polnische Rollenspiel-Szene?

Szymon: Ich bin der einzige Pole in der Galaxie, der kein Fan von dem Witcher ist ;-) Die Videogame Szene im Polen entwickelt sich gut (na ja… vielleicht außer dem Skandal mit dem „Hatred“ Spiel), aber die guten Jahren für Rollenspiele sind leider vorbei. Logisch – die jungen Leute sitzen heute viel lieber vor dem Computer, als vor dem Tisch.
Aber… Brettspiele verkaufen sich ganz gut, und „gleich“ kommt die Polnische Version von Dark Heresy… die Polnische Szene hält sich nicht schlecht, aber viele warten noch auf ein Wunder, dass ein neues, goldenes Zeitalter für Rollenspiele anfängt, so ähnlich, wie der Witcher ein Boom für Polnische Videospiele gestartet hat.

GK: Welches sind deine drei aktuell liebsten Rollenspiele, die Du auch spielst?

Szymon: Swords & Wizardry (ich habe auch ein paar Bücher für das Spiel geschrieben und auf DTRPG verkauft (http://www.drivethrurpg.com/product/142519/In-the-Name-of), Maid RPG (nein, wirklich!) und Dungeon World.

GK: Vielen Dank für Deine Zeit und Deine Ausführungen. Viel Erfolg mit den Deutsch-Polnischen wie den Polnisch-Deutschen-Übersetzungen und wir hoffen, noch viel von Eurer Schmiede zu hören!

Lankhmar returns – für DCC und SaWo

März 29, 2015

Wahnsinnsnachricht. Fritz Leibers Lankhmar erfährt nach seiner AD&D 2nd-Inkarnation eine neue Rollenspielversion: und das für zugleich für Dungeon Crawl Classics und Savage Worlds. Geil!

Hier findet sich die Nachricht auf die Bangrim hinwies.

Edit: Auf G+ wies Martin Schramm noch drauf hin, dass es auch für Mongoose RuneQuest Lankhmar gab. Danke für den Hinweis!

[WOB] Rollenspielding am 15/3/15

März 12, 2015

Am Sonntag ist wieder Ding! Es wird gezockt im Kulturzentrum Hallenbad ab 14 Uhr im Herzen von Wolfsburg. Angeboten werden z.Z. zwei Runden: Pathfinder Society und Savage Worlds – Sundered Skies. Mit Sicherheit kommt auch noch ne dritte dazu.

Kurzfristige Infos wie immer im GK-Forum.

Edit: Splittermond wird auch noch gespielt!

GKpod #40 – 10 Dinge (Woche 2) + WOPC-Verlosung

März 10, 2015

In der 40. Ausgabe des Greifenklaue-Podcasts kümmern wir – Glorian und Greifenklaue – uns um die zweite Woche des 10 Dinge-Karnevals (0:02) und Glorian darf Glücksfee für die Winter-OPC-Verlosung (0:33) spielen.

Hier zum Download oder dort zum direkt anhören.

Außerdem versorgt uns Glorian mit News zu Warhammer, Vermintide, Ohrhammer und Ohrhammer 40k.

Hinweis: Alle Verläge mit Ausnahme von Ulisses und Mantikore sind angeschrieben, ich hoffe die Gewinner freuen sich. Bei den beiden Verlagen fragen wir noch die Gewinner, ewas sie haben möchten, da es ja z.T. .pdf-Gutscheine gab. (Ihr dürftet heute eMail erhalten)

 

Be savage!

März 6, 2015

[RPG Now] The Game Masters Memorial Fund Charity-Bundle

März 3, 2015

Ein .pdf-Bundle zur Unterstützung eines rollenspielenden Vaters, der seine fünfeinhalb Jahre alte Tochter verloren hat.

The Game Masters Memorial Fund Charity-Bundle

Für 20 Dollar gibt es einigen Kram mit leichtem Schwerpunkt auf Savage Worlds (Necropolis, Ancient World, Judgment Day, Ultimate Mongol Empire Guide, Throwdown at the North Pole, Ultimate Pirates, Privateers and Plunder Guide, Ultimate Roman Legions Guide, Ultimate Three Kingdoms Guide, mehrere War of the Dead-Bücher). Aber auch Shadowrun 5, das Battletech-Rollenspiel A Time of war, ein Aasimar-Handbuch für Pathfinder oder Cosmic Patrol sind dabei

Außerdem zwei Möbelsets (2D) von Inked adventures sowie ein Raum-Tile und mehrere Kartensets moderner Gebäude und Schiffspläne der H.M.S. Victory.

Ob es sinnvoll angelegtes Geld ist, müsst ihr natürlich selbst entscheiden, aber ich bin zumindest dabei!

 

[Karneval] Die 10 besten Abenteuer der Rollenspielgeschichte

Februar 16, 2015

Ein weiterer Gastbeitrag zum diesmonatlichen Karneval der 10 Dinge, diesmal aus dem Blutschwerterforum. Der Wellentänzer verrät uns seine 10 liebsten Abenteuer und begründet auch, warum er sie für gut hält.

Enemy Within – Power Behind The Throne (Warhammer): Fange mal mit dem Klassiker an. Darauf dürften sich tatsächlich die meisten Leute einigen können. Das Abenteuer ist in der Stadt Middenheim angesiedelt und glänzt für die Zeit der Publikation absolut mit einer bahnbrechenden Handlung. Eine Intrige innerhalb der Stadt muss von den Charakteren aufgedeckt werden. Es gibt viel Action, der Plot ist nichtlinear, überall sind Hooks versteckt, parallel läuft der Karneval von Middenheim und die Stadt glüht geradezu vor Leben. Kleiner Wermutstropfen: bei Warhammer gehen mir die Namen der zudem immer leicht ins Lächerliche gleitenden Protagonisten auf den Sack. Lässt sich ändern. Und das Abenteuer staubt mittlerweile schon ein bisschen. Zum Zeitpunkt des Erscheinens war das Ding hier aber tatsächlich seiner Zeit um Lichtjahre voraus. Hut ab!

Die Toten des Winters (Harnmaster): In einem abgelegenen Kloster ist ein Mord passiert und die Charaktere klären in einer abweisenden Umgebung auf. Das Setting ist tierisch atmosphärisch, die Geschichte arschcool und die Beziehungen zwischen den NSC(-Gruppen) wahnsinnig toll umgesetzt. Das Abenteuer ist enorm gut – und stammt sogar aus deutscher Feder! Leider für das sonst vollkommen langweilige und farblose Harnmaster. Muss man umarbeiten. Aber dann: spitze! Sehr offen, sehr schön aufbereitet, sehr clever konstruiert. Gratz.

Murder on Arcturus Station (Traveller): Das Ding ist der Hammer. Ein Detektivabenteuer für Traveller um einen Mord, wo man diverse Details als SL selbst festlegen kann. Die Idee wurde mittlerweile hier und da aufgenommen (beispielsweise beim kürzlich erschienenen Remake von Enemy Within für WH3, aber ans Original kommen die alle nicht ran). Das Ding ist pure Innovation und Cleverness. Ein weiteres tolles Abenteuer für Traveller ist Prison Planet. Könnte auch hier in der Liste stehen. Aber Murder ist noch einen Tick besser, finde ich. Caveat: man muss mit den üblichen Travellerkrankheiten leben, also Textwüsten, Sterilität und emotionale Kälte. Doch wenn man sich da durchbeißt, gibts ein super Abenteuer. Übrigens auch wunderbar konvertierbar für Star Wars.

Armitage Files (Trail of Cthulhu): So eine Art konsequente Fortführung von Murder on Arcturus Station handelt es sich hier um einen Abenteuerbaukasten, in dessen Verlauf mysteriöse Dokument auftauchen. Das Besondere: die Dokumente können vom SL on the fly auf verschiedene Arten genutzt werden, um das Spiel möglichst cool zu gestalten. Sicherlich nix für jederman, aber der geneigte Erzählspieler wird seine helle Freude damit haben. Cooles Teil!

Sundered Skies (Savage Worlds): Die Kampagne ist die Mutter der PlotPoints. Mittels eines nichtlinear über diverse Begegnungen verstreuten Leitfadens wird das Setting behutsam, aber auf coole Weise enthüllt. Ganz nach Manier von Savage Worlds ist alles eher angerissen und lässt viel Raum für den SL. Doch so haben sich das die Macher gedacht. Viele schöne Ideen und ein toller Bogen, der geschlagen wird. Ich habs als Globule in DSA integriert. Man hört, dass der Schwierigkeitsgrad für die Originalregeln etwas zu knackig sein soll. Das kann ich nicht beurteilen.

Splitterdämmerung (DSA): Eine 7-teilige Mammutkampagne für DSA, die noch nicht mal abgeschlossen ist und qualitativ über die bereits erschienenen Bände schwankt. Was zur Hölle hat das Ding hier verloren? Ich finde die Herangehensweise ebenso innovativ wie toll umgesetzt. Das Thema der Dämonensplitter wird im Rahmen einer epischen, kombinierbaren, aber auch einzeln spielbaren Kampagne ausgerollt über mehr als tausend Seiten und Dutzende Autoren. Solche Projekte sind bislang im Rollenspielbereich meistens (insbesondere auch bei DSA) gescheitert. Dass das hier anders ist, dafür gebührt der Redaktion ein dickes Lob und ich finde, dass die Gesamtqualität mit Sicherheit einen Platz in dieser erhabenen Liste rechtfertigt – wenn auch gefühlt eher nicht an der absoluten Spitze.

Dunkelzahn/Konzernkrieg (Shadowrun): Die ganze Kampagne ist absolut fantastisch und umfasst neben Dunkelzahn – Portfolio of a Dragon´s Secrets auch noch Blood in the Boardroom sowie die (deutlich schwächere) Vorgeschichte Super Tuesday. Keine Abenteuer im engeren Sinne, sondern eher Kampagnenhintergründe gespickt mit einer arschgeilen Story und mehr Plothooks als man zählen kann. Das ist vermutlich eine der besten Kampagnen, die je veröffentlicht wurden. Epik, clevere Ideen, innovative Themen, unfassbare viele Hooks, auf die man einsteigen kann. Yeah. Die Shadowrunära von Universal Brotherhood über Konzernkrieg bis (mit Abstrichen) der Arkologiestory hat Rollenspielkampagnen und die Integrierbarkeit von Metaplots in das Spiel auf eine vollkommen neue Ebene gehoben. Großartig!

Legacy of the Crystal Shard (D&D): Musste ein bisschen überlegen, weil D&D ja traditioneller Weise total beschissene Abenteuer veröffentlicht. Das hier ist anders. Es gibt 3 verschiedene Handlungsbögen, die erstens kunstvoll auf vermutlich bereits vorhandenes Spielerwissen aufbauen, zweitens nachvollziehbar auch ohne Involvement der Charaktere weiterlaufen und drittens lustiger Weise gar nicht alle auf einmal gelöst werden können – das eine oder andere Katasrtöphchen wird also wohl eintreten. Sehr offen designt. Endlich haben auch D&Dler mal ein gutes Abenteuer und nicht nur gute Regeln bzw. Settings. Habe kurz gezuckt, ob ich auch noch Ways of the Wicked nennen soll. Aber das reicht dann doch nicht ganz an die hier versammelten Teile ran.

Dreamhounds of Paris & The Book of Ants (Gumshoe): Okay. Das Ding habe ich ehrlicher Weise noch nicht mal gelesen. Ich werde das noch spielen. Egal. Die Idee und das Konzept sind so großartig, dass alleine das einen Platz in dieser höchst erlauchten Runde rechtfertigt. Man spielt einen berühmten Surrealisten, der langsam in die Traumlande abgleitet. Das Abenteuer/ der Kampagnenband Dreamhounds of Paris wird begleitet von einem Tagebuch eines fiktiven Surrealisten (The Book of Ants). Wie geil ist das denn bitte? Keine Ahnung, wie gut die das alles umgesetzt haben. Meine Erfahrung mit Pelgrane Press ist aber so wahnsinnig positiv, dass ich da wirklich große, große Hoffnungen hege. Wasn geiler Verlag und nicht umsonst gleich zweifach in der Liste hier vertreten.

Die Quanionsqueste (DSA): Die Quanionsqueste ist exakt das, was ich mir von einer DSA-Kampagne wünsche. Fokus auf Mittelreich, eine gute Balance aus Hotzenplotzigkeit und Epik, modularer Aufbau, gelungene Protagonisten, liebevoll ausgestaltete Details, knackige Rätsel. Was will man eigentlich mehr? Nicht viel. Die Queste ist ein tolles, sehr kreatives Thema, die Einbettung in das Setting ist nicht weniger als grandios gelungen, die Strömungen der Praioskirche sind ebenso nachvollziehbar wie clever ausgearbeitet, die Herausforderungen einer spirituellen Suche wurden brilliant umgesetzt, die Szenarien finde ich fast durch die Bank toll und die vielen liebevollen Details integrieren sich zu einem großartigen Ganzen. Ganz nebenbei wird auch noch die mit der Zeit zur lächerlichen Fratze verkommene Praioskriche einem saucoolen Reset unterworfen. Nach meiner Ansicht kann man eine Kampagne kaum besser anlegen. Absolut phantastisch. Kein Witz.

Soweit die 10 besten Abenteuer aller Zeiten als kleiner Gastbeitrag zum Rollenspielkarneval. Nice dice!

Media Monday #190 – Rosenmontags-Special

Februar 16, 2015

Ein Media Monday zum größten LARP der Welt … aka Karneval. Da macht man auch als (Fast-)Braunschweiger mit. Organisiert wie immer vom Medien-Journal, wo ihr auch die teilnehmenden Mitblogger zum Ziel von Konfettikanonen machen könnt …

1. Animierte Charaktere oder Puppen/Kostüme? – Hat beides etwas. Bei Star Wars wünsche ich mir deutlich mehr Kostüme & Puppen als Flummiball-Jodas. Aber auch animierte Charaktere machen Sinn, Smaug war toll, auch der damalige Drache aus Dragonheart oder die Drachen aus Drachen zähmen leicht gemacht. Es gibt eben auch echt liebevoll gemachte Animationscharaktere.

Angry Birds Star Wars … Und trotzdem weniger schlimm als Yoda in Episode III. Oder: Wie Red Bull Star Wars zerstörte … Oder: Hubba Buba auf Speed. Oder: Alpträume aus dem Kaugummiautomaten …

2. Clowns gehören in den Keller.

Clown, mutmaßlich am Kellerfenster wartend. Idealposition. Noch nicht gefrühstückt*. (aus: Scary Shorts)

3. Wenn die Effekte auch nicht wirklich up-to-date waren/sind, hat mich Babylon 5 doch wirklich mitgerissen. Toller übergreifender Storyarc, wunderbarer Aufbau und schöne Verknüpfungen.

4. Kostümiert oder nicht, einen Helden zeichnet für mich aus, dass er für Schwächere eintritt. Lustigerweise drehte sich der letzte RSP-Blog-Karneval (eine Blogparade ähnlich dem Media Monday) um das Thema Helden & Heldentum. Wer immer schonmal einen Helden spielen wollte, ist im Rollenspiel genau richtig!

5. Jupiters Ascending hätte ja leicht ins Lächerliche abdriften können, jedoch ist dieser bunte SciFi-Mix nicht nur optisch opulent (und äußerst durchmixt), sondern überraschend gut gelungen. Gut, ich hatte gar nix erwartet, aber spätestens als Drachlinge auftauchten, hatte der Film mich. Und ich hab die ganze Zeit daran gedacht, wie man es in Savage Worlds umsetzen könnte und wann die Bennies geflogen sind … Kurzum, ich hatte Spaß im Kino.

6. Kunst liegt ja bekanntermaßen im Auge des Betrachters. Walhalla Rising mit Mads Mikkelsen ist in meinen Augen ein Kunstwerk, denn der ist nicht nur brutal-blutig, sondern gelungenes Arthauskino.

7. Was mich an Karneval nervt: das es keine Erfahrungspunkte gibt … Das der Braunschweiger Karnevalszug wegen Terrorgefahr abgesagt wurde, nervt hingegen mehr meine Schwester, die da hin wollte – ich finde das eher bedenklich. In meherrlei Hinsicht.

*Clown, verfrühstückbar**.

**Clown, beim Verfrühstückt werden [deutsche Sprache, schöne Sprache]

[WOB] Rollenspielding am 15/2/15 mit Flohmarkt

Februar 13, 2015

Am Sonntag gibt’s wieder Würfelkost satt auf dem Ding, ab 14 Uhr im Kulturzentrum Hallenbad. Angeboten wird ein weitere Szenario im Rahmen der Pathfinder Society (vermutlich Masters of the Fallen Fortress), Savage World Zombie Run und Arcane Codex.

Außerdem ist Flohmarkt und es gibt vermutlich wieder ordentlich RPGkram und Artverwandtes für kleines Geld.

Infothread findet sich hier.

[WOB] Rollenspielding morgen am 18/1/15

Januar 17, 2015

Morgen geht es weiter! Im Angebot: Pathfinder (Society), Savage Worlds Rippers und Arcane Codex. Wie immer ab 14 Uhr im Wolfsburger Kulturzentrum Hallenbad.

Hier der Infothread.

Außerdem gibt es schon Termine fürs 1. Halbjahr 2015.


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