Media Monday #187

Warum Walking Dead auf meiner Pile of Shame rotiert, wie sich Rollenspielprinzipien auf Serien anwenden lassen und wie Masters revitalisiert aussehen könnten … im 187, Media Monday organisiert vom Medien-Journal.

1. Spannend wird es doch eigentlich immer erst dann, wenn die Entscheidung in die Hände des Zufalls gelegt wird – z.B. im Form eines Würfels … Rollenspielweisheit. Immer wenn keiner am Spieltisch weiß, wie die Sache ausgeht – Stichwort Ergebnisoffenheit – dann wird es richtig spannend. Das lässt sich durchaus auch auf Bücher oder Serien übertragen. Bei Serien, wo ungewiss ist, wer als nächstes stirbt, z.B. Game of Thrones oder Spooks, wo die Darsteller keine Plotimmunität haben, fiebere ich auch stärker mit und bin dann doch grausam überrascht …

2. Entgegen vorherrschender Meinung finde ich ja, dass Walking Dead richtig miesDurchschnitt ist, denn entgegen der genialen Comicreihe ist es sehr langatmig, wenig dynamisch und zuviel Geschwaller. Zwar mag ich die Serie durchaus, aber sie könnte für meinen Geschmack um so vieles besser sein! Mies würde ich nicht sagen wollen, aber Durchschnitt trifft es – leider!

3. SuBs oder Stapel ungelesener Bücher sind ja bei Literaturbloggern weit verbreitet. Wie sieht es bei euch aus, ggf. auch mit einem SuF – Stapel ungesehener Filme? – Auch Pile of Shame genannt … Ich hab hier ein … zwei Regale direkt neben dem Fernseher mit ungesehenden Filmen und Serien. Grund u.a., dass ich viel tausche (und daher auch bevorrate) und Filme tendeniell selten alleine schaue, im Gegensatz zu Serien.

4. Wenn Benedict Cumberbatch zu Höchstform aufläuft spielt er alle an die Wand (außer vielleicht Martin Freeman), allerdings sind viele ihrer/seiner Rollen außerhalb der Genres, die ich typischerweise schaue, z.B. Parade`s End, Dame, König, As, Spion oder – Pile of Shame – Wikileaks, Osage County, 12 Years a slave oder, gerade im Kino, The Imitation Game.

5. Ob Flash, Arrow oder Constantine*, plötzlich bekommen altbekannte Helden allesamt eine Serie spendiert, wohingegen die Größen des Superhelden-Genres ja auch weiterhin im Kino für Recht und Gesetz kämpfen. Ein begrüßenswerter Trend oder reicht es langsam mit der Verwertung altbekannter Comicstoffe? – Ich hab ehrlich gesagt noch keine gesehen, im Prinzip ist es aber gut, wenn es da ein bisschen Auswahl gibt. Solche Serien können im Prinzip viel Potential haben, aber auch enttäuschend gleichförmig sein. Auf The Flash bin ich auf jeden Fall gespannt. Außerdem gibt es außerhalb des Superheldengenres ganz wunderbare Comics, die absolut eine Fernsehaaption verdient hätten. Ich erinnere hier an Walking Dead (trotz meiner Probleme damit), 300, Sin City, Jonah Hex, Blueberry, Blade oder Snowpiercer.

*Gotham fehlt übrigens.

6. Und anschließend an die vorherige Frage: welcher (Super)Held eurer Kindheit wurde bisher schmählich vernachlässigt und könnte eine Frischzellenkur vertragen? – Ich hab sie neulich erst erwähnt, aber nutze die Gelegenheit gerne erneut: He-Man und die Masters of the Universe. An altem Stoff finde ich ja nur die Hörspielreihe von Europa und die neuere Anime-Serie großartig, die alte Cartoonserie (und den unsäglichen Film) nicht. Die neue DC-Comicreihe ist schon ne ordentliche Frischzellenkur: Ausgangspunkt dort: Skeletor hat gewonnen. Die Masters haben ihr Gedächnis verloren und Prinz Adam ist Holzfäller im Wald… Sehr geil. Aber auch als Teela im späteren Verlauf He-Man fragt, ob er schon immer so arrogant war – grandios-köstlich!

Noch cooler wäre natürlich ein Redesign von Marko Djurjevic (der vom Rollenspielzeichner zum Marvel-Comic-Illustrator aufgestiegen ist und der schonmal He-Man revitalisierte). Auch Odimoir auf Deviantart gefällt mir, z.B. sein Hordak.

(c) Marko Djurjevic

7. Zuletzt gesehen habe ich das Finale von Breaking Bad und das war ein großartiger Abschluß der Serie, weil es ein echtes Finale war, viele Fäden aufgegriffen hat und einige gelungene Kunstgriffe, Ideen und Kniffe enthielt. Sehr sehenswert, die ganze Serie!

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6 Kommentare zu „Media Monday #187

  1. Verdammt. Ich muss Breaking Bad wohl echt so langsam anschauen ..aber da ist ja noch mein SuF, der verdammt hoch ist langsam … *stöhn*
    Die DC-Serie mit den Masters klingt übrigens sehr interessant, die ist voll an mir vorbei gegangen – danke für den Tip 🙂

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  2. Ich muss ja sagen, dass ich gerade die scheinbare Langatmigkeit bei TWD toll finde. Für mich trägt das unglaublich zur Atmosphäre bei und ich frage mich stets wie ich mich wohl in solch einer Extremsituation verhalten würde.

    Das „Breaking Bad“-Finale war wirklich toll, da kann ich nur zustimmen!

    Auch was „Masters of the Universe“ angeht, so würde ich da gerne mal wieder etwas sehen – und sei es „nur“ der 80er Jahre Film 😀

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  3. Ja, GoT hat wirklich immer wieder neu überrascht mit seinen Toten 😉
    He-Man hatte ich gerade erst 😉 Scheinen noch mehr drauf abzufahren 😉

    Also ich finde TWD genial. Eben weil es nicht nur actionreich ist, sondern auch die sozialen Komponenten beleuchtet.

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  4. Bei TWD empfehl ich ja immer, den Comic zu lesen, der kann fast alles, was die TV-Serie kann, ist nur noch intensiver und knackiger.

    Bei Masters war ja mal nen neuer Film im Gespräch … Naja, ich komme erstmal mit den neuen Comics aus.

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  5. Flash und Constantine sind SO gut und werden einfach nur immer besser bis jetzt (sofern sie zweiteres nicht canceln). Aber ja, berechtigte Frage. Ich hoffe mal, dass da nicht irgendwann eine Blase platzt.

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