[#RPGaDay2019] #6 – Zehn historische Fanzines

Es ist August und damit #RPGaDay2019 – diesmal ist es jedoch anders: ein Stichwort wird vorgegeben (hier), Michael Jaegers hat es übersetzt (dort) und dazu soll man was schreiben. Diesmal soll es historisch werden – da nehm ich mir doch mal zehn Fanzines vor, die in meiner Sammlung stehen und beleuchte sie kurz. Auf geht es:

Ancient – historisch
Zehn historische Fanzines

(1.) Der Letzte Held (1985-2011, 48 Ausgaben), DSA-Fanzine aus Braunschweig mit Schwerpunkt Havena und mein erstes Zine – da es das im Laden gab, ich bin mit Ausgabe 19/20 eingestiegen. Im Rahmen eines Karnevals hab ich einen längeren Artikel zu dem Zine verfasst. Desweiteren gibt es hier die Möglichkeit die ersten 13 sowie die letzten vier Ausgaben zu downloaden …
(2.) Sphinx (Drosi), Rezizine in A6 von Andy Funke, den ich auf dem ConTroverse auch persönlich kennenlernte. War mein Tritt ins Fandom, ich rezensierte dort und lernte einige Fanzines und Fanziner kennen – und rutschte in die LORP, zeitweise das größte deutsche RPG-Portal.
(3.) Der Trodox (seit 1987, 45 Ausgaben) ist das dienstälteste Fanzine Deutschlands mit einer oft bunten Mischung, aber oft mit Private Eye-Material. Die Geschichte des Zines kann man hier nachlesen, dort gibt es auch einige Ausgaben zum Download.
(4.) Der/die Anduin (seit 1988, 107 Ausgaben) hat auch eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Gestartet als Rundeninfo von Tommy Heinig langsam zum Zine gereift, dann ab der #61 als reines eZine rausgekommen (wobei es mit dem X-Zine eine Coop gab und sechs Ausgaben gedruckt wurden …). Als das Fanzine nach einer Pause wieder erschien (#92/93) interviewte ich ihn für die LORP. Seit 2009 hat Friederike Schmutzler aka Niniane das Ruder übernommen (Interview mit der Seifenkiste), ab #61 kann man die Ausgaben auch downloaden, die voll von Abenteuern und Material sind.
(5.) Das AD&D-Fanzine Black Leaf präsentierte mit der Ylraphon-Kampagne eine tolle Kampagne, wo man als Dorfjunge anfing, gegen kuhklauende Aasfresser kämpfte und schließlich Illithidengräber plündern konnte. Richtig tolles Dungeoncrawling, aber auch ein großártiges Worldbuilding rund um eine untergegangene Gedankenschinder-Kultur. 6 Ausgaben zwischen 94/95 und 98 (siehe RPGgeek) und sicherlich eines der Motivatoren für die Greifenklaue.


(6.) Das Zunftblatt ist das Vereinszine der Zunft der Lahnsteiner Rollenspieler e.V. und ich habe es mit zahlreichen Rezis begleitet: Zunftblatt #4/Zunftblatt #6/Zunftblatt 4/2009/Zunftblatt #10/Zunftblatt #12. Kennengelernt hab ich es auf der RPC, war immer ein symphatischer Stand, der mit jedem Fanzine auch ein Tombolalos verkaufte … Vereinszine mit einer bunten Mischung aus Schwerpunkt, Rezis, News, Regionalem und meist einem Abenteuer, Moritz hat 2002 den Chefredakteuer interviewt.
(7.) Der Thorwal Standard (Wiki Aventurica) ist eines der wirkmächtigsten DSA-Fanzine und hatte 17 Ausgaben zwischen 1990 und 2011. Den Macher Ragnar Schwefel lernte ich anno 1999 sauf der FSF kennen und hatte ihm beim Fanzine-Karneval im Kamingespräch.
(8.) Der/das Artefakt ist ein weiteres Vereinszine des FIS e.V. und brachte es von 1992 bis 2013 auf 30 Ausgaben. Mich hat es etwa seit der Nummer 7 begleitet, die kurzzeitig über Pegasus vertrieben wurden. Meist hatte es 2, 3 Abenteuer neben Rezis und Vereinsnews, häufig mit etwas düsteren Rollenspielen: Kult, Cthulhu, WoD, auch Arcane Codex. Ich hab den zweiten Chefredakteuer Christoph Schubert sowie den dritten Joachim A. Hagen im Rahmen des Fanzine-Karneval interviewt.
(9.) Das Midgard-Fanzine Daimonions Sammelsurium (Midgard-Wiki) bringt es zwischen 2006 und 2009 auf 6 Ausgaben. Den Macher lernte ich über den Nordcon kennen, genauer habe ich einige Male bei ihm gepennt und abends immer nett geschnackt. Das Zine hat sich immer einen Schwerpunkt gesetzt und dazu viele Artikel abgeliefert. Bei einer Ausgabe half auch unser Coverzeichner Knirschi aus (siehe Bild rechts). Rezi zu#1 und zur #6 hab ich mal rausgesucht.
(10.) Das Labyrinth schaffte es nur auf eine Ausgabe in 2010 und war für Labyrinth Lord gedacht. Da ich mit im Übersetzerteam war und mit Moritz auf der RPC die Bücher verkauft habe, gebührte mir die Ehre des Vorworts … Das Zine gibt es noch elektronisch für 2 Dollar und im Full-Size-Preview könnt ihr noch mein Vorwort lesen, ein Abriss zur damaligen LL-Situation.

2007 hab ich übrigens ein Archiv damals noch aktiver oder erhältlicher Fanzine erstellt, wohl nicht nur für mich ein spannender Blick zurück in die Endphase des Zinezeitalters.

Welche Zines habt ihr gelesen? Hattet ihr ein Lieblings-Zine?

4 Kommentare

  1. Fanzines sind eine schöne Sache und teilweise sind echt gute Sachen drin. Habe eben nochmal „Das Labyrinth“ über deinen Affiliate-Link gekauft obwohl ich die Printausgabe schon habe.

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  2. Das Magische Blatt – unvergessen Jatchalo, der Riese, der auf einem Elefanten reitet und die Beschreibung der HExen, bevor es diese offiziell gab

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